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***EINLADUNG ZUR OFFENEN DISKUSSION ÜBER KANINHOP***

Nutzer: Susanne
Status: SR-Team
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Registriert seit: 01.01.1970
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geschrieben am: 28.11.2012    um 21:12 Uhr   IP: gespeichert
Wir möchten aus aktuellem Anlass mit dieser Diskussion eine Möglichkeit schaffen, dass beide "Parteien" eine Plattform zu einem Austausch finden. Aufgrund des von uns erstellten Videos zum Thema Kaninhop auf der Animal Stuttgart finden sich inzwischen allerorts Kommentare und Meinungen zu diesem Thema. Nicht nur zu Kaninhop als solches, sondern auch zu unserer Stellungnahme zu diesem Thema.

Da sich beide Seiten unverstanden fühlen und um die verstreute Diskussion zu konzentrieren, lädt sweetrabbits alle Interessierten hierzu bei uns ein.

Vorab versteht es sich von selbst, dass dies so sachlich wie möglich erfolgen sollte, auch wenn wir uns nicht der Illusion hingeben, dass das tatsächlich so klappen wird.

Zu unserer Intention: wir erwarten nicht, dass die Gemeinde der Kaninhopper ihren Standpunkt aufgibt und wir wollen auch nicht missionieren. Andererseits erwarten wir auch, dass unsere Standpunkte wahrgenommen und akzeptiert werden.

Wir sehen aber seitens der Kaninhopper in einigen Foren Beiträge, die eine Gesprächbereitschaft signalisieren und möchten auch Vorwürfe gegen uns nicht kommentarlos stehenlassen. In der Hoffnung, dass beide Seiten an einem Austausch interessiert sind und diesen höflich vertreten wollen, möchten wir gern ein Stück entgegen kommen.

Einige Punkte zu kursierenden Meinungen möchte ich gleich zu Beginn beantworten:

1. das Video wurde nicht heimlich gedreht, sondern offen von einer Moderatorin, die sich auf der Messe umsehen wollte. Allerdings nicht ausschliesslich zum Zwecke der Beobachtung des Kaninhop-Turniers.

2. Ein Film- und Fotografierverbot war nicht zu erkennen und da es sich um eine öffentliche Veranstaltung handelte, sehen wir hier nicht den Tatbestand der Verletzung irgendwelcher Rechte erfüllt. Wer sich bei einer solchen Veranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert (was ja der Sinn der Sache ist), kann sich nicht im Nachhinein über Veröffentlichung beschweren.

Hätte man das Video unter positiven Aspekten angekündigt, hätte sich aller Wahrscheinlichkeit nach kein Mensch beschwert. Der Inhalt ist aber derselbe...

3. Wir haben weder Angst vor dem Sport als solches noch den Betreibern - wir sind in der Lage unseren Standpunkt argumentativ zu vertreten.

4. Die gezeigten Bilder finden offenbar auch unter Kaninhoppern selbst wenig Zustimmung und der Vorwurf, wir sollten uns lieber um schlecht gehaltene Tiere kümmern, läuft hier in's Leere. Das tun wir bereits, indem wir auf solche Bilder aufmerksam machen.

5. Es gibt auch "gute" Kaninhopper - daher sei unser Engagement ein Zeichen von Hilflosigkeit.

Nun - es gibt auch Millionen von gut gehaltenen Kaninchen - deswegen geben wir aber unsere Tierschutzarbeit nicht auf. Wir kümmern uns um eben jene, denen es nicht so gut geht.

Das war es zunächst von meiner Seite - ich möchte nochmal erwähnen, dass wir uns freuen würden, wenn es zu einer fruchtbaren Diskussion zwischen sweetrabbits und den Kaninhoppern käme, die keine der beiden Seiten zu einer Meinungsumkehr zwingt, aber einen Gesprächskonsenz erzielt.

*Jetzt Pate werden*: >KLICK HIER!<



Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
*George Bernard Shaw*
  TopZuletzt geändert am: 28.11.2012 um 21:47 Uhr von Susanne
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Nutzer: Dani
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geschrieben am: 29.11.2012    um 00:02 Uhr   IP: gespeichert
dann möchte ich einfach mal meine meinung kundtun.

ich persönlich bin gegen kaninhop und finde das video zeigt genau und deutlich auf:

DAS KANINCHEN NICHT IMMER SPRINGEN WOLLEN WENN DER MENSCH ES MÖCHTE!
wo ist da der angebliche spass und das eigene wollen des tieres?
wenn ich zu meinem paul sage, komm hop auf sofa und er tut dies....dann freiwillig, wenn nicht dann eben nicht.
und wenn der toben und springen will dann tut er dieses wenn er will und peeest und hüpft geschwind durch die ganze bude.
DARAN HAT ER SPASS, FREUDE, WOLLEN UND WILLLEN, ABER ZU DEM ZEITPUNKT WANN ER DAS WILL UND NICHT DER MENSCH!
zudem ist der rahmen purer stress für das tier. und die leine ist nur der verlängerte arm des menschen!

dani


Meine Engel Lotti, Speedy-Baby, Chanel, Kermit, Klopfer, Flecki, Maxima, Morti und Frau von und zu Tante Pauli ihr seid unvergessen und für immer in meinem Herzen.



  TopZuletzt geändert am: 29.11.2012 um 00:02 Uhr von Dani
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Nutzer: Junitschka
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geschrieben am: 29.11.2012    um 00:51 Uhr   IP: gespeichert
Hallo

Ich selbst betreibe keinen Kaninhop und habe es auch nicht vor.

Ich versuche einmal meine Meinung dazu in 2 Wegen zu erklären.

Ich befürworte den Gedanken, die Tiere zu fordern, zu beschäftigen und ihnen die Möglichkeit zu geben ihren Bewegungsdrang auszuleben.

Der Gedanke etwa, solche Hürden im Garten zu errichten, ohne Zwang, ohne Leine, und natürlich ohne stressigen Transport, finde ich an sich nicht schlimm. Motivation durch Leckerlis, gerne.

Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, ist besonders die Publizierung dieses Sports durch Tuniere und eben, wie im Video, Messen.

Die Anreise, die fremde Umgebung, der Lärm (besonders bei dem Beispiel der Messe). Wie kann da der Anschein entstehen, die Tiere würden sich daran gewöhnen, oder gar Spaß haben.

1. Kaninchen sind empfindliche Tiere, in jedem dieser Punkte. Man sollte sie so selten wie möglich (so oft wie nötig, (etwa TA)) transportieren,eben wegen dem Stress.
2. Eine fremde Umgebungen sollten nur aufgesucht werden, wenn eben jener Transport dem Nutzen unterliegt (etwa Urlaubsbetreuung).
3. Kaninchen sind und bleiben Fluchttiere, was Leinen (generell nichts für Kaninchen) und Lärm im Zusammenhang noch gefährlicher machen.

Fazit meiner Meinung: Kaninhop müsste mindestens einen großen Wandel in der Ausführung durchmachen. Dabei würde ich als aller ersten Schritt diesen Sport sehr zurück nehmen und die Veranstaltungen wie Tuniere und Messen abschaffen. Was bringt das den Tieren? Hüpfen können sie auch im Garten oder der Wohnung. Diese Teilaspekte sind wirklich NUR für den Menschen, und dessen Selbstdarstellung.

viele Grüße und auf eine interessante Diskussionrunde

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Nutzer: DieMümmels
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Anzahl Nachrichten: 779

geschrieben am: 29.11.2012    um 02:50 Uhr   IP: gespeichert
Vieles wurde ja schon genannt. Ich spreche mich klar gegen Kaninhop aus. Ich kann nicht nachvollziehen, warum ein so revier- und gruppenbezogenes (oder dem Partnertier bezogenes) Tier aus seiner Umgebung heraus gerissen, transportiert und dem Streß, den unzähligen Eindrücken (Lärm, fremden Gerüchen usw., und Kaninchen sind empfindliche Tiere) ausgesetzt wird. Das ist meiner Meinung nach völlig unnötig und keinesfalls gesundheitsfördernd. Das Tier kommt gestreßt mit fremden Gerüchen behaftet wieder nach Hause (was für Unruhen in der Gruppe sorgt, sofern es hoffentlich nicht in Einzelhaltung lebt).

Es kann sich im Kontakt mit anderen Tieren mit Krankheiten angestecken. Es ist ein Fluchttier, aber es hat keine Chance, dieser Situation auszuweichen, weil es in einer Box sitzen muss, oder an die Leine gelegt wird, oder gar herum getragen wird.
Ein Fluchttier ist instinktiv immer auf der Hut, um einer Gefahr sofort ausweichen zu können, was in freier Natur lebenserhaltend ist. Selbst kleinste Veränderungen machen es nervös. Was geht in den Tieren vor, wenn es von vielen großen Veränderungen "erschlagen" wird? Wenn es nichts tun kann, um seine Angst zu lindern (also weglaufen und sich verstecken)?

Weiterhin macht mich wütend, wenn ich sehe, dass Kaninchen hoch gehoben werden, wie man auch in den Videos sehen kann. Das ist für die Tiere absoluter Streß. In der freien Natur werden sie von ihren Fressfeinden (z.B. von Raubvögeln aus der Luft) gegriffen. Manche wehren sich und strampeln, andere verfallen in eine panische Starre. Egal wie süß und wie niedlich sie aussehen mögen, es sind keine Kuscheltiere und sie genießen es nicht, wenn man sie auf den Arm nimmt, auch wenn es von außen für den Menschen erst mal schön geborgen aussehen mag, wenn man den Arm um das Kaninchen legt und es beschützend davon trägt.

Wenn man Teilnehmer sieht, die die Tiere anschieben oder gar über das Hindernis heben (ich finde es schlimm genug, die Tiere auf solchen Veranstaltungen überhaupt zu sehen, schon allein deshalb lohnen sich solche Diskussionen), finde ich es nicht verwunderlich, dass die Stimmen der Tierschützer laut werden. Mensch und Kaninchen ticken unterschiedlich, kommunizieren sehr unterschiedlich.

Man kann sich wohl nicht in ein Kaninchen hinein denken, aber wir können versuchen, uns in die Angst einzufühlen, um mehr Verständnis für die Tiere zu bekommen. Kleine Kinder können ihrer Mutter deutlich zeigen, wenn ihnen der Besuch z.B. beim Arzt Angst macht (Körpersprache, Stimme etc.), aber zwischen Kaninchen und Mensch funktioniert das so leider nicht.

Wenn die Tiere (auch wenn sie nicht frei sind, sondern in menschlicher Gefangenschaft leben) in ihrem Revier bleiben dürfen, bei ihrem Partner oder in einer Gruppe leben und mit ihnen kommunizieren können, buddeln und knabbern, rennen, springen (wenn sie es gerade selbst wollen), verstecken und sich gegenseitig putzen dürfen, viel Platz und eine entsprechende Gehegeeinrichtung haben, dann hat man alles menschenmögliche getan, um eine gute Beschäftigung zu gewährleisten.

Sicherlich kann der Mensch ein paar Hindernisse ins Gehege stellen, über die das Kaninchen springen kann, wenn es das gerade möchte, er erweitert damit ja nur das Beschäftigungsangebot. Es ist schön, wenn sich Halter Gedanken um die Beschäftigung ihrer Tiere machen. Die Frage ist, wohin dieser Gedanke letztlich führt.

Aus dem Beschäftigungsgedanken einen "Sport" zu entwickeln, dem ja auch ein gewisser Leistungsgedanke zugrunde liegt (wie z.B. an den Turnieren erkennbar), der die Tiere zu einer Teilnahme zwingt und der nach außen repräsentiert werden muss (wie auf den Messen), halte ich aber einfach aus der Sicht der Tiere nicht für angebracht.
Ich bin aber auch sehr neugierig darauf zu erfahren, was Befürworter anbringen würden, und begrüße es, hier darüber ins Gespräch zu kommen, falls sich jemand meldet.
Liebe Grüße,
Bianca mit den Langohren Biene, Blume und Pepino und der Samtpfotenbande,
Nelly- Maus immer im Herzen
  TopZuletzt geändert am: 29.11.2012 um 23:19 Uhr von DieMümmels
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Nutzer: Quirly
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geschrieben am: 29.11.2012    um 05:03 Uhr   IP: gespeichert
Hallo

Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob ich auch etwas schreiben soll, aber finde es gut, dass dazu „eingeladen“ wird und hoffe auf einen ruhigen Meinungsaustausch ohne Beleidigungen oder ähnliches.

Wie Junitschka finde ich es sehr wichtig, dass die Tiere beschäftigt werden und kann mit einigen der Kommentare auf youTube nur anschließen: Den kleinen Käfig in den Kinderzimmern will niemand von uns, aber dennoch gehen unsere Meinungen wegen dieser Sportart sehr stark auseinander.

Ich erlaube mir kein Urteil darüber wie „alle Kaninchen“ reagieren, sondern überlege mir im Folgenden wie meine Kaninchen darauf reagieren würden (und beziehe mich auf einige Quellen).
Für alle „Neulinge“ vielleicht kurz zu mir und meiner „Kaninchenerfahrung“: Ich halte jetzt mein zweites Pärchen, nachdem meine Senioren verstarben. Insgesamt kann ich auf gut zehn Jahre mit langen Löffeln und süßen Näschen zurückschauen. Die Kaninchen waren vom Charakter her alle sehr unterschiedlich, allerdings gibt es einige Eigenarten, die sie alle gemein zu haben scheinen.

Dadurch habe ich also noch lange nicht so viel Erfahrung wie andere, die wesentlich mehr Tiere auch über einen längeren Zeitraum hielten, aber es reicht – finde ich – um sich ein Urteil zu erlauben. Bei Informationen, auf die ich wohl verweisen werde, versuche ich nicht die SR-Seite zu nehmen. Immerhin vertreten wir ja hier diese Meinung, demnach lieber externe Quellen

Ja, auch ich habe mir das Video auf youTube angeschaut und fand die Geräuschkulisse erschreckend. Als vor ein paar Tagen hier der Feuermelder losging (auf Grund eines Fehlalarms, keine Sorge ^^), hat Blume (meine Kaninchendame) direkt geklopft und sich versteckt. Ähnlich reagiert sie auf den Staubsauger.
Natürlich ist es möglich, dass sie ein Sonderfall ist, aber warum werden Kaninchen dann oft als geräuschempfindlich beschrieben?

Dazu fand ich das hier ganz informativ:
Kaninchen sind Fluchttiere, was heißt das genau?
Fluchttiere sind Tiere, die aufmerksam ihre Umgebung nach Gefahren absuchen und sofort die Flucht antreten, sobald sie eine Gefahr wittern. Sie sind scheu, ängstlich und schreckhaft. Deshalb sind Kaninchen keine "Kuscheltiere". Kaninchen werden nervös, wenn man sie vom Boden hoch hebt oder herumtragen möchte.
Quelle: >KLICK HIER!<


Oder auch:
Die schreckhaften Kaninchen sind sehr geräuschempfindlich! Erst kürzlich hat ein Kaninchen einen tödlichen Herzschlag bekommen, weil sein Halter ohne Vorwarnung neben dem Stall eine Kreissäge gestartet hat.
Quelle: >KLICK HIER!<

Aber zwingt man die Kaninchen nicht durch die Leine an Ort und Stelle zu verweilen? Ihr Wesen als Fluchttier zu verleugnen? Sie werden hochgehoben und herumgetragen. Ja – ich hebe meine Kaninchen auch mal hoch. Bspw. wenn sie eingepackt werden für den Tierarzt, aber das mache ich nicht zum Spaß sondern aus der Notwendigkeit heraus.


Neben dem Stress, den man den Tieren meiner Ansicht nach aussetzt, kommt das Infektionsrisiko hinzu. Es gibt viele verschiedene Schnupfenerreger und bei Schnupfenträgern wird auch immer versucht, dass Tiere mit dem selben Erreger zusammen gesetzt werden.
Hier würde ich gerne auf diese Seite verweisen: >KLICK HIER!<
Sehr interessant finde ich unter den Punkten, die eine Ansteckung begünstigen, diesen hier:
Stress, z.B. durch Transport, ungewohnte Umgebung: Stress vermindert die Abwehrkräfte des Kaninchens und macht es empfänglich für Infektionen.


Ich habe – wie vielleicht bemerkt – Google etwas befragt und bin dabei auch auf andere Kaninchenseiten gestoßen, die sich auch gegen Kaninhop aussprechen. Natürlich habe ich mir auch die Seite einiger Befürworter durchgelesen, immerhin möchte ich nicht einseitig lesen ;)

Dabei ist mir aufgefallen, dass es wohl hauptsächlich um die Bewegung des Tiers geht. Kann die einem Tier nicht auch anders beschafft werden? Braucht man wirklich eine Urkunde oder einen Preis zuhause für die Leistung eines kleinen Tiers? Darf das Tier dann auch mal daran nagen? Oder wird doch der Halter und nicht das Tier ausgezeichnet?

Meinen Rammler kann man bspw. garnicht zu Bewegungen „zwingen“. Er liegt unheimlich gerne hinter dem Bürostuhl von meinem Feund und wenn mein Freund aufstehen will, dann geht der Blick erst gen Boden. Denn immerhin möchte man hier niemanden überrollen. Allerdings habe ich bisher nur einmal versucht den kleinen Kerl erst anzustubbsen bzw. etwas zu schieben. Er hat darauf reagiert indem er sich breit und schwer gemacht hat. Der wollte da sicher nicht weg, aber er buddelt gerne, hüpft herum und erkundet das Zimmer. Nur eben zu seinen Zeiten und nicht wenn ich möchte.
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Nutzer: Quirly
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geschrieben am: 29.11.2012    um 05:04 Uhr   IP: gespeichert
Eine weitere Frage brennt mir auch noch auf der Seele, aber dafür muss ich etwas ausholen: Kaninchen sind – da sind wir uns alle hoffentlich einig – Fluchttiere. Die Leine soll also die Kontrolle des Halters über das Tier gewährleisten und einfach dafür sorgen, dass das Tier bei seinem Halter bleibt (oder?). Was kann denn passieren, wenn das Tier an seinem Geschirr zerrt? Ich frage deshalb, weil laut einiger Seiten der Knochenbau der Kaninchen sehr fein ist und nur rund 6% des Körpergewichts ausmachen ( >KLICK HIER!< ). Könnte es dadurch zu Brüchen kommen? Verheddern oder strangulieren mal außen vor gelassen...


Auch werden Kaninchen oft als dämmerungsaktive Tiere beschrieben – wann finden die Turniere denn statt? Wird sowohl beim Transport wie auch bei der Durchführung der natürliche Tagesrhythmus der Tiere berücksichtigt?
Meine Kaninchen haben ihre richtigen Schlaf- und Ruhephasen. Dann liegen die im hintersten Eck und sind wenig beeindruckt von mir samt meiner Anwesenheit. Abends (und dann auch nachts) werden sie mittlerweile sehr aktiv und nutzen auch den ganzen Raum. (Die Vergesellschaftung liegt nicht ganz so weit zurück, die zwei waren noch in den Flitterwochen...es wurde viel gekuschelt und wenig gerannt. ;) )


Vielleicht noch zur „Offenlegung“ wie ich meine Kaninchen in Innenhaltung beschäftige: Sie haben etwas zum Buddeln (Buddelkiste mit Sand) sowie Äste zum Nagen/Herumwerfen. Dann natürlich Rückzugsorte und Ausguckplätze. Sachen zum Draufspringen und drunter durch krabbeln. Nicht zu vergessen Weidenbälle, die nach einer gewissen Zeit der Duldung zerstört werden.
Und Platz zum Laufen.
Die „Inneneinrichtung“ wird auch manchmal umgeräumt, damit es interessant bleibt.


Liebe Grüße
Quirly

PS: Ich habe mich zusammengerissen! Mir wäre sicher noch mehr eingefallen :P
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Nutzer: streunerin
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geschrieben am: 29.11.2012    um 10:08 Uhr   IP: gespeichert
ok, dann will ich auch mal.

ich hab mir versucht vorzustellen wie das bei meinen tieren aussehen würde, wenn ich mit ihnen kaninhop betreiben würde.

kanina springt sehr gerne. wenn sie will. was sie aber gar nicht mag, ist wenn man sie zu etwas antreiben will. weil ich meine tiere nicht stressen mag würde wahrscheinlich folgendes bild entstehen: kanina mit leine vor einem hindernis und ich daneben - stundenlang. tun würde sich da nichts.
"dann muss man sie halt..." antreiben? zwingen? stressen? ne, das ganz sicher nicht. also kanina scheidet aus.

ganda. ganda hasst es angefasst zu werden. also ohne leine? ja, ohne leine springt sie gerne, aber nur wo sie mag. hindernisse oder ähnliches können wir also auch vergessen.
"dann muss man sie halt" an die leine gewöhnen? zwingen? stressen? sicher nicht mit meinen tieren. also auch ganda und kaninhop passen nicht zusammen.

bleibt calimero. der würde wahrscheinlich sogar mitmachen, einfach weil er so gutmütig wie ein hund ist. aber nach ein paar tagen würde er sich wahrscheinlich jedesmal verkriechen wenn ich zu ihm komme.
"dann muss man ihn halt" einfangen? zwingen? stressen? nie im leben. also auch kein hop mit calimero

und jetzt gebe ich zu bedenken, das meine drei tiere absolut typische kaninchen sind. das sind keine ausnahmen sondern regelfälle. wer seine kaninchen trotzdem zum kaninhop antreibt und sich auch noch einbildet die hätten spaß dran, der soll doch einfach mal die leine weglassen und nicht dirigieren, dann wird schon deutlich wie gerne und wie freiwillig die tiere diesen sport wirklich betreiben.


vllt würde ich meinen tieren das sogar zumuten, diese gewöhnungsphase, aber nur wenn das tier danach wirklich ein erfüllteres leben hätte. ähnlich wie eine VG, die ist ja auch stress, aber tut eben dem tier auch gut, oder die zeit wo calimero gelernt hat was anderes als kellogs und zwiebelschalen zu fressen, das war auch stress, aber nötig.
ich glaube aber nicht, dass auch nur ein kaninchen ein schöneres leben hat nur weil es sport betreibt. also kann man es auch sein lasssen. richtet den tieren ein gehege ein, mit vielen spielmöglichkeiten und lasst sie in ruhe. wenn ihr ein tier haben wollt mit dem ihr euch sportlich betätigen könnt, dann schafft euch einen hund an.
  TopZuletzt geändert am: 29.11.2012 um 10:11 Uhr von streunerin
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Nutzer: Langohr3
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geschrieben am: 29.11.2012    um 15:53 Uhr   IP: gespeichert
Meine Meinung:
Kaninhop ist ein No-Go!
In dem Video sieht man deutlich,dass die Tiere es nicht freiwillig tun.
Vor einem Jahr,habe ich noch selbst Leinen benutzt,jedoch konnten meine beiden machen "was sie wollten" soweit das mit Leinen machbar ist.
Ich habe die Leine !Locker! angelegt (Ganzkörpergeschirr).
Dann bin ich ihnen eben immer hinterher gelaufen/gerannt,wohin sie hin wollten.
Natürlich weiß ich jetzt,dass es nicht gut ist,deshalb habe ich es auch sofort abgebrochen.Allerdings hat es ihnen sichtlich "Spaß" gemacht.
Trotzdem werde ich es selbstverständlich nicht wieder anfangen.
Mein Fazit: Bitte kein Kaninhop praktizieren!

PS: Ich habe für meine Freundin als Geburtstagsgeschenk letztes Jahr ein Ganzkörper-Leinending gekauft.(Ncht nur "Schnüre,sondern Neztstoff und untendrunter normaler Stoff).
Da der Geburtstag ausgefallen ist,würde ich es ihr zum nächsten Geburtstag schenken,weil sie es sich gewünscht hat.Darf ich?Bzw. ist das Okay,oder Tierquälerei,wenn sie damit "nur" das macht,was ich getan habe (also kein Kaninhop?)

Danke im Voraus

Langohr3
Everybody needs some bunnys ! ;) <3
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Nutzer: Jenny24
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geschrieben am: 29.11.2012    um 16:09 Uhr   IP: gespeichert
Ich habe mich mit diesem Thema nie groß auseinander gesetzt, weil es für mich von Anfang an ein "no go" ist.

Wenn ich mir jetzt die Gegebenheiten an einem Turnier ansehe, wo man als aktiver Sportler ja irgendwann hin möchte, bestätigt dies nur noch mehr meine ohnehin festgefahrene Meinung.

Kaninchen sind Fluchttiere, die sich vor allem in ihrer Gruppe/ihrem Gehge wohl fühlen. Bei der Ausübung dieser "Sportart" sind die Tiere nicht in ihrem Gehge, was an dieser Stelle schon zu enormen Stress und Angst für das Tier sorgt. Sie haben nicht die Entscheidung getroffen, ihr Gehege zu verlassen und da fängt der Stress für das Tier meines Erachtens schon an.

Wenn ich dann sehe, wie sie immer wieder angestupst, gekniffen und umgesetzt werden, kann ich mir bei bestem Willen nicht vorstellen, dass sie sich wohl fühlen oder diese Sportart unter artgerechten Gegebenheiten stattfinden kann. Sie wollen flüchten, können es aber nicht, sie sind außerhalb ihres Reviers und nicht unter dem Schutz ihrer artgenossen, sondern dem Treiben des Menschen hilflos ausgeliefert. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass die Tiere sich dabei wohlfühlen oder wohlfühlen können.

Meines Erachtens ist diese "Sportart" auch nicht zu vergleichen mit bspw. dem Hundesport Agility da ein Hund ein völlig anderes Wesen hat als ein Kaninchen.

Meine Tiere leben frei in ihrem Gehege/Revier, genießen auch gerne mal den Auslauf im Garten, schlagen dabei Haken und rennen umher, doch wenn auch nur ein ungewohntes Geräusch zu hören ist, schlägt einer klopfend Alarm und dann laufen alle schnell wieder zurück in ihr sicheres Gehege.

Dieses natürliche Verhalten ist beim Ausüben der "Sportart" nicht gegeben.
Liebe Grüße von mir und Paula & Cookie *meine Knusperschnuten-Bande für immer in meinem Herzen
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"Autor"  
Nutzer: Quirly
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geschrieben am: 29.11.2012    um 16:13 Uhr   IP: gespeichert
Hallo Langohr ;)

Ich frage mich woran du gesehen hast, dass es ihnen Spaß gemacht hat? Haben sie Luftsprünge gemacht? Wo bist du mit ihnen spazieren gewesen? Im Garten oder sogar auf der Straße? Was wäre passiert, wenn ein anderes Tier vorbeigekommen wäre (Katze oder Hund) und sich dein Kaninchen hätte losreißen wollen?

Schau mal hier: >KLICK HIER!<

Lies dir das Dokument bitte in Ruhe einmal durch. Darin geht es neben dem Sport an sich auch um die Benutzung von Leinen.

Liebe Grüße
Quirly
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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 29.11.2012    um 18:30 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,
erst einmal ein herzliches Dankeschön für die Einladung zur Diskussion.
Damit sachlich zu bleiben, werde ich bestimmt keine Probleme haben, ich hoffe auch die, die meine Ansichten nicht teilen.

Ich betreibe Kanin-Hop und leite eine Kanin-Hop-Gruppe.
Ich möchte auch gleich dabei sagen, ich züchte auch Kaninchen und sehe diese auch als Nutztiere an! Dies nur zur Vollständigkeit, soll aber bitte nicht hier diskutiert werden. Da haben auch viele Kanin-Hopper ein Problem mit.

Bei uns wird strikt getrennt, Kanin-Hop-Tiere werden behalten und landen nicht in der Pfanne!

Nun zu dem Video, die Kritik an den gezeigten Tieren teile ich sogar!!!!
Diese Tiere hatten an dem Tag scheinbar keine Lust und der Begleiter hätte abbrechen sollen.

Bei uns in der Gruppe und auch auf Turniere, wo ich als Wettbewerbsleiter oder Schiedsrichter fungiere, weise ich auch immer wieder darauf hin.
Wenn die Tiere keine Lust haben sollte man abbrechen und diesen Entschluss dann mit einem Applaus unterstützen!

zum Glück sind die gezeigten Beispiele, eher Ausnahmen. Viele öfter sieht man Tiere die freiwillig über die Hindernisse sausen.

Die Leine hat nur die Aufgabe, bei Gefahr zu sichern!!!
Sie hat bei Wettbewerben eigentlich locker durchzuhängen.
Zug an der Leine wird als Korrektur, Fehler oder in schweren Fällen mit Disqualifikation gewertet.

Auch gibt es in der Zwischenzeit "offene Wettbewerbe", wo ohne Leine gesprungen wird. Dies ist natürlich nur in geschlossenen Hallen und angesperrten Geländen möglich, um die Tiere nicht in Gefahr zu bringen.

Ich kenne sehr viele Tiere die Freiwillig und ohne Leine Springen.
Bei mir laufen auch einzelne Kaninchen frei auf dem Grundstück, meine beiden Katzen haben Respekt vor den Kaninchen und weichen denen eher aus, nicht umgekehrt!!!!

Vor einiger Zeit haben wir einmal versucht mit einem Betreiber einer Facebookseite gegen Kanin-Hop Kontakt aufzunehmen, leider war dort im Gegensatz zu hier keine frei Meinungsäußerung zugelassen.
Darum gibt es nun diese Seite :
https://www.facebook.com/ProKaninhop?ref=hl

Hier kann man auch Bilder und Filme sehe, die wohl auch ein anderes Bild von Kanin-Hop zeigen.

Ich möchte euch bitten eine positive Sache an Kanin-Hop zu sehen.
In vielen Kinderzimmern vegetieren Kaninchen vor sich hin. Die ersten zwei Wochen sind sie interessant, danach werden nur noch die Futtertöpfe voll gemacht und die Tiere verfetten.

Durch Kanin-Hop beschäftigt man sich mehr mit den Tieren und wir haben in der Gruppe die Möglichkeit Fehlfütterung und Verfettung zu verhindern.

Ich erwarte nicht, dass nun alle Kanin-Hop für toll halten, allerdings würde ich mich über etwas Toleranz und Verständnis freuen.
Gerne stehe ich für sachliche Fragen zur Verfügung, soweit es meine knappe Zeit zulässt und bin auch gerne bereit einmal Treffen in der Praxis zu organisieren.

Gruß Rabbitsurfer
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"Autor"  
Nutzer: Quirly
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Anzahl Nachrichten: 1031

geschrieben am: 29.11.2012    um 18:55 Uhr   IP: gespeichert
Hallo Rabbitsurfer,

mich würde wirklich die Gefahr interessieren, die von Leinen ausgehen kann und ob damit schon Erfahrungen gesammelt wurden. Denn auch wenn ihr euch darum bemüht, dass die Leinen locker gehalten werden, so kann es in einer Stresssituation ja auch dazu kommen, dass ein Tier loslaufen möchte (und es auch vermutlich tun wird). Wie wird dann mit dieser Situation umgegangen? Hält der Halter/Begleiter fest, lässt er los oder rennt er mit?

Werden die Tiere dahingehend untersucht ob sie Schnupfenträger sind? Oder werden die Erreger munter von Turnier zu Turnier getragen?

Was ist mit den Ruhezeiten von den Tieren? Wird berücksichtigt, dass Kaninchen dämmerungsaktive Tiere sind?

Es scheint auch "Weitsprunghürden" zu geben bei denen es nicht nur um die Höhe, sondern auch um die Weite geht. Wie ist hier die Verletzungsgefahrt, wenn der Halter das Können/die Lust/die Motivation seines Tiers überschätzt?

Du sprichst die Disqualifikation an - wie läuft es mit Selbstregulierung? Im Video tut mir der erste Widder wirklich leid, der getragen und geschoben wird. Wird da bei Turnieren dann von "oben" abgebrochen um dem Tier soetwas zu ersparen oder ist es alleine die Entscheidung des Halters?

Liebe Grüße
Quirly, die gespannt auf die Antworten ist ;)
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Nutzer: Susanne
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Anzahl Nachrichten: 39222

geschrieben am: 29.11.2012    um 19:04 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
Hallo,
erst einmal ein herzliches Dankeschön für die Einladung zur Diskussion.
Damit sachlich zu bleiben, werde ich bestimmt keine Probleme haben, ich hoffe auch die, die meine Ansichten nicht teilen.

Ich betreibe Kanin-Hop und leite eine Kanin-Hop-Gruppe.
Ich möchte auch gleich dabei sagen, ich züchte auch Kaninchen und sehe diese auch als Nutztiere an! Dies nur zur Vollständigkeit, soll aber bitte nicht hier diskutiert werden. Da haben auch viele Kanin-Hopper ein Problem mit.

Bei uns wird strikt getrennt, Kanin-Hop-Tiere werden behalten und landen nicht in der Pfanne!

Nun zu dem Video, die Kritik an den gezeigten Tieren teile ich sogar!!!!
Diese Tiere hatten an dem Tag scheinbar keine Lust und der Begleiter hätte abbrechen sollen.

Bei uns in der Gruppe und auch auf Turniere, wo ich als Wettbewerbsleiter oder Schiedsrichter fungiere, weise ich auch immer wieder darauf hin.
Wenn die Tiere keine Lust haben sollte man abbrechen und diesen Entschluss dann mit einem Applaus unterstützen!

zum Glück sind die gezeigten Beispiele, eher Ausnahmen. Viele öfter sieht man Tiere die freiwillig über die Hindernisse sausen.

Die Leine hat nur die Aufgabe, bei Gefahr zu sichern!!!
Sie hat bei Wettbewerben eigentlich locker durchzuhängen.
Zug an der Leine wird als Korrektur, Fehler oder in schweren Fällen mit Disqualifikation gewertet.

Auch gibt es in der Zwischenzeit "offene Wettbewerbe", wo ohne Leine gesprungen wird. Dies ist natürlich nur in geschlossenen Hallen und angesperrten Geländen möglich, um die Tiere nicht in Gefahr zu bringen.

Ich kenne sehr viele Tiere die Freiwillig und ohne Leine Springen.
Bei mir laufen auch einzelne Kaninchen frei auf dem Grundstück, meine beiden Katzen haben Respekt vor den Kaninchen und weichen denen eher aus, nicht umgekehrt!!!!

Vor einiger Zeit haben wir einmal versucht mit einem Betreiber einer Facebookseite gegen Kanin-Hop Kontakt aufzunehmen, leider war dort im Gegensatz zu hier keine frei Meinungsäußerung zugelassen.
Darum gibt es nun diese Seite :
https://www.facebook.com/ProKaninhop?ref=hl

Hier kann man auch Bilder und Filme sehe, die wohl auch ein anderes Bild von Kanin-Hop zeigen.

Ich möchte euch bitten eine positive Sache an Kanin-Hop zu sehen.
In vielen Kinderzimmern vegetieren Kaninchen vor sich hin. Die ersten zwei Wochen sind sie interessant, danach werden nur noch die Futtertöpfe voll gemacht und die Tiere verfetten.

Durch Kanin-Hop beschäftigt man sich mehr mit den Tieren und wir haben in der Gruppe die Möglichkeit Fehlfütterung und Verfettung zu verhindern.

Ich erwarte nicht, dass nun alle Kanin-Hop für toll halten, allerdings würde ich mich über etwas Toleranz und Verständnis freuen.
Gerne stehe ich für sachliche Fragen zur Verfügung, soweit es meine knappe Zeit zulässt und bin auch gerne bereit einmal Treffen in der Praxis zu organisieren.

Gruß Rabbitsurfer
Auch Dir ein Hallo zurück!

Was Deine Zweitbeschäftigung betrifft - nein, das möchten wir ganz sicher nicht diskutieren, aber in diesem Rahmen werden wir es - wenn auch zähneknirschend - akzeptieren.

Uns ist durchaus bewusst, dass es auch "anständige" Kaninhopper gibt. Nur teilen wir dennoch diese Ansicht über den Sport nicht. Daher sagte ich bereits, dass wir huptsächlichen Anstoss an dem nehmen, was besonders eben auf diesem Video zu sehen ist.

Es ist auf jeden Fall interessant zu wissen, wie es laufen sollte, wenn das Tier eben keine Lust hat. Das wäre aus unseren Augen auch das mindeste.

Darf ich Deine Ausführungen so interpretieren, dass quasi aus Tierschutzgründen der Sport angeboten wird, um die Tiere vor "Vergessenheit in Kinderzimmern" zu bewahren? Also quasi das Pendent zu unserer Form des Tierschutzes?

Ich ringe mir ein zähneknirschendes "Aha" ab.

Und nein, ich kann nicht das "Gute" am Kaninhop sehen. Ob nun mit Spaß an der Sache oder nicht: was ist mit dem ungeheuren Lärm auf solchen Veranstaltungen, der Unterbringung, dem Transport und schlussendlich dem Herausreissen aus der Gruppe zum Zwecke der Reise?

Hat es bisher keine Probleme gegeben, das Tier wieder zurückzusetzen? Oder meine schlimmere Befürchtung: hat es niemals Todesfälle vor, während und nach einer Veranstaltung unter den Tieren aufgrund des Stresses gegeben?

Ich warte auf die Antwort, aber ich kann schon jetzt nicht glauben, dass das vielleicht nie passiert sein soll.

Was Toleranz und gegenseitiges Verständnis betrifft, ist diese Diskussion genau der Grund dafür: den Weg dafür zu bereiten.

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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 29.11.2012    um 19:14 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,
wie ich schon schrieb bin ich auch Züchter, das ist Schnupfen ein absolutes No-Go !
Ich habe noch kein schnupfendes Tier auf eine Turnier erlebt und würde da auch verdammt schnell reagieren.
Abstriche gibt es nicht, aber Kontrollen nach Augenschein schon.
Auch kommen öfter Amtstierärzte zu Turnieren und Turniere werden dort angemeldet.

In Skandinavien bis es Hoch- und Weitsprungwettbewerbe, nicht in Deutschland!!!!!!

Es gibt vier Schwierigkeitsklassen, die legt der Kanin-Hop-Gruppenleiter oder ein Schiedsrichter fest, erst wenn die Tiere die Bedingungen erfüllen dürfen sie auf Turnieren starten!!!!!!

Je nach Klasse sind die Hindernisse 25 35 40 45 cm hoch
Und die Weitsprünge L nur einer max 40cm E 3Stk max 70cm

Die Stangen sind sehr leicht und lose gelagert, die Verletzungsgefahr ist gleich 0.

Wenn eine Gefahr droht, z.B. ein Hund, sollte man das Tier wohl lieber nicht loslassen, sondern das Tier auf dem Arm nehmen.

OK auf Dämmerungsaktivität nimmt man wenig Rücksicht, aber bei welchem über Jahrhunderten domestizierten Tier gilt das schon?
Meine Tiere sind auch Tagsüber sehr aktiv!
Kümmerst Du sich um deine nur in der Dämmerung?

Gruß Rabbitsurfer
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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 29.11.2012    um 19:25 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,
mir ist kein einziger Fall einer Verletzung oder Tod bei einem Turnier oder Training bekannt. Der Transport kann natürlich bei Hitze ein Problem werden, aber da sollten man geeignete Transportboxen haben und Auto mit Klinaanlage oder lieber Zuhause bleiben.

Bei den Turnieren, sollte wohl immer ein geeigneter kühler Platz vorhanden sein.

Ich habe hauptsächlich unkastrierte Rammler, die bleiben einzeln, allerdings verstehen sich zwei so gut, dass sie gemeinsam Auslauf haben.
Da hatte ich nie Probleme.

Kanin-Hopper mit Gruppenhaltung kenne ich viele, da scheint es auch keine Probleme zu geben.

Ich selber habe nach 20 Jahren Erfahrung die Gruppenhaltung für mich beendet. Da habe ich sehr viele negative Erfahrungen gemacht.
Allerdings beneide ich die, wo es ohne Verletzungen und Krankheitsübertragungen klappt.

Gruß Rabbitsurfer

PS: Susanne warum lädst Du denn erst ein, wenn du es eigentlich nicht haben möchtest? Ich bin der Meinung mit ein wenig Toleranz kommt man immer weiter.....
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Nutzer: schnuffelnase
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geschrieben am: 29.11.2012    um 19:29 Uhr   IP: gespeichert
Ein Hallo auch von mir...

Ich frage mich, warum Turniere und Wettkämpfe und welchen Nutzen haben sie für die Tiere?
Grüße von Karin
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Nutzer: Susanne
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geschrieben am: 29.11.2012    um 19:33 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer

PS: Susanne warum lädst Du denn erst ein, wenn du es eigentlich nicht haben möchtest? Ich bin der Meinung mit ein wenig Toleranz kommt man immer weiter.....
Ich verstehe die Frage nicht ganz....ich habe dazu eingeladen, ja. Und bin und war mir im Klaren, dass nicht alles zucker sein wird, was ich zu hören bzw. zu lesen bekomme.

Die Toleranz findet bereits dahingehend statt, dass wir uns auf diese Diskussion einlassen, die wir sonst ablehnen. Sowohl mit Kaninhoppern, als auch mit Züchtern.

Ich möchte im Gegenzug fragen, was Du erwartet hast, wenn Du weisst, dass wir diesen Sport und auch die Zucht ablehnen? Wir erklären uns zu dieser Diskussion bereit (zum Sport, nicht der Zucht).

Für uns ist das ein Schritt entgegen. Empfindest Du das anders?

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Nutzer: Nachtschwarz
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geschrieben am: 29.11.2012    um 19:33 Uhr   IP: gespeichert
Hallo Rabbitsurfer, schön das du hergefunden hast. Ich bin grundsätzlich kein Freund von Kaninhop, so wie ich meine Tiere kennengelernt habe erscheint mir dieser Sport nicht artgerecht.
Aber bevor ich irgendetwas in Bausch und Bogen verurteile versuche ich mich zu informieren. Deshalb hätte ich da im Vorfeld erst ein paar Fragen.

Mal ausgehend vom Kaninhop auf der Animal in Stuttgart, da stand im Anmeldebogen das das Turnier gemäß „Durchführungsbestimmungen für Kaninhop-Sport-Wettbewerbe“ des Zentralverbands Deutscher Rassekaninchenzüchter, ausgetragen wird.
In diesen Durchführungsbestimmungen steht , das Kinder ab 9 Jahren startberechtigt sind. Wie müssen wir uns das vorstellen, woher weiß ein so junger Mensch wie ein Training und die Gewöhnung des Tieres, an diese doch recht außergewöhnlichen äußeren Umstände, vor sich zu gehen hat? Gibt es dafür Schulungen in den Vereinen? Sind die Eltern eingebunden?
Bei einem Wettbewerb, kann der Schiedsrichter einschreiten, aber zuhause? Die Bedenken gegen die Wettbewerbe wurden hier schon hinreichend dargelegt, mir bereitet, das was nicht unter den Augen, der Öffentlichkeit geschieht in diesem Fall noch mehr Kopfzerbrechen.

CIR - Caroline mit Iskander & Roxana


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Nutzer: Quirly
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geschrieben am: 29.11.2012    um 19:35 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
Hallo,
wie ich schon schrieb bin ich auch Züchter, das ist Schnupfen ein absolutes No-Go !
Ich habe noch kein schnupfendes Tier auf eine Turnier erlebt und würde da auch verdammt schnell reagieren.
Abstriche gibt es nicht, aber Kontrollen nach Augenschein schon.
Auch kommen öfter Amtstierärzte zu Turnieren und Turniere werden dort angemeldet.

In Skandinavien bis es Hoch- und Weitsprungwettbewerbe, nicht in Deutschland!!!!!!

Es gibt vier Schwierigkeitsklassen, die legt der Kanin-Hop-Gruppenleiter oder ein Schiedsrichter fest, erst wenn die Tiere die Bedingungen erfüllen dürfen sie auf Turnieren starten!!!!!!

Je nach Klasse sind die Hindernisse 25 35 40 45 cm hoch
Und die Weitsprünge L nur einer max 40cm E 3Stk max 70cm

Die Stangen sind sehr leicht und lose gelagert, die Verletzungsgefahr ist gleich 0.

Wenn eine Gefahr droht, z.B. ein Hund, sollte man das Tier wohl lieber nicht loslassen, sondern das Tier auf dem Arm nehmen.

OK auf Dämmerungsaktivität nimmt man wenig Rücksicht, aber bei welchem über Jahrhunderten domestizierten Tier gilt das schon?
Meine Tiere sind auch Tagsüber sehr aktiv!
Kümmerst Du sich um deine nur in der Dämmerung?

Gruß Rabbitsurfer
Hallo ;)

Ich hätte eine kleine Bitte, die mir den Umgang mit anderen erheblich erleichtert. Satzzeichen sind keine Rudeltiere. Für dich mag es vielleicht so sein, dass eine Mehrung der Ausrufezeichen dein Argument noch schlagkräftiger macht, aber es sollten die Worte und nicht die Satzzeichen sein, die "überzeugen".

Es gibt Kaninchen, die Schnupfenträger sind, ohne dass der Schnupfen sichtbar ausbricht. Deshalb hatte ich in meinem ersten Post auch diese Seite gelinkt: >KLICK HIER!<
Für mich wäre es unerlässlich, dass die Tiere regelmäßig komplett gecheckt werden. Nicht nur einmal im Quartal das Fell kontrolliert.

Meine Tiere sind keinesfalls hier um mich rund um die Uhr zu bespaßen. Wenn ich morgens in den Raum komme, dann laufen sie mir entgegen und bekommen ihr Futter. Wenn sie aktiv sind, dann setze ich mich auch manchmal zu ihnen. Sobald die Tiere sich zurückziehen um sich auszuruhen, respektiere ich das.

In wie weit gibt es Geräuschregulierung? D.h. wird darauf geachtet, dass bei den normalen Turnieren (also nicht gerade bei einer Messe) die Lautstärke angepasst ist? Sind andere Tiere von der Veranstaltung ausgeschlossen? In wie weit wird auf den Fluchttier-Charakter des Kaninchens eingegangen?

Grüße
Quirly
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Nutzer: schnuffelnase
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geschrieben am: 29.11.2012    um 19:39 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
Durch Kanin-Hop beschäftigt man sich mehr mit den Tieren und wir haben in der Gruppe die Möglichkeit Fehlfütterung und Verfettung zu verhindern.
Hmmm... ist es aber nicht so, dass es an einem selber liegt wieviel man sich mit seinen Tieren beschäftigt?
Und wenn ich deinen Satz oben lese, dann drängt sich mir die Frage auf, wie oft sich eine Gruppe trifft und das auch jedes Mal mit den Tieren?

Fehlfütterung entsteht durch Unwissenheit und da klären wir hier ebenso auf , dass sehe ich nicht als Argument für Kaninhop.
Grüße von Karin
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Nutzer: Fea
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geschrieben am: 29.11.2012    um 19:46 Uhr   IP: gespeichert
Sicher springen Kaninchen gerne und wahrscheinlich ist es ihnen auch gleich, ob sie über einen Baumstamm oder eben über ein Hinderniss hüpfen, aber wieso muss man das ganze als Sport betreiben?
Meiner Meinung nach spricht nichts dagegen seinem Kaninchen Hindernisse anzubieten (auch wenn ich keinen Sinn darin sehe teure Hürden zu kaufen anstatt auf Naturhindernisse zurück zugreifen) und wenn es eben Lust dazu hat, springt es darüber. Solange man auf Leinen verzichtet und das Kaninchen zu nichts drängt, ist es wohl eine nette Möglichkeit seine Kaninchen zu beschäftigen.

Mein Verständnis für Kaninhop hört allerdings genau dort auf, wo es anfängt ein 'Sport' zu werden. Wieso muss man mit seinen Tieren auf Turniere und Messen fahren? Warum mutet man seinem Kaninchen den Transport, den Lärm, die fremen Gerüche und so vieles mehr zu? Weil es dem Kaninchen Spass macht zu zeigen was es kann?
Nein - meiner Meinung nach wird hier in keinster Weise mehr an das Wohl des Tieres gedacht, hier zählt einzig und allein der Egoismus des Menschen, man will sein Kaninchen präsentieren.

Kaninchen im eigenen Heim und Garten ohne Leine und ohne Zwang über Hindernisse springen zu lassen, ist eine Sache, Kaninchen auf Turniere schleifen, um zu zeigen was man hat, eine ganz andere...
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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 29.11.2012    um 19:46 Uhr   IP: gespeichert
Susanne:
Eine Diskussion sollte immer Ergebnisoffen sein.
Ich rechne die diese Angebot auch hoch an !!!!!
Vielleicht können wir dadurch ja ein paar gegenseitige Vorurteile abbauen.
Natürlich werden wir uns nicht um 180 Grad drehen.
Aber wenn wir zu dem Schluss kämen uns trotzdem gegenseitig in die Augen schauen zu können und ein wenig Verständnis für den Anderen aufzubringen wäre dem viel Gewonnen.

schnuffelhase:
Gute Frage, schwer gut zu beantworten.
Ja der Mensch möchte den Leistungsstand von sich und seinen Tieren vergleichen, das gibt es sehr vielen Tierarten.
Wenn meine Tiere auch nach längeren Anfahrten munter aus der Kiste kommen und in keiner Weise einen verschreckten Eindruck machen, müsste es wohl Ok sein, oder?

Nachtschwanz:
zumindest in meiner Gruppe ist es vordringliches Ziel den Kindern Verständnis für die Reaktionen der Tiere beizubringen.
Wir haben neuerdings als Einstieg im ZDRK auch eine Führklasse:
Neuanfänger bis 12 Jahre bekommen einen zusätzliche Aufsichtsperson zur Seite gestellt, der Anweisungen geben kann und auch "das Handtuch werfen kann".

Kanin-Hop ist noch im Aufbau, bei der Auslegung und Verbesserung der Regeln sind wir am feilen.
Der vernünftige Umgang mit dem Tier sollte an ersten Stelle stehen.
Bei uns in der Region ist auch jeder Anfassen des Tieres eine Korrektur,
Drei Korrekturen = 1 Fehler.
Also wer seine Tiere andauert angrabscht, hat bei uns keine Chancen auf vordere Platzierungen.


Gruß Rabbitsurfer
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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 29.11.2012    um 19:52 Uhr   IP: gespeichert
Noch zur Lautstärke:
bei allen guten Turnieren, wird man den Besuchern erklären, dass Kaninchen Fluchttiere sind und Lautstärke und Klatschen nicht gut sind.
Auch ist dort Blitzlicht verboten.

Schnupfen wird unter Stress immer wieder ausbrechen, der ist nicht zu übersehen. Ich verstehe aber was du damit aussagen willst.
Bloß trotz viele Schauen, habe ich seit Jahrzehnten keine Fälle bei mir gehabt. Und wirklich noch nie auf einem Turnier ein schnupfendes Tier gesehen.

Gruß Rabbitsurfer
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Nutzer: Fezi
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geschrieben am: 29.11.2012    um 19:54 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
OK auf Dämmerungsaktivität nimmt man wenig Rücksicht, aber bei welchem über Jahrhunderten domestizierten Tier gilt das schon?
Meine Tiere sind auch Tagsüber sehr aktiv!
Kümmerst Du sich um deine nur in der Dämmerung?
Meine Tiere schlafen tagsüber sehr viel. Um die Mittagsstunden schlafen sie oft auch richtig fest und liegen viel auf der Seite oder auf dem Rücken. Sie kommen nur um kurz was zu futtern aus ihrem Haus. Ich bemühe mich auch tatsächlich, sie nicht zu stören und merke auch, dass sie ab dem Vormittag bis zum Abend keinen großen Wert auf meine Gesellschaft legen.
Frühmorgens und abends kommen sie dann auch von sich aus. Zu diesen Zeiten mache ich auch sauber und füttere sie.
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Nutzer: Quirly
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geschrieben am: 29.11.2012    um 19:55 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
Noch zur Lautstärke:
bei allen guten Turnieren, wird man den Besuchern erklären, dass Kaninchen Fluchttiere sind und Lautstärke und Klatschen nicht gut sind.
Auch ist dort Blitzlicht verboten.
D.h. ihr selbst unterscheidet zwischen guten und schlechten Haltern? Zwischen guten und schlechten Turnieren?

Tut ihr - als Kaninhoppergemeinde - denn etwas gegen die "schlechten" Vertreter eurer Art?
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Nutzer: schnuffelnase
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geschrieben am: 29.11.2012    um 19:59 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
schnuffelhase:
Gute Frage, schwer gut zu beantworten.
Ja der Mensch möchte den Leistungsstand von sich und seinen Tieren vergleichen, das gibt es sehr vielen Tierarten.
Wenn meine Tiere auch nach längeren Anfahrten munter aus der Kiste kommen und in keiner Weise einen verschreckten Eindruck machen, müsste es wohl Ok sein, oder?
Nenn' mich schnuffelNase oder gerne auch Karin.

Und genau da liegt in meinen Augen das Problem... was soll dann ok sein? Die häufigen längeren Fahrten, die fremden Gerüche, Lärm in den lärmempfindlicheren Kaninchenohren, die Trennung von Partnertieren...
... oder das Bedürfniss der Menschen größer, schneller, weiter und besser zu sein als andere?


Ich finde es toll, wenn man sich mit seinen Tieren beschäftigt, sie auf natürliche und freiwillige Weise animiert sich zu bewegen und vielleicht sogar mit dem Menschen zu interagieren... aber warum kann das nicht reichen, warum müssen die Tiere sich messen?
Ich versteh den Sinn und Zweck dessen einfach nicht und aufgrund meines Wissens von Kaninchen ist es mir auch nicht möglich etwas "Sinnvolles" in Wettkämpfen und Turnieren zu sehen oder den Spaßfaktor für das Tier.
Grüße von Karin
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Nutzer: Nachtschwarz
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geschrieben am: 29.11.2012    um 20:11 Uhr   IP: gespeichert
Kaninhop befindet sich noch im Aufbau, in wie weit bestehen denn da schon Strukturen?
Gibt es Regelungen, wer so eine Gruppe leitet und welche Qualifikationen sind dafür notwendig, bzw ist das überhaupt schon einheitlich geregelt und wird das vom Verband kontrolliert?

CIR - Caroline mit Iskander & Roxana


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Nutzer: Langohr3
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geschrieben am: 29.11.2012    um 20:13 Uhr   IP: gespeichert
@ Quirly:
Dass sie Spaß haben,sehe ich daran,dass sie immer viel herumhoppeln und sie Putzen sowie auch hinlegen.
Vorallem mein "alter" Kaninchenmann,verhält sich im Gehege nicht so.Er sitzt nur fAul rum.

ich gehe mit ihnen auf Wiesen (insbesondere auf einen meist ruhigen Spielplatz,auf den ich nur gehe,wenn sonst niemand da ist).
Hunde können dort nicht hingelangen und Katzen halten sich dort nicht auf.

PS: Das dokument konnte ich nicht lesen,weil ich keine zeit mehr habe
Hohle ich aber nach!Danke schonmal.
Everybody needs some bunnys ! ;) <3
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Nutzer: streunerin
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geschrieben am: 29.11.2012    um 20:32 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Langohr3
@ Quirly:
Dass sie Spaß haben,sehe ich daran,dass sie immer viel herumhoppeln und sie Putzen sowie auch hinlegen.
Vorallem mein "alter" Kaninchenmann,verhält sich im Gehege nicht so.Er sitzt nur fAul rum.

ich gehe mit ihnen auf Wiesen (insbesondere auf einen meist ruhigen Spielplatz,auf den ich nur gehe,wenn sonst niemand da ist).
Hunde können dort nicht hingelangen und Katzen halten sich dort nicht auf.

PS: Das dokument konnte ich nicht lesen,weil ich keine zeit mehr habe
Hohle ich aber nach!Danke schonmal.
dann mal in kurzform: leinen sind unnatürlich für kaninchen und bedeuten viel stress - viel herumhoppeln kann auch bedeuten, dass die tiere nervös sind.
wenn sich eins der tiere mal erschreckt kann es sich lebensgefährlich in den leinen verheddern und sich schlimm verletzen.
ein ortswechsel, z.b. stundenweiser auslauf auf einer wiese oder einem spielplatz ist sehr stressig für kaninchen.

das ist übrigens auch etwas was ich an kaninhop so gar nicht mag: die tiere werden aus ihrem revier genommen und in fremdes gelände gesetzt.
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Nutzer: MissSnoop
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geschrieben am: 29.11.2012    um 21:13 Uhr   IP: gespeichert
Hallo erstmal und schön, dass du dich sachlich mit uns unterhalten kannst und willst. Vielen Dank dafür.

Ich möchte jetzt nochmal nachhaken beim Thema Gesundheit. Ich selbst bin Mikrobiologe und daher schon von Natur aus in der Richtung neugierig.

Wie ist das mit dem Kontakt mit Kaninchen untereinander? Mein Eindruck ist der, dass die Tiere recht eng zusammen sind. Sind das dann nur die von Teilnehmern, die sich ohnehin schon kennen und sich auch sonst zum gemeinsamen Training treffen oder kommen hier auch Tiere zusammen, deren Halter man überhaupt nicht kennt?

Können die Tiere in den Gitterboxen Kontakt zum (unbekannten) Nachbarn aufnehmen oder wird das in der Regel verhindert?

Ich selbst habe eine Truppe aus trockenen Schnupfern, in der keinem anzusehen ist, dass sie mit Sicherheit alle Überträger sind. Wenn ich jetzt mit einem meiner Tiere auf so ein Turnier gehen würde, dann würde keiner überprüfen, dass sie wirklich gesund sind und eine aktuelle Kotprobe auf Endoparasiten verlangen? Wichtig ist hier einzig die Impfung? Gibt es wenigstens eine Art von Erstuntersuchung, in der der Amtsarzt o.ä. gute Gesundheit bescheinigt?


Und dann hätte ich noch eine Frage zu dem ersten Lauf, den man in dem Video gesehen hat. Verstehe ich es richtig, dass jedes Stubsen oder Zwicken eine Korrektur bedeutet, was dann bei diesem Lauf in einer Vielzahl an Fehlern endet?
Wenn dem tatsächlich so ist, gibt es dann einen Punkt, wo ein Offizieller einschreitet und den Lauf beendet, wenn man nicht von selbst zum Wohl des Tieres abbricht - ähnlich wie im Reitsport, dass der dritte Ungehorsam zum Ausschluss führt? Im Prinzip möchte ich wissen, ob es eine Regel gibt, die ein Tier, das offensichtlich nicht möchte davor schützt, dass der Halter immer weiter macht oder ob gegen die schwarzen Schafe irgendwie vorgegangen wird.



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Nutzer: CyCy
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geschrieben am: 29.11.2012    um 21:27 Uhr   IP: gespeichert
Hallo Rabbitsurfer,

erst einmal bedanke ich mich, dass du der Einladung nachgekommen bist und dich so um sachlichen Austausch bemühst. Das freut.

Ich hoffe, dir folgen noch andere Leute, denn du kannst prima von eurem Club/Verein/Gruppe berichten, und von allgemeinen Schauen, aber andere Erfahrungsberichte wären ja auch interessant.
Mir geht es nämlich auch darum, erstmal genau zu wissen wie das bei euch läuft. Regeln des Kaninhop kann ich ja überall nachlesen. Aber mich interessiert: Wie läuft das?
Wird in der Gruppe trainiert, und dafür die Tiere zu Trainingsplätzen gefahren? Wenn ja, wie oft ist das in etwa, und falls dem so sein sollte, dann werden doch sicher einige Kaninhopper auch noch privat daheim allein trainieren, oder? Ich will in erster Linie erstmal verstehen, wie hoch oder niedrig das Trainingspensum für die Tiere ist.


Ich teile überdies viele Bedenken meiner Vorschreiberinnen (besonders den Gedanken, dass diese sehr revierbezogenen Langohren regelmäßig in fremde Reviere verpflanzt werden, und dort auf zahlreiche fremde Artgenossen stoßen - dies ist bei aktiven Kaninhop-Tieren ja vermutlich noch viel mehr der Fall als beim durchschnittlichen Zuchtrammler der auf Schauen gezeigt wird).

Das ist vermutlich logisch, da wir aus unterschiedlichen Richtungen kommen - 'wir' (wenn ich das mal in wir und euch aufteilen darf) sehen das vom Verhaltensbiologischen Standpunkt. Bei euch, das kann ich nur vermuten, stehen entweder der Spaß daran mit dem Kaninchen zu spielen/arbeiten im Vordergrund; oder aber 'züchterische Interessen' (ich vermute, korrigiere mich wenn ich falsch liege, dass Kaninhop auch ein gutes Mittel für die Rassekaninchenzucht ist, Jugendarbeit zu leisten und Nachwuchs zu werben). Darum ist es nur natürlich, dass wir sehr andere Standpunkte vertreten.

Noch eine Frage fällt mir da ein:
Ist es üblich, dass in Kaninhopvereinen auch "Alte" die Leitung übernehmen, oder gibt es viele Gruppen in denen die jungen Leute (denn die sind ja die absolute Mehrzahl der aktiven Teilnehmer am Kaninhop) sich selbst versorgen?
Du siehst schon, mich interessieren die Strukturen erstmal sehr.

Besten Gruß



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"Autor"  
Nutzer: Momomaus
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geschrieben am: 29.11.2012    um 21:56 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
1. Nun zu dem Video, die Kritik an den gezeigten Tieren teile ich sogar!!!!
Diese Tiere hatten an dem Tag scheinbar keine Lust und der Begleiter hätte abbrechen sollen.

Bei uns in der Gruppe und auch auf Turniere, wo ich als Wettbewerbsleiter oder Schiedsrichter fungiere, weise ich auch immer wieder darauf hin.
Wenn die Tiere keine Lust haben sollte man abbrechen und diesen Entschluss dann mit einem Applaus unterstützen!

2. zum Glück sind die gezeigten Beispiele, eher Ausnahmen. Viele öfter sieht man Tiere die freiwillig über die Hindernisse sausen.

3. Die Leine hat nur die Aufgabe, bei Gefahr zu sichern!!!
Sie hat bei Wettbewerben eigentlich locker durchzuhängen.
Zug an der Leine wird als Korrektur, Fehler oder in schweren Fällen mit Disqualifikation gewertet.

4. Ich möchte euch bitten eine positive Sache an Kanin-Hop zu sehen.
In vielen Kinderzimmern vegetieren Kaninchen vor sich hin. Die ersten zwei Wochen sind sie interessant, danach werden nur noch die Futtertöpfe voll gemacht und die Tiere verfetten.

Durch Kanin-Hop beschäftigt man sich mehr mit den Tieren und wir haben in der Gruppe die Möglichkeit Fehlfütterung und Verfettung zu verhindern.

5. wie ich schon schrieb bin ich auch Züchter, das ist Schnupfen ein absolutes No-Go !
Ich habe noch kein schnupfendes Tier auf eine Turnier erlebt und würde da auch verdammt schnell reagieren.
Abstriche gibt es nicht, aber Kontrollen nach Augenschein schon.
Auch kommen öfter Amtstierärzte zu Turnieren und Turniere werden dort angemeldet.

6. Wenn eine Gefahr droht, z.B. ein Hund, sollte man das Tier wohl lieber nicht loslassen, sondern das Tier auf dem Arm nehmen.

7. OK auf Dämmerungsaktivität nimmt man wenig Rücksicht, aber bei welchem über Jahrhunderten domestizierten Tier gilt das schon?
Meine Tiere sind auch Tagsüber sehr aktiv!
Kümmerst Du sich um deine nur in der Dämmerung?

8. mir ist kein einziger Fall einer Verletzung oder Tod bei einem Turnier oder Training bekannt. Der Transport kann natürlich bei Hitze ein Problem werden, aber da sollten man geeignete Transportboxen haben und Auto mit Klinaanlage oder lieber Zuhause bleiben.

9. zumindest in meiner Gruppe ist es vordringliches Ziel den Kindern Verständnis für die Reaktionen der Tiere beizubringen.
Wir haben neuerdings als Einstieg im ZDRK auch eine Führklasse:
Neuanfänger bis 12 Jahre bekommen einen zusätzliche Aufsichtsperson zur Seite gestellt, der Anweisungen geben kann und auch "das Handtuch werfen kann".

10. Noch zur Lautstärke:
bei allen guten Turnieren, wird man den Besuchern erklären, dass Kaninchen Fluchttiere sind und Lautstärke und Klatschen nicht gut sind.
Auch ist dort Blitzlicht verboten.
So, wunder dich bitte nicht, Rabbitsurfer, ich habe mal alle Argumente zu denen ich mich äußern möchte aus deinen Beiträgen zusammen gefasst, das macht es vielleicht etwas übersichtlicher.

1. Woran entscheidet man, dass das Tier keine Lust hat? Charakter sind verschieden. Ein Tier drückt sich auf den Boden, das andere rennt einfach in eine Richtung weg und das nächste springt sogar tatsächlich weil es der schnellste Weg geradeaus ist, wenn es Panik hat. Mich würden die Kriterien hierfür interessieren. Wenn ich mir ein Kaninchen in einer Halle vorstelle und mir überlege wie sich ein Kaninchen verhält wäre das so: 1. ist eine naheliegende Versteckmöglichkeit vorhanden? Antwort: Nein; 2. dann drücke ich mich auf den Boden und ducke mich in der Hoffnung nicht gesehen zu werden; 3. Dann kommt "Mensch" von hinten und animiert mich zum weiterlaufen, wobei Mensch jedoch jetzt im natürlichem Verhalten der Tiere der Räuber ist, der mich entdeckt hat, also mein Todesurteil, Folge daher: Todesangst.

Zudem stellt ja gerade Klatschen (bei Aufgabe) nochmal durch Lärmverstärkung einen plus an Stress da. Also wenn ich als Kaninchen auf dem Boden gedrückt daliegen würde aus Panik und dann ist meine Führungsperson sogar so "einsichtig" aufzugeben und dann wird geklatscht, da würde ich erst recht kurz vorm Herzkasper stehen.

2. Wenn dies die einzige Möglichkeit ist da schnell rauszukommen, nämlich der Weg nach vorne würde ich das auch tun. Ob ein Tier Spaß daran hat, das vermag ein Mensch wohl nicht zu beurteilen, das zeigt meistens nur die Reaktion der Partnertiere, wenn ein Tier angeflitzt kommt.

3. Wenn ein Kaninchen richtig rennt ist die Leine nur leider nicht mehr locker sondern stramm und dann muss man sich mal überlegen welcher ungemeiner Druck auf die kleinen Knochen der Tiere drückt. Quetschungen und Prellungen nach Panik sind doch bestimmt keine Seltenheit, oder?

4. Deshalb sind Kaninchen erstens keine Tiere für Kinder, wenn Eltern sich nicht zusätzlich in der Verantwortung für diese Tier sehen und zweitens ist das Problem mit artgerechter Haltung und Fütterung anzugehen, nämlich am Ansatz und nicht mit Umgehung, dass es halt nicht auffällt.

5. Was ist mit trockenen Schnupfern, nicht immer muss es Stress bedingt sichtbar werden. Auch ein Amts-TA kann ohne so einen Abstrich nicht erkennen, ob das Tier Erreger in sich trägt oder nicht. Stichproben werden nicht gemacht, oder?

6. Wieso dürfen Hunde überhaupt auf eine solche Veranstaltung? Denn gerade natürliche Feinde sollten doch um jeden Preis als zusätzlicher Stressfaktor vermieden werden. Ist das nicht auch im Sinne eures "Wettbewerbs" das die Tiere darauf konzentriert sind?

7. Ja ich achte auf den natürlichen Tagesablauf meiner Tiere: morgens wird in der Dämmerung gefüttert (Heu), dann ist Ruhephase (meist von 10 - 16/17 Uhr) und danach erkennt man eine vermehrte Aktivität und dann gibt es Abends die Hauptmahlzeit die über Nacht leer ist. Und tagsüber haben sie ihre Ruhe.

8. Alleine die Klimaanlage im Auto ist für mich ein Risikofaktor für Schnupfen, Augenentzündungen ect. Ein Kaninchen sollte nichtmal vor Heizungsluft sitzen, eine Klimaanlage die auch noch Zugluft verursacht ist ja noch schlimmer.
Ein Todesfall ist dir vielleicht nicht bekannt, das mag sein, dass es noch nicht soweit gekommen ist, wobei ich darauf warte, wenn Tiere schon beim TA-Besuch einen Herzkasper bekommen können, dann dort erst recht. Das es jedoch noch zu keinen Verletzungen gekommen ist kann ich nicht glauben, Kaninchen leiden still, wahrscheinlich blieben die Verletzungen unbemerkt, denn Prellungen, Quetschungen ect. sieht man halt nicht und ein Fluchttier zeigt es auch nicht, weil das wäre in der Natur ja sein Todesurteil. Aber auch Schockzustände wird es sicher schon gegeben haben.

9. Wieso müssen Menschen (alle) aber gerade in dem Alter das überhaupt machen? Ein Tier ist kein Spielzeug und selbst in jedem Zoofachhandel wird darauf verwiesen, dass lebende Tiere nicht an Personen unter 16/18 Jahren herausgegeben werden, wieso ist das dann hier okay, dass das Kaninchen zum "Spielzeug" wird?
Ich sehe ein, dass auch im Pferdesport viele in diesem Alter zu finden sind, doch leider kostet ein Pferd mehr Geld und da achten die Eltern ect. etwas mehr darauf, dass ihr Kind das Tier nicht schädigt und meistens hat es eine zusätzliche Betreuung.

10. Du widersprichst Argument 1, wobei Klatschen bei Aufgabe erfolgen soll. Da sieht man ja mal wie konsequent das durchgezogen wird.
Und überhaupt: Halten sich die Besucher daran? Macht ihr auch was gegen die vielen Gerüche ect.? Ein Kaninchen hat mehr als nur zwei Sinne (Hören und Sehen), deshalb würde selbst wenn ihr euch daran haltet trotzdem noch ein enorm hoher Stresspegel vorliegen.



Leider finde ich (bis jetzt) keine ethologisch vertretbaren Argumente für diesen Sport, aber gerne bin ich bereit weiter darüber zu diskutieren.


Und natürlich die Plüschnasen Schokino, Emil & Molly

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Nutzer: Junitschka
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geschrieben am: 29.11.2012    um 22:03 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,

beim durchlesen sind mir auch noch 2 Fragen eingefallen:

Wie oft gibt es Tuniere?

Gibt es ein Maximum an Anfahrtskilometern? (es gibt ja anscheinend sogar Europameisterschaften)


viele Grüße
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Nutzer: Susanne
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geschrieben am: 29.11.2012    um 22:13 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
Susanne:
Eine Diskussion sollte immer Ergebnisoffen sein.
Ich rechne die diese Angebot auch hoch an !!!!!
Vielleicht können wir dadurch ja ein paar gegenseitige Vorurteile abbauen.
Natürlich werden wir uns nicht um 180 Grad drehen.
Aber wenn wir zu dem Schluss kämen uns trotzdem gegenseitig in die Augen schauen zu können und ein wenig Verständnis für den Anderen aufzubringen wäre dem viel Gewonnen.
So ist meine / unsere Intention.

Ich kann mir Kaninhop im privaten Bereich mit willigen Tieren durchaus vorstellen - auch wären die bunten Hürden zu akzeptieren, die wohl mehr dem Alter der Betreiber dieser Sportart geschuldet sind. Wenn ich mir ansehe, wie manche meiner Tiere gern buddeln, springen oder hüpfen ist das vorstellbar, es auch optisch "professioneller" zu gestalten, als einen Baumstamm, eine Buddelkiste oder ähnliches.

Ich glaube, am allermeisten stört der Turniergedanke, der wiederum meines Erachtens nach ebenfalls den sehr jungen, menschlichen Teilnehmern geschuldet ist. Die exotisch klingenden Namen der Tiere, die bunten Geschirre..

Welche Ernsthaftigkeit darf man einem so jungen Mädchen unterstellen, die Bedürfnisse des Tieres überhaupt richtig einschätzen zu können? Wer trifft die Auswahl eines "geeigneten" Tieres?

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Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
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Nutzer: Susanne
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geschrieben am: 29.11.2012    um 22:17 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: MissSnoop

Und dann hätte ich noch eine Frage zu dem ersten Lauf, den man in dem Video gesehen hat. Verstehe ich es richtig, dass jedes Stubsen oder Zwicken eine Korrektur bedeutet, was dann bei diesem Lauf in einer Vielzahl an Fehlern endet?
Wenn dem tatsächlich so ist, gibt es dann einen Punkt, wo ein Offizieller einschreitet und den Lauf beendet, wenn man nicht von selbst zum Wohl des Tieres abbricht - ähnlich wie im Reitsport, dass der dritte Ungehorsam zum Ausschluss führt? Im Prinzip möchte ich wissen, ob es eine Regel gibt, die ein Tier, das offensichtlich nicht möchte davor schützt, dass der Halter immer weiter macht oder ob gegen die schwarzen Schafe irgendwie vorgegangen wird.


Ja, interessanter Punkt. Das eben auch sehr viele Videos von Tieren kursieren, denen das Springen leichter von der Pfote geht, finde ich diese Darstellung entsetzlich auf dem Video.

Unter der Berücksichtigung einer positivgen Sichtweise muss man doch ganz klar sagen, dass das Tier entweder nicht gut genug vorbereitet oder geeignet ist.

Und damit ja ledier auch erkennbar, wie wenig den Tieren hier irgendetwas Freude gemacht hat.

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Nutzer: Möhrchengeber
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geschrieben am: 29.11.2012    um 22:24 Uhr   IP: gespeichert
Hallo Rabbitsurfer, danke dass du den Mut findest dich hier anzumelden und dich dieser Diskussion sachlich anzuschließen.

Ich habe ebenso mehrere Fragen an dich.

1.) Zum einen, diese Frage wurde von Susanne bereits gestellt aber bisher nicht beantwortet, wie verhält es sich, wenn du deine Tiere aus dem heimischen Revier herausnimmst und mit ihnen zum Turnier fährst. Gibt es Probleme, wenn du das Tier zurück in das Gehege zu den anderen Kaninchen setzt?

Schon alleine ein Ausflug zum Tierarzt kann bei Wiederkehr zu Streitigkeiten unter den Kaninchen führen.
Wie verhält es sich, wenn ein Kaninchen mit auf ein Turnier genommen wird? Ich nehme an, man ist mit diesem Tier einige Stunden weg (im Durchschnitt weit aus länger als bei einem üblichen Tierarztbesuch).
Verursacht dies, abgesehen von dem Stress der auf dem Transport und der Veranstaltung an sich beruht, nicht auch bei Wiederkehr weitere Stressfaktoren für das Tier?

2.) Wie häufig nimmt ein Halter, der aktiv Kaninhop betreibt, an solchen Turnieren teil? Wie weit ist der Radius der Tuniere, an denem man teilnimmt? Sprich es gibt sicher sowas wie Reginalwettbewerbe etc., wie weite Fahrtwege werden da im Kauf genommen?
Ich vermute von Seiten der Veranstalter gibt es hier keine Regelments über die zurückgelegte Anreise?

3.) Nach welchen Kriterien wählst du deine Tiere für dein Hobby aus? Du schreibst, du züchtest Kaninchen und siehst diese als Nutztiere an, andere wiederum sind deine Kaninhop-Kaninchen.


Ich persönlich bin der Auffassung das man seinen Kaninchen ausreichend Beschäftigung, Abwechslung und Bewegungsmöglichkeiten bieten sollte, jedoch kann man dies durch ein entsprechend großes Gehege, zusätzlichem Auslauf, Artgenossen und Beschäftigungsmöglichkeiten wie Buddelkisten, Knabberäste etc. gewährleisten.

Warum dann Wettbewerbe? Diese dienen doch schlichtweg den Haltern, die sich dadurch messen wollen und die Aufmerksamkeit, die ein solcher Wettbewerb mit sich zieht, suchen.
Du argumentierst, es gibt zahlreiche Wettkäpfe mit anderen Tieren, richtig.
Jedoch denke ich, dass es hier noch einmal zu differenzieren gilt, denn gerade Kaninchen sind bekanntermaßen sehr stressanfällige Tiere.



Es grüßen Melanie, Polly, Leonidas, Lilith und Joey mit Max, Lotte und Flocke für immer im Herzen




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  TopZuletzt geändert am: 29.11.2012 um 22:28 Uhr von Möhrchengeber
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Nutzer: AnnaLotta
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geschrieben am: 29.11.2012    um 22:40 Uhr   IP: gespeichert
Ich will mal nur anmerken, dass Leinen für Kaninchen lebensgefährlich sind. Wenn das Kaninchen aufgrund von Panik erstmal losrennt, so schnell kann der Mensch gar nicht laufen, um das Kaninchen wieder einzuholen. Nur wenn das Kaninchen sich aus Angst flach hinlegt, wird die Situation wieder entspannter und das Tier kann eventuell hochgehoben werden. Im ungünsrigsten Fall zieht der Mensch an der Leine, das Kaninchen strampelt oder springt in eine Richtung, die der Mensch nicht vorausahnt - Ich kann mir nur vorstellen, dass dann ein Genick- oder Rückenbruch eintreten kann.

Mit der Leine kann man doch auch nicht steuern oder wirklich das Kaninchen vor einer Gefahr schützen?! oder wie willst du das Kaninchen vor einem nahenden Hund retten. Kaninchen mit der Leine in deine Arme ziehen?

Ich bin auch ein Gegner von Kaninhop. Ich kann verstehen, wenn sich Leute gerne mit ihren Kaninchen beschäftigen möchten und vielleicht auch dass man mit einem Tier einen Sport machen will. Aber Kaninchen sind keine Hunde.

Einfach nur schrecklich, wie die Kaninchen in dem Video herumgestupst werden.

Freiwilliges Hürdenhüpfen im Garten finde ich da okay und machbar.


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Nutzer: haesliclub
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geschrieben am: 29.11.2012    um 22:59 Uhr   IP: gespeichert
Hi,
Für mich teilt sich Kaninhop in Sport und Beschäftigungsmöglichkeit.

Das Kaninchen in seiner gewohnten Umgebung, sprich im Gehege/Auslauf, innerhalb seiner Gruppe mit Leckerli über ein Hindernis/Baumstamm o.ä. zu locken, finde ich ok, solange das Kaninchen jederzeit weghoppeln kann und nicht weiter dazu gedrängt wird, wenn es keine Lust mehr hat.

Ein Turnier jedoch oder auch bereits Training mit Leine finde ich etwas völlig anderes. Hier geht es nicht mehr primär um die Beschäftigung mit dem Tier sondern darum anderen zu zeigen was das eigene Tier "drauf hat." Der Spass für das Tier steht nun an zweiter Stelle. Die Argumente wie stressige Umgebung, Verletzung durch Flucht etc. wurden ja bereits genannt und hier kann ich mich den Vorrednern nur anschliessen.

Da ich selbst schon mit Pferden an (Plausch)Turnieren war, hab ich mir natürlich auch die Frage gestellt, wo denn der Unterschied liegt. Bin aber der Meinung, dass das Pferd sich viel besser an Mensch und Umgebung anpassen kann als das Kaninchen. Und auch besser "versteht"/lernen kann was abgeht.

Was mich noch interessieren würde, du(Rabbitsurfer.Natürlich würden mich auch Meinungen von anderen Kaninhoppern interessieren, aber beziehe mich jetzt mal auf deine Aussage) schreibst die Leine sei da wegen der Gefahr.

Mir ist aber noch nicht so ganz klar was damit gemeint ist?
Ich denke mal die Gefahr das Kaninchen zu verlieren wenn es wegrennt? Das würde aber ja bedeuten, dass es tatsächlich zu Situationen kommt, in denen das Kaninchen panisch wegrennen will und von der Leine zurückgezogen wird, richtig? Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es dabei nicht schon zu Verletzungen oder gar zum Tod des Kaninchens gekommen ist.

Wieso wird denn nicht auf Leinendiszipline verzichtet? Du schreibst ja es gibt auch Prüfungen ohne Leinen, wieso nicht immer? Wenn das Kaninchen nicht mitgeschleppt werden kann, zeigt sich doch schon viel besser, ob es "Lust" dazu hat oder nicht..

Lg


@Möhrchengeber: Wenn ich mich nicht irre, hat Rabbitsurfer geschrieben, dass sie(?) vor allem mit unkastrierten Rammlern geht und somit keine Gruppenhaltung hat.

**Die Achtung vor der Eigenart des Tieres ist die Grundlage für eine Freundschaft mit ihm**
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Nutzer: Möhrchengeber
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geschrieben am: 29.11.2012    um 23:14 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: haesliclub

@Möhrchengeber: Wenn ich mich nicht irre, hat Rabbitsurfer geschrieben, dass sie(?) vor allem mit unkastrierten Rammlern geht und somit keine Gruppenhaltung hat.

Danke, das hab eich wohl überlesen, den entsprechenden Abschnitt jetzt aber gefunden.
Es grüßen Melanie, Polly, Leonidas, Lilith und Joey mit Max, Lotte und Flocke für immer im Herzen




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Nutzer: Möhrchengeber
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geschrieben am: 29.11.2012    um 23:22 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer

Ich habe hauptsächlich unkastrierte Rammler, die bleiben einzeln, allerdings verstehen sich zwei so gut, dass sie gemeinsam Auslauf haben.
Da hatte ich nie Probleme.

Ich selber habe nach 20 Jahren Erfahrung die Gruppenhaltung für mich beendet. Da habe ich sehr viele negative Erfahrungen gemacht.
Allerdings beneide ich die, wo es ohne Verletzungen und Krankheitsübertragungen klappt.

Hast du hauptsächlich unkastrierte Rammler, da du sie zu Zuchtzwecken einsetzt?

Darf ich fragen, was du für negative Erfahrungen gemacht hast?

Ich sehe hier in deinen eigenen Aussagen einen Widerspruch.

So schreibst du
"Ich möchte euch bitten eine positive Sache an Kanin-Hop zu sehen.
In vielen Kinderzimmern vegetieren Kaninchen vor sich hin... "

Du sprichst hier die nicht artgerechte Haltung von Kaninchen in Kinderzimmern an, die oftmals alleine in einem Käfig gehalten werden.

Wie gestaltet sich bei dir die Haltung der Kaninchen, wenn du sie nicht in Gruppen hälst?
Du möchtest deinen Tieren durch dein Hobby Beschäftigung bieten, würde dies nicht auch durch die Haltung der Kaninchen in Gruppen, statt einer Einzelhaltung, gegeben sein?


Es grüßen Melanie, Polly, Leonidas, Lilith und Joey mit Max, Lotte und Flocke für immer im Herzen




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  TopZuletzt geändert am: 29.11.2012 um 23:24 Uhr von Möhrchengeber
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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 30.11.2012    um 06:11 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,
wie ist die Definition von "artgerecht"?

Jeder Tier müsste 50 qm zur Verfügung haben
rangniedirge Tiere haben die Möglichkeit abzuwandern
Kaninchen erhalten ihre Art durch eine enorme Reproduktion
Sie leben in steter Gefahr vor Fressfeinden
Die durchschnittliche Lebendserwartung liegt unterhalb von einem Jahr
Futterkanppheit in den Wintermonaten

Das einmal wenn man artgerecht und naturnah gleich setzen würde.

Ob sich hier weitere Kanin-Hopper noch anmelden, weiß ich nicht.
Sie haben wohl mit einigen von euch so negative Erfahrungen gemacht, dass sie nicht glauben, dass die Dislussion etwas bringt. Obwohl sie euch bei einigen Dingen sogar Recht geben und eure Ansichten akzeptieren.

Mehr Zeit habe ich heute morgen nicht, ich versuche mich am Nachmittag oder Abend zu melden um auf eure Fragen einzugehen.

Gruß Rabbitsurfer
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Nutzer: Kimmy
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geschrieben am: 30.11.2012    um 06:53 Uhr   IP: gespeichert
Es ist schon sehr abstrakt, Kaninhop als Verbesserung zur Käfighaltung zu sehen ... Anstelle eines 1qm Käfigs sitzen die Tiere stundenlang in ihren Transportboxen, dann stundenlang in Mini-Käfigen auf Turnieren ... Meist alleine, ohne Partner ...

Hindernisse im eigenen Garten oder Wohnzimmer freiwilig überspringen zu lassen ist für mich kein Kaninhop ... Das ist Beschäftigung.

Leinen, Turniere ... DAS macht Kaninhop aus ... Und genau das käme für mich nie in Frage. Meine Tiere kriegen schon auf dem Weh zum TA einen halben Herzkaspar.
Vielleicht mag es bei einigen Tieren keine Stressreaktion dirch den Transport geben ... Halte ich aber für die Ausnahme.

Kaninchen sind nun einmal, anders als Hunde total revierbezogen. Und noch bevor sie ihr neues Revier auf Turnieren erobern konnten, müssen sie wieder weg.

Die Frage, die sich mir dann zwabgsweise stellt ist: Was haben die Kaninchen davon? Und wo ist für die Nins der Zugewinn durch ein Turnier, anstelle des springens im gewohnten Revier?
  TopZuletzt geändert am: 30.11.2012 um 06:55 Uhr von Kimmy
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Nutzer: streunerin
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geschrieben am: 30.11.2012    um 08:37 Uhr   IP: gespeichert
die tiere werden also nicht mehr in 0,5qm großen käfigen - es gibt KEINE 1qm käfige zu kaufen - gehalten, sondern

sie werden in 0,5qm großen käfigen gehalten und auch noch regelmäßig dem stress von
-ortswechsel
-transport
-leine
-lärm
- und durcheinandergebrachtem tagesrythymus

ausgesetzt.

yeah, das ist eine verbesserung, ganz klar.
das ist ungefähr so sinnvoll wie zu sagen, ich mag die tiere, deswegen züchte ich sie, das schadet keinem. die tiere in den heimen und notstationen werden dabei einfach übersehen.

man sieht nur was man sehen will: ein kaninchen das über ein hindernis springt. ja klar, bei so viel stress würde ich mich auch bewegen. kaninchen sind fluchttiere, stress wird durch bewegung abgebaut. ein entspanntes, glückliches tier liegt faul in der ecke und mümmelt zufrieden vor sich hin. spielt mit artgenossen und ersetzt nicht einem menschen den hund.

wenn ihr was für die tiere tun wollt, und nicht nur für eure eigene freizeitbeschäftigung, warum bringt ihr den haltern dann nicht bei die kleinen käfige durch gehege auszutauschen in denen genug platz ist für Freiwillige bewegung. warum weist ihr nicht auf die tiere in den tierheimen hin, statt selber immer wieder neue tiere nachzuproduzieren und warum sorgt ihr nicht dafür, dass diese kinderzimmertiere ein partnertier statt einer leine bekommen?
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Nutzer: Momomaus
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geschrieben am: 30.11.2012    um 08:44 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Kimmy
Es ist schon sehr abstrakt, Kaninhop als Verbesserung zur Käfighaltung zu sehen ... Anstelle eines 1qm Käfigs sitzen die Tiere stundenlang in ihren Transportboxen, dann stundenlang in Mini-Käfigen auf Turnieren ... Meist alleine, ohne Partner ...

Hindernisse im eigenen Garten oder Wohnzimmer freiwilig überspringen zu lassen ist für mich kein Kaninhop ... Das ist Beschäftigung.

Leinen, Turniere ... DAS macht Kaninhop aus ... Und genau das käme für mich nie in Frage. Meine Tiere kriegen schon auf dem Weh zum TA einen halben Herzkaspar.
Vielleicht mag es bei einigen Tieren keine Stressreaktion dirch den Transport geben ... Halte ich aber für die Ausnahme.
Die Antwort wieso die Tiere keine Stress-Reaktion mehr zeigen ist ganz einfach: Gewöhnung! Ich kann ein Tier an sogut wie alles gewöhnen. Alleine ein Beispiel ist, wenn du dich mit einem Regenschirm ins Gehege stellst und den aufschnappen lässt (würde ich jetzt nicht ausprobieren, ist auch Stress), zunächst laufen sie weg, dann zucken sie nur noch und am Ende ignorieren sie es einfach. Ähnlich wie wenn ein Vogel den sie nicht sehen im Gebüsch neben dem Gehege kratzt, hält das Geräusch an ohne das etwas passiert wird ihm irgendwann keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt. Ob es den Tieren bei der Gewöhnung an extrem Situationen und auch nach der Gewöhnung ist was anderes. Der Vogel stört vielleicht nicht mehr, der Regenschirm schon. Nur ist es bei diesen Turnieren ja nicht immer das gleiche, vllt hinter den Kulissen, aber wenn sie dran sind sind da jedesmal neue Einflüsse.
Natürlich kommt auch noch hinzu, dass Charaktere verschieden sind und jedes Tier eine andere Stress-Toleranz hat, aber dem rechne ich persönlich geringere Wichtigkeit an.

Zur artgerechten Haltung: ich kann meinen Kaninchen auch auf 4m2 ausweichmöglichkeiten geben, auch wenn mehr Platz natürlich immer besser ist, aber es MUSS ausweichmöglichkeiten geben und die sind meiner Meinung nach weder auf Turnieren noch in der buchtenhaltung gegeben. Wir sprechen über naturnahe Haltung, natürliche kann niemand wirklich bieten und leider sind die meisten der Tiere dazu auch noch zu sehr überzüchtet, aber das könnte man noch deutlich länger ausführen.


Und natürlich die Plüschnasen Schokino, Emil & Molly

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Nutzer: Susanne
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geschrieben am: 30.11.2012    um 09:41 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer

Ob sich hier weitere Kanin-Hopper noch anmelden, weiß ich nicht.
Sie haben wohl mit einigen von euch so negative Erfahrungen gemacht, dass sie nicht glauben, dass die Dislussion etwas bringt.
Ich gehe inzwischen davon aus, dass sich keine weiteren Interessenten für diese Diskussion finden werden. Wenn man sich die Beiträge in den einschlägigen Foren anschaut, wird einem schnell klar, mit welcher Altersgrupope wir es zu tun haben und anhand der Ausdrucksweisen und Inhalte ist zu erkennen, dass hier ein Formulierungsdefizit vorliegt und weniger das Vermögen, zu differenzieren.

Kinder in dem Alter neigen dazu eher beleidigt zu sein, warum man ihre Ansicht nicht mag, statt argumentativ zu entgegnen.

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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 30.11.2012    um 14:06 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,
ich knapse mir mal wieder ein paar Minuten für ein paar Antworten ab.
In dem Kanin-Hop-Forum in dem ich bin, wird nach meiner Meinung recht sachlich die Diskussion verfolgt, es jukt wohl auch einigen in den Fingern, aber so richtig wollen sie sich hier nicht anmelden.
Übrigens sind in meinem Verein 1/3 der Kanin-Hopper Erwachsen.

Aber vielleicht kommen ja doch noch welche zu dem Schluß, dass es wichtig ist sich auszutauschen.

Ich gehe noch einmal auf die Leinen ein.
Wir verwenden meisten skandinavische Geschirre, ein paar auch noch H-Geschirre. Wenn man (was wirklich sehr selten vorkommt) stark ziehen müsste verteilt sich nach meiner Ansicht die Belastung so breit, dass ich mir keine Verletzungen vorstellen kann.
Ich habe noch nie eine Verletzung bei Kanin-Hop gesehen oder von gehört. Tiere die sich im Stall Stroh um einen Hinterlauf wickeln, dass er abgescnürt wird, ist wohl auch sehr unwahrscheinlich habe ich aber in 30 Jahren 3x erlebt.
Also wer von euch kann mir einen Fall nennen, wo sich ein Kaninchen bei Kanin-Hop verletzt hat? Bitte nicht vom Hörensagen, sonders selbst mitbekommmen.

Ich danke euch zwischendurch einmal für euer großes Interesse.
Viele der Beiträge und dessen Schreiber halte ich für so gut, dass ich sie gerne einmal zum Training einladen würde.

Vielleicht versuche ich später mal eine kleine Aufstellung, wie alle geregelt ist und wie Berechtigungen zum Start erworben werden sollten.

Gruß Rabbitsurfer

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"Autor"  
Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 30.11.2012    um 15:06 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,
ich kann mir die Arbeit mit der Auflistung sparen.
In diesem Bericht steht wohl das meiste drin, was man nach meiner Meinung beachten sollte:
>KLICK HIER!<

Gruß Rabbitsurfer
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"Autor"  
Nutzer: streunerin
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geschrieben am: 30.11.2012    um 15:12 Uhr   IP: gespeichert

jeder von uns ist für seine tiere selbst verantwortlich und muss tun was er für richtig hält.
für mich ist und bleibt kaninhop stress den ich meinen tieren erspare. ich will auch niemanden davon abbringen, seine tiere auf diese art und weise zu beglücken. nur eins möchte ich noch zu bedenken geben:

kaninchen sind tolle tiere, wer nichs besseres mit ihnen anzufangen weiß als sie über hindernisse springen zu lassen, der sollte sich mal die zeit nehmen, sich hinsetzen und die tiere mal ein paar stunden in einem schönen gehege zu beobachten. lernt eure tiere kennen, wirklich kennen, dann erübrigt sich die frage nach dem kaninhop von selbst.
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"Autor"  
Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 30.11.2012    um 15:26 Uhr   IP: gespeichert
Hallo Streunerin,
wenn Du für dich diese frage so beantwortest, gut.
Das eine schließt das andere aber nicht unbedingt aus.
Viele Kanin-Hopper haben Gruppenhaltungen und Gehege und werden ihre Tiere dort beobachten, wie Du.

Aber wenn die Tiere (teilweise frei) über die Hindernisse hoppeln und dann wie zu ihrem "menschlichen Partner" zurückkehren und dann wieder ein paar Hindernisse nehmen, ist auch interessant.
Da denkt man zumindest, dass es den Tieren auch Spaß macht.
Wobei ich nicht wüsste, dass Tiere Spaß empfingen können.....

Gruß Rabbitsurfer
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"Autor"  
Nutzer: Fezi
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geschrieben am: 30.11.2012    um 15:29 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
Hallo,
ich kann mir die Arbeit mit der Auflistung sparen.
In diesem Bericht steht wohl das meiste drin, was man nach meiner Meinung beachten sollte:
>KLICK HIER!<

Gruß Rabbitsurfer
Vielen Dank fürs Suchen und Einfügen!
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"Autor"  
Nutzer: Fezi
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geschrieben am: 30.11.2012    um 15:36 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
Wobei ich nicht wüsste, dass Tiere Spaß empfingen können.....
Nun, man soll seine Tiere ja nicht vermenschlichen, aber ich denke,
wenn sie Angst empfinden können, dann haben sie sicher auch positive Emotionen, auch wenn diese vielleicht anders ausfallen als bei Menschen.

Mit Spaß meint Streunerin sicher nicht, dass sie Witze reißen, aber es gibt Dinge, die ihnen gefallen.

Und bevor wir die Fähigkeit, Freude zu empfinden nur auf den Menschen reduzieren, sollte nicht vergessen werden, dass wir ebenfalls Säugetiere sind und von Instinkten immer noch stark gesteuert werden.

Kaninchen sind sicherlich an ein ganz anderes Leben angepasst und dürfen nicht vermenschlicht werden, nur, wie gesagt, ihnen ein Gefühlsleben so ganz und gar abzusprechen geht meiner Meinung nach zu weit.
  TopZuletzt geändert am: 30.11.2012 um 15:44 Uhr von Fezi
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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 30.11.2012    um 15:45 Uhr   IP: gespeichert
Hallo Fezi,
darauf wollte ich auch nur anspielen.
Oft werden menschliche Befindlichkeiten auf sein Haustier übertragen.
Vermenschlichung ist da das richtige Wort.

Die Grenze ist wohl nicht klar zu definieren und wird für jedermann/-frau an anderer Stelle liegen.
Und wenn wir dies einander einräumen können, sind wir doch schon einen ganzen, großen Schritt weiter gekommen.

Wir können alle nur vermuten und interpretieren, wie unsere Tiere empfinden....
Gruß Rabbitsurfer
  TopZuletzt geändert am: 30.11.2012 um 15:46 Uhr von Rabbitsurfer
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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 30.11.2012    um 16:02 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Susanne
Ich gehe inzwischen davon aus, dass sich keine weiteren Interessenten für diese Diskussion finden werden. Wenn man sich die Beiträge in den einschlägigen Foren anschaut, wird einem schnell klar, mit welcher Altersgrupope wir es zu tun haben und anhand der Ausdrucksweisen und Inhalte ist zu erkennen, dass hier ein Formulierungsdefizit vorliegt und weniger das Vermögen, zu differenzieren.

Kinder in dem Alter neigen dazu eher beleidigt zu sein, warum man ihre Ansicht nicht mag, statt argumentativ zu entgegnen.
Hallo,
das sehe ich etwas anders.
Ich schätze ca. 30% der Kanin-Hopper sind Erwachsene, aber davon nur wenig im Internet unterwegs.

Viele der Jungen Damen kenne ich persönlich.
Viele davon sind im Tierschutz tätig, machen sich sehr viele Gedanken um ihre Tiere und sind für ihr Alter schon sehr weit und vernüftig.
Natürlich manchmal auch ihrem Alter entsprechend.

Mussten wir nicht alle dadurch und unseren Weg finden.

Manche möchten sich in Foren nicht mit ihren Namen anmelden, ist in der heutigen Zeit wohl nach schon ein Zeichen von Reife.

Ich werde nun aber den einen oder anderen Beitrag und Ansichten aus einem Kanin-Hop-Forum hier als Zitat einfügen, wenn es recht ist.
Mitlesen können die hier ja auch so oder Registrierung.

Gruß Rabbitsurfer
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"Autor"  
Nutzer: schnuffelnase
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geschrieben am: 30.11.2012    um 16:07 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
Manche möchten sich in Foren nicht mit ihren Namen anmelden, ist in der heutigen Zeit wohl nach schon ein Zeichen von Reife.
Wobei das hier ja nicht nicht so erforderlich ist, ein fiktiver Name reicht, man kann den Landkreis oder Bundesland angeben, lediglich eine Email-Adresse ist von Nöten und die kann man sich ja in Null Komma Nix bei gmx, hotmail und Co. generieren.

Ich finde es auch schade, dass sich nicht mehr Kaninhopper beteiligen - gerade weil doch auch lautstark ein Austausch gefordert wurde, wie man ja auch nachlesen kann.
Grüße von Karin
  TopZuletzt geändert am: 30.11.2012 um 16:47 Uhr von schnuffelnase
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geschrieben am: 30.11.2012    um 16:24 Uhr   IP: gespeichert
Ich möchte gerne einmal ganz deutlich machen, dass uns nicht daran gelegen ist die Beschäftigung im eigenen Revier / Zuhause anzuprangern oder schlecht zu reden. Wir alle nutzen Leckerlis um den Tieren mal ein Männchen und Co. abzuringen und wer das ausweitet ist sicherlich kein Tierquäler, die allermeisten unser Tiere sind auf Geräusche von Dosen, Tüten etc. mit Leckerlis konditioniert und machen dafür Übungen - wie weit wir diese ausbauen, liegt dann an uns und dem Tier.

Es ist aber eine andere Sache, wenn diese Tiere dann zu Wettkämpfen oder auf Turnieren antreten müssen, wo durchaus auch weitere Strecken für zurückgelegt werden müssen, sie dann doch Leinen tragen müssen und sie Stress ausgesetzt sind - diese Dingen bringen dem Tier keinen Nutzen und stärken auch sicherlich nicht mehr die Bindung zum Mensch als das Training im eigenen Heim.

Also warum reicht es nicht mit den Tieren zu trainieren, warum müssen solche Wettkämpfe sein und welchen Nutzen haben sie für ein Tier wie ein Kaninchen?
Grüße von Karin
  TopZuletzt geändert am: 30.11.2012 um 16:26 Uhr von schnuffelnase
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Nutzer: DaniVik
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geschrieben am: 30.11.2012    um 16:29 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,

ich melde mich hier nun auch mal zu Wort. Viele melden sich hier wohl nicht an, weil sie z.T. sehr heftig von Kaninhopgegner angegriffen worden sind (wobei ich nicht unbedingt unterstelle, dass dies von Sweetrabbits aus kommt, sie wissen nur, dass hier viele dieser Kaninhopgegner unterwegs sind).

Ich bin selbst erst 15, denke aber, dass ich mit meinen Tieren doch recht vernünftig umgehe. Ich habe 4 Kaninchen, die in 2 Paaren leben (je ein Kastrat, einer lebt mit einer Häsin zusammen und einer mit einem Kastrat) und die springen alle. Von Verletzungen o.ä. habe ich beim Kaninhop noch nichts gehört. Für die Geräuschkulisse sind die Tiere mehr oder weniger anfällig, meine Häsin z.B. schläft immer innerhalb der ersten Paar Minuten im Käfig ein. Auch die anderen Tiere scheinen gelassen. Wegen der vielen Gerüche kann ich mich auch nicht beklagen, meine 4 scheint das nicht so zu interessieren (selbst mein Rammler interessiert sich mehr für die Hindernisse, als für die Gerüche). Zum Training fahre ich ca. 35min und das alle 2 Wochen. Allerdings beobachte ich meine Tiere auch während der Fahrt und da sie entweder rumliegen, sich putzen oder fressen, scheinen sie keine Angst zu haben. Ich fahre auf ca. 3 Turniere im Jahr, die nicht weiter als 1h entfernt liegen.

Auf die Frage hin, was Turniere bringen kann ich nur eins sagen: Eigentlich sind wir nicht unbedingt auf Turniern um zu sagen welches Tier "gut" oder "schlecht" ist (kein Tier kann man als "schlecht" beschimpfen!). Viel mehr wollen wir uns auch austauschen und dabei lassen wir unsere Tiere eben auch springen. Nur dadurch können wir eben auch diese "schwarzen Schafe" erkennen. Auf die Frage hin, ob wir zwischen guten und schlechten Turnieren unterscheiden: Ja, auf jeden Fall! Im Kaninhopforum gibt es einen Beitrag der sich "Turnierbewertung" nennt, hier posten wir alles gute und schlechte über die Turniere, damit die Veranstalter ein Feedback haben und es nächstes Mal besser machen können!

Und ob selbst Kinder ab 9 vernünftig mit den Tieren umgehen können? Ja! Meine kleine Schwester ist 8 und wenn ich dabei bin trainieren wir auch zusammen. Sie macht das sehr gut und da immer jemand dabei ist, kann ja auch nichts passieren. Falls auf einem Turnier etwas passieren sollte, wären ja auch genug andere Leute da, die eingreifen.

Danke überings für diesen tollen Beitrag! Ich finde es toll, wenn ich mich mit anderen austauschen kann und würde gern mehr Argumente der "Gegenseite" hören! Kaninhop ist für mich überings mehr als nur Turniere: für mich ist Kaninhop Zusammenarbeit und Beschäftigung mit dem Tier und meine haben sichtlich Spaß daran!

Achso, eins noch: Der grund, warum wir keine Baumstämme o.ä. nehmen ist, dass sie sich daran verletzen könnten. Bei unseren Hindernissen fallen die Stangen sehr leicht hinunter, falls die Tiere bei einem Baumstumpf falsch abspringen, können sie sich schnell verletzen!

glg,
Daniela
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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 30.11.2012    um 16:29 Uhr   IP: gespeichert
Zitat ais einem Kanin-Hop-Forum:

Vielleicht kann ja einer meine Peppy miteinrbringen. Die war früher SCHRECKLICH. Hatte richtig Angst vor allem, streicheln und rausnehmen ging nicht, weil sie alle zerkratzt hat. Als ich mit Kaninhop angefangen habe wurde sie VIEL ruhiger und irgendwann war sie NORMAL aber trotzdem hat sie nie ihren Charakter verloren und man kann nicht sagen, dass sie sich einfach nur gefügt hat. Sie hatte sichtlich Spaß! Ist eine Runde nach der anderen gedreht, OHNE Geschirr und Leine und OHNE, dass jemand hinterher gegangen ist. Wir standen einfach nur da und sie ist ruhig so lange gesprungen wie sie Lust hatte
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Nutzer: streunerin
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geschrieben am: 30.11.2012    um 17:20 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
Wobei ich nicht wüsste, dass Tiere Spaß empfingen können.....
ok, wenn sie keinen spaß empfinden können, dann kann ihnen das kaninhop auch nicht gefallen.

oder aber sie haben emotionen, dann sollte man ihnen den stress von kaninhop nicht antun.



@den halter von peppy: deine peppy hat sich früher wie ein ganz normales kaninchen aufgeführt, und die sind eben keine kuscheltiere und mögen es nicht hochgenommen zu werden. statt ihr ihren willen zu lassen hast du sie zwangsgewöhnt. jetzt ist sie brav und fügsam und lässt alles mit sich machen. bravo. das nenn ich gut fürs tier

und wenn die vielen kaninhoper ihre tiere so vorbildlich halten, was sollte dann das argument "kaninhop als alternative zum versauern im käfig"?
  TopZuletzt geändert am: 30.11.2012 um 17:24 Uhr von streunerin
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Nutzer: millibelly
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geschrieben am: 30.11.2012    um 17:21 Uhr   IP: gespeichert
Hallo zusammen,


ich bin 22 Jahre alt und mache Kaninhop seit ich fünfzehn bin. In der Vergangenheit bin ich wahrscheinlich mit meiner fordernden und unzufriedenen Art eher negativ aufgefallen. Dies hängt allerdings mit der Erwartungshaltung zusammen, die ich habe wenn ich mit euch in Kontakt trete. Ich seid eine große Initiative, ihr setzt euch unbestritten für die Kaninchen ein und schafft ein gutes Werk. Aber die Art und Weise wie das stattfindet, die Art und Weise WIE ihr auf die Menschen zugeht, oft feindlich, stößt mir so sehr auf, dass ich von vornherein mit schlechter Laune an eine Kontaktaufnahme herangehe. Nichtsdestotrotz habt ihr natürlich meine bisherigen Fragen beantwortet und ich greife oft und gerne auf eure Seite zurück, um mich rund um das Wohl meiner Kaninchen zu informieren.


Zuersteinmal möchte ich ein Lob aussprechen, dass hier tatsächlich zu einer offenen Diskussionsrunde eingeladen wurde. Ich finde es toll, dass die Parteien Sweetrabbits und Kaninhopper zum ersten Mal in einen fairen Dialog treten, bei dem jeder seinen Standpunkt vertreten kann und es nicht ausfallend oder beleidigend wird. Danke auch an Rabbitsurfer, der hier die Position hält und sachlich argumentiert.


Kaninhopper, damit ihr ersteinmal einen generellen Ausgangspunkt bekommen könnt, sind:
- durchschnittlich 12 bis 20 Jahre und älter
- halten ihre Kaninchen in großen Außengehegen in Gruppen, lassen sie kastrieren
- füttern gewissenhaft und Frisches, nur in den Wintermonaten kleine Mengen Kraftfutter
- sprechen sich gegen Kaninchenzucht aus


Turniere sind die Ausnahme, denn die Beschäftigung Kaninhop findet nur zwischen dem Besitzer und seinen Kaninchen statt. Damit dies im Ehrgeiz nicht ausartet und auf eine Vertrauensbasis zwischen Kaninchen und Besitzer geachtet wird, gibt es dafür beauftragte und verantwortliche Kaninhopleiter. An den Trubel auf Turnieren werden die Kaninchen behutsam herangeführt: sie reisen mit einem erfahrenen Partner, sie fressen in der Transportbox und den Ausstellungskäfigen, die Ausstellungskäfige sind für Besucher häufig nur zu betrachten und nicht zu betreten, und sie befinden sich sonnen/wind/regen-geschützt abseits von Lärm. Damit ihr auch hiervon eine Vorstellung bekommt:
- werden nur in erreichbarer Umgebung angefahren
- finden für jeden Teilnehmer ca. 3-5 Mal im Jahr statt
- wieder zu Hause verhalten sich unsere Kaninchen völlig normal


Auf Quirly's Frage inwiefern auf den Geräuschpegel geachtet wird, habe ich bereits im letzten Absatz geantwortet. Auf der Berliner Heimtiermesse haben wir einen kleinen Messeraum bekommen, wo sich neben uns nur Aquarianer präsentiert haben. Demzufolge hatten wir einen sehr schön ausgesuchten Platz. In den kleinen Messeraum passten nicht übermäßig große Menschenmassen, und die Fische waren stumme Nachbarn. Insofern waren wir auf dieser Messe als Kaninhopaussteller sehr zufrieden und auch die Kaninchen sind in 95% der Fälle ohne Leine wirklich entspannt und ganz frei umhergelaufen.


In der Diskussionsrunde wurde die Dämmerungsaktivität der Kaninchen angesprochen. Auch darüber haben wir uns schon Gedanken gemacht. Zum einen Gedanken, ob wir die Dämmerungsaktivität bei unseren draußen gehaltenen Tieren beobachten können, ob wir vielleicht zur Dämmerungszeit Kaninhop machen, und sogar ob ein Wettbewerb mal in der Dämmerung oder 'nachts' stattfinden könnte.


Ich würde mir wünschen, dass dieses Thema erhalten bleibt, so dass beide Seiten sich nicht umsonst viel Mühe machen und wenn es nicht mehr aktuell wird, würde es gelöscht. Geschlossen von mir aus, aber nachlesen können möchte ich im Nachhinein doch sehr gerne können.
  TopZuletzt geändert am: 30.11.2012 um 19:30 Uhr von millibelly
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Nutzer: millibelly
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geschrieben am: 30.11.2012    um 17:33 Uhr   IP: gespeichert
DaniVik hat geschrieben dass es im Kaninhopforum ein Thema namens Turnierbewertung gibt. Davon abgesehen gibt es ein Thema das sich "Wie gehe ich mit meinen Kaninchen um?" nennt. Jeder der Kaninhopper kann sich dort freiwillig von anderen bewerten lassen, und zwar inwiefern er sorgfältig oder grob mit seinen Kaninchen umgeht, was die anderen für einen Eindruck von demjenigen haben wenn sie ihn einmal in echt gesehen haben, und was dieser noch ändern kann.


Weitere wichtige Fakten die ich gern kundtun würde: Mir ist solange ich Kaninhop mache und in Foren aktiv bin, noch nie zu Ohren gekommen dass ein Kaninchen sich mit der Leine oder dem Geschirr oder an einem Hindernis verletzt hat. Geschweigedenn dass auch nur eines auf einem Turnier oder an Folgen gestorben wäre. In diesem Sport sind keine Krankheitsepidemien nach Turnieren bekannt, wo die Tiere sich offensichtlich angesteckt hätten. Außerdem ist im Regelwerk für Deutschland weder eine Weit- noch Hochsprungdisziplin enthalten. Den Kaninchen werden nur 45 cm hoch und keine 100 cm weit abverlangt. Auf Wunsch der Kaninhopper selbst gibt es mittlerweile wie schon genannt wurde den offenen Parcours, bei dem auch auf Turnieren ohne Leine gesprungen wird.


Ich empfinde es als sehr erleichternd und erfreulich, dass vorrangig die Turniere kritisiert werden. Ich juble innerlich, dass damit schon ein Stück weit erkannt wurde, dass gegen Bewegung, Springen und Leckerlies nichts einzuwenden ist. Was Turniere und diese Beschäftigungsart als Leistungssport angeht, kann ich eure Einwände absolut nachvollziehen. Dennoch werde ich weiterhin mit meinen Kaninchen Turniere besuchen weil ich so wie ich es bei meinen Kaninchen guten Gewissens beobachten kann, nicht denke dass es für sie einen unzumutbaren Stress darstellt. Trotzdem möchte ich betonen, dass eure Argumente gegen Kaninhop als Turniersport nachvollziehbar sind.
  TopZuletzt geändert am: 30.11.2012 um 19:33 Uhr von millibelly
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Nutzer: schnuffelnase
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geschrieben am: 30.11.2012    um 17:40 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: streunerin
@den halter von peppy: deine peppy hat sich früher wie ein ganz normales kaninchen aufgeführt, und die sind eben keine kuscheltiere und mögen es nicht hochgenommen zu werden. statt ihr ihren willen zu lassen hast du sie zwangsgewöhnt. jetzt ist sie brav und fügsam und lässt alles mit sich machen. bravo. das nenn ich gut fürs tier
Wobei ich das jetzt nicht ganz so sehe... wenn ein Tier sehr agil ist, dann kann zusätzliche Beschäftigung sehr wohl Ausgleich schaffen und einem Tier guttun. Deshalb raten wir ja auch dazu ein Gehege oder den Lebensraum auch immer mal umzustellen, neues dazu zustellen und vor allem ihnen auch viel Platz zu ermöglichen.
Grüße von Karin
  TopZuletzt geändert am: 30.11.2012 um 17:43 Uhr von schnuffelnase
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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 30.11.2012    um 17:41 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: streunerin
@den halter von peppy: deine peppy hat sich früher wie ein ganz normales kaninchen aufgeführt, und die sind eben keine kuscheltiere und mögen es nicht hochgenommen zu werden. statt ihr ihren willen zu lassen hast du sie zwangsgewöhnt. jetzt ist sie brav und fügsam und lässt alles mit sich machen. bravo. das nenn ich gut fürs tier

und wenn die vielen kaninhoper ihre tiere so vorbildlich halten, was sollte dann das argument "kaninhop als alternative zum versauern im käfig"?
Hallo Streunerin,
siehst Du es wirklich als normales Verhalten eine Fluchttieres an aggressiv gegen einen Menschen zu sein?

Bei einer Häsin mit Jungen, vielleicht noch aber in allen anderen Fällen wäre doch Flucht, in eine ecke drücken oder Ähnliches als Verhaltens-typisch anzusehen oder nicht?
Wenn Martin Rütter einen aggressiven Hund umerzieht würde ich das eher so sehen.

Gruß Kai
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Nutzer: schnuffelnase
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geschrieben am: 30.11.2012    um 17:42 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: millibelly
Aber die Art und Weise wie das stattfindet, die Art und Weise WIE ihr auf die Menschen zugeht, oft feindlich, stößt mir so sehr auf, dass ich von vornherein mit schlechter Laune an eine Kontaktaufnahme herangehe.
Ich denke, dass wir hier jetzt nicht darauf eingehen sollten wie etwas im Vorwege oder früher gelaufen ist - Schuldzuweisungen sollten in einer Diskussion nicht auftauchen, dann geht das Sachliche verloren.
Grüße von Karin
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Nutzer: Wuscheline93
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geschrieben am: 30.11.2012    um 17:51 Uhr   IP: gespeichert
Hallo

bin auch eine Kaninhopperin und 19 JAHRE ALT (also nur damit ihr seht, dass es echt viele ältere gibt und nicht nur Kinder!

ich wollte euch das hier zeigen:
>KLICK HIER!<

Ich habe mich schon länger mal mit dem Thema "Ist Kaninhop artgerecht" auseinandergesetzt und die wichtigsten Dinge auf meiner HP zusammengefasst!
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Nutzer: Fea
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geschrieben am: 30.11.2012    um 18:03 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: DaniVik
Achso, eins noch: Der grund, warum wir keine Baumstämme o.ä. nehmen ist, dass sie sich daran verletzen könnten. Bei unseren Hindernissen fallen die Stangen sehr leicht hinunter, falls die Tiere bei einem Baumstumpf falsch abspringen, können sie sich schnell verletzen!
Hallo Daniela,

Schön, dass du den Weg hierher gefunden hast. Ich hätte gerade zu diesen Hürden noch eine Frage.
In wie weit können Kaninchen denn ihre eigene 'Sprungkraft' einschätzen? Werfen sie Stangen herunter, weil sie die Höhe flasch eingeschätzt haben oder weil sie in dem Moment einfach keine Lust haben höher zu springen und gelernt haben, dass in diesem Fall nur die Stangen runter purzeln? Von der Höhe her sollten die Hürden für jedes Kaninchen ja locker jederzeit auch aus dem Stand schafbar sein oder? Bei den Hürden die ich bislang gesehen habe, geht ja kein Kaninchen an die Grenzen seiner Sprungkraft, so wie es z.B. bei Pferden der Fall ist.
Wie kommt es also zu diesem häufigen Reißen von Stangen?

Wenn es euch bei den Turnieren wie du sagst, hauptsächlich um den Austausch geht, dann könntet ihr die Kaninchen auch zu Hause in der gewohnten Umgebung belassen und ohne sie fahren. Freilich, dann könnte man das ganze aber nicht mehr Turnier und damit Wettbewerb nennen.
Solange es Platzierungen und Bewertungen gibt, geht es letzten Endes doch nur um das Ego des Menschen . Ihr fahrt nicht auf Turniere weil es den Kaninchen Spass macht, sondern euch. Das zumindest ist meine Meinung und bislang konnte ich hier auch noch nichts lesen, was mich vom Gegenteil überzeugen konnte.


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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 30.11.2012    um 18:04 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: schnuffelnase
Ich denke, dass wir hier jetzt nicht darauf eingehen sollten wie etwas im Vorwege oder früher gelaufen ist - Schuldzuweisungen sollten in einer Diskussion nicht auftauchen, dann geht das Sachliche verloren.
Hallo,
dem schließe ich mich mal an.
Wobei man lobend erwähnen sollte, dass sie sich ja trotzdem einen Ruck gegeben hat und angemeldet hat! Danke dafür von meine Seite!

Gruß Kai

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Nutzer: streunerin
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geschrieben am: 30.11.2012    um 18:21 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Fea

Solange es Platzierungen und Bewertungen gibt, geht es letzten Endes doch nur um das Ego des Menschen . Ihr fahrt nicht auf Turniere weil es den Kaninchen Spass macht, sondern euch. Das zumindest ist meine Meinung und bislang konnte ich hier auch noch nichts lesen, was mich vom Gegenteil überzeugen konnte.


ganz meine meinung.

wenn ihr im privaten in eure gehege hürden stellt und die kaninchen freiwillig drüber springen, dann ist das eine sache, aber dieses "wir fahren zu einem wettbewerb und holen einen preis" geht den kaninchen sonstwo vorbei, das dient nur eurer unterhaltung, eurem ego - und zwar auf kosten der kaninchen, denn die müssen den stress aushalten.
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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 30.11.2012    um 18:52 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer

Ich habe noch nie eine Verletzung bei Kanin-Hop gesehen oder von gehört. Tiere die sich im Stall Stroh um einen Hinterlauf wickeln, dass er abgescnürt wird, ist wohl auch sehr unwahrscheinlich habe ich aber in 30 Jahren 3x erlebt.
Also wer von euch kann mir einen Fall nennen, wo sich ein Kaninchen bei Kanin-Hop verletzt hat? Bitte nicht vom Hörensagen, sondern selbst mit bekommmen.


Darf ich noch einmal aus meine Frage hinweisen?
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Nutzer: streunerin
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geschrieben am: 30.11.2012    um 19:05 Uhr   IP: gespeichert
da ich nicht selbst kaninhop betreibe und mich auch von leuten die so etwas tun fernhalte kann ich nicht mit selbst gesehenen verletzungen beisteuern.

tatsache ist: ortswechsel, lärm und transport sind sehr stressig für die tiere, das erlebe ich immer wieder bei tierarztbesuchen. da kann mir auch keiner was anderes erzählen.


edit: da fällt mir ein, ist schon lange her, aber das kaninchen meiner mutter, ich war damals so sechs jahre alt, ein russischer riese, der lief "gerne" an der leine, bis er sich mal über irgendwas erschrocken hat und durchgestartet ist, meine mutter hat instinktiv die leine festgehalten (dafür ist sie ja da) er hat sich verhängt und sich stranguliert bevor sie ihn rausholen konnte.
  TopZuletzt geändert am: 30.11.2012 um 19:08 Uhr von streunerin
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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 30.11.2012    um 19:19 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: streunerin
da ich nicht selbst kaninhop betreibe und mich auch von leuten die so etwas tun fernhalte kann ich nicht mit selbst gesehenen verletzungen beisteuern.

tatsache ist: ortswechsel, lärm und transport sind sehr stressig für die tiere, das erlebe ich immer wieder bei tierarztbesuchen. da kann mir auch keiner was anderes erzählen.


edit: da fällt mir ein, ist schon lange her, aber das kaninchen meiner mutter, ich war damals so sechs jahre alt, ein russischer riese, der lief "gerne" an der leine, bis er sich mal über irgendwas erschrocken hat und durchgestartet ist, meine mutter hat instinktiv die leine festgehalten (dafür ist sie ja da) er hat sich verhängt und sich stranguliert bevor sie ihn rausholen konnte.
Hallo,
was ist ein russischer Riese?
Ich bin zwar Preisrichter aber die kenne ich nicht.

Hatte deine Mutter ein richtiges, passendes Geschirr?
Ich würde gerne wissen wie sich ein Tier damit strangulieren kann?
Wo hat sie ihn rausgeholt?
Irgendwie hört sich das nicht ganz plausibel an.

Übrigens sind unsere Tierarztbesuche immer völlig entspannnt,vielleicht weil die Tiere Ortswechsel und unterschiedliche Umfelder gewöhnt sind.
Unser TA ist so begeistert von Kanin-Hop, dass er Werbung dafür im Wartebereich hängen hat.

Schade, dass du dich von uns fernhalten willst, ich hätte dir Kanin-Hop gern mal in Natura präsentiert. Aus NRW komme ich ja auch.

Gruß Kai

  TopZuletzt geändert am: 30.11.2012 um 19:23 Uhr von Rabbitsurfer
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Nutzer: Susanne
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geschrieben am: 30.11.2012    um 19:20 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer

Ich habe noch nie eine Verletzung bei Kanin-Hop gesehen oder von gehört. Tiere die sich im Stall Stroh um einen Hinterlauf wickeln, dass er abgescnürt wird, ist wohl auch sehr unwahrscheinlich habe ich aber in 30 Jahren 3x erlebt.
Also wer von euch kann mir einen Fall nennen, wo sich ein Kaninchen bei Kanin-Hop verletzt hat? Bitte nicht vom Hörensagen, sonders selbst mitbekommmen.
Na, eben weil man nichts davon gehört hat, hatte ich zu Beginn schon einmal nachgefragt.

Natürlich kann ich verstehen, dass Du / ihr Euren Sport gern positiv darstellen möchtet, aber wenn wir diese Diskussion schon begonnen haben, gehört auch eine Portion Aufrichtigkeit dazu. Und dass im Kaninhop niemal irgendwas passiert, kann ich mir einfach nicht vorstellen.

Bezeichnend finde ich die Aussagen in anderen Foren bezüglich des von uns hochgeladenen Videos, was wir eben so schrecklich finden, dass es da weitaus schlimmere Vorfälle gibt.

Wenn also Kaninhop sozusagen als Alternative zum Tierschutz bei Kindern angepriesen werden soll, ist es doch wichtig, eine positive Aussenwirkung zu erzielen.

Warum dann nicht zunächst die auf dem Video gezeigten jungen Damen mal zur Brust genommen werden von ihrer Gemeinde (da man sich ja offenbar untereinander kennt), sich aber stattdessen mit Klageandrohungen an sweetrabbits gewandt wird, ist doch recht unehrlich.

Scheisse passiert, aber bitte nicht zeigen? Das macht den Sport als soches nicht besser und lässt vermuten, dass noch mehr unschöne Dinge im Hintergrund ablaufen.

Und wir haben wahllos gefilmt, nicht gezielt. Wenn man also davon ausgeht, dass auch jüngere Besucher der Messe im Vorbeilaufen auch nur diesen Lauf gesehen haben, dann mag ich mir nicht vorstellen, wie eine 9-jährige künftig ihr Kaninchen aus dem Käfig zerrt und es auch mal probieren will.

Wo bleibt hier das Verantwortungsbewusstsein? Und wer fühlt sich dafür eigentlich zuständig?

Und ja: auch ich habe schon ein Tier erlebt, welches sich Heu um's Bein gewickelt hat und damit wiederum um das Bein eines Holzstalles und das Bein abgeschnürt wurde.

Übles passiert überall, aber nicht im Kaninhop?

Du wirst einsehen, dass sich das recht unglaubwürdig anhört.

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"Autor"  
Nutzer: Susanne
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geschrieben am: 30.11.2012    um 19:27 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer

Manche möchten sich in Foren nicht mit ihren Namen anmelden, ist in der heutigen Zeit wohl nach schon ein Zeichen von Reife.
Nun dieses Argument ist nicht richtig, denn in welchem Forum muss man sich schon mit richtigem Name anmelden?

Ich nehme kaum an, dass Du glaubst, schnuffelnase hiesse wirklich schnuffelnase.....

Weiterhin sind viele der jungen Kaninhopper schon mal hiergewesen und haben sich angemeldet. Auch eine Verifizierung des Alters sowie des Wohnortes findet nicht statt, wobei....wenn man das Internet ein wenig bedienen kann, findet man diese Mini-Homepages der jungen Damen zu Hauf und dort oftmals mit vollständiger Adresse, Namen und Telefonnummer, welchem Verein sie angehören, die Namen der Tiere mit Fotos usw..

So groß kann die Angst nicht sein.

Und wer sich hier schonmal hat blicken lassen, dann meist nur zu Störzwecken, indem Werbung gemacht wurde für Kaninhop oder wir beschimpft wurden, warum wir es nicht mögen. Bis hin zu Droh-Emails.

In den entsprechenden Foren entrüstet man sich den ganzen Tag, wir wären nicht gesprächsbereit, nun laden wir ein und kaum einer lässt sich blicken.

Das lässt auch blicken....und zwar tief.

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Nutzer: Langohr3
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geschrieben am: 30.11.2012    um 19:33 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
Darf ich noch einmal aus meine Frage hinweisen?
Ich habe soetwas ähnliches erlebt:
Früher,habe ich ja,wie schon geschrieben,meine Kaninchen "ausgeführt".
An diesem Tag bin ich,wie fast immer,auf die Wiese des Spielplatzes gegangen.Er (mein männchen) ist rumgehoppelt,doch auf einmal,hat sich die Leine um sein Hinterbein gewickelt.Er hat rumgeschrien und ist wie wild rumgerannt.Er tat mir so leid
Ich wusste nichr wie ich ihn wieder beruhigen konnte,da er vor Schmerzen so gerannt ist.
(Kuze Zeit darauf konnte ich ihn aber wieder befreien.Dieses Erlebnis hat hauptsächlich dazu beigetragen,aufzuhören,mit ihnen auszugehen.)

Reicht das aus,um dich zu überzeugen,kein Kaninhop zu veranstalten?
Everybody needs some bunnys ! ;) <3
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"Autor"  
Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 30.11.2012    um 19:38 Uhr   IP: gespeichert
Hallo Susanne,
in der Zwischenzeit sind es ja schon mal drei die sich angemeldet haben.
Lassen wir es mal so stehen, Vorurteile gibt es wohl auf beiden Seiten.

Und wegen Verletzung, ich weiß wirklich von keiner nicht bei Training und nicht bei einem Turnier. Und ich wüsste kaum, wie es möglich sein sollte.

Ich habe eine fast 9-Jährige, die kannst du dir gerne mal ansehen, die trainiert schon seit 2 Jahren mit ihrer Mutter unter Vereinsaufsicht.
Da können sich manche Äkteren eine Scheibe abschneiden.
Trotzdem darf sie bisher nur in der Führklasse mit Mutti starten.

Ich kenne die Damen auf dem Video leider nicht, so weit im Süden sind wir fast nie.

Gruß Kai
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"Autor"  
Nutzer: Susanne
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geschrieben am: 30.11.2012    um 19:45 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: DaniVik
Zunächst einmal Danke, dass Du den Weg hergefunden hast und Dir die Mühe machst, Dich vorzustellen.

1. ich melde mich hier nun auch mal zu Wort. Viele melden sich hier wohl nicht an, weil sie z.T. sehr heftig von Kaninhopgegner angegriffen worden sind (wobei ich nicht unbedingt unterstelle, dass dies von Sweetrabbits aus kommt, sie wissen nur, dass hier viele dieser Kaninhopgegner unterwegs sind).

2. Und ob selbst Kinder ab 9 vernünftig mit den Tieren umgehen können? Ja! Meine kleine Schwester ist 8 und wenn ich dabei bin trainieren wir auch zusammen. Sie macht das sehr gut und da immer jemand dabei ist, kann ja auch nichts passieren. Falls auf einem Turnier etwas passieren sollte, wären ja auch genug andere Leute da, die eingreifen.

3. und würde gern mehr Argumente der "Gegenseite" hören!

4. Kaninhop ist für mich überings mehr als nur Turniere: für mich ist Kaninhop Zusammenarbeit und Beschäftigung mit dem Tier und meine haben sichtlich Spaß daran!

5. Achso, eins noch: Der grund, warum wir keine Baumstämme o.ä. nehmen ist, dass sie sich daran verletzen könnten. Bei unseren Hindernissen fallen die Stangen sehr leicht hinunter, falls die Tiere bei einem Baumstumpf falsch abspringen, können sie sich schnell verletzen!

glg,
Daniela
1. Bedauerlich dabei ist, dass diese Nutzer hergekommen sind und Unruhe verbreitet haben. Wenn sie also heute nicht herkommen mögen, liegt das ein großes Stück weit auch an ihnen selbst.

2. Aber das kann man doch nicht verallgemeinern!

3. Noch mehr?

4. Niemand von uns behauptet, dass Kaninhopper ihre Tiere nicht vernünftig halten - auch so ein Gerücht, welches gern zum Anlass genommen wird, schlecht über uns zu reden.

5. Was jetzt aber nicht bedeuten soll, dass eine natürliche Gehegeeinrichtung schlecht ist.....?

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Nutzer: Susanne
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geschrieben am: 30.11.2012    um 19:50 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
Zitat ais einem Kanin-Hop-Forum:

Vielleicht kann ja einer meine Peppy miteinrbringen. Die war früher SCHRECKLICH. Hatte richtig Angst vor allem, streicheln und rausnehmen ging nicht, weil sie alle zerkratzt hat. Als ich mit Kaninhop angefangen habe wurde sie VIEL ruhiger und irgendwann war sie NORMAL aber trotzdem hat sie nie ihren Charakter verloren und man kann nicht sagen, dass sie sich einfach nur gefügt hat. Sie hatte sichtlich Spaß! Ist eine Runde nach der anderen gedreht, OHNE Geschirr und Leine und OHNE, dass jemand hinterher gegangen ist. Wir standen einfach nur da und sie ist ruhig so lange gesprungen wie sie Lust hatte
Was ja aber nun nicht bedeuten kann, dass Kaninhop das Allheilmittel ist. Also Tiere, die schwierig sind, machen Kaninhop und alles wird gut?

Du wirst einsehen, dass das an Glaubwürdigkeit mangelt.....

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Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 30.11.2012    um 19:52 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Langohr3
Ich habe soetwas ähnliches erlebt:
Früher,habe ich ja,wie schon geschrieben,meine Kaninchen "ausgeführt".
An diesem Tag bin ich,wie fast immer,auf die Wiese des Spielplatzes gegangen.Er (mein männchen) ist rumgehoppelt,doch auf einmal,hat sich die Leine um sein Hinterbein gewickelt.Er hat rumgeschrien und ist wie wild rumgerannt.Er tat mir so leid
Ich wusste nichr wie ich ihn wieder beruhigen konnte,da er vor Schmerzen so gerannt ist.
(Kuze Zeit darauf konnte ich ihn aber wieder befreien.Dieses Erlebnis hat hauptsächlich dazu beigetragen,aufzuhören,mit ihnen auszugehen.)

Reicht das aus,um dich zu überzeugen,kein Kaninhop zu veranstalten?
Hallo so etwas ist natürlich prägend.

Hatte das für das Tier Nachwirkungen?

Bei richtiger Leinenhaltung wäre es wohl nicht passiert.
Wie bei vielen anderen Dingen im Leben kommt es wohl auf das Wie an.

Aber bei Beispiele sind weder bei einem Turnier noch bei Kanin-Hop-Training passiert.....

Gruß Kai
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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 30.11.2012    um 19:59 Uhr   IP: gespeichert
Hallo Susanne,
hast Du dir diese Diskussion anders vorgestellt?
Ich bin bisher recht angenehm überrascht.
Wir haben den ganzen Tag über recht sachlich Für und Wieder sachlich ausgetauscht.

Mir kommen deine letzten Beträge so vor, als ob du nun hier Schärfe einbringen möchtest.

Aussagen werden bezweifelt, aber nicht wiederlegt.

Hast Du dir die Links durchgelesen? Die Videos angesehen?
Natürlich ist Kanin-Hop recht positiv dargestellt, weil wir davon überzeugt sind.
Wir haben hier aber auch Schwachpunkte eingeräumt, versichert daran zu arbeiten.

Könnten wir nicht aus dieser ruhigen Art weiter machen?

Falls man euch hier wirklich mit einem Anwalt gedroht hat, kann ich ja dich ein wenig verstehen, aber ich kann dir versichern, die die hier geschrieben haben, haben damit nicht zu tun.

Gruß Kai

PS: Ein Lieblingssatz von mir ist: Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß , sondern auch ganz viele Farbnuancen dazwischen.......
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Nutzer: Leetha
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geschrieben am: 30.11.2012    um 20:03 Uhr   IP: gespeichert
Ich hab gerade versucht mir meine beiden bei Kaninhop vorzustellen. Funkt nicht.

Ich muss gestehen, dass ich zu Anfang mal was in dieser Richtung probiert hab. Ich hab schmale Bücher mit dem Buchrücken nach oben im Wohnzimmer auf gestellt und versucht die beiden (nacheinander) mit Leckerchen drüber zu locken.

Fritzi hat sich brummend und trampelnd zurück ins Gehege verzogen. Molly hat erst das Buch beschnuppert, dann mich und vorallem das Leckerchen entdeckt. Die Nase zitterte vor Begeisterung und Molly blickt wieder das Buch und dann das Leckerchen an usw. dann stupst sie das Buch um, latscht drüber und lässt sich das Leckerchen schmecken.

Ich hab gerade folgendes Szenario vor Augen:

Molly ist auf einem Turnier. Sie sitzt noch in der Box und wartet. Vor der Box die Strecke mit den Hindernissen, dahinter ich mit ihrem Liebligsleckerchen.

Jemand öffnet die Box, Molly kommt raus, entdeckt mich und das Leckerchen und dann gibt es bei Molly nur 2 Möglichkeiten. Entweder sie würde freudig brummend an den Hindernissen vorbei pesen um an ihr Leckerchen zu kommen. Oder sie würde einfach alle Hindernisse über den Haufen rennen!

Ne ne das wäre absolut falscher Ehrgeiz! Das lass ich lieber! Das ist weder für mich noch für meine Nins etwas!





P.S.: Was ich gut finde ist, dass die Kaninhopfans Rabbitsurfer nicht mehr allein lassen. Denn nur durch ein ausgewogenenes Verhältnis kann eine Diskussion funktionieren.
  TopZuletzt geändert am: 30.11.2012 um 20:25 Uhr von Leetha
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Nutzer: Susanne
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geschrieben am: 30.11.2012    um 20:07 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: millibelly
1. ich bin 22 Jahre alt und mache Kaninhop seit ich fünfzehn bin. In der Vergangenheit bin ich wahrscheinlich mit meiner fordernden und unzufriedenen Art eher negativ aufgefallen. Dies hängt allerdings mit der Erwartungshaltung zusammen, die ich habe wenn ich mit euch in Kontakt trete. Ich seid eine große Initiative, ihr setzt euch unbestritten für die Kaninchen ein und schafft ein gutes Werk. Aber die Art und Weise wie das stattfindet, die Art und Weise WIE ihr auf die Menschen zugeht, oft feindlich, stößt mir so sehr auf, dass ich von vornherein mit schlechter Laune an eine Kontaktaufnahme herangehe. Nichtsdestotrotz habt ihr natürlich meine bisherigen Fragen beantwortet und ich greife oft und gerne auf eure Seite zurück, um mich rund um das Wohl meiner Kaninchen zu informieren.


2. Kaninhopper, damit ihr ersteinmal einen generellen Ausgangspunkt bekommen könnt, sind:
- durchschnittlich 12 bis 20 Jahre und älter
- halten ihre Kaninchen in großen Außengehegen in Gruppen, lassen sie kastrieren
- füttern gewissenhaft und Frisches, nur in den Wintermonaten kleine Mengen Kraftfutter
- sprechen sich gegen Kaninchenzucht aus


3. Ich würde mir wünschen, dass dieses Thema erhalten bleibt, so dass beide Seiten sich nicht umsonst viel Mühe machen und wenn es nicht mehr aktuell wird, würde es gelöscht. Geschlossen von mir aus, aber nachlesen können möchte ich im Nachhinein doch sehr gerne können.
1. Danke für das Lob, aber sweetrabbits ist in der Landschaft der Kaninchenschützer die kleinste Gemeinde. Wir sind kein Verein, wir arbeiten nicht bundesweit und hier gibt es nur Nutzer und Moderatoren.

Wir gehen nicht feindlich auf die Menschen zu, sie kommen zu uns und es kommt nur dann zu Auseinandersetzungen, wenn man uns überfallartig von etwas überzeugen möchte. Ich falle mit meinem Moderatorinnen-Team auch nicht über ein anderes Forum her und versuche dort, meine Meinung z.B. zum Thema Kaninhop anzubringen. Das wird noch keiner erlebt haben.

Und wer mag schon in seinem eigenen Wohnzimmer angepöbelt werden? Dann werden wir durchaus griffig.

In der Regel sind hier 95% der Nutzer zufrieden und mögen dieses Forum - deshalb sind sie hier. Wer nicht hier sein mag, ist es auch nicht und / oder wird es nicht mehr lange sein. Das würdet ihr bei Euch ja auch nicht wollen, gell?

2. Rabbitsurfer sagte, dass Kinder bereits ab 9 Jahren den Sport betreiben (dürfen) und nach vorhandenen Zahlen ist der Großteil der Hopper jünger als 18. Das wirkt nach aussen schon wie ein "Kindersport", findest Du nicht? Gerade die positive Aussenwirkung ist Euch doch so wichtig und ihr wollt ernst genommen werden.

3. Solange hier alle friedfertig miteinander umgehen, werden wir dieses Thema bestehen lassen. Ja, es kann sein, dass wir es später schliessen, aber nachlesbar sein wird.

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Nutzer: Junitschka
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geschrieben am: 30.11.2012    um 20:14 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Wuscheline93

ich wollte euch das hier zeigen:
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Ich finde die Seite wirklich informativ und gut gemacht.

Du weist u.a. darauf hin, dass H-Geschirre nicht so optimal wären und es diverse andere gibt, die wohl ungefährlicher sind. ( was jetzt nicht heißt, dass ich Leinen befürworte ;) )
Wird in dieser Hinsicht schon unter den Kanin-Hoppern gehandelt, dass diese Leinen abgeschafft werden? Ich muss dabei nämlich auch immer direkt an solche Würgehalsbänder für Hunde denken, und da schauderts mir sehr.

Und nur eine Bitte, du zeigst diese Sprung Rekorde, und das sieht schon sehr extrem aus.
Könntest du zumindest für die Leser (ich denke da besonders an Kinder)vermerken, dass Versuche in dieser Größenordung der Gesundheit des Tieres zu Liebe zu unterlassen sind?

Und eine Frage nochmal an alle Kaninhopper:

Mal angenommen ihr habt ein "Rekord-Kaninchen" würdet ihr auch an Veranstaltungen wie der EM (wie ich gelesen hab, ja nächste Woche in Leipzig) wenn dies eine längere Anfahrt bedeutet als zu den üblichen Tuniren ( kann gerade nicht lesen wer es schrieb, also länger als 1 Std.?)

Viele Grüße, und danke für die Antworten
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Nutzer: Susanne
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geschrieben am: 30.11.2012    um 20:17 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Langohr3

Reicht das aus,um dich zu überzeugen,kein Kaninhop zu veranstalten?
Wohl kaum, denn Einzelfälle von Unglücken passieren auch anderweitig. Ich möchte Dich bitten, Dich etwas zurückzunehmen und Dich entweder angemessen an dieser Diskussion zu beteiligen oder es am besten ganz zu lassen.

Deine teilweise unpassenden Kommentare auch in anderen Rubriken, entfalten Störgeräusche, junge Dame.

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Nutzer: Susanne
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geschrieben am: 30.11.2012    um 20:22 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
Hallo Susanne,
hast Du dir diese Diskussion anders vorgestellt?
Ich bin bisher recht angenehm überrascht.
Wir haben den ganzen Tag über recht sachlich Für und Wieder sachlich ausgetauscht.

Mir kommen deine letzten Beträge so vor, als ob du nun hier Schärfe einbringen möchtest.

Aussagen werden bezweifelt, aber nicht wiederlegt.

Hast Du dir die Links durchgelesen? Die Videos angesehen?
Natürlich ist Kanin-Hop recht positiv dargestellt, weil wir davon überzeugt sind.
Wir haben hier aber auch Schwachpunkte eingeräumt, versichert daran zu arbeiten.

Könnten wir nicht aus dieser ruhigen Art weiter machen?

Falls man euch hier wirklich mit einem Anwalt gedroht hat, kann ich ja dich ein wenig verstehen, aber ich kann dir versichern, die die hier geschrieben haben, haben damit nicht zu tun.

Gruß Kai

PS: Ein Lieblingssatz von mir ist: Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß , sondern auch ganz viele Farbnuancen dazwischen.......
Nein, hatte ich nicht - warum fragst Du?

Ich bringe keine Schärfe ein, ich stelle hauptsächlich Fragen. Und ich habe eine sehr direkte Art. Das mag für manchen unangenehm sein und Schärfe empfindet man doch nur dann, wenn man Fragen nicht gut beantworten kann.

Andersherum ist es aber in Ordnung, wenn geschrieben wird, dass wir ja feindlich sind und Menschen schlecht empfangen? Erwartest Du, dass ich das unkommentiert lasse und besteht eine sachliche Diskussion nur darin, dass wir Kritik annehmen sollen, aber keine äussern dürfen?

Die Anwaltsdrohungen lassen mich kalt, das hat damit nichts zu tun.

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Nutzer: Tierlady96
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Anzahl Nachrichten: 1654

geschrieben am: 30.11.2012    um 21:15 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
Zitat ais einem Kanin-Hop-Forum:

Vielleicht kann ja einer meine Peppy miteinrbringen. Die war früher SCHRECKLICH. Hatte richtig Angst vor allem, streicheln und rausnehmen ging nicht, weil sie alle zerkratzt hat. Als ich mit Kaninhop angefangen habe wurde sie VIEL ruhiger und irgendwann war sie NORMAL aber trotzdem hat sie nie ihren Charakter verloren und man kann nicht sagen, dass sie sich einfach nur gefügt hat. Sie hatte sichtlich Spaß! Ist eine Runde nach der anderen gedreht, OHNE Geschirr und Leine und OHNE, dass jemand hinterher gegangen ist. Wir standen einfach nur da und sie ist ruhig so lange gesprungen wie sie Lust hatte
Vorab ich bin gegen Kaninhop

So eine ähnliche Dame habe ich hier ,die schnell aggressiv wurde und ziemlich ängstlich war. Nur anfassen und hochnehmen lassen muss sie sich nicht mitlerweile lässt sie sich aber auch mal ausgibig kraulen wenn sie zu mir kommt.Bei dem Kaninchen habe ich eher den Gedanken,dass sie sich später einfach untergeordnet hat ,weil sie keine andere Chance sah. Ich habe versucht sie irgendwie auszulasten und habe mit der Zeit bemerkt , dass sie ziemlich schlau ist und nun seitdem ich sie geistig auslaste ist sie viel umgänglicher und nicht mehr agressiv nur Kaninhop kam für mich nie in die Frage.

Wenn ich mir Kaninhop echt mit meinen vorstelllen würde ,würde das überhauüt nichts werden. Denn der eine ist ein Sturkopf dazu würde er die Leine und das Geschirr zerstören und macht so etwas überhaupt nicht mit die andere liebt springen ,aber nur dann wann sie will und ein Geschirr lässt die sich garantiert nicht anlegen.

Mich persönlich stört an Kaninhop einfach die Tuniere und Wettbewerbe,weil sie keinen Sinn für das Kaninchen machen und nur Stress bedeuten und von einem Geschirr und einer Leine halte ich absolut nichts obwohl ich früher mein 1. Kaninchen ,als ich ca.11 war, mit Geschirr und Leine (ohne die Leine festzuhalten) im Garten laufen zu lassen.


Wenn überhaupt finde ich es okay wenn Kaninchen bei sich im gewohnten Revier ohen Geschirr und Leine und freiwillig über Hindernisse springen lässt evt. mit Leckerchen locken ,aber sie selber entscheiden zu lassen.
Mit freundlichen Grüßen Jasmin und ihr tierischer Anhang. Lilli und Max Mutzke wir vermissen dich!

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Nutzer: Momomaus
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Anzahl Nachrichten: 4663

geschrieben am: 30.11.2012    um 21:22 Uhr   IP: gespeichert
Erstmal finde ich es toll, dass sich noch weitere Kaninchenhopper an dieser Diskussion beteiligen. Danke dafür!

Vielleicht kristallisiert sich nun nach etwas mehr Beiträgen deutlich heraus, dass es den Kaninchenhop-Gegnern nicht darum geht, dass wir etwas dagegen haben, dass Kaninchen zu Hause in gewohnter Umgebung und ohne Zwang über kleine Hopser springen, sondern darum das ganze auf Turnieren zu veranstalten und es öffentlich in alle Kinderzimmer zu bringen.

Deshalb suche ich immer noch vernünftige Argumente wieso Kanichenhop auf Turnieren ausgetragen werden muss? Wo der Sinn und Reiz dabei ist?
Und außerdem wieso gerade Kinder dabei so stark heran geführt werden?

Ich denke auch, dass wenn ein Kind vernünftig an die artgerechte Haltung und die Ethologie von Kaninchen heran geführt wird, es sich unter Aufsicht zu Kaninchen gerechten Zeiten mit dem Tier begrenzt beschäftigen kann, dabei denke ich an kleine Tricks die mit Leckerchen beigebracht werden, von mir aus auch ein kleiner Hüpfer, aber halt ungezwungen und nicht Stunden.
Denn leider bin ich hier vorbelastet, denn ich habe mal ein Kaninchen in der TA Praxis gesehen, dem ein kleiner Junge (8J oder so) das komplette Hinterbein zertrümmert hat, nur weil es nicht gemacht hat was er wollte.
Und ich bin halt der Meinung, dass es allgemein so rüberkommt, dass Kinder Kaninchenhop problemlos betreiben könnten und ich glaube nur die wenigsten Eltern setzen sich als Aufsicht daneben, wenn ihre Kinder das tun.

Es mag sogar sein, dass Kaninchen ohne Zwang in gewohnter Umgebung auch freiwillig gerne über Hindernisse (ich denke jetzt zwar eher an die natürlichen, aber letztendlich besteht da für das Tier wohl kein Unterschied) springt. Wenn ich manchmal in der Dämmerung vor meinem Gehege sitze flitzt Nala auch mal ihre Runden und springt drei- viermal über die Weidenbrücke, aber das tut sie freiwillig ohne dass es ihr je jemand gezeigt hat.
Ich habe dabei wirklich nichts dagegen wenn ihr euch zuhause bunte Parcoure aufbaut und von mir aus auch die Tiere mit Leckerchen animiert zu springen, aber ich meine ZUHAUSE und nicht auf Turnieren oder bei Trainingstreffen.
Die Argumente die ich dagegen anführe habe ich oben schonmal genannt und dabei ist egal ob das jetzt 1 oder 5 mal im Jahr ist.

Zum Spaß der Tiere mag ich auch noch was sagen:
Kaninchen sind gruppensoziale Tiere, die eine Rangordnung ausbilden, d.h. ist vorausgesetzt, dass sie sich untereinander identifizieren können und Partnerbeziehungen aufbauen. Partnerschaftliche Beziehungen setzen Emotionen voraus, daher auch das Empfinden von Freude, Spaß, Angst und Trauer.
Deshalb können Tiere Spaß empfinden, aber ob wir das richtig deuten können, dass ist die andere Frage, denn das erkennt man nur im Gruppenverhalten.

LG


Und natürlich die Plüschnasen Schokino, Emil & Molly

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Nutzer: Quirly
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geschrieben am: 30.11.2012    um 21:23 Uhr   IP: gespeichert
Mir fehlt irgendwie immernoch die Antwort darauf, was gegen schlechte Turniere und/oder Halter unternommen wird. Es gibt Feedback - aber können solche Veranstalter oder Halter auch ausgeschlossen werden? In einem Kaninhop Forum wird doch auch geschrieben, dass das, was man auf dem Video sehen würde, harmlos sei. Wie kann man sich dann schlimmeres vorstellen? Und wieso wird schlimmeres zugelassen?

Und auch ich bin dankbar für dieses "Gespräch", da es Einblicke zulässt, die man sonst wohl kaum erhalten würde. Auch danke an alle, die daran teilnehmen
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"Autor"  
Nutzer: streunerin
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geschrieben am: 30.11.2012    um 22:04 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
Hallo,
was ist ein russischer Riese?
Ich bin zwar Preisrichter aber die kenne ich nicht.

Hatte deine Mutter ein richtiges, passendes Geschirr?
Ich würde gerne wissen wie sich ein Tier damit strangulieren kann?
Wo hat sie ihn rausgeholt?
Irgendwie hört sich das nicht ganz plausibel an.

Übrigens sind unsere Tierarztbesuche immer völlig entspannnt,vielleicht weil die Tiere Ortswechsel und unterschiedliche Umfelder gewöhnt sind.
Unser TA ist so begeistert von Kanin-Hop, dass er Werbung dafür im Wartebereich hängen hat.

Schade, dass du dich von uns fernhalten willst, ich hätte dir Kanin-Hop gern mal in Natura präsentiert. Aus NRW komme ich ja auch.

Gruß Kai

ist mir egal ob es sich plausibel anhört oder nicht. es ist so passiert. das ding war so ein geschirr wie es auch für katzen verkauft wird, wie und wo sie ihn genau da rausgeholt hat weiß ich nicht mehr, ist schon länger her.
aber was mir jetzt auffällt: ihr wollt beispiele für unfälle - und bringt man ein beispiel ist es "nicht plausibel". wie schon mal gesagt: man sieht nur was man sehen will.

klar, sind die tiere irgendwann dran gewöhnt. das nennt sich abstumpfen. werde ich meinen tieren nicht antun. und ich will es mir auch nicht live ansehen.


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"Autor"  
Nutzer: Leetha
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geschrieben am: 30.11.2012    um 22:48 Uhr   IP: gespeichert
Zu dem Thema Geschirr muss ich gestehen, dass ich das vor SR-Zeiten auch mal ausprobiert hab. Weil man ja damit auch mal rausgehen kann.

Zum Gewöhnen haben wir ihnen nur das Geschirr ohne Leine angezogen und wollten sie damit etwas hoppeln lassen.

Unsere beiden haben das auf ihre Weise gelöst. Als wir wieder ins Wohnzimmer kamen lage beide Geschirre durchgenagt auf dem Boden.

Ich glaube deutlicher konnten unsere beiden uns nicht mitteilen was sie davon halten.

Wir habe sie nie wieder mit so etwa belästigt.
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Nutzer: schnuffelnase
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geschrieben am: 01.12.2012    um 07:08 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: schnuffelnase
Ich möchte gerne einmal ganz deutlich machen, dass uns nicht daran gelegen ist die Beschäftigung im eigenen Revier / Zuhause anzuprangern oder schlecht zu reden. Wir alle nutzen Leckerlis um den Tieren mal ein Männchen und Co. abzuringen und wer das ausweitet ist sicherlich kein Tierquäler, die allermeisten unser Tiere sind auf Geräusche von Dosen, Tüten etc. mit Leckerlis konditioniert und machen dafür Übungen - wie weit wir diese ausbauen, liegt dann an uns und dem Tier.

Es ist aber eine andere Sache, wenn diese Tiere dann zu Wettkämpfen oder auf Turnieren antreten müssen, wo durchaus auch weitere Strecken für zurückgelegt werden müssen, sie dann doch Leinen tragen müssen und sie Stress ausgesetzt sind - diese Dingen bringen dem Tier keinen Nutzen und stärken auch sicherlich nicht mehr die Bindung zum Mensch als das Training im eigenen Heim.

Also warum reicht es nicht mit den Tieren zu trainieren, warum müssen solche Wettkämpfe sein und welchen Nutzen haben sie für ein Tier wie ein Kaninchen?
Ich zitiere mich mal selbst und ich denke, es wird auf meine Frage keine Antwort geben, die die Turniere und Wettkämpfe im Sinne der Tiere rechtfertigt.

In meinen Augen sind genau die Wettkämpfe und Turniere für das verantwortlich, was wir anprangern: Leinen, Geschirre, die Käfige, das herausreißen aus den Sozialverbänden, die Transporte und vor allem das "schlechte" Benehmen seinem Tier gegenüber, in dem es geschubst wird, immer wieder hochgehoben wird und erneut vor das Hindernis gesetzt wird, die Leine doch mal straff wird etc.

Erst der Leistungsdruck macht doch dieses erst alles möglich. Ich glaube nicht, dass es dem Tier wichtig ist, ob es 15cm höher oder weiter springen kann und den Parcours in 10 sec weniger schafft als sein Konkurrent. Das Tier mag die Bewegung an sich lieben und vielleicht auch die Interaktion mit seinem Menschen, aber es wird keinen Leistungsgedanken in sich tragen - das tut nur der Mensch.

Auch wenn Aussagen kommen wie, die Tiere empfinden dabei wenig Stress, es gibt später keine Probleme mit der Reintegration, es gibt/gab bisher keine Verletzungen, mein Tier liebt es, Kinder dürfen nur mit einer Führperson arbeiten, es gibt nur 4 Turniere im Jahr etc... so rechtfertigt das in meinen Augen nicht den Leistungsgedanken des Menschen dem Tier gegenüber und vor allem beantwortet es nicht die Fragen nach dem Nutzen für das Tier und warum die Beschäftigung zu Hause an sich für das Tier nicht ausreicht um dieses glücklich zu machen und die Bindung zwischen Mensch und Tier zu fördern.

Grüße von Karin
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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 01.12.2012    um 08:11 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,
ich räume ein, dass es schwer sein wird jemanden der total dagegen ist, den Sinn eines Turniers klar zu machen. Das wird aber nicht nur bei Kanin-Hop gelten, sondern auch bei vielen anderen Dingen. Ich möchte einmal versuchen aufzuzeichnen, was wir für zumindest für Möglichkeiten haben es recht vernünftig ablaufen zu lassen.

Einen Hinweis noch, ich kenne kaum Fälle, wo man Kaninchen wegen Kanin-Hop angeschafft hat. Wenn die Leute uns wegen Kanin-Hop ansprechen, sind die Kaninchen meist schon da....

Also Kanin-Hopper schaue ich erst einmal, welches Tier überhaupt dafür geeignet ist. Dies ist sehr gut hier beschrieben:
>KLICK HIER!<
Dort an an verschiedenen anderen Stellen ist Klipp und Klar geschrieben, dass nicht alle Tiere dafür geeignet sind und man dies akzeptieren muss!

Die nächste Instanz ist dann der Kanin-Hop-Gruppenleiter. Diese muss das Startbuch ausfüllen bzw. die Seite mit der Klassenprüfung. Sollte ein Tier nicht geeignet sein für einen Wettbewerb, besteht es die Klassenprüfung nicht. Und ohne Startbuch ist seit neuester Zeit keine Start auf einem ZDRK-Turnier möglich !
Ich habe momentan einen solchen Fall im Verein, das Tier soll Zuhause super springen, aber nicht bei unserem Vereinstraining, also hat es bisher keine Klassenprüfung bekommen und kann auf keinem Turnier antreten.

Bis zu diesem Zeitpunkt, sollte soweit selektiert sein, dass im Normalfall nur noch Tiere auf Turnieren erscheinen, die dazu körperlich und charakterlich geeignet sind. Jeder Sportler hat auch mal einen schlechten Tag, das muss man dann auch den Tieren einräumen.

Die dritte Möglichkeit einzuschreiten haben die Schiedsrichter, sie können hinweisen und ermahnen bei leichtem Fehlverhalten, sie können Korrekturen und Fehler zählen und bei argen Fehlverhalten auch disqualifizieren.

Ich persönlich halte mehr von überzeugen, als zu bestrafen. Wenn ich Fehlverhalten mitbekomme, spreche ich die betreffende Person an. Mit möglichst ausführlichen, bildlichem Beschreibungen mache ich der Person klar, wie ihr Verhalten auf das Tier wirken müsste. Damit habe ich mir aber nicht nur Freunde gemacht. Viele andere Schiedsrichter nehmen sich auch viele Zeit auf Fehlverhalten erklärend einzuwirken. Viele Schiedsrichter weisen immer wieder darauf hin, dass Aufgabe besser ist, als ein Tier zu überfordern!

Bei den Turnieren in unserer Region ist es fast zu einem Wettbewerb geworden, es immer besser zu machen. Absperrungen, abgeschirmtes "Starterlager", viele weitere kleine Dinge, auf die Kanin-Hopper in Kritiken hingewiesen haben. Nicht "Höher-Schnelle-Weiter" steht an erster Stelle, schöne, saubere Durchläufe, sind nach meiner Ansicht das anzustrebende Ziel. Und so wird zumindest in unserer Region gewertet.

Ich halte mehr von Turnieren im Freien, als in Hallen. Die kleinen "Gittergehege" müssen angeboten werden, hierfür gibt es je nach Größe der Tiere auch Mindestanforderungen für die Größe der Gehege.
Öfter bringen die Starter ihre eigenen Gehege und Ausläufe mit, wo die Tiere auch oft gruppenweise untergebracht werden.

Manche bringen auch ihr "Beistellkaninchen" mit zum Turnier, auch so bleibt die Gruppenbindung erhalten.

Und was ich schon öfter beobachtet habe und auch immer wieder verwundert, es schon auch zwischen den Kaninchen der verschiedenen Kanin-Hopper so etwas wie "Turnierfreundschaften" zu geben.


Wie ich feststelle für welche Höhe ein Kaninchen geeignet ist:
Ganz einfach das sieht man sofort.
Ein unterfordertes Tier nimmt die niedrigen Höhen nicht erst und macht Flüchtigkeitsfehler. Man sieht deutlich, dass es an höhere Hindernisse mit Ehrgeiz herangeht und diese fehlerfrei überspringt.
Mein Tequila springt gerne aus dem "Männchen" heraus. Er ist sehr neugierig und schaut sich alles erst einmal an. Bei niedrigen Höhen, macht er viel Blödsinn, schnüffelt überall und "schlurft" durch die Bahn. Bei der richten Höhe, gibt er mir ein Tempo vorm dass ich ganz schön rennen muss. Den kann ich nicht zwingen, entweder er will oder er hat keinen Bock. Dann kann man es nur akzeptieren und mit Humor nehmen.....

Wenn man ein Kaninchen überfordert, will es neben dem Hindernis her, kauert sich vor ein Hindernis und will einfach nicht mehr oder macht es einem klar indem es einfach mit der Nase das Hindernis abräumt oder die Stangen "apportiert". Wenn man nicht ganz blind ist, kann man diese Reaktionen deuten.
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Nutzer: schnuffelnase
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geschrieben am: 01.12.2012    um 08:39 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
ich räume ein, dass es schwer sein wird jemanden der total dagegen ist, den Sinn eines Turniers klar zu machen. Das wird aber nicht nur bei Kanin-Hop gelten, sondern auch bei vielen anderen Dingen.
Natürlich - nur sollte ein "Fehlverhalten" bei anderen Dingen nicht die eigenen rechtfertigen.

Es ist toll, wenn IHR euch so viele Gedanken macht - nur scheint das ja bei einem Großteil nicht so zu sein.
Das sweetrabbits-Video wurde sofort entdeckt und die Reaktionen von Seiten der Kaninhopper waren sehr deutlich - ich vermisse diese Vehemenz bei anderen Videos, auf denen man auch sehr gut sehen kann, dass eindeutige Fehlverhalten laut euren Regeln vorliegen. Da kommt keine Kritik, kein Aufzeigen von Fehlverhalten, keine Hinweise wie man es "besser" machen kann. Warum nicht?

Ich kann eure Regeln nachvollziehen - vielleicht sogar den Gedanken dahinter - aber es erklärt trotzdem nicht, warum es nicht ausreichend ist sich mit seinen Tieren Zuhause zu beschäftigen und sie dort nur zu fördern und fordern. Warum dieser Leistungsgedanke?

Bei Stefan Raab waren auch mal Kaninhopper, die an der Europameisterschaft (was sind das teilweise dann wohl für Wege für die Tiere?) teilnehmen wollten - wenn ich mir das Verhalten und die "Leistung" der Tiere in dieser Sendung so angesehen habe, dann hatte ich nicht das Gefühl, dass die Tiere daran gewöhnt waren geschweige denn das diese Spaß hatten. Ja sie waren ruhig und nicht panisch - aber glücklich sicherlich auch nicht.
So geht mir das auch bei jedem Video, welches ich sehe, bei denen Tiere immer wieder animiert werden. Bei einem keinem kann ich erkennen, dass ein Schiedsrichter abbricht und nur extrem selten gibt de Halter auf?

Sollte jetzt jemand argumentieren, ich suche nur die negativen Beispiele raus... natürlich mache ich das. 100 gute Beispiele rechtfertigen nicht das "Leid" eines Tieres.
Würde ich so denken und handeln, dann würde ich mich nicht mehr für das Wohl der Tiere einsetzen.

Grüße von Karin
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"Autor"  
Nutzer: Elise
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geschrieben am: 01.12.2012    um 09:27 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Rabbitsurfer
Hallo,
ich räume ein, dass es schwer sein wird jemanden der total dagegen ist, den Sinn eines Turniers klar zu machen. Das wird aber nicht nur bei Kanin-Hop gelten, sondern auch bei vielen anderen Dingen. Ich möchte einmal versuchen aufzuzeichnen, was wir für zumindest für Möglichkeiten haben es recht vernünftig ablaufen zu lassen.

Hallo Rabbitsurfer,

worin besteht denn FÜR DIE KANINCHEN der Sinn eines Turniers? Welchen Nutzen kann ein Kaninchen aus einem Turnierbesuch ziehen, den es Zuhause beim normalen Training auf der heimischen Wiese nicht hat?
Das ist auch wirklich eine Frage, auf die mich eine fachkundige Antwort ernstlich interessieren würde.

Deine Ausführungen über die Art und Weise, wie ein Turnier ablaufen sollte, sind sehr gut und informativ, nur leider behandeln sie den Kern meiner Frage nicht. Auch andere User hier, z.B. Schnuffelnase, haben schon genau danach gefragt.

Danke auch für die sachliche Diskussion bisher.
  TopZuletzt geändert am: 01.12.2012 um 10:10 Uhr von Elise
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Nutzer: Wuscheline93
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geschrieben am: 01.12.2012    um 10:32 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Junitschka
Ich finde die Seite wirklich informativ und gut gemacht.

Du weist u.a. darauf hin, dass H-Geschirre nicht so optimal wären und es diverse andere gibt, die wohl ungefährlicher sind. ( was jetzt nicht heißt, dass ich Leinen befürworte ;) )
Wird in dieser Hinsicht schon unter den Kanin-Hoppern gehandelt, dass diese Leinen abgeschafft werden? Ich muss dabei nämlich auch immer direkt an solche Würgehalsbänder für Hunde denken, und da schauderts mir sehr.

Und nur eine Bitte, du zeigst diese Sprung Rekorde, und das sieht schon sehr extrem aus.
Könntest du zumindest für die Leser (ich denke da besonders an Kinder)vermerken, dass Versuche in dieser Größenordung der Gesundheit des Tieres zu Liebe zu unterlassen sind?
Danke erstmal, dass du das durchgelesen hast!

Ja, natürlich! Ich stelle ja selbst kaninchenfreundliche Geschirre her und das auch aus dem Grund, damit die H-Geschirre weitestgehend aus dem Sport verschwinden. Außerdem berate ich natürlich die Interessierten, wenn sie ein Geschirr für ihr Kaninchen suchen und rate ihnen ab von den Zoohandlungsgeschirren (außer natürlich Mini-Hundebrustgeschirre, die sind ok). Seit ich Kaninhop mache (seit 2008) hat sich die Zahl der H-Geschirre ganz stark verringert! Die meisten Leute kaufen vernünftige Geschirre und haben die gefährlichen auch ausgetauscht! Das sieht man daran, dass in unserem Marktbereich im Kaninhopforum auch oft alte H-Geschirre angeboten werden (was ich auch nicht gut finde, denn dann kaufen die ja vlt. andere Leute und deren Kaninchen haben sie wieder an ... naja gut) Ich verkaufe meine alten H-Geschirre NICHT, damit keine anderen Kaninchen die tragen müssen ... ich behalte sie als Erinnerung ^^

ja, stimmt ... die Rekorde ... Ich bin auch kein Freund von höher, schneller, weiter und habe sie eig. nur als Information auf meine HP gestellt. Ich glaube nämlich ehrlich nicht, dass Kaninchen freiwillig mehr als 50cm Höhe überspringen ... in der Weite ist das meiner Ansicht nach wieder was anderes (natürlich auch nur wenn man es nicht übertreibt!), das finde ich natürlicher und vielen meiner Tiere macht das auch mehr Spaß als Höhe! Aber ich setzte gern einen Hinweis drauf, dass man das nicht nachmachen soll!

Ich finde auch, dass Schwere/Elite nur auf Rasen gesprungen werden sollte, genauso wie Weitsprung! Das ist viel angenehmer fürs Tier!
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Nutzer: Kimmy
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geschrieben am: 01.12.2012    um 10:40 Uhr   IP: gespeichert
Auf die Gefahr hin, hier gleich einen drüber zu kriegen ...

Ich finde diese "Diskussion" äußerst fragwürdig.
Ich habe bis auf einen Beitrag nur mitgelesen und fasse meine Beobachtungen mal zusammen:

1. Es besteht zwischen Kaninhoppern und nicht-Kaninhoppern Einigkeit darüber, dass gegen Hindernisparcoure im gewohnten Umfeld der Tiere, ohne Leine und Zwang nichts spricht!

2. Den Kaninhoppern sind die möglichen Stressoren auf Turnieren bekannt und sie wissen, dass es Kaninhopper gibt, die ihre Tiere auf Turnieren quälen.

3. Die Kaninhopper versuchen durch Regelwerke den Stress für die Tiere möglichst gering zu halten, wohlwissend, dass es dennoch Stress für die Tiere ist.

4. Die Kaninhopgegner sehen diesen Stress als Grund, mit Tieren nicht auf Turniere zu fahren

5. Kaninhopper sehen diesen Stress, im Interesse des "Sports" als hinnehmbar an, solange die Tiere den Stress nicht nach außen tragen.

6. Auf Fragen der Kaninhop-Gegener wird NICHT eingegangen, stattdessen wird aufgezeigt, was alles schon gemacht wurde, um den "Sport" besser zu machen.



Bei mir entsteht der Eindruck, dass die Einladung zur offenen Diskussion von den Kaninhoppern genutzt werden will, die Gegner zu überzeugen, dass Kaninhop doch gar nicht schlimm ist (obwohl die Stressoren, und damit die eigentliche Kritik der Kaninhop-Gegener, bei Turnieren bekannt sind!), ohne, dass eine Bereitschaft zum eigenen Umdenken besteht ...

Anders kann ich mir nicht erklären, warum es bisher keine Antwort gab, warum man - wenn es doch nur um die Beschäftigung mit dem Tier, und die Bindung zwischen Mensch und Tier, und den Spaß an der gemeinsamen Beschäftigung geht - nicht einfach für sich, im Beisein anderer Menschen mit dem gleichen Hobby im eigenen Garten diesen "Sport" betreiben kann, ohne seine Tiere quer durch Deutschland zu karren.

Trainings könnten auf diese Weise stattfinden. Die Gruppen treffen sich abwechselnd bei ihren Mitgliedern und nur die Tiere des Mitglieds, bei dem man ist werden trainiert. Fahrtwege überflüssig!

Auch Turniere wären theroretisch so möglich.
Ein Schiedrichter würde von Haushalt zu Haushalt fahren, überall den gleichen Parcours aufbauen und anschließend online die Ergebnisse verkünden ...

Wenn die Kaninhop-Gemeinde sich doch so sicher ist, ihren Tieren in keinster Weise zu schaden, warum stellt sich dann niemand hin und sagt ganz klar: "Ich fahre auf Turniere, weil ICH Spaß daran habe, mich mit anderen zu messen, und nehme dafür möglichen Stress meiner Tiere in Kauf!" - Das wäre zumindest ehrlich!

Sind wir mal ehrlich: Selbst wenn ein Hopper einen Durchlauf abbricht, weil das Tier heute nicht will ... den (vermeidbaren) Stress hatte das Tier dann schon ... Will ich als Tierhalter wirklich, dass meine Tiere solche Erfahrungen machen, wenn es nicht nötig ist?

  TopZuletzt geändert am: 01.12.2012 um 10:41 Uhr von Kimmy
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Nutzer: Wuscheline93
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geschrieben am: 01.12.2012    um 10:50 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: schnuffelnase
2) Das sweetrabbits-Video wurde sofort entdeckt und die Reaktionen von Seiten der Kaninhopper waren sehr deutlich - ich vermisse diese Vehemenz bei anderen Videos, auf denen man auch sehr gut sehen kann, dass eindeutige Fehlverhalten laut euren Regeln vorliegen. Da kommt keine Kritik, kein Aufzeigen von Fehlverhalten, keine Hinweise wie man es "besser" machen kann. Warum nicht?

1) Ich kann eure Regeln nachvollziehen - vielleicht sogar den Gedanken dahinter - aber es erklärt trotzdem nicht, warum es nicht ausreichend ist sich mit seinen Tieren Zuhause zu beschäftigen und sie dort nur zu fördern und fordern. Warum dieser Leistungsgedanke?


1) Muss ich dir Recht geben! Das war mir gar nicht so klar! Ich war wohl "berufsblind" ... Ich werde in Zukunft auf jeden Fall mehr drauf achten, dass ich mir andere Videos genauer anschaue, wie dort mit den Tieren umgegangen wird!

2) Turniere sind, wie schon gesagt wurde, in erster Linie dazu da, sich auszutauschen und Bekannte zu treffen. Ich würde auch nie auf ein Turnier fahren, auf dem ich niemanden kenne ... das wäre es mir nicht wert. Wir nehmen unsere Kaninchen mit, weil es uns Spaß macht, wir aber auch nicht sehen, dass unsere Tiere drunter leiden und es ihnen was ausmacht! Ihr habt Recht, dass es DEN TIEREN NICHTS BRINGT! (aber es schadet ihnen auch nicht) Wie es bei anderen ist, weiß ich nicht, aber ich achte darauf, dass ich nur Tiere mitnehme, die den Stress gut vertragen und ganz cool sind. Meine geeigneten Kaninchen schlafen auf der Fahrt meistens und nachdem ich sie in den Käfig auf dem Turnier gesetzt habe, fressen sie meistens gleich Heu dort! Ein total verstörtes, ängstliches Kaninchen würde nicht so reagieren, deswegen gehe ich davon aus, dass meine das nicht sind! Auch hier gibt es natürlich wieder Leute, die das alles nicht beachten und jedes Tier "mitschleifen" ...
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Nutzer: Wuscheline93
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geschrieben am: 01.12.2012    um 10:53 Uhr   IP: gespeichert
@ Kimmy: Ich hoffe, ich kann dich mit meiner Antwort ein bisschen befriedigen (Hinweis: Ich hab das nicht auf deinen Beitrag hin geschrieben, sondern war gerade noch dabei zu schreiben, als du schon abgeschickt hattest ;) also ich sage das von selbst so offen!)
  TopZuletzt geändert am: 01.12.2012 um 10:54 Uhr von Wuscheline93
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geschrieben am: 01.12.2012    um 11:33 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Kimmy



Bei mir entsteht der Eindruck, dass die Einladung zur offenen Diskussion von den Kaninhoppern genutzt werden will, die Gegner zu überzeugen, dass Kaninhop doch gar nicht schlimm ist (obwohl die Stressoren, und damit die eigentliche Kritik der Kaninhop-Gegener, bei Turnieren bekannt sind!), ohne, dass eine Bereitschaft zum eigenen Umdenken besteht ...

weihnachten steht vor der tür. und man will seine ware an den mann bringen. und kaninchen verkaufen sich besser wenn man vorher aufzeigt was für tolle sachen man doch mit den tieren machen kann.

und wenn das jetzt böse von mir war züchtern zu unterstellen, dass sie ihre tiere verkaufen wollen, dann ist das eben so.

ich persönlich bin raus hier. und bevor ich richtig böse sachen sage (ich war gestern schon kurz davor) ziehe ich mich nicht nur aus der diskussion zurück sondern lasse auch SR mal ne weile hinter mir. vllt ist diese diskussion im neuen jahr beendet, bis dahin bin ich erstmal weg.

ein letztes wort noch: das tiere den stress nicht zeigen heißt nicht, dass sie keinen haben.

für euch kaninhopper sind eure tiere eben tiere. haustiere. euer eigentum. für mich sind meine tiere meine freunde, gleichberechtigt in jeder hinsicht. sie zwingen mich zu nichts, ich zwinge sie zu nichts. calimero schläft ebenso oft mit mir im selben bett wie mein partner, ganda liebe ich ebenso wie eine tochter - und weder meinen freund noch eine tochter würde ich an die leine nehmen.
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geschrieben am: 01.12.2012    um 11:50 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,
über Videos, die nicht ideale Bedingungen zeigen wird in unseren Kreisen auch gesprochen. Und da wird auch nicht mit Kritik gespart.

Mit dem Beitrag bei Stafan Raab, die beiden gehören nicht dem ZDRK an und der Beitrag war wirklich nicht super (wurde auch entsprechend in den Kanin-Hop-Foren besprochen.
Allerdings muss ich selber mit Kanin-Hop-TV-Erfahrung gleich wieder einschränken, die TV-Redaktionen haben ihrer eigenen Gedanken und Ideen und lassen sich teilweise nur schwer hereinreden. Auch vorher gemacht Absprachen werden mal vor Ort über den Haufen geschmissen.
Und wenn man dann einfach abhauen würde, wäre dies wohl noch mit Schadesersatzklagen verbunden......und ehrlich, wer sagt bei einer Fernsehsendung gerne ab?

Kimmy, mit deiner Zusammenfassung bin ich nicht ganz einverstanden!
Es gibt viele Tiere denen Turniere Spaß zu machen scheinen.
Sie können es mir genauso wenig sagen, wie dir das Gegenteil.
Die meisten Tiere kommen nach der Fahrt intertessiert aus der Transportkiste, erkunden die Umgebung, fangen sofort an zu Fresen und sind in keiner Weise verschreckt und ängstlich.

In diesem Jahr sind übrigens die überarbeitete Regeln in Kraft getreten.
In den ersten Entwürfen war auch Hoch- und Weitsprung enthalten. Viele Kanin-Hopper, darunter auch ich haben sich dagegen ausgesprochen. Andere waren darüber enttäuscht. Wir bremsen uns selber und machen nicht alles was möglich wäre.

Zu deiner Alternative:
Gut gemeint, aber versuch das doch mal vorzuschlagen für die Reitwettbewerbe bei der Olympiade.........
Auch wenn es in deinen Augen nicht OK ist (was ich ja akzeptiere) müsste man es dann auf alle Wettbewerbe mit Tieren anwenden.

Es kommt oft auf eigene Erfahrungen und Einstellungen an:
Wenn ich hier in vielen Profilbildern Kaninchen auf Laminat oder noch schlimmer auf Teppich sehe, habe ich da ein große Problem mit.
Die Verletzungs- und auch Vergiftungsgefahr ist äußerst hoch!
Trotzdem würde ich jedem von euch trotzdem zugestehen, dass sie nur das Beste für ihre Tiere wollen.

Umgekehrt werden wir Kanin-Hopper uns (vielleicht nach diese Diskussion noch deutlicher) von Leuten distanzieren, die ihr Tier nur als Sportgerät ansehen um Turniererfolge zu haben. Auf Anhieb viele mir aber niemand ein dem ich das klar unterstellen würde. Wie ich schon schrieb, Fehlverhalten was mir selber unter kommt, nehme ich nicht unkommentiert hin.

Gruß Kai
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geschrieben am: 01.12.2012    um 11:54 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: streunerin
ich persönlich bin raus hier. und bevor ich richtig böse sachen sage (ich war gestern schon kurz davor) ziehe ich mich nicht nur aus der diskussion zurück sondern lasse auch SR mal ne weile hinter mir. vllt ist diese diskussion im neuen jahr beendet, bis dahin bin ich erstmal weg.
Das scheint mir eine gute Entscheidung zu sein, aus welchen Gründen auch immer, ist es dir nicht möglich, eine sachliche Diskussion zu führen oder führen zu wollen.

Ich weiß nicht, was du von einer Diskussion erwartest, aber Beleidungen, Anfeindungen oder ähnliches gehören da nicht rein. Argumente dagegen sehr wohl.
Du selbst hast vor einiger Zeit mehr Toleranz und einen guten Ton anderen gegenüber gefordert, scheinst aber auch nicht in der Lage zu sein dieses anderen gegenüber zu gewähren.

Grüße von Karin
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Nutzer: Kimmy
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geschrieben am: 01.12.2012    um 12:15 Uhr   IP: gespeichert
@rabbitsurfer:

Du hast tatsächlich recht. Wenn es nach mir ginge würden alle "Sport"arten mit Tieren verboten ... Ich hätte bei Olympia das komplette deutsche Reiterteam disqualifiziert! Wenn einem Reiter bei einem streng überwachten Turnier die Gerte ausrutscht, will ich nicht wissen, wie er sich seinem Tier gegenüber verhält, wenn er unbeobachtet ist.

Gleiches bei Kaninhop: Trotz der strengen Auflagen verhalten sich viele "Sportler" ihrem Tier gegenüber unter aller Sau ... Was geht dann wohl sb, wenn keiner zuschaut?
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Nutzer: Rabbitsurfer
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geschrieben am: 01.12.2012    um 12:36 Uhr   IP: gespeichert
Hallo Kimmy,
aus welchem Teil von NRW kommst Du?
Ich kann gerne versuchen, dir zu ermöglichen "hinter die Kulissen zu schauen".
Ich werde nie sagen, es gibt keine Fehler, wir sind alle nur Menschen.
Aber Barren oder ähnliches gibt es nicht. Ich bin kein "Kaninchen-Flüsterer", aber versuche beim gemeinsamen Training nicht nur Springen zu vermitteln, sondern auch richtige Versorgung der Tiere und deren Reaktionen zu deuten.

Gegen Hin-Und Herfahrerei habe ich keine Argumente.
Ich hatte mal ein Kaninchen, dass gerne seine Kiste aufmachte (wie auch immer) und aus dem Fenster schaute beim Autofahren. Ich habe schon geschrieben wie sich die meisten Tiere nach der Fahrt benehmen.
Würde ich sagen, es gefällt ihnen, würde ich wohl lügen.
Es scheint ihnen wenig auszumachen, käme meine Sicht am nächsten.

Gruß Kai
  TopZuletzt geändert am: 01.12.2012 um 12:54 Uhr von Rabbitsurfer