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Nala hat Verstopfung/ Mogli verstorben: Befund der Pathologie - Erfahrungen

Nutzer: Momomaus
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geschrieben am: 08.05.2012    um 16:21 Uhr   IP: gespeichert
Hallo zusammen,

leider muss ich mich aus sehr unangenehmen Gründen mal wieder im Forum zu Wort melden.

Unsere Nala ( 2 Jahre alt) hatte bis jetzt nie Magenprobleme, immer war Mogli unser Sorgenkind und bei kleinsten Magenverstimmungen wurde massiert ect. Doch letzten Sonntagabend (29.4.) wollte Nala auf einmal nicht fressen und als ihr ihren Bauch abgetastet habe war gleich klar, dass der Magenausgang verstopft ist. Um kurz vor 12 beim Tierarzt angerufen und Sab Simplex und MCP-Tropfen geholt, dazu Bauchmassage, die ganze Nacht durch. Ebenfalls gab es 2ml Öl auf die Unterlippe, damit sie es selbst ableckt, weil ich echt Panik habe, dass es in die Lunge kommt. Morgens fing sie dann wieder an zu fressen (Haselnusszweige) und die beiden durften wieder ins Außengehege, wo sie immer wohnen, denn die Nacht über waren sie drin in meinem Zimmer, wo sie als sie kleiner waren auch oft waren und sich auch wohlfühlen mit ihrem Kuschelkissen ect. Mittags kamen die ersten Köttel, es machte den anschein als sei alles überstanden.

Doch vorhin will ich den beiden ein Leckerli bringen und Nala nimmt es nicht, was für sie äußerst ungewöhnlich ist. Also wieder den Bauch abgetastet und der Magen war wieder verhärtet und hatte umgefähr die Größe einer mittelgroßen Zitrone. Wieder war der Magenausgang verstopft wie man fühlen konnte. Ich hab wieder Sab Simplex und MCP-Tropfen gegeben, je 0,2ml, jetzt sind zwei Stunden um und das zweite mal ist dran. Doch diesmal bringt das Massieren nicht den erwünschten Effekt, dass sich im Magen-Darm-Bereich etwas tut und ich habe doch wieder Öl gegeben. Sie ist draußen und hoppelt wenn Mogli sie nervt von einem Liegeplatz zum andern, am liebsten in einer schattigen Kuhle in der Buddelecke.

Hat jemand Erfahrung mit dem gehäuften Auftreten von solchen Magenverschluss-Dingen? Und vor allem Tipps wie man es vermeiden kann?
Tipps was ich im momentanen akut Zustand machen kann wären auch gut!!!

Ich muss dazu sagen, dass ich weil sie sich momentan so stark Haaren, da Mogli ja auch eigentlich sonst so anfällig ist, immer Bezo Pet Paste verabreiche so ca. 1,5 bis 2 ml pro Kaninchen einmal pro Woche. Wenn ich Köttelketten finde auch manchmal zwei Mal pro Woche.

Ich bin echt am verzweifeln!!! Das kann ich zum Abi gerade absolut gar nicht gebrauchen und ich mache mir so Sorgen um die Kleine und weiß nicht was ich falsch mache!!!
Ich hoffe die Verstopfung löst sich jetzt erstmal!!!

LG


Und natürlich die Plüschnasen Schokino, Emil & Molly

  TopZuletzt geändert am: 06.06.2012 um 14:11 Uhr von Momomaus
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Nutzer: ingi2010
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geschrieben am: 08.05.2012    um 17:26 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,

wurde denn mal ein Röntgenbild erstellt?
Ist bekannt was die Ursache der möglichen Verstopfung ist?
Also was blockiert den Ausgang?

Mit Magen-Darm-Sachen ist ja wirklich sehr vorsichtig umzugehen, weil sich der Zustand ganz plötzlich leider drastisch verändern kann.

Denn, bist du dir denn auch wirklich sicher, dass das Ertasten von dir auch eine wirklich sichere Prognose ist?

Ebenfalls die MCP-Tropfen auf möglichen Verdacht zu verabreichen, davon würde ich ebenfalls abraten. Es ist ein sehr starkes Medikament und sollte wenn, dann vorher unbedingt nach Sichtung und Diagnose von einem kaninchenerfahrenem TA abgeklärt werden.

Liebe Grüße Inga

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Nutzer: Momomaus
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geschrieben am: 08.05.2012    um 18:34 Uhr   IP: gespeichert
Nein, von einem Röntgenbild haben wir erstmal abgesehen, weil nicht auf einen Fremdkörper zu schließen ist und die Ursache mit hoher Wahrscheinlichkeit Haare sind, da es durch die plötzliche Hitze letztes Wochenende zu vermehrtem Fellwechsel kam und auch Köttelketten aufgetreten sind.
Mit der Prognose bin ich mir recht sicher, da ich durch meine Mithilfe in einer Tierarztpraxis auch schon verschiedene Dinge erlebt habe. Außerdem äußert es sich ja genauso wie vor 1,5 Wochen, wo wir beim Tierarzt waren.

Gibt es eine Alternative zu MCP-Tropfen? Ich würde auch gerne verzichten gleich so starke Medikamente zu verabreichen, aber mir ist leider keine Alternative bekannt!!!

Der Magen ist jetzt wieder weicher beim Massieren und es hat auch erstmal ordentlich gepoltert in ihrem Bauch, aber es geht weiter. Langsam wird sie sauer beim Massieren und beißt um sich, sodass sie schon kleine Blattstücke gefressen hat, doch meistens spuckt sie alles wieder aus bzw. lässt es auf den Boden fallen wenn sie es abgerissen hat.
Da es jetzt weitergeht werde ich nicht nochmal MCP verabreichen und erstmal beobachten. Wäre es sinnvoll nochmal Öl zu geben?

Hab schon etliche Kräuter eingekauft in der Hoffnung sie mag die Fressen... Dill, Basilikum, Petersilie,... noch mag sie aber nicht :(


Und natürlich die Plüschnasen Schokino, Emil & Molly

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Nutzer: Gretchen
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geschrieben am: 08.05.2012    um 19:47 Uhr   IP: gespeichert
Da sie, wie Du schreibst, im Moment stark haaren und Köttelketten ausscheiden, gib ruhig noch mal Öl. Wenn der Magen noch aufgegast ist, würde ich auch Sab simplex geben. Und dann drücke ich die Daumen, dass es Nala bald wieder besser geht.
Sollte diese Problematik noch einmal auftreten, würde ich zur Sicherheit röntgen lassen.
Liebe Grüße von Manu mit Holly & Fetti
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Nutzer: schnuffelnase
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geschrieben am: 08.05.2012    um 20:23 Uhr   IP: gespeichert
Wie fütterst du deine Tiere denn?
Denn über die Fütterung kann man viel beeinflussen... soviel Frisches wie möglich, vielleicht sogar regelmäßig frisches Gras und andere Kräuter von der Wiese.
Pellets und kleingeschreddertes (Trocken-)Futter sollte man am besten in solchen diesen Fällen meiden.

Und sei vorsichtig mit den MCP-Tropfen, du solltest sie nicht ohne Rücksprache mit dem Tierarzt verabreichen und schon gar nicht länger als 2-3 Tage.
Grüße von Karin
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Nutzer: Momomaus
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geschrieben am: 08.05.2012    um 20:40 Uhr   IP: gespeichert
Sie frisst immer noch nicht , dann gebe ich ihr gleich nochmal Öl, es macht jedoch nicht den Anschein als sei es noch aufgegast, nur ein Holpern in den Darmschlingen, aber da geht es ja eher weiter.

Also die beiden bekommen:
- Heu in großer Menge, sodass sie nach Bedarf fressen können
- Gemüse: Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzel, Eisbergsalat, Chicoree, Fenchel, Rote Beete, Kohlrabiblätter, Tomate, Spitzkohl, Chinakohl (Wobei sie Spitz- & Chinakohl das letzte mal vor 3 Wochen hatten, Kohlrabiblätter nur zwei vor 6 Tagen)
Obst: Apfel
-jeden Tag frische Äste vom Baum (Apfelbaum, Birnenbaum, Haselnussbusch, Kirsche (momentan nicht wegen der ausgeblühten Blüten), Weide (selten)
- und seit 5 Wochen wieder jeden Tag eine Hand voll frisches langes Gras aus dem Garten (ungespritzt!!!) und Löwenzahn
- außerdem als Bestechung beim reinholen in ihr Nachtgehege zur Bestechung immer ein paar Erbsenflocken oder ein Apfelchips

Also eigentlich nichts, was matschiges Kornfutter oder Pelletskram sein kann... Ich versuche sie ja immer so gesund wie möglich zu Ernähren um gerade das hier zu vermeiden


Und natürlich die Plüschnasen Schokino, Emil & Molly

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Nutzer: Momomaus
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geschrieben am: 09.05.2012    um 11:21 Uhr   IP: gespeichert
Immer noch keine Besserung!!! Sie frisst nicht und köttelt nicht. Der Magen ist nicht mehr dick und es poltert weiter, aber nur wenn man massiert.
Langsam muss sie wieder fressen!!!
Der TA ist erst mittags wieder erreichbar, solange muss ich noch warten :(


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Nutzer: ingi2010
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geschrieben am: 09.05.2012    um 11:32 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Momomaus
Immer noch keine Besserung!!! Sie frisst nicht und köttelt nicht. Der Magen ist nicht mehr dick und es poltert weiter, aber nur wenn man massiert.
Langsam muss sie wieder fressen!!!
Der TA ist erst mittags wieder erreichbar, solange muss ich noch warten :(
Wenn die Maus Kot absetzt, bitte diesen auch gleich mitnehmen zur Untersuchung.

Ich drück die Daumen
Liebe Grüße Inga

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Nutzer: Gretchen
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geschrieben am: 09.05.2012    um 21:05 Uhr   IP: gespeichert
Hallo Momomaus! Wie schaut es denn aus inzwischen?
Liebe Grüße von Manu mit Holly & Fetti
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Nutzer: Momomaus
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geschrieben am: 10.05.2012    um 23:11 Uhr   IP: gespeichert
Hallo zusammen,
tut mir leid, dass ich mich jetzt erst wieder zurück melde. Krankes Kaninchen und Lernen ist ziemlich chaotisch.
Deshalb eine kurz Fassung:
Ich hab ihr weiterhin Öl und Sab gegeben. Röntgenbild ist gemacht. Der Magen ist nicht stark auffällig. Im Darm ist es ein bisschen aufgegast und ein wsh. Fellknoten von einer Gasblase umschlossen war erkennbar.
Sie trinkt Fenchel-Anis-Kümmel-Tee von alleine und zum verdünnen der Medikamente. Seit heute Nachmittag frisst sie wenn man sie etwas nervt (sie hat Löwenzahn, Petersilie und Dill gefressen, Löwenzahn sogar dann ein paar Blättchen alleine als sie auf den Geschmack gekommen ist) und eben war ich draußen und sie hat durch das Gitter ein Löwenzahnblatt genommen
Ich hab mich ein wenig versucht an das Buch "Alternative Therapie für Kaninchen" zu halten und hab nach Rücksprache mit dem TA ihr Leinsamen als Brei aufgegossen mit kochendem Wasser und ihr in abgekühlter Form als Brei eingegeben nachdem sie vorhin ein bisschen was gefressen hatte.
Außerdem bekommt sie bis morgen Bariumsulfat damit wir sehen wie viel weiter es im Verdaungssystem geht, wenn ein zweites Bild gemacht wird.
Heute Mittag und Abend hatte sie ein Tropfen Novalgin in 3ml Fencheltee bekommen und davon die Hälfte pro Eingabe bekommen!
Ob sie köttelt weiß ich nicht sicher, es lag eine Kette mit zwei Böbbe ln in der Toilette mit viel Fell drin an der stelle wo sie eine ganz Zeit lag/saß und die sah noch recht frisch aus, aber es kann auch sein, dass sie von Mogli der immer mal wieder neben ihr saß stammte. Ich hoffe nur es war ihre.
Ich lasse sie die Nacht durch jetzt erstmal in Ruhe nachdem sie ein wenig gefressen hatte und da es den Anschein macht, dass im Magen auch nachdem sie gefressen hatte keine Vergrößerung zu fühlen war. Vielleicht brauch sie auch etwas Ruhe!

LG und drückt die Daumen, dass sie morgen wieder fit ist!!!


Und natürlich die Plüschnasen Schokino, Emil & Molly

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Nutzer: Momomaus
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geschrieben am: 11.05.2012    um 10:10 Uhr   IP: gespeichert
Ich habe stinkende, matschige Böbbel gefunden und heute morgen hat sie auch ein paar Löwenzahnblätter und Haselnussblätter gegessen!!! Hoffentlich ist sie jetzt bald wieder ganz fit!


Und natürlich die Plüschnasen Schokino, Emil & Molly

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Nutzer: bineschnute
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geschrieben am: 11.05.2012    um 10:22 Uhr   IP: gespeichert
Immer weiter so
Gute Besserung!!
Viele Grüße von Sabine mit den Mümmlern Krümel, Bandita und Canella, Mats Müller, Knolle, Branca und Zampino

Keks, mein stolzer Schecke
Morenito, mein weißer Wutz
Ramazotti, mein treuer Freund
Pepone, in tiefer Dankbarkeit und Liebe
Sputnik und Camillo immer im Herzen
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Nutzer: Momomaus
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geschrieben am: 11.05.2012    um 15:01 Uhr   IP: gespeichert
Böbbel, Böbbel, Böbbel!!! Ganz viele zwar keine Böbbel in der Toilette und sie frisst ein bisschen Gras!!! Ich glaub wir habens geschafft!
Ich nehme sie nochmal mit zum Röntgen, mit dem Bariumsulfat ist ja jetzt sichtbar wie viel es weiter gewandert ist und dann kann ich mich endlich dem (dummen) Chemie-Abi morgen zuwenden!
Ich bin so erleichtert gerade!!!


Und natürlich die Plüschnasen Schokino, Emil & Molly

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Nutzer: Momomaus
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geschrieben am: 11.05.2012    um 18:13 Uhr   IP: gespeichert
Röntgenbild die zweite: Als der Kot ist weiter gegangen und es sind schon weitere Böbbel vorm After zu sehen und es kamen gerade auch welche, außerdem hat sie gerade auch wieder ein paar Blätter gefressen. Es scheint als ob im Darm alles weiter geht und die Gasbläschen sogut wie weg sind, die gestern zu sehen waren. Der Darm ist gefüllt und war mit dem Bariumsulfat gut sichtbar und sah aus als ob er gut arbeitet.
Das größere Problem ist jedoch der Magen. Zwar geht es von dort aus auch weiter, aber es war kein Ball ca. 2-3cm Durchmesser zu erkennen indem sich Bariumsulfat vermehrt gesammelt hat und es sieht so aus als ob das noch weitere Haare sind, die aber in der Größe nie durch den Magenausgang passen!!! Sie verstopfen ihn nur zum Glück nicht mehr!!!

Was kann ich machen damit sich der Haarball auflöst, damit nicht morgen wieder der Magenausgang zu ist???
Ich soll vom TA aus nochmal Bezo Pet Paste geben, aber das bekommen sie ja sowieso schon, gibt es noch andere Dinge?

Ich gebe gleich nochmal Leinsamenbrei und ein bisschen Sab Simplex damit auch die letzten Gasbläschen verschwinden.

Die Böbbel die wir vorhin gefunden haben wurden auch gleich untersucht: viele Rohfaserstücke und Haarreste, aber keine Parasiten oder sonst irgendwas gefährliches!

Hoffe so, dass ihr Tipps habt wie dieser Haarball weg geht!!
LG


Und natürlich die Plüschnasen Schokino, Emil & Molly

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Nutzer: Momomaus
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geschrieben am: 12.05.2012    um 22:55 Uhr   IP: gespeichert
Hallo zusammen,

ich bekomme noch die totale Krise!!!

Nala geht es wieder besser. Sie böbbelt, frisst, putzt sich und tobt ein wenig. Dabei hat sie jedoch knapp über 300g in den letzten beiden Wochen abgenommen!!! Aber das bekommen wir hoffentlich zumindest zum Teil wieder drauf!!!

Aber vorhin beim Füttern wollte Mogli nicht fressen. Ich habe ihn erstmal in Ruhe gelassen und dachte er hat ja das ganze was Nala die letzten Tage nicht wollte mit weggemümmelt. Aber jetzt war ich eben nochmal draußen gucken ob er frisst und statt, dass er gefressen hat fing es an aufzugasen. Beim Massieren gluckert es massiv im gesamten Magen-Darm-Trakt und er ist total fertig. Aber an seim Popo hing noch eine haarige Köttelkette, was ja auf den Auslöser hinweist. Er hat natürlich auch Nala geputzt als sie krank war und wsh so noch mehr Fell aufgenommen.
Ich hab ihm gleich Sab Simplex gegeben, Bezo-Pet-Paste hatte er heute Mittag zur Vorsorge bekommen. Außerdem hab ich den Leinsamenbrei angesetzt den Nala auch bekommen hat.
Ich hoffe durch das Massieren und das Sab kommt der Magen/Darm jetzt ganz schnell wieder in Schwung. Ich gehe in einer Stunde nochmal raus und gebe ihm den Brei.

Aber gibt Haarsorten die besonders häufig für Haarballen mit Verstopfung führen?
Denn es kann doch nicht sein, dass ich zwei Kaninchen mit so extremer Anfälligkeit in so kurzer Zeit habe. Oh mann ich bekomme gleich die Krise

Die Kotprobe gestern war von beiden und die war auch okay... Warum ist das nur???

Viele langsam verzweifelte Grüße


Und natürlich die Plüschnasen Schokino, Emil & Molly

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geschrieben am: 13.05.2012    um 08:26 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,

das ist mies - ich kann mir vorstellen wie es Dir jetzt geht.

Ich habe auch ein Kaninchen gehabt, mein Strolch, der regelmässig mit Verstopfungen zu kämpfen hatte.
Und auch meine Flocke hat hin und wieder mal ein bisschen Probleme.

Beides Löwenköpfchen mit einem sehr sehr weichen und seidigen Fell. Allerdings kenne ich auch Tiere die diese Probleme nicht haben trotz des Felles.

ich kann Dir nur empfehlen für die Zukunft das Frischfutter dauerhaft mit Öl zu beträufeln. Am besten mit Leinöl einfach zur Vorbeugung.

Gibst Du ihm den auch Öl ein oder nur Bezo-Pet Paste?
Liebe Grüße von Kira & Anton & Anja!
Für immer unvergessen - Flocke, Strolch,Krümel und Bobo!
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geschrieben am: 13.05.2012    um 12:50 Uhr   IP: gespeichert
Hallo,

es ist schrecklich!!! Das bei Mogli war wsh keine Verstopfung er ist innerhalb von 2,5 Stunden vom Kreislauf zusammengeklappt und ist auf dem Weg zum Tierarzt um viertel nach 12 in der Nacht verstorben
Ich weiß nicht mehr weiter alle im Haus sind total am Ende, niemand kann es sich erklären!!! Er ist den ganzen Tag draußen rumgetobt, hat geböbbelt und gefressen, war einfach fit und voller Lebensfreude. Und dann stirbt er uns so plötzlich unter den Händen weg.
TA kann sich das auch nicht erklären, hatte ihn ja die Tage vorher immer gesehen, wenn wir mit Nala da waren und die Kotprobe war total in Ordnung!
Auf Anraten des TA bringe ich ihn morgen in die Pathologie nach Hannover. Ich will wissen was das war, auch um Nala zu schützen!!!

Es verlief so:
Um halb neun habe wollte er beim Füttern nicht essen, aber ich dachte, er hat den ganzen Tag so viel gemümmelt vllt hat er kein Hunger mehr. Aufgegast war er da noch nicht.
Um kurz nach 10 bin ich nochmal draußen und er war schon sehr schlapp und der Magen war Tennisball groß aufgegast und auch im Darm polterte es ordentlich. Ich hab ihm Sab Simplex gegeben (0,2ml) und massiert und dabei hat es ordentlich gepoltert in seinem Bauch aber dem Gestank zu folge hab ich einige Gase raus bekommen.
Dann bin ich um halb 12 raus und er war total apatisch, schlapp und lag nur. Ich hab ihm 1 Tropfen Novalgin und nochmal Sab gegeben und wollte ihn mit hoch holen und plötzlich wurden seine Schleimhäute immer weißer und er noch schlaffer und hab mich dann entschieden, den TA anzurufen.
Wir konnten um kurz nach 12 sofort kommen und ich hab ihm im Arm in seinem Kissen gleich so mitgenommen, dann hat er zweimal gezuckt und Luft eingezogen auf dem Weg und ich glaube dann war er tot

Es ging so schnell, das konnte keine Magenüberladung gewesen sein und auch keine einfach Aufgasung! Niemand, weder wir noch der TA kann sich erklären was es war. Deshalb wollen wir es gerne in der Pathologie klären lassen um die Ungewissheit loszuwerden und nächstes Mal besser eingreifen zu können.
Mir ist auch in den Tagen davor nichts aufgefallen. Er lag vllt öfter im Haus, aber das habe ich mit der schwülen Gewitterluft erklärt. Außerdem hat er sich seit 3 Wochen häufiger am Ohr gekratzt und wir waren sogar beim TA und haben in die Ohren gucken lassen, da war nichts!!!

Ich mache mir so Vorwürfe, dass ich hätte irgendwas erkennen müssen, aber ich war so auf das Abi konzentriert, aber war doch trotzdem immer bei ihnen und hab sie beobachtet!!! Ich bin so am Ende

Ich überlege die ganze Zeit ob er etwas falsches gefressen haben könnte, aber im Käfig steht durch ihr gebuddel kein bisschen Grün mehr und ich habe ja Nala die Schonkost gegeben und das hat er auch gefressen!!!
Aus Angst das evtl die gekauften Sachen Schuld waren, bekommt Nala jetzt nur Heu und Äste, Gras und Löwenzahn aus dem Garten was 100%ig nicht gespritzt ist und dazu wasche ich es noch ab!!!
Ich hoffe die Patho finden etwas, wo wir uns nicht auch noch Sorgen um Nala machen müssen.

Hat jemand von euch schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht und ein Ergebnis was es war?

Nala ist wieder normal, frisst und böbbelt gut, aber sie versteht glaube ich die Welt nicht mehr!!! Sie war nie länger als ne Stunde allein und immer mit Mogli zusammen! Jetzt darf sie mit bei mir im Zimmer schlafen!

Ich bin so entsetzt, traurig,... alles und frage mich die ganze Zeit warum und ob ich etwas erkennen hätte müssen

Traurige Grüße


Und natürlich die Plüschnasen Schokino, Emil & Molly

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Nutzer: Lumpi
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geschrieben am: 13.05.2012    um 13:35 Uhr   IP: gespeichert
Oh nein .. das tut mir so leid.

Bitte mach Dich jetzt nicht komplett verrückt was das Futter betrifft. Nala geht also wird das nicht die Ursache sein.

Mogli komm gut rüber kleiner Mann

Liebe Grüße von Kira & Anton & Anja!
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Nutzer: Momomaus
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geschrieben am: 13.05.2012    um 13:56 Uhr   IP: gespeichert


Ich werde trotzdem noch ein paar Tage warten bis sie wieder ihr normales Futter bekommt.

Meint ihr ich kann ihn vllt nach der Patho wieder mitnehmen um ihn zu beerdigen?


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"Autor"  
Nutzer: Nadin
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geschrieben am: 13.05.2012    um 14:06 Uhr   IP: gespeichert
Wie schrecklich... Mach es gut kleiner Mogli, du wirst so schmerzlich vermisst...

Momomaus, Dir viel Kraft und mach Dir keine Vorwürfe....
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"Autor"  
Nutzer: Gretchen
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geschrieben am: 13.05.2012    um 15:06 Uhr   IP: gespeichert
Momomaus, es tut mir sehr leid, dass Mogli so plötzlich seinen Weg über die Regenbogenbrücke angetreten ist. Lass Dich mal
Liebe Grüße von Manu mit Holly & Fetti
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"Autor"  
Nutzer: Elise
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geschrieben am: 13.05.2012    um 18:09 Uhr   IP: gespeichert
Ich glaube nicht, dass du etwas hättest erkennen können/müssen. Er war fit und fröhlich, seine Kotprobe war in Ordnung und er war ja sogar immer mit beim Tierarzt. Dass Kaninchen bei schwülem Wetter weniger lebhaft sind ist auch völlig normal, also kein Grund, sich Sorgen zu machen. Sogar Schonkost hat er bekommen.

Wenn mit einem meiner Tiere was ist bin ich aber auch so, ich suche IMMER die Schuld bei mir. Das geht wohl vielen so, die ihre Tiere lieben. Und du wolltest das Beste für Mogli und hast dich sehr gut um ihn gekümmert. Du bist nicht schuld an seinem Tod. Manchmal hat man nicht die Macht, solche Dinge zu verhindern, das muß man leider akzeptieren, so schwer es ist.

Die Idee deines Tierarztes mit der Pathologie finde ich aber gut. Dann weißt du wenigstens, was Sache ist. Und du kannst ja sagen, dass du ihn gerne wieder mitnehmen würdest wenn die Untersuchung beendet ist, ich wüßte nicht, was dagegen spricht.

Es tut mir sehr leid für dich und Nala und ich wünsche euch, vor allem natürlich dir, ganz viel Kraft nach diesen schrecklichen Tagen.
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"Autor"  
Nutzer: Momomaus
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geschrieben am: 13.05.2012    um 18:24 Uhr   IP: gespeichert
Vielen Dank für eure lieben Worte!

Wie lange dauert so eine pathologische Untersuchung denn wohl? Bestimmt schon 3 - 4 Tage bis man genaue Ergebnisse bekommt, oder? Manchen die das da gleich oder mit so einer Warteliste?

Es ist so makaber zu wissen, dass er jetzt unten im Gefrierfach liegt bis morgen...


Und natürlich die Plüschnasen Schokino, Emil & Molly

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Nutzer: Momomaus
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geschrieben am: 06.06.2012    um 14:10 Uhr   IP: gespeichert
Hallo zusammen,

ich habe lange drüber nachgedacht, ob ich diesen Beitrag nun nochmal aufgreife, aber ich denke es kann für andere später von Interesse sein wie eine solche Sektion abläuft und auch was bei uns rausgekommen ist.

Ich habe Mogli dem Montag dann tiefgefroren zur Tierärztlichen Hochschule nach Hannover gebracht. Leider ist dies nicht so einfach gewesen. Ich hab das Formular, das man auf der Homepage herunterladen kann bereits zuhause ausgefüllt und wollte ihn dann gerne nach der Sektion wieder abholen, doch leider ist das nicht möglich . Auf Grund irgendwelcher Seuchenschutz-Bestimmungen dürfen Tiere, die einmal zur Sektion abgegeben wurden nicht mehr herausgegeben werden. Auch der Transport toter Tiere ist wohl verboten, aber das wusste ich vorher nicht. Man kann sein Tier nach einer Sektion nur beerdigen, wenn eine kosmetische Sektion durchgeführt wird (bei Kaninchen kostet dies um die 130€) und der Tierbestatter das Tier dann abholt und einäschert, sodass man eine Urne erhält, was auch nochmal hohe Kosten bedeutet (es gibt die Möglichkeit von Sammeleinäscherung und Einzeleinäscherung; Preise sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich, aber immer sehr hoch). Insgesamt hätte dies für mich am Ende über 250€ und mehr bedeutet, sodass ich am Ende ziemlich im Zwiespalt stand, ob ich ihn nun dort abgebe und eine normale Sektion durchführen lasse (knapp 60€) oder ihn wieder mit nehme und beerdige und dann nicht weiß weshalb er gestorben ist.

Ich stand ziemlich im Zwiespalt, denn die Vorstellung, dass er am Ende irgendwo zwischen Kuh- und Scheinekadavern verrottet hat mich echt fertig gemacht, doch ich wollte auch Nala schützen!!!
Die Mitarbeiter des Instituts für Pathologie waren sehr freundlich und man versicherte mir dann, dass die Tiere nach einer normalen Sektion auch nur vom Abdecker abgeholt und dann verbrannt werden und nicht verrotten, außerdem sei es nach einer Sektion nur noch eine leere Hülle... Es ist keine angenehme Vorstellung, doch die Vernunft sagte mir, dass er nun eh nichts mehr fühlt und Nala´s Gesundheit nun an erster Stelle steht. Ich habe mich also entschlossen diese normale Sektion durchführen zu lassen, wenn auch schweren Herzens und mit vielen, vielen Tränen!!!

Doch bei der Abgabe von Mogli war es nicht sonderlich schön. Wenn man bei der "Probenannahme" klingelt, kamen zwei Mitarbeiter heraus, beide in Sektionskleidung (weißer Gummimantel, Gummihose und Gummistiefel, sowie Mundschutz) an der überall Blutspritzer waren und im Hintergrund hin eine Kuh an den Hinterläufern aufgehängt zur Sektion und der Geruch war auch nicht angenehm. Meinem Freund ist ziemlich komisch geworden. Falls jemand also darüber nachdenkt sein Tier ebenfalls zur Pathologie zubringen, sollte er/sie sich darüber bewusst sein und vielleicht besser jemand anderen bittet das Tier dort abzugeben, denn es wird dadurch nicht gerade einfacher!!!

Am nächsten Morgen wurde ich dann gleich angerufen und über die weitere Vorgehensweise aufgeklärt, der zuständige Tierarzt war sehr freundlich und versicherte mir sich sofort zu melden, wenn etwas rausgefunden wird. Das hat mir selbst ungemein geholfen und mir das Gefühl gegeben mich richtig entschieden zu haben!
Nachmittags kam dann auch der Anruf mit den ersten Ergebnissen. Befund: eine mukoide Enteritis!!! Weitere histologische Ergebnisse würden erst am nächsten Montag bekannt sein, ob es die Todesursache ist konnte man mir auch nicht sagen.

Zur Sicherheit haben wir gleich eine Kotprobe von Nala ins Labor geschickt um auszuschließen, dass sie auch eine mukoide Enteritis hat und man sie ggf. behandeln kann. Draußen wurden Gehege und Co. sofort mit Unmengen von Bactazol desinfziert.

Zudem trauerte Nala stark, hat viel weniger gefressen ect., sodass wir auch hier Handlungsbedarf hatten und in der Privatvermittlung im Forum auf Schokino gestoßen sind. Schokino wurde dann an dem Donnerstag zu uns gebracht, aber die Vergesellschaftung musste noch Nalas Kotprobenergebnisse abwarten.

Diese kamen zum Glück am Freitag und es wurde nichts festgestellt!!! Keine Parasiten oder irgendwelche Bakterien und die Tierärztin meinte einer Vergesellschaftung stünde nun nichts mehr im Wege! Also haben wir Nala und Schokino am Samstag vergesellschaftet und es hat zum Glück alles bestens geklappt und bis jetzt sind sie ein Herz und eine Seele.

Die Ergebnisse aus der Pathologie kamen dann am folgenden Montag. Die histologische Untersuchung ergab keinen wirklichen todesursächlichen Befund, so wirklich sicher was die Todesursache war, war man sich nicht. Man könnte noch eine Mikrobiologie des Mageninhalts von Moglie durchführen, doch eigentlich hat dies ja mit Nala´s Kot schon stattgefunden und es ist nichts festgestellt worden.

Deshalb haben wir es nun dabei belassen und sind froh das Nala wohlauf ist und sich so gut mit Schokino versteht.
Leider funktioniert mein Scanner momentan nicht, deshalb muss ich den Befundbericht gleich mal Abtippen...


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Nutzer: Momomaus
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geschrieben am: 06.06.2012    um 14:55 Uhr   IP: gespeichert
Also hier der Abschlussbericht der Pathologie:

"Am 15.05.2012 untersuchten wir in Ihrem Auftrag ein männlich-kastriertes, 2,18kg schweres Kaninchen.
Bei der Sektion war der Tierkörper in einem guten bis adipösen Ernährungszustand. Die Lunge wies ein mittelgradiges, akutes, diffuses, alveoläres Emphysem und ein geringgradiges, akutes, diffuses, alveoläres Ödem auf. Im Abklatschpräperat eines Leberanschnitts wurden keine spezifischen Erregerstadien nachgewiesen. Der Magen war mittel- bis hochgradig dilatiert und mittelgradig mit grünlich, feinbreiigen Futterbestandteilen gefüllt. Der Dünndarm wies eine gering bis mittelgradige mukoide Entzündung auf. Der Dickdarm war mittel- bis hochgradig mit grünlich, leicht pastösen Ingesta gefüllt. im Nativausstrich des Darminhalts wurden keine spezifischen Erregerstadien nachgewiesen. Der Enddarmkot war geformt.
Bei der pathologisch-histologischen Untersuchung war das Knochenmark mittelgradig zellreich mit Nachweis myeloischer, erythroischer und megakaryozytärer Vorläuferzellen. Die Lunge wies über den makroskopischen Befund hinausgehend eine geringgradige, interstitielle, teils heterophile Pneumonie mit mittelgradiger Hyperplasie des Bronchus-assoziierten, lymphatischen Gewebe (BALT) sowie eine mittelgradige Mediahyperplasie pulmonaler Gefäße auf. Dünn- und Dickdarm wiesen keine über den makroskopischen Untersuchungsbefund hinausgehende, morphologische Veränderung auf. Im Großhirn, Stammhirn und Kleinhirn lag eine multifokale Melanose vor.
Lymphonodi mesenteriales, Muskeln, Zunge, Trachea, Herz, Milz, Leber, Niere, Blase, Magen, Ammonshorn, Medulla oblongata, Hypophyse und Nebenniere waren pathologisch-histologisch ohne besonderen Befund.

Weitere Untersuchungsbefunde:
Im Augenkammerwasser wurde ein Harnstoffgehalt von < 50 mg/dl nachgewisen (Referenzbereich: < 50 mg/dl)

Beurteilung:
Bei dem verendeten Kaninchen wurde eine mukoide Enteritis festgestellt. Dabei handelt es sich um eine verlustreiche Erkrankung der Kaninchen mit variabler Morbidität und hoher Mortalität, die bevorzugt bei jungen, jedoch auch bei adulten Tieren auftreten kann. Ursächlich werden Infektionen mit Clostridien oder Escherichia coli in Betracht gezogen. Fütterungsbedingte Faktoren, Managementfehler, Dysautonomien und die aufnahme von Mykotoxinen werden als pathologische Faktoren disktiert.
Weiterhin wies die Lunge eine interstitielle, teils heterophile Pneumonie auf. Ursächlich kommt eine Infektion mit viralen und bakteriellen Erregern in Betracht. Die BALT-Hyperplasie stellt entweder eine entzündlich-bedingte oder eine reaktive Veränderung dar. Aufgrund der mäßigen Ausprägung ist die klinische Bedeutung unklar.
Darüber hinaus wiesen die pulmonalen Gefäße eine mittelgradige Mediahyperplasie auf. Ätiologisch kommen pulmonale Hypertonien oder postparasitäre Prozesse in Betracht.
Aufgrund fehlender Hinweise auf parasitäre Infektionen oder eine Kardiopathie handelt es sich wahrscheinlich um eine idiopatische Veränderung unklarer Genese.
Bei der Melanose des Gehirns handelt es sich um eine Pigmentierung ohne pathologische Bedeutung.
Die übrigen Veränderungen an der Lunge sowie die Stauungserscheinungen in zahlreichen Organen sind wahrscheinlich agonal entstanden.

[...]
Wir empfehlen Ihnen diesen Befund mit Ihrem Haustierarzt zu besprechen."

Das haben wir gemacht und unsere TÄ meinte auch nur, dass es ja irgendwie kein richtiges Ergebnisse ist. Und dass sie nicht glaubt, dass eine mukoide Enteritis so akut sein kann, wenn vorher kein Durchfall ect. aufgetreten ist. Es sind halt unmengen an kleine Befunden, aber nichts ist richtig akut.
Und ich will ja nicht wissen was alles gefunden wird wenn man uns aufschneidet!!!

Was meint ihr zu diesem Ergebnis?

Also ich fühle mich zumindest jetzt sicherer und kann mir nicht vorwerfen nichts gemacht zu haben um Nala evt. zu schützen. Ich war mit der Beratung und dem Service der TiHo Hannover sehr zufrieden, jedoch zeigt der Absatz zu der mukoiden Enteritis nur wieder wie wenig alles bei Kaninchen noch erforscht ist. Die gesamte Untersuchung hat uns nun 56,64€ gekostet, aber ich denke das ist ok und bin froh es gemacht zu haben.

Ich muss aber immer noch jeden Tag an meinen kleinen Mogli denken und vermisse ihn sehr, er hat trotzdem eine Grabstätte im Garten bekommen, wo ich einige seiner Haare eingebuddelt habe, sodass wenigstens ein Teil von ihm hier bleibt, im Garten wo er sich immer am wohlsten gefühlt hat !!!


Viele Liebe Grüße


Und natürlich die Plüschnasen Schokino, Emil & Molly

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Nutzer: Möhrchengeber
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geschrieben am: 09.06.2012    um 10:48 Uhr   IP: gespeichert
Hallo Momomaus,


es sind zwar nun schon eine paar Wochen her, aber es tut mir leid, dass du den kleinen Mogli verloren hast. Manchmal passiert so was leider sehr unerwartet.

Aber es ist schön, das Nala nun wieder einen neuen Freund hat mit dem sie sich so gut versteht.

Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, dass du die Sektion durchführen hast lassen.
Denn wie du selbst sagt, die Ungewissheit woran das Tier verstorben ist, lässt einen nicht recht zur Ruhe kommen. Der Gedanke, dass es etwas ansteckendes war, das auf die anderen Tiere übertragbar ist, spielt da natürlich auch mit hinein.

Auch ich habe Anfang des Jahres meine Flocke sezieren lassen. Für mich kam ihr Tod auch sehr unerwartet. Ich wollte ebenso Klarheit und mir keine Vorwürfe machen, irgendetwas übersehen zu haben.
Ich habe die Sektion jedoch in einer Tierarztpraxis durchführen lassen, und nicht wie du, in an einem Forschunginstitut, wie der Tierärtzlichen Hochschule in Hannover.

Heraus kam, dass Flocke am Magenausgang einen Tumor hatte, der sie wohl bis kurz vor ihrem Tod nicht beeinflusst oder ihr gar Schmerzen bereitet hat. Von außen war er nicht zu ertastet und bei einer Untersuchung im Vorfeld mit großer Warscheinlichkeit auch nicht zu erkennen gewesen.
Auch mir wurde gesagt, dass man nicht mit 100%-iger Sicherheit sagen kann, dass das die Todesursache war, da jedoch nichts anderes gefunden wurd (es wurden Magen, Darm, Herz, Lunge, Leber und Niere untersucht) davon auszugehen ist.
Eine Untersuchung des Gehirns, wie in deinem Fall bei Mogli, fand nicht statt.

Auch ich habe inklusive der Formulierung des Befundes (dies wurde extra abgerechnet) ca. 50 Euro bezahlt.

Jedoch, so scheint mir, wurde die Sektion von Mogli durchaus mit größerem Aufwand betrieben, denn der Befund, den du erhalten hast ist weit aus besser formuliert, es wurde ausgiebiger untersucht.
Der Befund, den ich erhalten habe, war lediglich ein Sechszeiler.

Ich durfte Flocke jedoch nach der Sektion wieder mitnehmen und begraben. Eine Seuchenschutz-Bestimmung, dies so etwas verbietet, wurde mir nicht genannt.

Da mich das Thema interessierte, ob es solch eine Bestimmung gibt, nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe, habe ich mich mal bei meiner Tierärztin erkundet (Die Sektion habe ich bei einem anderen Tierarzt durchführen lassen). Sie erklärte mir, genrell gibt es solch eine Bestimmung nicht. Auch sie überlassen den Besitzern im Anschluss das Tier zum Begraben, wenn es sich nicht um eine hoch ansteckende Krankheit wie Myxomatose handelte.

Jedoch, so sagte sie mir, kann ein Forschungsinstitut, wie es die Tierärztliche Hochschule ist, seine eigenen Bestimmungen haben und somit die Herausgabe des Tieres verneinen.

Aber wie du letztendlich sagst, es ist nur eine leere Hülle. Das, was das Kaninchen ausgemacht hat, bleibt in unserer Erinnerung, die, wenn der erste Schmerz vergangen ist, uns ein Lächeln hervorruft.
Ich finde es schön, dass du dennoch einen Ort gefunden hast, an dem du einen Teil von Mogli aufsuchen kannst.

Auch wenn, wie bei dir der Befund nicht ganz eindeutig war, würde ich eine Sektion bei einem unerwarteten Todesfall immer wieder durchführen lassen. Es gibt einem Gewissheit und lässt einen dadurch besser abschließen. Darüber hinaus bedeutet es einen Schutz für die hinterbliebenen Tiere.

Ich wünsche dir für Nala und Schokino alles Gute!
Es grüßen Melanie, Callisto und Lilith mit Joey in Gedanken und Polly, Leonidas, Max, Lotte und Flocke für immer im Herzen




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"Autor"  
Nutzer: Momomaus
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geschrieben am: 10.06.2012    um 12:42 Uhr   IP: gespeichert
Hallo Möhrchengeber,

das mit deiner Flocke tut mir leid!

Ich denke, dass die tierärztliche Hochschule vor allem deshalb solche Bestimmungen hat, weil dort so viele Tiere in den Hallen seziert werden, dass eine Seuchengefahr durchaus besteht. Und wie solch ein Institut im Gesetz eingeordnet ist, wissen wir ja auch nicht bei den vielen Absätzen (>KLICK HIER!<

Ich hab mich jedoch so recht gut beraten gefühlt und das mit der Abgabe eines toten Tieres können die ja auch nicht wissen, wenn es eigentlich vom Tierarzt übergeben wird oder abgeholt (weil der Transport ja wohl auch nicht erlaubt ist).

Und wenn du sagst, dass du bei einem "normalen" Tierarzt mit viel geringerem Befundbericht nicht viel weniger bezahlt hast, war es ja nicht mal so teuer. Es sei denn dein TA hat gleich eine kosmetische Sektion berechnet, wobei ich nicht glaube, dass es für den TA in einer normalen Praxis da Unterschiede gibt, denn wenn er das Tier nicht wieder sorgfältig verschließt und abgibt ect. würde für ihn noch die Entsorgung und so anfallen.

Also zu der Sektion, die wir durchführen lassen haben, gehörte eine pathologische Untersuchung mit makrologischem Befund und dann irgendwie drei histologische Untersuchungen mit Färbetechnik. Ich denke, dass dies auch alles auf dem höchsten Stand der Wissenschaft durchgeführt wurde.
Zudem wurden noch Proben an denen etwas festgestellt wurde (Darminhalt,...) konserviert und innerhalb von 6 Wochen nach der Untersuchung kann ich mich dort melden, falls ich noch eine Mikrobiologie dieser Proben oder eine andere weiterführende Untersuchung gemacht haben will. Die würde nochmal separat berechnet werden.
Ich hab mich aber entschlossen davon abzusehen, da ja bei der Kotprobe von Nala alles okay war und wir keine Gefährdung für sie festgestellt haben, sodass man weiter nachforschen müsste.
Neben der Gefährdung für Nala, war mir außerdem vor allem wichtig für mich zu wissen, dass ich es vorher nicht hätte erkennen können und dass ich mir nicht vorwerfen muss etwas übersehen zu haben. Auch unsere TÄ meinte, dass das für sie auch wichtig wäre um zu wissen wie mit solchen Fällen umzugehen ist und ob es Voranzeichen gäbe, aber dies schien ja nicht der Fall zu sein.

Und natürlich wird er in meinem Herzen und den Erinnerungen weiterleben, denn er war ein sehr besonderes Kaninchen und so auf mich fixiert und so anhänglich wie noch keins meiner Kaninchen zuvor, was mich ihn natürlich besonders vermissen lässt, weil nun keiner mehr sofort ankommt und auf den Schoss springt. Die anderen kommen zwar auch aber sie sind immer noch vorsichtig und bei Mogli war das alles so selbstverständlich und so...

Viele liebe Grüße


Und natürlich die Plüschnasen Schokino, Emil & Molly

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"Autor"  
Nutzer: Luna2901
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geschrieben am: 24.10.2012    um 22:46 Uhr   IP: gespeichert
tut mir echt leid für dich, aber viel glück mit deinen beiden jetzt , auf das sie lange leben (:
  TopZuletzt geändert am: 24.10.2012 um 22:50 Uhr von Luna2901