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***AUFNAHME EINES NOTFALLKANINCHENS - WAS MUSS BEACHTET WERDEN?***

Nutzer: Susanne
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geschrieben am: 28.08.2008    um 03:18 Uhr   IP: gespeichert
In letzter Zeit häufen sich Meldungen sogenannter Notfälle. Daraus ergeben sich oft Hilferufe von Vereinen, Organisationen und privaten Personen, die um Mithilfe bitten. So manch einer hat vielleicht schon öfter überlegt und möchte seine Hilfe anbieten, doch Unsicherheit, wenig Erfahrung und kaum Hilfestellung lassen manchen zurückschrecken. Aus aktuellem Anlass möchten wir aufklären, wie sich zu verhalten ist und Hilfe auch sinnvoll angeboten werden kann, denn dies ist nicht ganz so einfach, wie man sich das denken möchte.

Zunächst einmal gilt: ob aus privater Hand aus Mitleid übernommen, Fundtier oder aber aus einem gemeldeten Notfall - Sicherheitsmassnahmen wie Quarantäne, Hygiene und Tierarztbesuche sollten immer eine vordergründige Rolle spielen. Zum Schutz der eigenen, im Haushalt lebenden Tiere.

Was ist ein "Notfall"?
Meist handelt es sich um Fälle von Zuchtauflösungen, Meldungen von Anwohnern oder auch Zufall, dass tierquälerische Zustände an einen Verein oder eine Organisation gemeldet werden. Diese organisieren oftmals auch in Zusammenarbeit mit der Polizei und Veterinärämtern eine Abholung der Tiere und Überbringung in Pflegestellen. Daraus resultieren Aufrufe zur Hilfe, denn Vereine und Organisationen verfügen meist nicht über soviele Pflegestellen, wie erforderlich sind. Oftmals handelt es sich um mehr als 50 Tiere, auch Notfälle mit mehr als 200 Tieren sind inzwischen leider keine Seltenheit mehr. Hinzukommen die zufälligen Entdeckungen sog. "Tiermessis" - Menschen, die glauben, etwas Gutes zu tun, Tiere sammeln, obwohl sie selbst mit sich und dem Leben vollständig überfordert sind.

Viele der größeren und bekannten Organisationen arbeiten hier oft Hand in Hand, doch das reicht eben nicht immer. Bedauerlich ist, dass oft keine Zeit bleibt oder aufgrund der schnellen Organisation die Hilfestellung für die auf der Strecke bleibt, die unerfahren ihre Hilfe anbieten und dann allein vor einer sehr belastenden Situation stehen.

Das Notfalltier
Bitte seid Euch im Klaren darüber, dass es sich um Tiere aus extrem schlechter Haltung handelt und allein der Anblick oftmals eine Herausforderung ist. Hysterie & Ekel sind hier fehl am Platze, denn diese Tiere brauchen wirkliche Hilfe. Wer hier schon schwache Nerven hat, sollte es bleiben lassen, denn so etwas ist emotional sehr belastend und hilft niemandem, wenn man anschliessend Alpträume hat.

Die Regel ist, dass die Tiere

- infektiös verseucht sind (Kokzidien, Würmer, Flöhe, schwerster Kaninchenschnupfen)
- schwere Verletzungen aufweisen (Bisswunden, halbe Ohren, zerbissene Pfoten, abgebissene Blumen, Fleischwunden, Abszesse)
- Hautpilz, Tumore, Milben haben
- unterernährt sind, bis zur lebensbedrohlichen Abmagerung
- überlange Krallen und Zähne haben
- wunde Läufe aufweisen
- E.Cuniculi unbehandelt
- blind, taub sind
- Rammler fast immer unkastriert sind
- Häsinnen aller Wahrscheinlichkeit nach trächtig sind
- Missbildungen aufgrund von Inzucht aufweisen (3 Läufe, keine Ohren, nur ein Auge etc.)
- innerorganische Probleme, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind (z.B. Lungenabszesse)

Diese Tiere haben meist ein jahrelanges Martyrium hinter sich, so dass in jedem Fall allerhöchste Sensibilität im Umgang mit Fütterung und Handhabung zu leisten ist (z.B. anfassen - viele Tiere sind bissig, da sie geschlagen wurden). Auch mit noch so großem Einsatz ist manch ein Tier nicht mehr zu retten und die letzte Hilfe bedeutet auch, das Leiden zu beenden. Bitte keine Behandlungen bis zur Quälerei.

1. Auch wer nur einen Käfig bieten kann - für den Übergang ist alles besser, als das wo die Tiere bisher gelebt haben. Ein Dauerzustand ist das natürlich nicht.

2. Rammler müssen kastriert werden, Häsinnen werfen u.U. mehrere Junge und die Behandlung der vielfältigen Krankheiten erfordern eine Menge Zeit. Kann man das leisten? Ist das mit Familie und Job vereinbar?

3. Selbst ein kleines Kaninchen kann bis zu mehreren hundert EUR mit Behandlung und Medikamenten kosten. Eine Übernahme der Kosten durch den organisierenden Verein ist meist nicht möglich. Gibt die eigene Kasse das her? Selbst bei Vermittlung nach der Genesung des Tieres ist eine Schutzgebühr von mehr als 50 EUR nicht drin. Somit stehen Kosten gegen Einnahmen in keinem Verhältnis. Kann man sich das leisten?

4. Ist klar, dass das Tier nach Abschluss der Behandlung vermittelt wird? Die kleinen Patienten wachsen einem sehr schnell an's Herz. Noch dazu, wenn man "gemeinsam" soviel durchgemacht hat. Es hat oft partnerschaftliche Auseinandersetzungen gegeben, weil man sich nicht einig war. Das sollte vermieden werden.

5. Was geschieht, wenn das Tier so krank ist und auch bleiben wird, dass es nicht vermittelbar ist - also ein sog. Gnadenhoftier? Kann es bei Euch einen Platz auf Lebenszeit haben und auch einen Partner bekommen, der seiner Krankheit angemessen ist? Das Tier sollte nicht zum "Wanderpokal" werden.

Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
*George Bernard Shaw*

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  TopZuletzt geändert am: 30.12.2011 um 18:25 Uhr von Lumpi
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Nutzer: Susanne
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geschrieben am: 28.08.2008    um 03:46 Uhr   IP: gespeichert
Nachdem diese Fragen in Ruhe geklärt werden müssen, stehen nun die Versorgung und Unterbringung des kleinen Patienten an. Wichtig ist, sich darüber im Klaren zu sein, dass man einiges vorbereiten muss. Die Sicherheit der eigenen im Haushalt lebenden Tiere darf nicht gefährdet werden. Infektionskrankheiten können schnell auch durch den Menschen verbreitet werden (z.B. Kokzidien). Somit bedarf es hier auch äusserster Sorgfalt.

1. Unterbringung in einem separaten Raum

2. Eigene Näpfe und Futterschalen, Raufen, Klo's etc.

3. Häufige gründliche Reinigung mit einem tierverträglichen Desinfektionsmittel - übliche Haushaltsreiniger sind nicht nur nicht wirksam gegen Kokzidien etc. sondern auch schädlich für die Tiere!

4. Sämtliche bei diesen Tieren benutzte Wäsche (Handtücher, Flickenteppiche) wie auch die eigene Kleidung muss mit Wäschedesinfektion gewaschen werden und darf nicht mit den eigenen Tieren oder Kleinkindern in Berührung kommen. Einrichungsgegenstände des Geheges müssen heiss abgewaschen und desinfiziert werden. Händewaschen und Kleiderwechsel vor dem Umgang mit den eigenen Tieren ist Pflicht!

5. Umgehende Vorstellung beim Tierarzt sowie die Abgabe einer Kotprobe bringen den ersten Aufschluss über den Zustand und die einzuleitenden Behandlungsmassnahmen.

6. Niemals eigene Behandlungen einleiten und Medikamente verabreichen, wenn man damit keine Erfahrung hat! Kamille ist z.B. für Kaninchenaugen schädlich! Sie trocknet das Auge aus. Wenn also erste Säuberungen vorgenommen werden sollen, so ist dies mit lauwarmem klarem Wasser durchzuführen.

7. Eine sehr sehr sanfte Futterumstellung muss vorgenommen werden, denn diese Tiere sind jahrelang miesestes Futter gewohnt. Daher muss eine Packung übles Futter vorhanden sein und vorläufig weiter gegeben werden. Auch der gut gemeinte übervolle Teller mit frischem Gemüse kann böse Folgen haben! Aufgasungen und Durchfall können die Folge sein. Besser sind ein kleines Stück Karotte, Apfel und Fenchel - dies wird in der Regel sehr gut vertragen. Dennoch kann es Tage dauern, bis sich die Tiere dort rantrauen, da sie dies meist noch nie im Leben gesehen haben. Heu sollte angeboten werden, dennoch ist im ersten Moment nicht damit zu rechnen, dass es gefressen wird. Geduld ist hier ein guter Berater. Generell gilt: niemals Trockenfutter und Frischfutter gemeinsam anbieten - auch hier können Verdauungsprobleme und Durchfall die Folge sein!

8. Transportboxen sollten keinen festgeklebten Teppich oder Drybeds enthalten. Besser sind alte Frotteehandtücher, die nach dem Transport entsorgt oder mit Wäschedesinfektion gewaschen werden müssen, die Box selbst heiss abspülen und desinfizieren.

9. Einige kleine Dinge für die Behandlungen sollten vorhanden sein, sie werden auch meist nicht vom Tierarzt mitgegeben: Kompressen (nach der Behandlung entsorgen - Baumwolltücher, Tempos etc. sind nicht geeignet und die Bakterien sitzen dort fest), Bepanthen Wund- und Heilsalbe, Babybrei, Paraffinoel, Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel.

Vorbehaltlich Ergänzungen sollte es das für's Erste gewesen sein und wir hoffen, damit nicht nur deutlich gemacht zu haben, was Euch erwarten kann, sondern auch eine Hilfestellung bei der Handhabung "Eures" Notfalles ist.

Viel Glück!

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geschrieben am: 28.08.2008    um 15:52 Uhr   IP: gespeichert
DANKE!!!!!!

Ich bin gerüstet... es kann los gehen! *schwitz*

Vielen Dank für diese Mitteilung von Dir und für Deine Hilfe!!

Ein Frage hätte ich noch:

Wenn ich mir die Hände mit Sagrotan einsprühe und danach mit Arztseife wasche, kann ich dann meine wieder anfassen (natürlich mit vorher gewechselter Kleidung)?

Weil Du geschrieben hattest, dass die handelsüblichen Desinfektonsmittel, diese Art von Bakterien und Viren nicht abtöten.

Nehme ich dann für mich auch das von Canina?

Vielen Dank

LG Kathi


Liebe Grüsse,
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geschrieben am: 28.08.2008    um 16:09 Uhr   IP: gespeichert
Das von canina ist auch für den Menschen und dessen Kleidung geeignet
Der Mensch hat die Atombombe erfunden! Keine Maus der Welt wäre je auf die Idee gekommen, eine Mausefalle zu bauen ♥
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geschrieben am: 28.08.2008    um 16:12 Uhr   IP: gespeichert
Also auch für mich kein Sagrotan nehmen?


Liebe Grüsse,
Kathi, Flocki und Socki
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geschrieben am: 28.08.2008    um 16:19 Uhr   IP: gespeichert
Ich würde das Capha Desclean benutzen...
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geschrieben am: 28.08.2008    um 16:25 Uhr   IP: gespeichert
Ok, dann wird das auch noch gekauft!

Danke


Liebe Grüsse,
Kathi, Flocki und Socki
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geschrieben am: 28.08.2008    um 16:29 Uhr   IP: gespeichert
Würde ich auch, denn das Mittel kannst du wirklich für fast alles nehmen. Wenn ich eine VG mache sprühe ich alles damit ein... Jedoch würde ich dir für deine Hände ein einfaches Sterillium empfehlen. Gibt es in jeder Apotehke.
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  TopZuletzt geändert am: 28.08.2008 um 17:22 Uhr von Hexe
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Nutzer: Sylke
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geschrieben am: 28.08.2008    um 17:25 Uhr   IP: gespeichert
Für´s Gehege nehme ich Capha DesClean von Canina, für die Hände Desderman N und für die Klamotten Wäschesagrotan. Was sich in der Maschine kochen lässt (Handtücher o.ä.) wird gekocht.

Gruß Sylke
Sylke mit ihren 11 Monstern.....Oskar, Johanna, Sir Cedrik, Pauline, Poldi, Luise und den Babys Schnucki, Schwänli, Bärli, Amadeus und Aramis
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Nutzer: FlockiSocki
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geschrieben am: 28.08.2008    um 17:30 Uhr   IP: gespeichert
Wo bekomme ich Desderman N?

Den Rest hab ich schon gekauft....


Noch eine kurze Frage:

Wenn ich die Klamotten wechsle und dann runter gehe- muss ich dann direkt duschen?
Setzen sich die "Biester" z.B. in den Haaren fest?

Will echt nicht, das sich meine anstecken und deshalb schon vorab alles ausschließen..

danke


Liebe Grüsse,
Kathi, Flocki und Socki
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Nutzer: Susanne
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geschrieben am: 28.08.2008    um 17:32 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: FlockiSocki
Wo bekomme ich Desderman N?

Den Rest hab ich schon gekauft....


Noch eine kurze Frage:

Wenn ich die Klamotten wechsle und dann runter gehe- muss ich dann direkt duschen?
Setzen sich die "Biester" z.B. in den Haaren fest?

Will echt nicht, das sich meine anstecken und deshalb schon vorab alles ausschließen..

danke
Kleidung wechseln und Händewaschen bzw. desinfizieren genügt - Du musst nicht jedesmal duschen

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Nutzer: FlockiSocki
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geschrieben am: 28.08.2008    um 17:38 Uhr   IP: gespeichert
Ok, danke

Buddelkiste nein, oder?

Desderman N krieg ich wo?


Liebe Grüsse,
Kathi, Flocki und Socki
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Nutzer: Sylke
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geschrieben am: 28.08.2008    um 17:43 Uhr   IP: gespeichert
Ein gutes Desinfektionsmittel für die Hände bekommst Du in der Apo.

Gruß Sylke
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Nutzer: FlockiSocki
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geschrieben am: 28.08.2008    um 17:59 Uhr   IP: gespeichert
Danke, wird besorgt!!!


Liebe Grüsse,
Kathi, Flocki und Socki
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Nutzer: PoFi
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geschrieben am: 05.10.2008    um 16:26 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Susanne
1. Unterbringung in einem separaten Raum
Jep; mindestens eine, besser zwei Wochen. Erst dann kann man daran denken sie mit anderen zusammen zu führen...

In dieser Zeit sollte der Kot (Festigkeit & Farbe) und das Verhalten (evtl. Epilepsie, Bewegungsvermögen, Sehkraft o.Ä.) der Tiere beobachtet werden. Auch eine Gewichtskontrolle kann helfen eine Erkrankung zu erkennen (starke Schwankungen sind nie gut).


Ich denke; das wäre vielleicht noch wichtig zu erwähnen. Wollt halt auch mal was kluges sagen...
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Nutzer: JaniPanther
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geschrieben am: 25.04.2009    um 12:22 Uhr   IP: gespeichert
Danke, ihr habt mir echt geholfen, jetzt fühle ich mich nicht mehr so unsicher, wenn der Kleine bald bei mir einzieht.

Der Kleine( er ist zwar schon etwas älter aber meine Nins sind alle meine "Babies" :P ) ist nicht kastriert, total übergewichtig, kennt kein Sonnenlicht, kann sich in seinem "Käfig" einmal drehen wenn's hochkommt und kennt KEIN Heu. Ich habe ihm jetzt schon mehrfach verschiedene Heusorten angeboten, aber er nimmt sie einfach nicht an! Was soll ich machen?

Ich muss ihn natürlich kastrieren lassen und dann kommt die Quarantäne. Kann ich neben der Kastra auch gleich impfen lassen & Kokzidien behandeln? Oder muss ich das nacheinander machen lassen?
Ist es egtl. zu viel Stress wenn ich mit ihm 30-45min. zum tierarzt fahren muss? Bei usn in der Stadt sind nämlich nur, wie drücke ich das am besten aus, Tierärzte die egtl. so gut wie keine Ahnung von kaninchen haben.

Da meine Fragen ansonsten bezüglich des Desinfektionsmittels beantwortet wurden, war's das erstmal.
Ich hoffe ihr könnt mir ein bisschen helfen.
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Nutzer: olafundlucas
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geschrieben am: 06.07.2009    um 23:47 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: JaniPanther


1. Der Kleine( er ist zwar schon etwas älter aber meine Nins sind alle meine "Babies" :P ) ist nicht kastriert, total übergewichtig, kennt kein Sonnenlicht, kann sich in seinem "Käfig" einmal drehen wenn's hochkommt und kennt KEIN Heu. Ich habe ihm jetzt schon mehrfach verschiedene Heusorten angeboten, aber er nimmt sie einfach nicht an! Was soll ich machen?

2. Ich muss ihn natürlich kastrieren lassen und dann kommt die Quarantäne. Kann ich neben der Kastra auch gleich impfen lassen & Kokzidien behandeln? Oder muss ich das nacheinander machen lassen?

3. Ist es egtl. zu viel Stress wenn ich mit ihm 30-45min. zum tierarzt fahren muss? Bei usn in der Stadt sind nämlich nur, wie drücke ich das am besten aus, Tierärzte die egtl. so gut wie keine Ahnung von kaninchen haben.

1. Biete ihm über 4-6 Wochen sein altes Futter an, welches du mehr und mehr absetzt und durch ständige Heugabe sowie langsame Gewöhnung an Frischfutter immer mehr ausweitest. Fange am besten mit Möhre, Apfel, Sellerie und Grünzeug (von Gemüse) an, aber bitte: ganz langsam, das ist sehr wichtig. Streue ihm über das Heu leckere Trockenkräuter oder biete ihm Agrobs oder Heucobs an. Sie werden in der Regel doch sehr gern genommen.

Grünzeug (Saftfutter) von der Wiese würde ich noch nicht anbieten, denn er ist noch nicht geimpft, das kannst du nachholen, wenn er seine Impfungen bekommen hat. (Myxo und RHD Gefahr droht hier und kann durch Frischfutter von der Wiese eingeschleppt und übertragen werden)

2. Er sollte sofort in Quarantäne, welche genügend Platz bietet um dir Vertrauen entgegenzubringen. Mach eine Kastratermin in einigen Wochen, zuvor ist aber wichtiger, dass eine Kotprobe abgegeben wird, welche negativ, also sauber ist. Hat er Kokies, bitte erst diese behandeln, erst wenn er sauber ist, würde ich ihn impfen lassen. 14 Tage später dann würde ich ihn kastrieren lassen (dann sind alle Impfnebenwirkungen völlig ausgeschlossen)

3. Tierarzttermine würde ich bei jetztigem Wetter immer in die Abendstunden verlegen. Ein Weg von 30-45 min ist durchaus lang, aber noch im Rahmen, wie ich finde, lieber ein weiter Weg zum TA als an einen Pfuscher zu geraten.

LG Andrea

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Nutzer: Smile
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geschrieben am: 14.12.2009    um 20:35 Uhr   IP: gespeichert
also der freilauf is jetzt erweitert worden auf insgesamt ich glaub so 3 auf 3 meter
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"Autor"  
Nutzer: Timo
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Anzahl Nachrichten: 65

geschrieben am: 14.12.2009    um 20:44 Uhr   IP: gespeichert
Es ist immer schön, Tiere aus dem Heim zu retten. Unsere 3 Schnuffelnasen kommen ja auch aus unserem örtlichen Tierheim.

Wie Olafundlucas schon geschrieben hat, brauchst du natürlich Platz. Desweiteren kommt hinzu, das sich 2 Tiere auch doppelt so viel Kosten bedeutet. Futter, Tierarzt etc.

Einfach so kannst du keine neuen Kaninchen zu deinen alt eingesessenen Setzen. Du musst sie erstmal in seperat halten, damit du sehen kannst, ob sie Gesund sind. Die meisten Tierheime reichen leider nur Trockenfutter, d.h. du musst sie erstmal langsam an Frischfutter und Heu umgewöhnen.

Wenn du schon 2 Weibchen hast, wäre es wahrscheinlich auch ratsamer, männliche Tiere dazu zu holen. Hier musst du auch wieder gucken, ob diese Tiere kastriert sind etc.

Vielleicht gibts du uns noch ein paar Infos, das wäre lieb.

LG Timo
Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit
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Nutzer: Christina
Status: Hase
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Anzahl Nachrichten: 31

geschrieben am: 16.05.2010    um 19:20 Uhr   IP: gespeichert
Ich habe gerade jemand von der Familie telefonisch erreicht.
Ich habe gefragt ob sie das Kaninchen verkaufen, leider ohne
Erfolg. Ich habe die Familie daraufhin gewiesen, daß das Kaninchen
mehr Schutz vor Regen und Wind braucht! Hierzu wurde nur ja gesagt.
Adresse und Tel.nr entfernt

Ich glaube wenn ich einen Amtstierarzt hinzurufen würde, lebt das
Kaninchen nicht mehr lange.
Wenn einer von Euch in der Nähe sein sollte, seht es Euch an.
Das Kaninchen steht am Ende der Grundstückshälfte in der
Birkenallee hinter vielen Lebensbäumen.
  TopZuletzt geändert am: 16.05.2010 um 20:34 Uhr von Lumpi
"Autor"  
Nutzer: Lumpi
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Anzahl Nachrichten: 15249

geschrieben am: 16.05.2010    um 20:33 Uhr   IP: gespeichert
Hallo Christina,

setze das mit dem Tier doch am besten in die Rubrik . Tierschutz und beschreibe die Umstände und was man even machen könnte.

Hier ist es falsch. Ich werde auch gleich die Tel.nr hier rausnehmen, Du kannst nicht einfach Tel und Handynr hier so reinsetzen.

Bitte schreib noch einmal das Problem unter der Rubrik "Tierschutz" als neuer Beitrag.

Liebe Grüße von Anja
Für immer in meinem Herzen - Strolch und Bobo! Liebe kennt keine Grenzen - Krümel!
  TopZuletzt geändert am: 16.05.2010 um 21:22 Uhr von Ninimama87
"Autor"  
Nutzer: JeyPee
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geschrieben am: 03.09.2011    um 20:18 Uhr   IP: gespeichert
Guten Nabend alle Zusammen.

Ich habe diese Woche Montag auf bitten eines Familienhelfers 2 Kaninchen aus einer Familie bei mir aufgenommen.
Die Kaninchen waren Aussenhaltung gewöhnt und wurde nun ca 3 Monate in einem Käfig im Haus gehalten. Die Mutter des Kindes (6) hat auch angenommen es reicht die 1x im Monat nur sauber zu machen und sich dann über den Gestank beschwert und beim sauber machen auch schon Maden im Käfig gehabt.

Ich werde mit den beiden auf jeden Fall noch mal zum Tierarzt fahen und die durchschecken lassen.

Ich würde sie gerne wieder an die Aussenhaltung gewöhnen, seid Dienstag morgen sind sie auch schon wieder draussen, allerdings erst einmal in ihrem Käfig den ich aber vorher mit Sagrotan und heiss Wasser und Spüli ordentlich gereinigt habe. Ich habe Dienstag nach der Arbeit auch einen Auslauf gekauft in den ich die beiden jeden Tag so lange wie möglich hinein setze. Der Käfig ist zur zeit auch nur eine Notlösung bis ich den alten Meerschweinstall von früher fertig umgebaut habe.
Kann ich nachdem der Stall fertig gestellt ist und der Auslauf am Stall angebracht die beiden nun gleich über den Winter draussen lassen oder waren sie dieses Jahr dafür zu lange im Haus?

Ich würde die beiden auch gerne zähmen was sich allerdings schwer gestaltet, da ich sie im Auslauf abends leider Jagen muss bis ich sie zu fassen bekomme um in den Käfig zu setzen. Habe gestern im Inet eine Transportbox bestellt um ihnen das einfangen srtressfreier zu machen da sie dann nicht mehr weglaufen und nicht mehr mit der Hand hochgenommen werden müssen. Habt ihr einen Tipp wie sie wieder zutraulich zum Menschen werden können?

so erst mal das vielen dank schon mal im vorraus.
  TopZuletzt geändert am: 03.09.2011 um 20:19 Uhr von JeyPee
"Autor"  
Nutzer: CyCy
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geschrieben am: 03.09.2011    um 20:43 Uhr   IP: gespeichert
Hallo JeyPee,

erst einmal natürlich bei uns! Und danke schonmal, dass du den Kaninchen eine Chance gibst.

Tierarztcheck ist richtig - und es ist um so besser, dass du ihnen bald mehr Platz schenken möchtest.
Wie viel größer als der Käfig ist denn euer Meerschweinstall?

Hast du eine Transportbox? Eventuell lassen die Kaninchen es sich besser gefallen, in eine (mit Leckerem Futter interessant gemachte ) Transportbox zu hopsen in der du die zwei herumtragen kannst als gejagt und gegen ihren Willen geschnappt zu werden.
Nur als Anregung.
Erst wenn du aufhören kannst, sie allabendlich zu jagen (und ich weiß, dass dies im Moment vielleicht noch das beste ist, was du tun kannst - oder besser gesagt das kleinere Übel im Vergleich zu ganztägigem Käfigknast. Das ist wohl richtig) werden sie verstehen können, dass du nicht eine Art "tickender Zeitbombe" bist bei der die Kaninchen nie einschätzen können wann du auftauchst um sie zu 'hetzen' und einzupferchen. Leider verstehen sie dies ja nicht besser.
Es kann auch helfen, wenn du dir einfach ein Buch schnappst und dich zu ihnen ins Gehege setzt, für eine Stunde oder so, ohne überhaupt etwas von ihnen zu erwarten. Einfach um deine Präsenz für sie "normal" werden zu lassen.

Was die Umgewöhnung nach außen angeht - ich denke es kommt nicht darauf an wie lang sie im Haus waren, sondern darauf wann sie endgültig draußen bleiben sollen. Man sagt, Innenhaltungskaninchen kann man bis etwa Oktober (solang die Temperaturen nachts nicht unter 10°C fallen) nach draußen ausquartieren.
So bleibt ihnen genug Zeit, ein dichtes Winterfell aufzubauen.

Alles Gute


Wer nicht überzeugen kann,sollte wenigstens Verwirrung stiften
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"Autor"  
Nutzer: JeyPee
Status: Minihase
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Registriert seit: 03.09.2011
Anzahl Nachrichten: 7

geschrieben am: 03.09.2011    um 21:42 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,
danke für die schnelle Antwort.

Also der Stall sollte eigentlich, auch für Kaninchen sein, mein Vater hat den selber gebaut vor ca 10 Jahren und ich hab ihm damals schon gesagt, dass er da eine ganz schöne fehlkonstruktion abgeliefert hat x-D
Der Käfig ist 1,15m lang 57cm breit und 36cm hoch,
der Stall ist 58cm breit und zweimal 43cm lang (in der Mitte ist eine Trennwand die ich noch herausnehme womit wir dann eben insgesamt auf 86cm länge sind und er hat eine Höhe von 60 cm. Ich wollte nach dem die trennwand weg ist eine 2te ebene Einbauen. Ich glaube der stall ist aber immer noch zu klein, jedoch soll er auch "nur" als nachtquartier dienen da ich den Stalleingang mit einer Rampe gleich ans Aussengehege anschliessen möchte damit Firle und Fanz auch raus könne wenn ich auf der Arbeit bin und sie nicht immer auf mich warten müssen. Natürlich werd ich den ganzen Auslauf noch einbruchssicher machen vor Raubtieren.

Eine Transportbox habe ich gestern bestellt müsste also nächste Woche ankommen.

  TopZuletzt geändert am: 03.09.2011 um 21:46 Uhr von JeyPee
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Nutzer: JeyPee
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geschrieben am: 10.09.2011    um 08:31 Uhr   IP: gespeichert
Also ich habe die Transportbox gestern bekommen und heute morgen gleich benutzt, etwas stroh hinein getan vor die Käfigtüröffnung gehalten und gewartet nach ner weile waren beide drin und ich konnte sie stressfrei ins den Auslaufbringen, mal schauen wie es heute abend wird.

Der Bau von dem Aussengehege wird jetzt auch bald anfangen werde heute im Garten den Draht in die Erde eingraben, habe von einem Freund auch Seitenwände und Dach einer Vogelvoliere, mit ca 10m² Innenfläche, erstanden das bald alles erledigt sein sollte aber das wird dann nicht mehr hier in diesen Beitrag hinein gehören.

Es haben beide Kaninchen auch angefangen zu beißen jedoch vorwiegend nur auf dem Arm, wenn man sich in den Auslauf setzt sind sie ganz zutraulich und klettern auf mir herum die Umstellung auf vorwiegend Frischfutter klappt auch sehr gut, abends bekommen sie zur Zeit noch ca 3 Esslöffel Trockenfutter aber es wird weiter reduziert.

liebe Grüße
Jey Pee
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