Wir standen da und sahen ihn hinter dem Horizont verschwinden. Als wir versuchten Lebewohl zu sagen, liefen Tränen über unsere Gesichter. Die Kaninchen an der Regenbogenbrücke riefen voll Begeisterung: "Schaut! Da kommt er!" und sprangen vor Freude. Es gibt eine Brücke, die verbindet den Himmel und die Erde. Man nennt sie die Regenbogenbrücke wegen ihrer vielen Farben. Gerade noch auf dieser Seite der Regenbogenbrücke liegt ein Land von Wiesen, Hügeln und Tälern mit saftigem, grünem Gras. Wenn ein geliebter Gefährte stirbt, dann geht er zu diesem Ort. Es gibt immer zu fressen, Wasser und warmes Frühlingswetter. Die alten und gebrechlichen Tiere sind wieder jung. Die kranken und verstümmelten Tiere sind wieder gesund. Sie spielen den ganzen Tag miteinander.

Es fehlt nur eine Sache: Sie sind nicht mit dem speziellen Menschen zusammen, der sie auf der Erde geliebt hat. So rennen und spielen sie jeden Tag. Bis der Tag kommt, an dem eines plötzlich aufhört zu spielen und aufschaut. Die Nase zittert, die Ohren sind aufgestellt. Die Augen starren. Und plötzlich rennt dieses eine von der Gruppe weg.

Es hat Dich gesehen und wenn Du und Dein Freund sich treffen, dann nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn. Dein Gesicht wird wieder und wieder geküsst und Du schaust wieder in die Augen Deines treuen Gefährten. Dann überschreitet ihr die Regenbogenbrücke zusammen, um nie mehr getrennt zu werden.

Autor unbekannt

Leo

Leo 1999 - 25.12.2005

Leo kam mit seiner Gefährtin Flöckchen Anfang Mai 2005 im Alter von ca. 5,5 Jahren zu mir. Es stellte sich heraus, dass Leo Zeit seines Lebens an einer Lungenfibrose litt, welche nie richtig erkannt und behandelt worden ist. Er röchelte und hustete, dass es einem das Herz zeriss. Dennoch kämpfte er tapfer und seine große Liebe Flöckchen unterstützte ihn liebevoll. Sie wärmte ihn und stand ihm bei, wenn er einen Anfall hatte. Durch sanfte Medikation konnte das Leiden ein wenig gelindert werden, doch Leo war durch die große Anstrengung ein Kümmerling, hatte immer Untergewicht. Dennoch hatte ich das Gefühl, ihm alles ein wenig erträglicher machen zu können, zeitweise tobte er regelrecht durch das Gehege und wühlte mit Wonne im frischen Stroh. Als er das Gefühl hatte, Flöckchen sei hier gut aufgehoben und er müsse sich keine Sorgen um sie machen, beschloss er zu gehen. In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 2005 legte sich Leo in die von ihm so geliebte Terracottavase und tat seinen letzten, für ihn so schweren Atemzug.

Ich habe ihn geliebt, wie eines meiner eigenen Tiere und es fällt mir schwer, ihn gehen zu lassen. Ich habe ihn an einer sonnigen Stelle im Garten begraben, wo im Frühling die Schneeglöckchen blühen.

Lord Mountbatten

Lord Mountbatten ??? - 12.06.2006

Es war ein Bild des Jammers: in einem kleinen Stallkäfig gemeinsam mit einem Meerschweinchen bei Bruthitze auf der Terasse abgestellt, waren die Tiere nicht gewollt, da sie 2 Monate zuvor ein unüberlegtes Geschenk waren. Woher....mochte man nicht sagen und wir können nur Mutmaßungen anstellen. Eine Tierfreundin informierte uns und die Familie war sichtlich froh, die Tiere loszuwerden.

Nach kurzem Erstcheck offenbarte sich bereits, dass mit dem namenlosen Rammler etwas nicht stimmte. Die zu langen Krallen, das brackige Wasser und das Körnerfutter waren noch die kleinsten Sorgen. Eine Geschlechtskontrolle liess ein schreckliches Problem offenbar werden. Ein entzündeter, geschwollener und roter Darmbereich prangte uns entgegen. Die Erstversorgung bei sweetrabbits vor Ort schien im ersten Moment geglückt und so tobte der von uns getaufte Lord Mountbatten sogleich herum, frass recht gut und verbrachte die wahrscheinlich 3 besten Tage seines Lebens hier.

Am darauffolgenden Montag sagte der Blick in das Gesicht meiner Tierärztin alles und nach kurzer Beratung habe ich beschlossen, seine Qualen zu beenden. Ein Tumor, bereits heftige Schmerzen, einen eitrigen Schnupfen, starker Verdacht auf Enzephalitis und ein sehr schlechter Allgemeinzustand liessen eine Operation nicht in Betracht kommen, da er den Rest seines Lebens mit einem nicht funktionierenden Schliessmuskel hätte verbingen müssen. Und die Frage, ob er die Narkose überstanden hätte.

Er ist in meinen Armen eingeschlafen mit meiner ganzen Zuneigung und viel Tränen. Ich habe Dich nicht lange gekannt, aber ich werde Dich nicht vergessen. Mehr konnte ich nicht tun. Verzeih' mir.

Hoppel

Hoppel ca. 2002 - 20.09.2006

Hoppelchen wurde vor wenigen Wochen gemeinsam mit Klopfer abgegeben, weil beide nicht mehr in die neuen Lebensumstände der Besitzer mitgehen konnten. Während Klopfer gesund und munter ist wurden bei Hoppel eine ganze Reihe von Problemen diagnostiziert, welche vom vorher behandelden Tierarzt nicht erkannt wurden. So hatte sie einen Hautpilz, einen alten verkapselten Kieferabszess, zu lange Krallen, schlechte Zähne aufgrund von fast nur Trockenfutter und schlussendlich Tumore am Gesäuge, welche sich in den letzten Tagen verstärkt entzündeten. Sie wollte dann nicht mehr fressen, wurde sanft mit der Spritze ernährt, köttelte nun auch nicht mehr und als sie dann selbst das sonst brav aufgenommene Critical Care-Gemisch nicht mehr wollte und ich ihr in die Augen sah, wussten wir beide, dass der Moment gekommen ist.

Hoppelchen ist in meinen Armen eingeschlafen. Ich konnte nicht mehr für Dich tun, kannte Dich nur wenige Wochen und dennoch bricht es mir das Herz. Leb' wohl, kleine Maus.

Donald

Donald ca. 2002 - 12.10.2006

Seine Geschichte war unglaublich: Donald wurde mit abgetrennten Ohren vor der Tür einer Tierfreundin abgestellt, die ihn sofort versorgen liess. Keiner weiss, warum es geschah und woher Donald kam. Man kümmerte sich um Donald und wollte dennoch einen guten Platz auch wieder mit Gesellschaft, der so nicht machbar war, denn ein Kaninchen ohne Ohren war nicht das, was sich viele Menschen vorstellten. Donald kam zu mir, hatte gesundheitliche Probleme von verfilztem Fell über Futterunverträglichkeiten, Schnupfen und eine Ohrenentzündung, da nichts mehr da war, was die Gehörgänge geschützt hätte.

In mühseliger Kleinarbeit bürstete ich ihn fast jeden Abend, verabreichte Medikamente, stellte das Futter um und langsam erholte sich Donald und fasste sehr zögerlich Vertrauen, denn anfassen lassen mochte er sich von Menschen nicht. Fast ein Jahr war er hier, bekam Freunde und durfte in einem Aussengehege herumtollen, frass gut und wurde sehr selbstbewusst. Man hatte seine Freude an ihm, denn er war ein sehr fröhliches Kaninchen und sein Zustand war vielversprechend. Ich war glücklich, ihn so wohlauf zu sehen.

Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit machte ich mir Sorgen und Donald begann zu niesen. Innerhalb einer Woche verschlechterte sich sein Zustand dramatisch, er nahm ab und eitriger Schnupfen brach mit einer solchen Wucht aus, dass der Gang zum Tierarzt mich nichts Gutes ahnen liess. Es muss wie eine Sintflut gewesen sein, denn es war nicht aufzuhalten und jeder weitere Versuch hätte ein verlängertes Leiden bedeutet.

Ich habe Donald sehr geliebt und kann es immer noch nicht begreifen, wie er in meinen Armen eingeschlafen ist. Ich habe ihn unter Buchen in der Nähe des Aussengeheges begraben, damit er nah bei seinen Freunden und bei mir sein kann. Fehlen ist das falsche Wort - er hat ein Stück von mir mitgenommen.

Charly

Charly ??? - 29.12.2006

Du hattest ein schreckliches Leben: eingefangen von irgendwem, um als Haustier zu dienen, ausgesetzt oder ausgebrochen bist Du in der Natur nicht mehr zurecht gekommen, warst verletzt und erblindet, entkräftet und abgemagert, als man Dich fand. Eine junge Frau nahm sich Deiner an und tat ihr möglichstes gemeinsam mit dem Tierarzt.

Doch Du wolltest nicht gesund werden und da man sich keinen Rat mehr wusste, kamst Du zu mir. Selten hat mich ein Anblick so erschreckt: Haut und Knochen, entsetzt über den erneuten Wechsel Deiner Umgebung hast Du in einer Ecke gesessen. Ich habe getan, was ich konnte, doch Du wolltest nicht gesund werden. Nach dem Check beim Tierarzt entschlossen wir uns zu einer Operation des Abszesses und beim Öffnen wurde das ganze schreckliche Ausmass offenbar: der ganze Bauchraum war voller Eiter, Muskelmasse und Gewebe kaum noch vorhanden, der Kanal erstreckte sich durch den ganzen Körper.

Nach kurzer Beratung mit meiner Tierärztin habe ich entschieden, Dich nicht mehr in dieser Welt aufwachen zu lassen und Dir den Weg in eine bessere zu ermöglichen. Meine Liebe begleitet Dich, denn das hattest Du nicht verdient und ich weine um das schreckliche, was Du hast erleben müssen. Hüpf' nun über die saftigen Wiesen, sehend und ohne Schmerzen. Leb' wohl, kleiner Mann.

Feldhasenbaby

unbekanntes Feldhasenbaby 02/2007 - 21.02.2007

Die Unwissenheit der Menschen haben Dich aus Deinem Leben gerissen. Ein junges Mädchen nahm Dich einfach mit, obwohl Du nur am Wegerand auf die Rückkehr Deiner Mama gewartet hast, was nichts ungewöhnliches für Feldhasenjunge ist. Am abend kamst Du zu mir, hast noch nachts getrunken. Doch es war zu spät, am morgen hast Du schon mit dem Tod gekämpft, mittags warst Du im Himmel. Es tut mir Leid, kleiner Schatz - ich konnte nicht mehr helfen.

Pepita Baby Nr.5

Pepita's 5. Baby 10.03.2007 - 13.03.2007

Selbst noch ein Kind musste Pepita gleich 5 Junge bekommen. Verantwortungslose Menschen haben sie gemeinsam mit ihren Freunden - darunter auch unkastrierte Rammler - ausgesetzt, was natürlich nicht gut ging. Du warst verletzt und keine Woche alt, als ich Dich ausserhalb des Nestes fand. Ausgekühlt hattest Du keine Chance mehr, wir haben Dich gehen lassen, damit Deine Geschwister leben können. Dennoch werde ich Dich nicht vergessen.

Enya

Enya ??? - 08.04.2007

Morgens um 5 Uhr wurdest Du auf einer Strasse gefunden: völlig verschreckt und starr. Niemand weiss, was Dir widerfahren sein mag und gern hätte ich Dir ein neues Leben geschenkt. Der tierärztliche Check ergab einen guten Gesamteindruck - nur Deine Zurückgezogenheit fiel auf. Doch mit ein bisschen Vertrauen dachte ich, kriegen wir beide das wieder hin. Ohne Vorankündigung hat am Ostersonntag dann ein verborgener Abszess ganze Arbeit geleistet und Dich innerhalb weniger Stunden zusammensacken lassen. Medikamente haben nicht gewirkt und nachdem ich mir zunehmend Sorgen gemacht habe, sind wir abends in die Tierarztpraxis gefahren, wo wir Dich erlösen mussten.

Es ging alles so schnell, dass ich kaum begreifen konnte, dass ich keine Möglichkeit hatte, Dir zu helfen. Du warst noch dazu ein so hübsches kleines Mädchen, welches gute Chancen auf ein neues und liebevolles zu Hause gehabt hätte. Es war so unfair.

Es sollte nicht sein und Du hast wohl mehr schlimmes durchgemacht, als ich je werde ermitteln können. Hab's besser dort, wo Du nun bist. Ich werde Dich nicht vergessen, kleiner Engel.

Flöckchen

Flöckchen 15.12.2001 - 03.05.2007

Sie war eine Dame, ganz unzweifelhaft. Und ich habe sie sehr geliebt. Fast 1 1/2 Jahre hast Du Deinen Leo überlebt, ich hätte gewünscht, es wäre mehr gewesen. Du musst lange in einem Käfig gelebt haben, schlechtes Futter bekommen haben, denn Du warst zu dick und hattest immer Probleme, richtig zu hoppeln. Deinen Leo hast Du bei seinen Hustenanfällen gewärmt und warst immer für ihn da. Als er ging, warst Du so verstört, dass ich Dich noch am selben Abend seines Todes mit anderen vergesellschaftet habe, damit Du mir nicht in Trauer versinkst.

Dann kam der Umzug in das große Aussengehege mit den anderen, wo Du so glücklich warst, immer Streit geschlichtet hast, getobt und gespielt hast. Ich bemerkte Deine schwächer werdenden Hinterläufe, Dein Einknicken und ganz plötzlich konntest Du gar nicht mehr laufen. Hast Dich geschleppt und gelitten. Noch kurz haben wir mit Medikamenten und Spritzen versucht, was nicht mehr sein sollte. Und Du hast dann aufgegeben.

Dein ganzes Leben war immer Kampf und das Ertragen - nur kurz konnte ich Dir ein glückliches Leben schenken. Viel zu wenig, wie ich meine und Du lässt mich in großer Trauer zurück. Leo hat Dich nun wieder und hat Dich sicher mit einem dicken Strauss Löwenzahn empfangen. Leb' wohl, meine süße Schnecke - Du fehlst mir entsetzlich.

Minnie

Minnie 2004 - 18.06.2007

Ein so tapferes und lebenslustiges kleines Ding warst Du. Und hattest dennoch kein Glück. Mit einem verschleppten Schnupfen kamst Du zu mir, aber leider schlugen die sofort eingeleiteten Behandlungsmassnahmen nicht an. Nichts half und es wurde immer schlimmer. Dann ging Deine Freundin Paulinchen in ein neues zu Hause und eine zeitweilige Besserung liess mich hoffen und Dir neue Freunde schenken. Du zogst in das große Aussengehege, wo Du nur wenige Wochen später einen erneuten Ausbruch erlitten hast und ich Dich Deiner neu gewonnenen Freunde berauben musste. Du schienst so glücklich dort und es brach mir das Herz, Dich in Quarantäne setzen zu müssen. Doch nur so konnte ich Dich besser behandeln. Und dann war es nicht mehr aufzuhalten. Dein verklebtes kleines Gesicht tat mir in der Seele weh, Deine Einsamkeit bedrückte mich und Dein Husten und Röcheln gab mir jedes Mal einen Stich. Du wurdest dünner, hast zwar gut gefressen doch Dein kleiner Körper wollte und konnte nicht mehr.

Als die Untersuchung dann noch ergab, dass Du nicht mehr frei atmen konntest, habe ich nach kurzer Beratung mit meiner Tierärztin beschlossen, Deinen Qualen ein Ende zu setzen, bevor Dein ganzes Leben nur noch von Beschwerden gekennzeichnet und ohne Aussicht auf Besserung ein Siechtum geworden wäre. Ein warmer Sonnenstrahl schien im Augenblick Deines Überschreitens der Regenbogenbrücke in das Behandlungszimmer und meine Arme umschlossen Dich, so dass Dir der Übergang wenigstens leicht war. Ich vermisse Dich, kleiner Schatz.

Fee

Fee ca. 2004 - 23.06.2007

Auch mit Dir hat es das Leben nicht gut gemeint: aus schlechter Haltung befreit, hat man sich mühevoll um Deine kleine Seele gekümmert, doch Deine neue Besitzerin konnte Dir und Deinem Lebenspartner nicht das Leben bieten, wie sie es sich gewünscht hätte. So kamst Du hoffnungsvoll zu sweetrabbits, warst fröhlich und ein süßes kleines Kaninchenmädchen.

Doch das Schicksal wollte es anders. Nach tierärztlichem Check bereitete ein verborgener Tumor Dir zwar keine Probleme, aber die Eiterflocken in Deinen Augen liessen nichts Gutes verheissen und so solltest Du auf der Gnadenwiese ein schönes Leben mit den anderen haben, bis der Tag kommen würde. Noch nicht einmal Dein festes Quartier konntest Du beziehen, als es urplötzlich innerhalb von Stunden mit Dir zu Ende ging. Ich bin froh, dass Du nicht leiden musstest, denn Du hast nichts mehr gespürt. Es war nicht fair, Du hattest ein so kurzes Leben, zuviel davon in übler Haltung und konntest nur wenige Wochen geniessen, was ich Dir lebenslang gegönnt hätte.

Leb' wohl, kleine Maus - wir werden Dich nicht vergessen.

Ricky

Ricky 1999 - 29.06.2007

Kleine Ricky, nun war es also doch schon so weit. Du kamst zu sweetrabbits auf die Gnadenwiese, um Deinen Lebensabend hier zu verbringen und nochmal richtig glücklich sein zu dürfen. Du hattest es nicht leicht im Leben, denn vor langer Zeit ging eine Vergesellschaftung mit einem Rammler nicht gut und so verbrachtest Du Dein Leben nur mit einem Stoffelefanten. Hier angekommen behoben wir erst einmal eine Reihe von Problemen und ich pflegte Dich gesund. Dann eine schwere Krankheit und auch die überstanden wir gemeinsam. Und dann kam er - der Mann Deines Lebens: O'Malley. Ihr wart ein ungleiches und doch süßes Paar, habt Euch sehr geliebt. Gern hätte ich Dir noch länger mit ihm hier gegönnt.

Dann plötzliche Gewichtsabnahme ohne ersichtlichen Grund. Du hast immer noch gut gefressen, fingst aber an, Dich zurück zu ziehen. Ein Check ergab dann, dass Du Deine Blase nicht mehr kontrollieren konntest und der tierärztliche Check brachte dann etwas schreckliches an's Licht: einen Tumor. Wir haben Dich noch geröngt, doch das Böse hatte schon zu sehr Besitz ergriffen und so liess ich Dich gehen, damit Du keine Schmerzen erleiden und Dich quälen musst.

Leb' wohl, Ricky. Ich hätte gewünscht, dass Du noch länger hättest glücklich sein dürfen.

Darby

Darby ca. 2005 - 04.08.2007

Es war nicht fair: kurz nach Deiner Rettung aus der Hölle mit weiteren 83 Kaninchen unter furchtbarsten Lebensbedingungen bist Du am 3. Tag nach Deiner Ankunft hier einfach eingeschlafen. Ob es der Schnupfen mit einem Lungenabszess war, die Unterernährung, der Stress.....ich weiss es nicht und tut nun auch nichts mehr zur Sache. Du warst ein so hübsches kleines Mädchen und gern hätte ich Dir ein besseres Leben in der Zukunft gegönnt. Ich habe Dich in lauer Nacht unter einem Holunderbusch begraben - wenigstens sollst Du in schöner Umgebung liegen, wenn Du schon nicht leben durftest.

Feodora

Feodora ca. 2003 - 30.08.2007

Ich wollte nicht aufgeben und nun hast Du es getan. Bist ganz leise von mir gegangen, als ich wieder Hoffnung hatte. Deine wunden Läufe, weil Du in einer Zuchtbox auf Rosten gehalten wurdest, wuchsen nie wieder richtig zu. Die Vorderpfötchen hatten recht schnell wieder Fellbewuchs, doch die Hinterläufe wollten mit keiner noch so exotischen Behandlung wieder werden. Du hast gern gelegen und als Etienne krank wurde hattest Du auch einen Leidensgenossen, der Dich liebte und Du ihn. Ich finde kaum Worte das Vermissen auszudrücken, Du fehlst mir.

Robert

Robert ca. 2000 - 27.09.2007

Vor 4 Jahren hatte ich das Glück und die Aufgabe, Dich zu retten. Bist krank zu mir gekommen und ohne dass ich wusste, wie man ein Kaninchen behandelt haben wir beide einen Pakt geschlossen, dass wir es gemeinsam schaffen würden. Ich gab Dir einen kraftvollen Namen, der Dich in unserem Kampf unterstützen sollte. Und Du hast Deinen Teil der Vereinbarung eingehalten, wurdest fast vollständig gesund, bekamst ein tolles Fell und wurdest ein akzeptiertes Mitglied der Gemeinschaft. Du hast den Grundstein gelegt, für das was sweetrabbits heute ist. Dein Name wird für alle Zeiten im Zusammenhang genannt werden und in meinem und anderen Herzen verankert sein.

Deine Zeit war gekommen, das Alter und Krankheit stellten uns beide nochmal auf die Probe. Und wieder haben wir gemeinsam gekämpft und nicht aufgegeben. Doch es ist auch genug irgendwann und Du hattest jegliches Recht, zu gehen. Es war Deine Entscheidung und so kann ich bei aller Trauer sagen: es ist in Ordnung. Du bist in Ruhe gegangen, wie ich es mir gewünscht habe. Keine Fahrt zum Tierarzt, keine fremde Umgebung. Du bist zu Hause gestorben.

Ich liebe Dich und werde es immer tun, mein schöner Engel.

Dakota

Dakota ca. 2002 - 06.12.2007

Aus dem Notfall Eckernförde stammte Dakota, die mit mehr als 80 Kaninchen unter grausamsten Bedingungen gehalten wurde. Kaum Futter und ohne medizinische Versorgung kam sie mit 6 anderen Kaninchen zu sweetrabbits. Die schöne Dakota war in einem äusserst schlechten Zustand und für ihre Größe enorm untergewichtig. Ein Hautpilz machte ihr das Leben schwer und ein verschleppter Schnupfen rundete das entsetzliche Bild ab. Dakota war ein belgisch-französisches Bartkaninchen, in welches ich mich sofort verliebte und gleich beschloss, wenn wir den Schnupfen besiegen würde, dass sie hätte bleiben dürfen.

So lernte sie zunächst, dass es regelmässig und gutes Futter gab, der Hautpilz wurde behandelt und besserte sich zusehends. Gewicht baute sich auf, ein prachtvoller Bartwuchs und die Fellstruktur nahm Gestalt an. Ein wunderschönes, dunkelbraun-wildfarbenes Kaninchen. Der Schnupfen wollte nicht weichen und so beschloss ich, dass Dakota schweren Herzens vermittelt werden sollte. Eine Schnupfergruppe in einem Aussengehege war mein Traum für sie.

Dann urplötzlich eines nachmittags ein schwerer EC-Ausbruch, der auch mit sofortiger Behandlung kaum sichtbare Verbesserungen brachte. Zwar frass sie gut und wurde wieder sicherer, doch zufriedenstellend war das nicht. Sie litt unter ihrem Zustand und als noch ein Kieferabszess dazukam, schwante mir schon Böses. Gestern dann die Verschlechterung des Gesamtzustandes, Durchfall und der immer schiefer werdende Kopf fanden heute abend den Abschluss eines unwürdigen Kaninchenlebens. In 5 Jahren muss Dakota schon mehr mitgemacht haben, als verkraftbar ist und so habe ich sie in meinen Armen einschlafen lassen, sie gestreichelt und mit ihr gesprochen, um den Übergang in ein besseres Leben zu gewähren.

Geh' und finde Frieden, meine Schöne - ich habe Dich sehr geliebt.

Berti

Berti ca. 2001 - 02.01.2008

Berti kam zu mir vor mehr als 2 Jahren, denn eine junge Frau suchte nach dem Tod seiner Partnerin und den beginnenden Umbruch in ihrem Leben ein gutes zu Hause für ihn. Sie hat es mir nicht leicht gemacht, mich auf Herz und Nieren geprüft, lange überlegt und sich alles genau zeigen und erklären lassen, bevor ich Berti abholen durfte. Sie wollte sicher sein, dass er es sehr gut haben wird. Berti zog mit den anderen in das große Aussengehege und war glücklich. Als er eines Tages einen EC-Ausbruch erlitt und mit der schwierigen Cecilia zusammenzog, die sich rührend um ihn kümmerte, bewältigten wir auch das. Er hatte wunderschönes, weiches Fell, glänzte und war ein knuffiges Kaninchen mit einem liebevollen Charakter.

Doch Deine Zeit war gekommen, das Alter und die Krankheit liessen Dich vor einigen Tagen regelrecht zusammensacken, die Hinterläufe erlahmten, dramatischer Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit liessen mich ahnen, dass wir nur noch wenig Zeit haben würden. Ein Schmerzmittel machte es Dir leichter, die Zeit bis zum heutigen Tierarztbesuch zu überstehen.

Und nun musste ich Dich gehen lassen, denn alles andere hätte nur noch Torturen bedeutet. Es war soweit. Mein kleiner Berti, Du wirst mir schrecklich fehlen, hinterlässt auch bei Cecilia eine große Lücke und mein Schmerz über Deinen Verlust kennt keine Worte. Geh' nun zu Deiner Rudi, die Du damals so geliebt hast - sie hat Dich erwartet, da bin ich sicher.

Tucholsky

Tucholsky ca. 2003 - 05.02.2008

Er gehörte zu den schlimmsten Fällen, die je bei sweetrabbits gelandet sind bisher: Tucholsky war in einem jämmerlichen Zustand. Schwerster Kaninchenschnupfen, Bindehautentzündung, Spulwürmer, Untergewicht und Lungengeräusche liessen bereits ahnen, dass er wenig Chancen haben würde. Die Erstversorgung sowie die anschliessende Behandlung war aufwendig und der kleine Mann war ein zickiger Patient. Doch es sah so aus, als ob wir ein wenig Glück haben könnten. Bindehautentzündung und Spulwürmer wurden schnell besiegt, der Schnupfen konnte nur eingedämmt werden und machte zumindest ein halbwegs freies Atmen möglich, so dass Tucholsky mit gutem Appetit frass und zunahm. Dass seine Partnerin nicht sonderlich liebevoll zu ihm war, machte mir Sorgen und sicher hätte er es genossen, wenn sich jemand um ihn gekümmert hätte.

Es war eindeutig, dass Tucholsky auf der Gnadenwiese sein kleines Leben hätte leben dürfen - gemeinsam mit anderen Schnupfern wollte ich ihm noch ein wenig Lebensfreude schenken. Vor 3 Tagen nun der völlige Zusammenbruch des Immunsystems: schwerer Durchfall, Apathie und dramatischer Gewichtsverlust. Nichts konnte stoppen, was vor langer Zeit bereits seinen Anfang genommen hatte: deine lange und unbehandelte Krankheit, unzureichende Versorgung und die Unruhe eines Umzuges mit langem Transport. Wir habe Dich heute abend in ein besseres Leben entlassen und Dich sanft in meinen Armen mit viel Tränen und reichlich Wut im Bauch einschlafen lassen. Leb' wohl, Du kleiner hübscher Mann - Du hattest ein besseres Leben verdient.

Miles

Miles 24.11.2007 - 27.05.2008

Es begann mit nur einem Hoden, der 2. wurde auch in einer zweiten Operation nicht gefunden. Dann häuften sich die Symptome: kaum Wachstum, schlechtes Kötteln trotz bester Ernährung, plötzliche Krampfanfälle und ein auffälliges "Zittern" ohne Ankündigung und ohne zunächst erkennbaren Grund. Miles stammt aus einer vermuteten Inzucht bei einer eher desinteressierten Familie, wo eine sehr junge Häsin 2 Mal kurz hintereinander Unfallwürfe bekam, weil man sich keine Gedanken über eine Kastration machen wollte. Bereits kurz nach der Geburt starben 2 Tiere und sweetrabbits wurde zu Hilfe gerufen, die verbliebenen Jungtiere zu übernehmen und zu vermitteln.

Nach eingehenden Gesprächen mit unserer Tierärztin und einer weiteren Untersuchung hatte Miles das "Kümmersyndrom" und war eine Missgeburt. Dieser rein medizinische Ausdruck klingt hart doch entspricht er leider den Tatsachen. Miles muss schubartige Schmerzen und Krämpfe gehabt haben, war stark unterentwickelt, untergewichtig, hatte einen geschwollenen After und ein nicht vollständig entwickeltes Verdauungssystem. Eine derartige Missbildung ist nicht operabel und hätte für Miles ein Leben mit ständigen Schmerzen sowie einer sehr geringen Lebenserwartung bedeutet. Eine schwere Entscheidung, doch sie bedeutet auch ein sanftes und gnädiges Ende eines nicht kaninchenwürdigen Lebens.

Miles ist heute abend in meinen Armen eingeschlafen. Wir haben ihn über die Regenbogenbrücke geschickt, damit er groß und stark sein kann, keine Schmerzen haben muss und endlich mit Appetit fressen kann. Ich werde Dich nie vergessen, kleiner Mann. Du hast so gut nach Heu geduftet und warst ein goldiger kleiner Knopf, dem ich ein Leben in Freude gegönnt hätte. Meine Tränen haben Dich begleitet in ein hoffentlich besseres Leben.

Estelle

Estelle ca. 2005 - 26.06.2008

Vor knapp einem Jahr kamst Du zu mir und brachtest 6 Deiner Freundinnen mit, die aus grausam vernachlässigter Haltung mit schwerstem Kaninchenschnupfen und vielen anderen Krankheiten ausgestattet waren. Nur eine von Euch konnte vermittelt werden - sie war offenbar noch nicht sehr lange in den Händen dieser verantwortungslosen Menschen. 2 sind schon gegangen und nun auch Du, kleine Estelle. Der Schnupfen suchte sich in den letzten Wochen seinen Weg, zuerst begann Dein Auge zu eitern und verkleben und nun schwoll ein riesiger Abszess aus dem Kiefer. Seit einem Jahr versuche ich, Euch das Leben leichter zu machen und weiss dennoch, dass ihr nicht lange leben werdet. Nur knappe 3 Jahre durftest Du alt werden.

Geh' zu Deinen Freunden, die auf der Regenbogenbrücke auf Dich warten und denk hin und wieder an uns zurück, gern hätte ich Dir ein schöneres Leben geschenkt.

Rocky

Rocky 08/2003 - 31.07.2008

Rocky, Du kleiner Wirbelwind.....vor einem Jahr gab Dich Deine Besitzerin in meine Hände, da Du der letzte aus Ihrer Truppe warst und sie sicher gehen wollte, dass Du noch ein schönes Leben mit Kaninchenfreunden haben darfst. Aus unerfindlichen Gründen befiel Dich eine unbekannte Allergie, die wir trotz mehrfacher Tierarztbesuche, einer Endoskopie in der Tierklinik und reichlich Versuchen mit Streuwechsel, Verzicht auf Reinigungsmittel und allem, was mir nur einfiel nicht lindern konnten. Du hast Deine Mädels geliebt, warst frech und hast getobt, obwohl die Krankheit Deinen kleinen Körper so ausgemergelt hatte. Bist manchmal vor Entkräftung umgekippt und noch vor wenigen Tagen hat die Vergesellschaftung mit den anderen Krankenstationbewohnern Dir eine neue große Liebe beschert: die große Roberta hat Dich verzaubert und ihr ward einfach nur noch zusammen glücklich.

Vor 2 Tagen hast Du aufgrund der großen Hitze einen EC-Anfall erlitten, Dein Immunsystem brach nun vollständig zusammen, hast nur noch geröchelt und nicht mehr gefressen. Wir haben Dich heute abend gehen lassen, damit Du wieder frei atmen kannst und uns von da oben gesund und munter zusiehst. Grüß' mir die vorangegangenen sweetrabbits, ich vermisse sie genauso, wie ich Dich vermissen werde.

Etienne

Etienne ca. 2003 - 12.08.2008

Etienne kam aus der üblen Haltung eines privaten Kaninchenzüchters und sollte geschlachtet werden als dieser starb. Durch eine Rettungsaktion bei Nacht und Nebel holten wir 7 Kaninchen dort heraus, 5 kamen zu sweetrabbits und der große und wunderschöne Riesenschecke stahl während der Kastrafrist mein Herz. Eine Vermittlungsanfrage lehnte ich ab, Etienne zog in das große Aussengehege und mein Traum von einem großen Bock zwischen den Zwergen wurde wahr. Nur wenige Wochen hielt unser Glück, denn ein kinderfaustgroßer Abszess erklärte, warum er nicht zunahm. Die Aussage meiner Tierärztin, dass nur eines von 1000 Kaninchen so etwas überlebt, schürte meinen Ehrgeiz und machte ihn zu einer Berühmtheit. Alle zitterten mit, übernahmen Patenschaften und ermutigten uns. Und wir kämpften um sein Leben.

Etienne macht mit wie kein zweites Kaninchen. Hielt still und liess alles über sich ergehen. 3 Wochen Powerbehandlung stärkten unseren Mut und hat ein Band zwischen uns entstehen lassen, was nie mehr zerrissen werden konnte. Wir sahen uns manchmal stumm in die Augen und wussten, dass nur wir beide etwas besonderes geschafft hatten. Etienne blieb im Stall zur Beobachtung, bekam Gesellschaft und selten eine seiner geliebten Tomaten, denn er vertrug sie nicht sonderlich gut. Immer blieb das Niesen, denn der Eiter musste noch im Körper sein und kitzelte in der Nase. Hin und wieder eine Schnoddernase störte uns beide nicht, denn Du bekamst wunderschönes Fell, nahmst zu und warst glücklich.

Heute wissen wir, wohin der Eiter seinen Weg genommen hat. Heute abend hast Du im Stall gesessen und keine Luft mehr bekommen, wir sind sofort zum Tierarzt gefahren: geplatzter Lungenabszess. Als ich Dich gehen liess, brach mein Herz ein weiteres Mal....

Du hast Dich an mir festgeklammert, mir einen Nasenstupser gegeben, als wenn Du sagen wolltest, dass ich Dich nicht vergessen soll. Wie könnte ich das? Du warst mein schöner Etienne und hast heute ein Stück von mir mitgenommen - niemals wirst Du aus meinem Herzen gehen können.

In dieser lauen Sommernacht habe ich Dich neben Deiner geliebten Feodora begraben - meine Tränen wollen nicht versiegen und der Schmerz hämmert in meinem Kopf. Ich werde Dich ewig lieben.

Roberta

Roberta ca. 2007 - 18.08.2008

Heute mussten wir unseren Sonnenschein Roberta über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Roberta kam vor rund 4 Monaten zu sweetrabbits, weil man im Franziskus-Tierheim in Hamburg nicht recht mit der großen Widderdame umzugehen wusste. Roberta litt Zeit ihres Lebens an unerkanntem EC, wurde somit nie behandelt und erblindete. Was sie jedoch an Frohsinn mitbrachte, überraschte selbst mich. Sie tobte durch das Gehege, frass sehr gut und war ein sehr verschmustes Kaninchen. Etwas unbeholfen donnerte sie vor lauter Übermut manchmal gegen die Gehegegitter, um gleich darauf wieder loszupreschen. Sie nahm jeden für sich ein, der sie sah und war ein sonniges Gemüt. Die Kokzidien besiegten wir auch schnell, sie nahm zu und war sehr glücklich hier.

Dann ein schlimmer EC-Ausbruch, der so heftig war, dass Roberta in den letzten Tagen erst nicht mehr laufen konnte und sich nur noch kriechend fortbewegte. Mit sofortiger Medikamentengabe versuchten wir das Unvermeidbare abzuwenden, denn schon unsere Tierärztin machte am Donnerstag nur noch wenig Hoffnung. Das Wochenende über versuchte ich Dich mit Spritzen und kleinen physiotherapeutischen Massnahmen wieder auf die Beine zu bringen, doch alles war vergebens: seit Samstag hast Du nur noch liegen können, warst fast vollständig gelähmt und so fuhr ich bereits unter Tränen zum Tierarzt, denn ich wusste, dass ich Dich verlieren würde.

Süße Roberta, ich wollte Dir so gern ein schönes Leben trotz Deiner Behinderung schenken, doch das Schicksal meinte es nicht gut mit uns beiden. Du wirst für immer bei mir sein und auch im Herzen aller hier lebenden Wollsocken.

Linus

Linus ca. 2003 - 25.09.2008

Nun, mein Baby.......wir sind auch den letzten Weg gemeinsam gegangen, der nicht mehr aufzuhalten war. Heute in den frühen Morgenstunden sind wir in die Tierklinik gefahren, weil sich Dein Zustand dramatisch verschlechterte und ich es nicht mehr mit ansehen konnte. Immer warst Du ein Kämpfer und das erste Mal in den über 2 Jahren, die Du bei mir warst, habe ich den Kampfgeist in Deinen Augen vermisst. Du wolltest nicht mehr und ich habe Deinem Wunsch entsprochen. Du kamst zu mir, weil ein verantwortungsloser Tierarzt an Dir Geld verdienen wollte und eine völlig verunsicherte Halterin eine ellenlange Liste an Krankheiten präsentiert bekam, die Du gar nicht hattest und sie dem nicht Rechnung tragen konnte. Du warst blind durch die vielen verabreichten Medikamente und schon nach kurzer Zeit hier stellte sich heraus, dass Du im Grunde ganz gesund warst.

Nur hat sich die üble Behandlung auf Dein Immunysystem niedergeschlagen, nur kurze Zeit kamst Du zu Kräften, warst fit und munter. Ich stelle ein Foto von Dir zu Deinen besten Zeiten ein, denn so soll man Dich in Erinnerung behalten. Vor einigen Monaten brach aus unerfindlichen Gründen dann alles zusammen. Unkontrollierter Zahnwuchs, Entzündungen in der Maulhöhle, Gewichtsverlust, Apathie.

Wir haben alles versucht, haben nicht aufgegeben und der kleinste Hoffnungsschimmer hat uns immer wieder zum Kämpfen animiert. Und Paula.....immer an Deiner Seite. Sie hat trotz der vielen Freunde im Aussengehege immer zu Dir gestanden, war immer bei Dir, hat Dich gewärmt und geputzt, Dein Futter verteidigt, wenn ein anderer es stehlen wollte. Sie ist das sozialste Kaninchen, welches ich je kennengelernt habe. Sie wird es nicht verstehen und Dich vermissen. Ich werde es ihr erklären und sie wieder zu ihren Freunden in das Aussengehege setzen, ich bin sicher, das hättest Du gewollt.

Geh' nun, Klein-Linus.....die vorangegangenen sweetrabbits erwarten Dich und eines Tages wird auch Paula wieder bei Dir sein. Bis dahin wirst Du Freunde wiedersehen und nicht allein sein. Und auch ich werde immer bei Dir sein. Ich werde Dich immer lieb haben.

Daria

Daria 24.10.2007 - 29.11.2008

Ohne Vorankündigung hat die kleine Daria heute den Weg über die Regenbogenbrücke angetreten und das ganze sweetrabbits Team steht vor einem Rätsel. Wir sind sehr traurig, denn Daria war ein Kind des Pechs:

erst aus dem ungewollten Wurf einer viel zu jungen Häsin bei Menschen, die sich nicht wirklich für Kaninchen interessierten und dann der ständige Pflegestellenwechsel, da Daria niemand haben wollte. Am 10. Dezember hätte Daria genau 1 Jahr bei sweetrabbits gesessen und hatte nie auch nur eine einzige Anfrage. Sie war ein sehr liebes, kleines Kaninchenmädchen, welches nie Probleme machte und in den letzten Wochen dem kranken und schwierigen Sid unendlich liebevoll zur Seite stand. Heute ist sie gegangen, keiner weiss, warum und keiner weiss, wohin.

Kleine Daria, mach's gut, dort wo Du jetzt bist. Vielleicht ist es dort besser und ich werde Dich nie vergessen, es tut mir so Leid. Du hattest besseres verdient.

Cacharel

Cacharel ca. 2005 - 02.12.2008

Weisst Du, kleine....Du warst eine unglaubliche Kämpferin. Ein Leben in Graus bei verantwortungslosen Menschen, nie wurde Dein Schnupfen behandelt und starke Unterernährung, weil es nichts zu fressen gab liessen Dich bei mir in einem grauenvollen Zustand vor 1 1/2 Jahren ankommen. Du lerntest, dass es regelmässig gutes Futter gab, wurdest behandelt und umsorgt von mir. Schnell hat sich Dein Zustand verbessert, hast zugenommen und warst immer die frechste von den Schnupfenmädels. Wir hatten viele Höhen und Tiefen, diverse Krankheitsbilder wegen des Schnupfens, aber immer haben wir es wieder hinbekommen. Die Inhalationen taten Dir gut, doch das Wetter in den letzten Wochen war kritisch für Euch. Ich habe immer geglaubt, Du würdest die letzte sein, die geht. Seit Sonntag hat mir Dein Gewichtsverlust, die Kopfumfangsvermehrung und die Appetitlosigkeit Kopfzerbrechen bereitet und so war der Tierarztbesuch heute abend schon voller böser Vorahnungen.

Der Kieferknochen war war aufgetrieben und voller Bakterien, das Auge tränte und Du hattest beginnende Schmerzen. Es wäre nur noch wenige Tage so gegangen, sagte Frau Dr. Und Du warst des Kämpfens müde, bist sanft in meinen Armen eingeschlafen und wolltest nur noch Deine Ruhe. Geh', meine Kleine.....Deine Freundinnen erwarten Dich und ab jetzt wirst Du ein wundervolles Dasein haben, frei von Atembeschwerden und Schmerzen. Vergiss' uns hier unten nicht, Du wirst immer ein Teil von sweetrabbits sein.

Filippa

Filippa ca. 2007 - 15.04.2009

Ach Filippa.....von weit her habe ich Dich übernommen, gerettet vor dem Schlachter, wollte ich Dir ein schönes Leben hier schenken. Gemeinsam mit Dotti bist Du hier eingezogen, hast ein wenig gebraucht, um glücklich zu sein. Wir beide haben uns nie besonders erwärmen können, Du hattest zu schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. So wollte ich Dir einfach nur ein zu Hause geben und war zufrieden damit, dass Du es warst. Hattest Freunde im großen Aussengehege, hast gekuschelt und Deinen Platz gefunden.

Ob Du älter warst als vermutet oder krank, es hat nichts darauf hingedeutet. Einfach dagelegen hast Du heute abend - wenigstens in mitten Deiner Freunde durftest Du sterben. Irgendwie ist mir das immer lieber, als wenn ihr an schweren Krankheiten leidet, bis ich Euch erlöse. Ein Anruf bei meiner TÄ lässt einen unerkannten Tumor vermuten, Du hattest Blut an Maul und Nase. Ich hoffe inständig, Du hattest keine Schmerzen und bist schnell eingeschlafen.

Geh' nun in eine bessere Welt, grüß' mir die voran gegangenen sweetrabbits. Du wirst hier unten nicht vergessen.

Nele

Nele 08/2003 - 11.05.2009

Mein tapferes und starkes Mädchen ist heute gegangen. Nele lebte von klein auf bei mir, hatte Freunde und durfte nach Herzenslust im großen Aussengehege toben, buddeln und Kaninchen sein. Vor über einem Jahr dann ein heftiger EC-Ausbruch, den wir beide bekämpften und besiegten. Kaum glauben konnte man es, wenn man Dich so sah, so fit wurdest Du wieder. Auch wenn Du nicht zurück konntest, weil ich Dich dem Stress der großen Gruppe nicht aussetzen wollte, so hattest Du doch in den letzten Monaten wieder Deine alte und geliebte Freundin Melody an Deiner Seite, die Dich immer vermisst hat während Deiner Krankheit und wieder zu Dir durfte, als sie alt und schwach wurde. Ein kurzes und glückliches Intermezzo mit dem zackigen Floyd bescherte Dir noch einmal eine Romanze, bis er vor wenigen Wochen vermittelt wurde. Doch Du und Melody - ihr ward unzertrennlich.

Vor gut 1 1/2 Wochen dann unerklärlicher Gewichtsverlust, auch die Kotprobe gab keinen Aufschluss. Dein Appetit liess nach und heute abend dann akutes Nierenversagen - eine grausame Begleiterscheinung von EC.

Ich habe Dich gehen lassen müssen - Melody und ich waren bis zur letzten Sekunde bei Dir...und Du wirst immer bei uns sein, meine kleine dicke Nele. Fast 6 wurdest Du, noch dazu mit EC. Du hättest gern noch bleiben können, wir werden Dich unendlich vermissen. Unter anderem Deinetwegen wurde sweetrabbits gegründet - Du wirst unvergessen bleiben.

Noah

Noah 01/2007 - 23.05.2009

Mein wunderschöner, großer Kerl - was war los mit Dir? Seit Einiger Zeit beobachtete ich Dich mit Sorge und ein Check vor 1 1/2 Wochen ergab nichts auffälliges. Bis auf den Gewichtsverlust, den wir auf den Milbenbefall vor einigen Wochen zurückführten. Du hast alles gut überstanden, warst ein wenig stiller als sonst und vor wenigen Tagen nun die Besserung. Du hast wieder mit Appetit gefressen, warst munter. So auch heute nacht bei meinem letzten Kontrollgang. In der Sonne habe ich Dich gefunden, in Deinem geliebten Häuschen liegend.

Du warst ein Ausbund an Ruhe und Friedlichkeit, die anderen haben Dich geliebt und Schutz bei Dir gesucht. Nie warst Du böse zu jemandem, immer lieb. Montag wollte ich einen Herzultraschall machen lassen - es ist zu spät. Geh', mein großer Junge....vergiss mich nicht, ich werde Dich und Dein wundervolles Wesen unendlich vermissen.

Marcie

Marcie 02/2007 - 26.05.2009

Mein wunderschönes Mädchen ist heute gegangen. Nur kurz durftest Du das neue Aussengehege geniessen, ganz plötzlich begannst Du zu humpeln, 2 riesige Abszesse brachen hervor aus dem Nichts. Krampfhaft haben wir noch behandelt und als keine Besserung eintrat, beschlossen wir gestern die Operation. Ein grauenvolles Bild der Gewebeveränderungen bot sich Frau Dr. und bereits gestern haben wir entschieden, dass wir Dich nicht mehr aufwachen lassen, wenn es zu schlimm sein sollte. Leider hat sich unser Verdacht bestätigt.

Aus vernachlässigter Haltung habe ich Dich und Deine beiden Schwestern übernommen, gesund gepflegt und Euch ein kaninchengerechtes Leben geschenkt. Du warst so glücklich hier und wolltest nicht gehen, also habe ich Dich behalten. Mein Herz bricht heute ein weiteres Mal.

Chloé

Chloé 11.06.2003 - 31.05.2009

Es begann im Sommer 2003 als ich 3 Kaninchen bekam und von diesen wundervollen Tieren keinen Schimmer hatte. Daisy, Chloé und Spencer sind Wurfgeschwister, die etwas in mir ausgelöst haben, was heute den Namen sweetrabbits trägt.

Chloé war immer die aktivste der Drei, ich habe sie damals meine kleine Rockerbraut genannt. Sie war so unglaublich frech und witzig, immer Unsinn im Köpfchen und hat ihre Schwester Daisy zu Untaten verleitet, die Daisy selbst nie begangen hätte. Spencer hingegen übernahm mit steigendem Alter die Chefrolle, welche er bis heute inne hat. Sie war eine Zuckertüte, wie ich sie gern nannte, immer lebhaft, einen Blick zum Schmelzen und ein zauberhaftes Wesen. Sie hat mich zum Lachen gebracht, zur Weissglut getrieben und mir immer vor Augen gehalten, wie alles begann mit meiner Leidenschaft zu Kaninchen. Sie und ihre Geschwister trieben mich dazu, Kaninchen ein artgerechtes zu Hause zu schaffen und Menschen aufzuklären, was ein Kaninchen braucht, um glücklich zu sein. Nie hätte ich vermutet, dass sie die erste sein würde, die geht.

Am Dienstag musste ich meine Marcie gehen lassen und beobachtet am selben Abend, wie Chloé im Gehege sass und nach Luft rang. Am späten Abend führte ich noch ein Telefonat mit meiner Tierärztin, verabreichte Medikamente und der Tierarztbesuch am Donnerstag war ein Schlag in's Gesicht: akute Lungenentzündung aufgrund fortgeschrittener Altersschwäche. Wir baten um Aufschub über Pfingsten, doch trotz hoher Dosierungen starker Medikamente, bekamst Du immer schlechter Luft. Heute haben wir beide beschlossen, dass Du gehen darfst, um Dich nicht länger leiden zu lassen. Du hast mir zu verstehen gegeben, dass Du ein wundervolles Leben hattest und mir nicht böse sein würdest, Deine Zeit war einfach gekommen.

Du bist friedlich in meinen Armen gegangen und mischst wahrscheinlich schon den Himmel auf mit Deiner Art. Ein Teil von Dir wird immer hier sein, ich werde Dich nie vergessen und viele Menschen ebenso nicht.

Leb' wohl, mein sweetrabbit - Dein Name wird für alle Zeiten für etwas stehen, was vielen Kaninchen ein besseres Leben beschert. Ich habe Dich unendlich lieb, meine Zuckertüte.

Dotti

Dotti ca. 2007 bis 22.06.2009

Meine unglaublich schöne Dotti musste heute gehen, denn in den letzten Tagen konnte man beobachten, wie sie zunehmen schwer geatmet hat. Heute mittag hast Du dagesessen und schwer Luft bekommen, wir sind eben zum Tierarzt gefahren und haben eine unglaublich niederschmetternde Diagnose erhalten:

inoperabler Lungentumor

Sehr schweren Herzens habe ich Dich gehen lassen und wilde Flüche ausgestossen, weil der da oben es im Moment nicht gut meint mit sweetrabbits. Ich habe Dich angebetet, so schön warst Du. Geliebt habe Dich "bis zum Mond und wieder zurück", Du hattest einen Charakter, der seines gleichen suchte. Ständig verliebt in alle schwarzen Widder, quietschend vor Lebensfreude, aktiv und selbstbewusst warst Du eine Augenweide im Aussengehege. Aus schlechter Schlachthaltung habe ich Dich geholt und Dir ein Leben in mitten von Freunden gegeben, was Du sichtbar genossen hast. Du hast mir soviel Freude geschenkt, ich werde Dich nie vergessen, meine große Lady.

Luna

Luna 2002 bis 06.07.2009

Ein Drama sondergleichen: nachdem sich Deine und Bobbys Besitzerin so sehr bemüht hat, Euch einen angemessenen Lebensabend zu schenken, weil sie Euch nicht mit in's Ausland nehmen kann, kamst Du erst vor ein paar Wochen hierher. Du warst kein Anfass-Kaninchen, für Dein Alter sehr fit und agil. Scheinbar habt ihr Euch beide gut eingelebt und alles schien gut zu sein. Besonders Dein jahrelanger Kumpel Bobby blühte hier auf.

Es mag die große Hitze und die doch drastische Umstellung Eurer Lebensumstände gewesen sein, die vor wenigen Tagen bei Dir einen EC-Ausbruch der besonders heftigen Art ausgelöst haben. Deine Anfälle waren von einer Intensität, die selbst mich überaschte. Du hast alles bekommen, was nötig war und dennoch hat es nicht gereicht. Wir haben zu kämpfen versucht, wir beide.

Heute abend ein nicht enden wollender Krampfanfall - ich bin sofort mit Dir in die Praxis gefahren, wo wir Deinen unfairen Kampf beendeten: diese schreckliche Krankheit war stärker, als wir beide. Kleine, es tut mir so Leid - mach' es gut dort auf der Regenbogenwiese. Es sollte nicht sein.

Stewart

Stewart 02/2002 bis 26.10.2009

Erst vor 3 Monaten kamst Du zu mir, warst in keinem sehr guten Zustand aber für Dein Alter doch recht fit, wie Frau Dr. meinte. Du warst halt ein Opi und Dein kleiner Körper schon geschwächt von Augenproblemen, wie man mir sagte. Du hast Dich hier schnell eingelebt, warst sogar recht frech und hattest unsere Herzen schnell erobert. Nahm man Dich auf den Arm, hast Du ein wenig gefiept und das arme kleine Kaninchen gemimt. Im Gehege mit Bobby und Melody allerdings wolltest Du zeigen, dass auch ein Opi nochmal so richtig mitmischen kann.

Einfach so konnte man Dich nehmen und bekuscheln, dass Dani Dir erst vor kurzem noch den Beinamen "Handtäschchen" gab. Am Freitag der Ausbruch einer eitrigen Entzündung des rechten Auges, was wir übers Wochenende nur schwer mit Schmerzmitteln und Antibiotika lindern konnten. Dennoch hatte ich Hoffnung für unseren Tierarztbesuch heute abend.

Es war ein Trugschluss: ein Abszess hinter dem Auge brach mit einer solchen Gewalt aus, dass wir keine Chance mehr für Dich sahen und Deine heftigen Schmerzen nicht länger verantworten konnten. Ich kannte Dich nicht lange, aber Du bist mir schnell an's Herz gewachsen, ich habe bittere Tränen geweint, als ich Dich gehen liess. Kleiner Stewi, Du wirst mir fehlen und hinterlässt eine große Lücke in unseren Herzen.

Bounty

Bounty 06/2006 bis 26.10.2009

Als meine Tierarztpraxis mich bat, Dich zu mir zu nehmen vor knapp 2 Wochen, sah es schon recht bedenklich aus. Deine Besitzer wollten Dich einschläfern lassen, da eine Behandlung des diagnostizierten EC's für zu aufwendig erachtet wurde und man familiäre Probleme vor Deine Gesundheit stellte.

Wir beide haben gekämpft - Du am allermeisten - doch Deine Lähmung der Hinterläufe wurde schlimmer bis nun zur völligen Lähmung bauchabwärts. Du hast Dich voll uriniert, ich habe Dich gebadet und dennoch meinte es das Schicksal nicht gut mit uns. Du hattest keine Chance, weil man nicht schnell genug handelte.

Es tut mir so Leid, Du schönes, kleines Mädchen. Du gehst gemeinsam mit Stewart, der Dich sicher beschützen wird und ihr nun schon über frische, grüne Wiesen tobt. Ein schwarzer Tag für sweetrabbits....

Frau Schnuffel

Frau Schnuffel ca. 2005 bis 27.10.2009

Sie war mehr als ein Kaninchen - sie war eine Lady und ein Sinnbild für vieles. Frau Schnuffel kam hier an und als halbes Wildkaninchen seit einem Jahr in der Obhut von Menschen konnte sie sich mit der Gefangenschaft schwer abfinden. Sie biss, kratzte und nahm den ganzen Stall auseinander. Einzig der schräg gegenüber sitzende Mozart während seiner Kastrafrist interessierte sie. Und das so sehr, dass sie immer öfter aus ihrem Gehege hüpfte und vor seinem kampierte. Es ging soweit, dass ich schliesslich den Gang mit Streu auslegte, ihre Näpfe vor seinem Gehege platzierte und sie gewähren liess.

Frau Schnuffel hat niemals andere Kaninchen in seine Nähe gelassen, so dass ich die beiden schliesslich von den anderen abtrennte, mir eine Vermittlung eines Pärchens dieser Klasse abschminkte und ihr ein eigenes Gehege baute. Endlich schien sie zufrieden - allein mit Mozart, ihrer großen Liebe. Sie hingen aufeinander, ineinander, klebten wie siamesische Zwillinge zusammen. Nur selten durfte ich ihn anfassen und das nur unter ihrem argwöhnischen Blick. Sie konnte gucken.....dass einem das Blut in den Adern gefror, wie Andrea (olafundlucas) mal sagte.

Im Frühsommer diesen Jahres das Unfassbare: akuter Schnupfen. Ich hatte immer geglaubt, dass sie als halbes Wildkaninchen besonders robust und resistent sei. Es war ein Irrtum. Der Schnupfen war so unaufhaltsam und brutal, kein Medikament schlug an, der Kieferknochen trieb auf und es wurde schlimmer und schlimmer. Doch sie frass und stritt sich selbst mit Mozart um ein besonders leckeres Bund Dill, wenn es sein musste. Immerhin hatte sie die Hosen an.

Am Wochenende ging es ihr zum ersten Mal richtig schlecht und weil ich meine Tierärztin nicht erreichen konnte, verabreichte ich alles an starken Medikamenten, um Dir Erleichterung zu verschaffen. Es sollte nur für 24 Stunden sein...

Heute war Dein kleines Gesicht wieder verklebt, Du hast geröchelt, keine Luft bekommen und apathisch dagesessen, als ich wusste, dass einer der schwersten Momente für mich gekommen war. Gemeinsam haben Mozart und ich Dich begleitet, als Du Deinen Weg in das Regenbogenland angetreten hast. Du wolltest nicht so recht, ich weiss. Du hattest ein starkes Herz.

"Die Flamme, die doppelt so hell brennt, brennt auch nur halb so lange"

Du hast geleuchtet - für mich und Mozart. Ich werde mein Bestes geben, um auf ihn zu achten.

Humphrey

Humphrey 03/2006 bis 16.11.2009

Ich bin nach Potsdam gefahren, um Dich zu holen - eine Tagesreise, doch das war mir egal. Ein Zuhause wollte ich Dir geben, weil ich vom ersten Moment an von Deiner Schönheit fasziniert war. 6 KG blauer Deutscher Widder - ich hätte Dich den ganzen Tag immer nur anschauen können.

Du warst unmöglich faul, hast im Liegen gefressen und Dich immer so wenig wie möglich bewegt, Dich nur präsentiert und Dich bewundern lassen. Ich habe Dich vergöttert dafür und oft über Dich gelacht.

Vor wenigen Wochen dann ein EC-Ausbruch, der immer schlimmer wurde, statt besser. Die Medikamente schlugen in keinster Weise an und ich machte mir immer größere Sorgen. Als Du das unkoordinierte Rollen anfingst, musste ich Dich aus dem Aussengehege nehmen und in Krankenbox setzen. Wir haben gekuschelt, ich habe Dir Mut zugesprochen und Dich gebeten, wieder gesund zu werden. Ich glaube, das wolltest Du auch, doch diese furchtbare Krankheit hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vor 4 Tagen der Zusammenbruch aller Kräfte, Du hast nur noch gelegen, Dich voll uriniert, das Fell ging an den Hinterläufen aus. Wie ein Baby habe ich Dich täglich gesäubert, Dein Bettchen frisch gemacht und gewusst, dass wir verlieren.

Heute morgen habe ich Dich gehen lassen, denn ich konnte nicht mehr mit ansehen, wie Du verzweifelt versucht hast, Deinen Körper wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Meine ganze Liebe begleitet Dich in das Land des Regenbogens, wo Du nun schon wieder mit Deinem geliebten Freund Noah spielen wirst. Du hinterlässt mich und Deine Freunde tieftraurig und nimmst ein Stück meines Herzens mit, mein schöner großer Kerl. Ich hab' Dich lieb.

Paula

Paula ca. 2003 bis 07.12.2009

Es gibt keine Worte, Deine Großartigkeit zu beschreiben und was immer ich von mir geben werde, es wird Dir nicht gerecht. Du warst das sozialste Kaninchen, welches mir je begegnet ist und wird wohl auch nicht mehr zu toppen sein.

Deine Selbstlosigkeit war einzigartig - es begann mit Linus, Deinem geliebten Partner. Linus war fortwährend krank und selbst auf leckerstes Futter hast Du verzichtet, wenn er es fressen wollte. Du hast Dich damenhaft zurückgezogen und es noch verteidigt, wenn jemand anderes es stehlen wollte. Du hast ihn beschützt, gewärmt, geputzt und warst immer an seiner Seite. Als er ging, hat es Dich selbst fast zerrissen, so sehr hast Du ihn geliebt. Dann hast Du Dich um Melody gekümmert, die einsam war.

Als Du in's Aussengehege zurück gingst, hast Du Dich mit Spencer angefreundet, Liebe war es nicht - aber gegenseitiger Respekt und Beschützen. Doch kaum ging es jemandem schlecht, warst Du sofort zur Stelle, hast Dich gekümmert und warst da. Es war schon eigenartig und oft meinte ich, es mir einzubilden. Doch Du warst einfach so und hattest darin Deine Aufgabe gefunden. Du warst so großartig, so einzigartig, so wundervoll.

Vor 4 Tagen begann es Dir schlecht zu gehen und ich vermutete einen erneuten Schnupfenschub. Inhalationen und Kräuter schienen auch zu helfen, doch irgendwas war anders. Ich bemerkte Deinen kugeligen Bauch und fürchtete schon eine Aufgasung oder Magenüberladung und rätselte. Doch Du hast gefressen, warst aber knapp bei Luft. Dann erneute Inhalationen und sicherheitshalber Sab Simplex - es schien Dir besser zu gehen und doch war mir komisch dabei.

Ich grübelte und heute mittag hatte ich einen Gedanken, der sich heute abend bestätigte: Tumor im Endstadium.

Paula, wenn ich könnte, würde ich Dir ein Denkmal bauen. Doch ich weiss, das hättest Du nicht gewollt und für übertrieben gehalten. Ich werde Dich statt dessen mit dem gesamten Team in ehrenvoller Erinnerung behalten, denn wir alle haben Dich geliebt und auch bewundert.

Nein, es tröstet mich nicht, dass Du ungefähr 7 geworden bist und fast 4 Jahre hier ein gutes Leben hattest. Dafür werde ich Dich zu sehr vermissen. Aber ich weiss, dass Linus Dich vor wenigen Minuten abgeholt hat an der Treppe zur Regenbogenbrücke und ihr nun gemeinsam wieder durch das Leben tobt.

Mach' es gut, meine wundervolle Paula. Ich habe Dich furchtbar lieb.

Melody

Melody ca. 2003 bis 09.12.2009

Vor sehr langer Zeit nahm ich Dich als Notfallkaninchen zu mir und bemerkte schon, dass Du anders bist. Still und zurückgezogen warst Du immer. 2 Vermittlungsversuche scheiterten, weil Du immer nur Angst vor dem Ungestüm der anderen hattest.

So holte ich Dich dann mitten in der Nacht nach Hause zurück und beschloss, dass Du bleiben darfst.

Nie wolltest Du mit anderen kuscheln oder spielen: Deine Freundin Nele - ja, die hast Du geliebt. Nur mit ihr hast Du gekuschelt, immer an ihrer Seite gesessen. Als Nele an EC erkrankte und ausziehen musste aus dem Aussengehege warst Du verloren und unglücklich, so dass ich auch Dich aus dem Aussengehege nahm. Keiner Deiner Partner konnte Dich aufmuntern und nach mehr als einem 3/4 Jahr setzte ich Dich und Nele wieder zusammen. Und es klappte: Eure alte Liebe flammte wieder auf, Du warst glücklich.

Dann ging Nele über die Regenbogenbrücke und wieder hast Du sie nur vermisst. Inzwischen sah ich Dich älter werden und schenkte Dir noch einmal einen Freund: der kranke Elliot zog mit Dir zusammen und ich konnte beobachten, wie ihr langsam aber sicher eine kleine Romanze begonnen habt. Es sollte Deine letzte sein.

Heute abend hast Du in Deinem Gehege ganz still gelegen und Dich das erste Mal ganz friedlich anfassen lassen. Ich habe gesehen, wie die Kräfte schwanden und gewusst, dass Du mich heute verlassen wirst. Wir haben das erste Mal gekuschelt seit Du hier bist - als ob Du heute abend auf mich gewartet hast und mir das erste Mal sagen wolltest, dass es gut war hier. Dann bist Du gegangen.

Hüpf' zu Deiner Nele, meine Süße. Ich weiss nicht, was vor langer Zeit Deine Seele so verletzt hat, hier wurdest Du geliebt.

Stitch

Stitch ca. Mitte 2006 bis 19.01.2010

Stitch war ein wunderschönes Tier, dem vor langer Zeit einiges widerfahren sein musste, denn diese Ansammlung von Gebrechen haben auch wir nur selten in dieser massiven Ausprägung gesehen. Nach dem Tod seiner Partnerin gaben seine Besitzer ihn in unsere Hände, denn sie wollten ihm noch ein gutes zu Hause für einige Zeit schenken.

Bedauerlicherweise wurde vom behandelnden Tierarzt so einiges übersehen und der arme, schöne Kerl hat lange genug gelitten. Stitch muss fortwährend Schmerzen gehabt haben: Kniearthrose, Lungenfibrose, beidseitige Erblindung und mit einer plötzlichen Entzündung im Auge wurde Stitch hier angeliefert.

Nach einigen Versuchen, ihm noch Schmerzen zu nehmen und das Auge zu behandeln, hat sich sein Zustand gestern abend drastisch verschlechtert und Eiter quoll aus dem Auge.

Wir haben Stitch heute nachmittag gehen lassen, um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen, als er es noch auf Erden hätte haben können. Nun ist er frei von Schmerzen, kann wieder sehen und hoppeln. Es war das Einzige, was wir noch haben tun können.

Stitch, Du warst ein schöner Kaninchenmann, der ein besseres Leben verdient gehabt hätte. Das sweetrabbits-Team hat heute schon bittere Tränen um Dich geweint. Leb' wohl, wir werden Dich nicht vergessen.

Mogli

Mogli 01.04.2005 bis 21.01.2010

Er war ein Held und riesengroßer Kämpfer. Mit einer solchen Vielzahl an Krankheiten und einem völlig instabilen Immunsystem kam Mogli im Herbst 2008 hier an.

Ungewöhnlich starker Fellwechsel, Blasengries, eine Bindehautentzündung, einen ungewöhnlichen Befall mit Peptostreptokokken, Durchfall, Zahnspitzen, Milbenbefall. Die Liste schien endlos und der Behandlungserfolg wollte nur langsam voranschreiten. Er war ein sehr knurriger Patient, biss mich häufig und schien keinen rechten Willen zur Gesundung zu haben.

Dann ein EC-Ausbruch, der sich glücklicherweise in Grenzen hielt und die Frage: wohin mit Mogli. Zu welchem Tier setze ich ihn?

Die kleine Teika mit einem furchtbaren EC-Ausbruch war derart behindert, dass ein normal gesunder Partner nicht in Frage kam. Es war ein schwieriger Start, aber die beiden liebten sich sehr und ohne Mogli hätte Teika nicht zu ihrer jetzigen Form gefunden. Es geht ihr wieder deutlich besser und sie war unser kleines Weihnachtswunder.

Mogli hat ihr Lebenswillen gegeben und sie umsorgt, umso bitterer dass nun wenige Wochen danach sein Immunsystem zusammenbrach. Wir haben es gefürchtet und kommen sehen, was heute seinen Abschluss fand. Er zog ein Beinchen nach, urinierte sich voll, nahm ab und seit heute nun starker Durchfall, Fellverlust. Medikamente, Infusionen und Waschungen schlugen nicht mehr an und konnten es nicht aufhalten. So habe ich Mogli heute abend gehen lassen.

Unser Schokobär wird uns fehlen - vor allem der kleinen Teika, die ab heute unter strenger Beobachtung steht, bis ich ihr einen neuen Freund zu Seite stellen kann und hoffentlich damit zurecht kommt.

Mogli, Du warst etwas Besonderes - Dein Verlust ist kaum in Worte zu kleiden. In meinem Arm bist Du eingeschlafen und in's Regenbogenland gegangen. Komm' gut an und vergiss uns nicht.

Dankeschön!


An dieser Stelle möchten wir uns von ganzem Herzen bedanken, denn nicht immer ist es möglich, den Spender direkt zu kontaktieren. Dennoch ist es uns ein großes Anliegen, Danke sagen zu dürfen für viele und großzügige Spenden und Zuwendungen

DIE REGENBOGENBRÜCKE


Wir alle kennen die Regenbogenbrücke und fürchten sie. Dennoch ist sie ein Teil unseres Lebens mit Tieren. Nie vergessen wir die, die wir so geliebt haben. Ich möchte ihnen hier ein kleines Denkmal setzen.

In Memoriam - Die Regenbogenbrücke