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Alterserscheinungen normal oder bedenklich?

Nutzer: Kampfninja
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geschrieben am: 07.12.2017    um 08:51 Uhr   IP: gespeichert
Hallo ihr Lieben,

es geht nach langem mal wieder um meine (inzwischen 11,5 jährige) Langohr Oma Lucy.
Nachdem sie ihren E.C. Anfall im Frühjahr erstaunlich gut überstanden hat, ist sie Ende April mit ihrem neuen Partner (Harry) aus dem Tierheim ins neue Außengehge gezogen. Soweit ist auch alles super - die beiden haben sich ab dem ersten Moment heiß und innig geliebt und er nimmt sehr viel Rücksicht auf ihre E.C bedingten Einschränkungen (leicht schiefer Kopf, bisschen wackelig beim Hoppeln).

Jetzt zu dem was nicht so super ist.
Bedingt durch den instabilen Kopf, der leider in Teilen geblieben ist, kann sich Lucy nicht mehr richtig putzen. Die Vorderfüße gehen, den Rücken übernimmt Harry für sie, aber die Hinterbeinde und das Schwänzchen sind leider regelmäßig feucht und mit Blinddarmkot (kann sie natürlich nicht mehr aufnehmen) verklebt.

Im Sommer war das ganze nicht so schlimm, da wurde regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf landete das Hinterteil in einer Schüssel mit Wasser und wurde sauber gemacht (da sind mein Freund und ich aus der E.C. Zeit noch Profis )
Wenn wir eh zur Nachkontrolle beim TA waren, haben wir auch immer einen Teil Fell an den Hinterbeinen abgeschoren, dann gab es eh keine Probleme.

Bei den Temperaturen jetzt, kann ich Lucy aber nicht mehr ins Wasser setzen, die Arme müsste ja danach ewig drinnen bleiben, bis sie wieder trocken ist (ist ja auch nix für den Kreislauf)...
Nur dafür zum Tierarzt möchte ich auch ungern, da sie ja als E.C Tier extrem auf Stress reagiert und es machmal leider soweit kommt, dass sie dann wieder die Orientierung verliert und "rugelt"...

Hatte jetzt überlegt selber mit einer Schermaschine die schlimmsten Stellen zu scheren, dann würde sich der Stress hoffentlich in Grenzen halten und es wäre wieder Ruhe bis das Fell nachgewachsen ist..

Habt ihr noch bessere Ideen?
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Nutzer: Gretchen
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geschrieben am: 07.12.2017    um 10:08 Uhr   IP: gespeichert
Ist es denn vorrangig Blinddarmkot, der den Popo verschmutzt? Dann könnte man ggf. auch bei der Ernährung ansetzen. So können etwa das Verfüttern von Trockenkräutern zu mehr/matschigem Blinddarmkot führen. Was frisst sie denn aktuell?
Das Fell etwas einzukürzen ist natürlich auch okay, so lange sie dadurch nicht "untenrum" nackig ist und friert. Sollte sie schon vereinzelt felllose Stellen haben, hat bei mir Lebertranzinksalbe gut geholfen. Der Zinkanteil legt sich wie ein kleiner Schutzfilm um die Haut und schützt so vor Urin/Nässe.
Liebe Grüße von Manu mit Holly & Flöckchen; für immer im Herzen: Moppi, Pienchen, Maja, Bobelix und Norbi


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Nutzer: Kampfninja
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geschrieben am: 07.12.2017    um 11:17 Uhr   IP: gespeichert
Vielen dank für die Antwort!

Bisher gibt es keine kahle Stellen, aber natürlich schon Stellen, an denen die Haut ein bisschen gereizt ist. Bisher hab ich mir da immer mit Bepanthen geholfen, aber Zinklebertran klingt einleuchtend, habe ich für mein Pferd schon benutzt, dann wird die morgen gleich mal im Stall mitgenommen.

Zu der Ernährung - ja das liegt schon sicher auch die Ursache, Problem ist nur Lucy hat im Frühjahr durch E.C relativ viel Gewicht verloren und in dem Alter setzt es leider nicht mehr so toll an..

Grundsätzlich bekommen die beiden Heu und Wasser (immer zur freien Verfügung), sowie saisionales Frischfutter.
Aktuell ist das: Salat, Kohlrabi, Brokkoli, Fenchel, Apfel, Karotte, Rote Beete, Topinambur, Mandarine, Stangensellerie und Paprika.
Lucy ist da nur leider ein wenig wählerisch..sie sortiert durch und frisst eigentlich bloß Kohlrabiblätter, Brokkoli, Karottengrün, Paprika und Apfel...Heu wird von ihr leider auch nur im Notfall geknabbert.
Im Sommer haben die beiden draußen natürlich Unmengen an Löwenzahn und Wiese vertilgt, aber da muss ich jetzt erst bei meinem Türken schauen, ob ich da sowas bekomme...

Und um ihr Gewicht trotzdem zu halten, fütter ich noch getrockneten Löwenzahn sowie eine Hand voll Haferflocken dazu. Ich weiß, dass das nicht optimal ist, aber ich hatte wegen dem Gewichtsproblem mit meiner TA gesprochen und die meinte bei so einem alten Kaninchen, soll ich schauen das sie überhaupt frisst (weniger das was), dass hat Priorität... tja und damit steh ich vor dem Problem entweder Trofu zu geben oder zuzusehen wie die Maus immer weniger wird (eben nicht zulegt).

Doofe Situation finde ich
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Nutzer: Kampfninja
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geschrieben am: 07.12.2017    um 11:20 Uhr   IP: gespeichert
Ganz vergessen - ja das Problem ist hauptsächlich der Blinddarmkot, die anderen Köttel sind normal, aber sobald am Po Blinddarmkot klebt hängen da natürlich auch die normalen Köttel mit dran..
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Nutzer: Gretchen
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geschrieben am: 07.12.2017    um 18:34 Uhr   IP: gespeichert
Das ist ja auch völlig legitim, dass Du der Kleinen Leckereien zusteckst, wenn sie anders ihr Gewicht nicht mehr halten kann.

Das Problem mit dem Blinddarmkot wird sich vermutlich nicht beseitigen lassen, wenn sie generell nicht mehr an den Po kommt um ihn aufzunehmen. Aber wenn Du das Gefühl hast, dass sie vermehrt oder matschigen Blinddarmkot ausscheidet, lässt sich das mit etwas Glück reduzieren. Um herauszufinden ob sie auf die Trockenkräuter reagiert, könntest Du probeweise mal weiterfüttern wie bisher, nur den getrockneten Löwenzahn eine Woche weglassen und beobachten, ob sich etwas am Blinddarmkot verändert. Wenn sie sonst gern an getrockneten Blättern knabbert und es tatsächlich an den Kräutern liegen sollte, kannst Du danach ja durchtesten, ob sie alternativ beispielsweise getrocknetes Obstblatt (Apfel/Birne) oder getrocknete Blüten (hier stehen gerade Sonnenblumenblütenblätter hoch im Kurs) mag und das weniger Probleme mit Blindarmkot hat.
Liebe Grüße von Manu mit Holly & Flöckchen; für immer im Herzen: Moppi, Pienchen, Maja, Bobelix und Norbi


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Nutzer: CyCy
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geschrieben am: 08.12.2017    um 08:37 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,
Ich würde hier auch sagen: wenn es gar nicht ohne Trockenkräuter geht dann weg vom Löwenzahn hin zu weniger reichhaltigen Blättern wie Apfel oder Hagebutte.
Wobei man überlegen kann, stattdessen zum Gewichtsaufbau eher Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Sesam oder andere Ölsaaten hin und wieder anzubieten - denn Trockenkräuter sind weder besonders effektive Gewichtsaufbau-Hilfen noch vorteilhaft für den Zahnabrieb. Die Ölsaaten schaffen zumindest ersteres.

Alte Tiere auf Gewicht zu bringen kann ganz schön fordernd sein. Alles Gute deiner tapferen Rentnerin!



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geschrieben am: 21.12.2017    um 08:29 Uhr   IP: gespeichert
Ich wollte noch kurz den Ausgang berichten:

Vergangen Montag war ich mit den beiden nochmal beim TA, weil es Lucy zunehmen schlechter ging, sie wirkte richtig dement und verwirrt..

Mir war eigentlich schon klar, dass es für die Maus keine Hoffnung mehr gibt, deshalb hab ich mich beim Tierarzt direkt angmeldet, dass ich vermutlich zum einschläfern komme und Harry mitgenommen, dass sie auf ihrem letzen Weg nicht allein sein muss.

Die Tierärztin (die uns seit ihrem E.C Anfall kennt und betreut) hat meine Befürchtung bestätigt, sie tippte auf akutes Nierenversagen (Nieren waren durch E.C. leider vor einem halben Jahr schon sehr stark geschädigt), deshalb saß sie quasi ständig in ihren eignen Pfützen und hat sich langsam selbst vergiftet und ist dehydriert...

Das Einschlafen dürfen neben ihrem geliebten Harry war also eine Erlösung für meine 11,5 jährige Dame.
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Nutzer: Gretchen
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geschrieben am: 21.12.2017    um 16:18 Uhr   IP: gespeichert
Das tut mir leid. Aber so wie Du es beschreibst, war es sicher die beste Lösung für die kleine Maus. Mit 11,5 hatte sie ja ein wirklich stattliches Alter.
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