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Vergesellschaftung wird wohl schwierig

Nutzer: Waldläufer
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geschrieben am: 01.08.2017    um 03:39 Uhr   IP: gespeichert
Ein Bekannter hat ein Weibchen, dass teilweise ziemlich zickig und dominant ist. Damit sie nicht alleine ist, holte er bei einem Verkäufer (eBay Kleinanzeigen) zwei kastrierte Männchen.

Das Weibchen hat für einen Zwergwidder eine normale Größe. Jedoch sind die beiden Männchen ziemlich klein (obwohl beide ein Jahr älter als das Weibchen sind).

Auf den Fotos sahen die Männchen recht groß aus und der Bekannte hatte eher Angst um das Weibchen. Jetzt ist es andersrum.

Wie kann die Vergesellschaftung trotzdem gelingen? Und muss man später Angst um die Männchen haben, wenn das Weibchen wieder zickig ist? Oder ist die Größe nicht so schlimm?

Für ein paar Antworten wäre ich dankbar.

P.S. Der Bekannte dachte, dass bei Zwergwidder es eine Größe gibt. Auch läuft er nicht mit dem Meterstab rum. Erst als er sie zusammen sah, stellte er fest, dass der Größenunterschied doch recht groß ist.
In lieber Erinnerung an meine Ida. Sie war ein ganz besonderes und sehr liebes Kaninchen. Bedauerlicherweise wurde sie nur knapp zwei Jahre alt und war nur fünf Monate bei mir.
  TopZuletzt geändert am: 01.08.2017 um 03:43 Uhr von Waldläufer
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Nutzer: pudelbein
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geschrieben am: 01.08.2017    um 05:07 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,

Die Groesse spielt ueberhaupt keine Rolle. Ich habe schon sehr kleine Kaninchen gesehen, die muehelos Riesen in ihre Schranken verwiesen haben.

Bei jeder Veresellschaftung fallen die Wuerfel neu und man kann sich nie darauf verlassen, ob die Haesin wirklich zickig bleibt oder durch die zwei Rammler eingeschuechtert wirkt.

Wichtig ist, dass Dein Bekannter das Gehege gut neutralisiert oder sie auf neutralem Boden vergesellschaftet. Ebenfalls ist es wichtig, dass er fuer genug Platz sorgt und diesen auch lange genug zur Verfuegung stellt.

Wenn alle Rahmenbedingungen einer Vergesellschaftung getroffen sind, dann kann man im Grunde nur noch hoffen das sich alle Beteiligten gut benehmen

Sollte die Haesin extrem dominant sein, kann er dem Rammlerpaar auch ein paar Minuten Vorsprung im Gehege geben. Allerdings weiss vermutlich keiner, wie die beiden drauf sind. Waere ja auch gut moeglich, dass sie die Haesin in ihre Schranken verweisen. Wie gesagt, die Groesse spielt da keine Rolle.

Hier noch mal unsere Vergesellschaftungsbroschuere zum Nachlesen: >KLICK HIER!<

Das ganze kurz zusammengefasst: massgebend sind die Bedingungen, wer da Groesser oder Kleiner ist, ist fuer Kaninchen zweitrangig. Wichtig ist die angemessene Groesse des Geheges und das es neutral ist. Wenn die beiden einfach in das Territorium der Haesin gesetzt werden, ist Theater vorprogrammiert, denn Kaninchen sind sehr territorial und akzeptieren keine Eindinglinge.

Die Konstellation mit den zwei Rammlern zur Haesn ist grundsaetzlich durchaus ok.

Viel Glueck und lass es uns wissen, wie es laeuft. Daumen sind gedrueckt
Liebe Gruesse, Tanya



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Nutzer: Möhrchengeber
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geschrieben am: 01.08.2017    um 14:39 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,

ich kann Tanya nur zustimmen. Die Größe spielt hier keine Rolle.
Kleinere Tiere sind vielleicht eher im Vorteil, da sie wendiger sind.

Letztendlich spielt der Charakter der Tiere die Hauptrolle, und in jeder Konstellation kann es wieder anders aussehen.

Wie Tanya schon geschrieben hat, ist die richtige Vorbereitung auf die Vergesellschaftung, das A und O.
Das heißt entweder alles neutralisieren (mittels Essigwasser und oder Glasreiniger), Gehegeeinrichtung umstellen oder gar austauschen, keine Sackgassen und ausreichend Platz. Bei drei Tieren sollten es mindestens sechs Quadratmeter sein, lieber etwas mehr.
Es kann auch ein komplett neues Territorium gewählt sein. Hier entfällt die aufwendige Neutralisierung (abgesehen von den Einrichtungsgegenständen im Gehege), birgt aber bei einer späteren Umsiedlung die Gefahr, dass es noch mal zu Streit kommen kann.

Wie lange die Vergesellschaftung dauern wird, kann man vorher nicht sagen. Das kann über wenige Stunden gehen (eher selten), mehrere Tage bis zu mehreren Wochen. Das ist immer von den Tieren selbst abhängig.
Prinzipiell kann die Konstellation zwei Kastraten und eine Häsin gut gehen, gerade, wenn die beiden Jungs vorher zusammen gelebt haben. Die Garantie hat man da aber nie.

Ich drücke die Daumen.
Und wichtig: immer selbst die Nerven behalten.
Es grüßen Melanie, Polly, Leonidas, Lilith und Joey mit Max, Lotte und Flocke für immer im Herzen




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Nutzer: Waldläufer
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geschrieben am: 22.08.2017    um 20:28 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,

vielen Dank für die Antworten. Dies war nett. Danke!

Bedauerlicherweise gibt es bei der Vergesellschaftung sehr große Probleme. Mein Bekannter hat die Kaninchen zunächst auf neutralen Boden zusammengelassen. Hier ging es eigentlich sehr gut.

Da es so gut lief, dachte mein Bekannter, dass er nun die Kaninchen in das große Gehege setzen kann. Dort hat eines der Männchen (es sind zwei kastrierte Brüder) komplett das Revier übernommen. Die Häsin darf jetzt nur noch oben im Häuschen bleiben. Das Häuschen hat eine Größe von 50 Zentimeter x 50 Zentimeter und dort muss sie seit über eine Woche alleine sitzen. Das Gehege ist viel, viel größer. Aber wenn sie versucht runter zu kommen, rennt das eine Männchen wie verrückt auf sie los und greift sie an. Das zweite Männchen ist ziemlich unterwürfig und hier würde es keine Probleme geben. Aber das andere Männchen ist eben sehr dominat, duldet nur seinen Bruder und greift die Häsin sofort an, wenn sie runter möchte.

Was sollen wir nun machen? Wir wären für Antworten dankbar. Danke!

Bei Fragen oder Wünschen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung. Wir wünschen eine gute Zeit und verbleiben

mit freundlichen Grüßen,
In lieber Erinnerung an meine Ida. Sie war ein ganz besonderes und sehr liebes Kaninchen. Bedauerlicherweise wurde sie nur knapp zwei Jahre alt und war nur fünf Monate bei mir.
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Nutzer: Lars92
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geschrieben am: 23.08.2017    um 09:42 Uhr   IP: gespeichert
Hallo, wie groß ist den das Gehege? Bei drei Kaninchen muss es 9 Quadratmeter haben. Es sollte keine verstecke geben die nur einen Eingang haben. Dann sitzt das Kaninchen ja wie jetzt geschildert in einer Falle. Gibt es mehrere Futter und Wasser stellen?
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Nutzer: Waldläufer
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geschrieben am: 23.08.2017    um 16:15 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,

Danke für die Antwort. Dies war nett. Danke!

Das Gehege ist gut 6 m² groß. Heißt es nicht, dass 2 m² pro Kaninchen in Ordnung sind? Ja, es gibt mehrere Futter- sowie Wasserstellen. Das eine Männchen ist eben sehr revierbezogen und passt auf wie ein Wachhund. Er lässt nur zu, dass das Weibchen oben im Häuschen (50 cm x 50 cm) ist. Wenn sie runter möchte, machte er ein Riesentheater.


Beste Grüße,
In lieber Erinnerung an meine Ida. Sie war ein ganz besonderes und sehr liebes Kaninchen. Bedauerlicherweise wurde sie nur knapp zwei Jahre alt und war nur fünf Monate bei mir.
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Nutzer: Lars92
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geschrieben am: 23.08.2017    um 22:34 Uhr   IP: gespeichert
Also hier werden pro Kaninchen 3qm empfohlen. Besonders wenn es eine außenhaltung ist.
Also hast du praktisch unten den auslauf und oben die Schutzhütte wo zur Zeit die Dame "gefangen" ist? Kommt sie den an alles ran oder muss sie wirklich die ganze Zeit in der Hütte bleiben und außerhalb ums Leben fürchten?

Bei meiner aktuellen vergesellschaftung ist es auch so das ein Männchen am Anfang auch nur in einer Ecke saß und sich nicht wirklich raus getraut hat, er wurde aber nicht so bedrängt sondern hatte einfach viel Angst.

Ich kann mir das bei dir nicht so recht vorstellen, vielleicht hast du ein paar Bilder für uns?
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Nutzer: CyCy
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geschrieben am: 23.08.2017    um 23:08 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Lars92
Kommt sie den an alles ran oder muss sie wirklich die ganze Zeit in der Hütte bleiben und außerhalb ums Leben fürchten?
Überdramatisieren wollen wir aber nun nicht Ich denke nicht, dass Kaninchen vor ihren eigenen Artgenossen in Todesangst leben, denn das Umbringen von Konkurrenten ist in ihrer Art naturgemäß absolut untypisch.



Was man versuchen kann ist natürlich, das Häuschen zu sperren und zu schauen, was dann passiert. So wie es jetzt ist hat die Häsin eben einen mehr oder weniger abgetrennten Bereich des Reviers "zugestanden" bekommen und diese Situation passt für alle - solang sie aufrecht gehalten wird und die Häsin nicht versucht, die magische Grenze zu übertreten.
Das kann man selbst auflösen, indem man diesen extrem abgetrennten Bereich aus dem Revier "herausnimmt" - wichtig ist nur, dass die vermutlich wirklich verschüchterte Häsin trotzdem noch Rückzugsorte zur Verfügung hat, auch ohne ihr Häuschen.

Das wäre vermutlich das erste, was ich versuchen würde wenn ich mit der aktuellen Lage nicht mehr abwarten wollte.

Alles Gute



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Nutzer: Waldläufer
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geschrieben am: 23.08.2017    um 23:52 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,

Danke für die Antworten. Dies war nett. Danke!

Die Häsin kommt oben an alles ran. Mein Bekannter hat extra Trögchen besorgt. So unwohl zu fühlen, scheint sie sich nicht. Sie liegt mit ausgestreckten Beinen da und scheint recht entspannt zu sein. Das Problem ist, das wir 50 x 50 cm als recht kleinen Raum empfinden.

Unten ist das Gehege recht groß, hat aber keine oder fast keine Rückzugsmöglichkeiten. Von daher wird es sehr schwer.

Das Problem ist eben, dass wir mit den Kaninchen nicht kommunzieren können. Die Häsin kann nicht sagen, ob sie sehr darunter leidet. Wir sehen sie eben nur recht entspannt da liegen, finden aber das Häuschen zu klein.

Auch können wir nicht dem Hasen sagen, dass er dies lassen soll.

Es geht jetzt schon fast zwei Wochen so. Wir haben gelesen, dass Kaninchen hauptsächlich durch den Geruch erkennen, wer zur Gruppe gehört. Wenn die Häsin eben so abgetrennt ist, wird dies wohl nie was.

Das Männchen ist aber unten und passt auf wie ein Wachhund.

Beste Grüße und alles Gute,
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Nutzer: CyCy
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geschrieben am: 23.08.2017    um 23:57 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,

einen wirklichen "Plan" lese ich aus deiner Antwort jetzt nicht heraus - lese ich das richtig, dass Du noch immer im Schwimmen bist und nicht ganz weißt, wie es weitergehen soll?
Ich glaube immer, es hilft wenn sich einen festen Punkt erdenkt, an den man sich halten will. So in Richtung "wenn es bis Tag X nicht besser ist, dann..." Und da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten: Dann brechen wir ab. Dann nehmen wir das Häuschen raus. Dann trennen wir und starten die VG nach ein paar Wochen ganz neu. Dann..

Dass die Häsin im Häuschen entspannt ist wundert mich nicht - da will ihr ja keiner etwas, da "darf" sie ja sein. Aber ewig geht so etwas natürlich nicht so unbedingt gut - ist auch für die Muskeln eher schlecht, sage ich mal.
Wenn ein Tier einfach nur viel im Häuschen hockt, dann würde ich nichts dagegen sagen - das kann man ihnen ohnehin nicht verbieten - aber wenn es so gar nicht rauskommt, im Unterschlupft frisst, säuft und sich erleichtert, dann finde ich das nicht so erquicklich. Es kann sein, dass sich das innerhalb von einer kurzen Weile alles in Wohlgefallen auflöst (manchmal dauern VGs einfach lange bevor sie gut ausgehen), mag aber auch einfach nicht anders werden. Einschätzen kann man das von Außen nun leider so gar nicht...



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Nutzer: Waldläufer
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geschrieben am: 24.08.2017    um 13:04 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,

vielen Dank für die Antwort. Dies war nett. Danke!

Ja, so einen richtigen Plan haben wir nicht, da wir uns bei Kaninchen nicht auskennen. Wir lieben sie zwar, verstehen sie aber nicht.

Rein augenscheinlich scheint es der Häsin nichts auszumachen. Aber der gesunde Menschenverstand sagt eben, dass dies auf Dauer nicht gut ist. Und so schreiben Sie ja auch.

Welche Frist würden Sie setzen? Es geht nun schon zwei Wochen und eine Besserung ist wirklich nicht in Sicht. Gestern nacht hat sich die Häsin um 3:00 Uhr runtergetraut und es gab so einen Kampf, dass mein Bekannter daran wach geworden ist. Von daher können wir nicht richtig daran glauben, dass es sich plötzlich in Wohlgefallen auflöst.

Auch für sonstige Tipps sind wir dankbar. Bei Wünschen oder Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen,
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Nutzer: nursteffi
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geschrieben am: 25.08.2017    um 18:06 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,

ich würde das Häuschen morgen gegen Mittag rausnehmen, da ist so die ruhigste Zeit von den Kaninchen und dann schauen, wie es weitergeht.
Jetzt zum Abend beginnt ihre aktivste Zeit, von daher würde ich dann heute das Häuschen noch stehen lassen.

Normale Rangordnungskämpfe gehören dazu, aber zu Verbeißungen und dollen Wunden soll es natürlich nicht kommen.
Bei Kämpfen kann man sonst schon mal rufen, in die Hände klatschen oder mit den Füßen auf den Boden stampfen.
Sollte es zu Verbeißungen kommen und sie sich nicht wieder voneinander lösen, dann würde ich aktiv eingreifen, wenn die anderen Maßnahmen keinen Erfolg gebracht Aber dann auf die eigenen Hände schön aufpassen.


Kennst du denn schon unsere Seite zum Thema Vergesellschaftung?
>KLICK HIER!<
Unseren Flyer hat Tanya dir ja schon verlinkt gehabt.



Alles Gute für das Trio und dass sich doch noch finden werden.
Liebe Grüße von Steffi mit Hugo & Molly und Lars für immer im Herzen ❤


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