Viele Geschichten erzählen vom Hasen, der zu Ostern mit seiner Rückentrage bunt bemalte Eier in den Gärten versteckt. Das Motiv des Osterhasen könnte dadurch entstanden sein, dass der sonst dämmerungsaktive Feldhase im Frühjahr zur Paarungszeit häufiger zu sehen ist - manchmal auch in Gärten.
Eine andere Theorie kommt aus der Zeit, als Kinder zum Suchen von Hühnereierb losgeschickt wurden. Denn eigenwillige Hühner legen ihre Eier nicht immer in die Legenester, sondern auch in den Garten. Weil die Kinder dabei gelegentlich im Gras einen Hasen aufgeschreckt haben, wurden diese als "Überbringer" der Eier angesehen.
Es liegt auch nahe, dass die Fruchtbarkeit des Hasen mit bis zu 20 Jungtieren im Jahr nicht unerheblich für den Mytos ist. So soll die grichische Liebesgötten den hasen als heilig eingestuft haben. Zudem ist er als Fruchtbarkeitssymbol auf ältern Bildern häufig neben Eiern zu sehen, was ihm den Ruf des "Eierboten" eingebracht haben könnte.
Auf jeden Fall war das Ei als Ostersymbol früher weiter verbreitet als die Art des Überbringers. In einigen Gegenden übernahm diese Arbeit der Kuckuck (auch ein Frühlingsbote), der Fuchs oder der Storch.
Der Fabelname "Meister Lampe" stammt von dem männlichen Vorname "Lamprecht", den der Hase früher in Fabeln häufig trug. Zum Namen Lampe könnte er aber auch gekommen sein, weil beim Rennen das helle Hinterteil des Hasen aussieht, als würde eine Lampe ständig aufleuchten.
Ich fand das ganz passend
Quelle: Zeitschrift Landlust ---Titelbild Feldhasen HasenHochzeit