Ursprüngliche Ansicht darstellen: Vegetarismus

birba
geschrieben am 07.06.2008 um 21:06 Uhr
Ich bin im moment vegetarierin, aber wenn ich auszihe will ich veganerin werden( meine mutter lässt es mir nicht zu veganerin zu werden, sie sagt es sei nicht gesund, fisch muss ich leider auch essen...)



Ich akzeptiere alle die sagen sie wollen Fleisch essen, ich kann es aber nicht verstehen dass man der tot des tieres in kauf nimmt um nur ein Fleisch auf dem teller zu haben, es gibt doch soo viele lekere sachen ohne Fleisch!!!

Ich trinke auch nur seer selten milch und habe auch keine mangelerscheinungen...

jodel
geschrieben am 07.06.2008 um 21:42 Uhr
Na warte mal ab, die werden noch kommen. Das wirkt sich oft erst Jahre später aus. Wenn du dich wirklich irgendwann vegan ernähren willst, dann solltest du dich (b)(/b)gründlichst(b)(/b) ernährungstechnisch beraten lassen!
Spreche unbedingt mit einem Arzt (Ernährungsberater) darüber. Es ist keine Kleinigkeit sich auf solch eine Ernährung umzustellen.
Es gibt aber auch mittlerweile Bioprodukte (Milch, Eier etc.) von Biobauern, die ihr Hühner, Kühe usw. artgerecht halten. Also überleg' dir das gut mit der veganen Ernährung. Das muss nicht unbedingt sein.
birba
geschrieben am 07.06.2008 um 22:02 Uhr
Mein artzt hat gesagt das wenn ich mindestens ein ei pro woche esse ist das ok
Das mit dem vegan verden vird noch ein paar jahre dauern ich bin 15 und werde auch noch nicht so schnell auszihen!!!
Auc wenn die milch bio ist müssen dafür tiere sterben und käse maag ich sowieso nicht und ganz vegan werde ich wol nie sein da ich die eier von meinen eigenen hühner immer essen werde, weil dafür ja sowieso keinetiere sterben müssen!!!
Miu
geschrieben am 08.06.2008 um 11:17 Uhr
also ich esse Fleisch als Aufschnitt gerne, und zum Beispiel wenn wir grillen. Fleisch, dass gekocht wurde oder gebraten, mag ich nicht so gerne, aber das ist einfach Geschmackssache. Ich bin trotzdem nicht abnormal, oder wie du das ausgedrückt hast, denn ich würde zum Beispiel NIE NIE NIE Kaninchen essen, da ich diese Tiere so liebe. =)
haesliclub
geschrieben am 08.06.2008 um 12:53 Uhr
wieso müssen denn die Kühe für Milch sterben?
Nickelz
geschrieben am 08.06.2008 um 13:10 Uhr
Kühe geben erst Milch, wenn sie gekalbt haben. Die männlichen Kälber landen in der Fleischproduktion. Auch die Milchkühe haben keine sonderlich lange Lebensdauer, da sie, nachdem sie ein paar Mal gekalbt haben, ebenfalls geschlachtet werden.
Sugarry
geschrieben am 17.07.2008 um 15:19 Uhr
Sooo ... nach der Hälfte zu lesen habe ich aufgehört ;) Wollt aber auch mal mitreden *g*

Also ich bin auch Vegetarier sei 5 1/2 Jahren und bin sehr gesund und glücklich mit dieser Entscheidung. Ich bin sehr konsequent und esse natürlich auch keinen Fisch und trinke hauptsächlich Sojamilch, esse so gut wie keine Eier und achte auch sehr genau darauf das auch keine Gelatine, Schelllack oder sonstigen Zusätze in meinem Essen landen. Auch kaufe ich keine Lederwaren (übringens nicht nur Abfallprodukt der Fleischindustrie wie immer behauptet) und kaufe zusätzlich noch viele Bioprodukte ein und überlege auch schon Mal ob es wirklich notwendig ist, dass ich eine Ananas aus Südamerika esse, die hunderte Kilometer hierher geschafft wurde... Ich versuche auch so gut es geht große Firmen wie Tschibo oder Procter & Gamble nicht zu unterstützen und benutze auch nur tierversuchsfreie Kosmetik nach dem IHTK und kaufe (auch schöne Klamotten) in Bioqualität... Übringens muss Öko nicht immer was Jesuslatschen-ähnliches bedeuten *hihi*

Ach ja, da das Ganze wegen Klimawandel und so weiter gerade so "modern" ist, ist es Vegetariern und "Ökos" übrigens gott sei dank leichter gemacht worden "gesund" zu leben und zwar mit viel Qualität...

Allerdings bin ich absolut nicht radikal und akzeptiere auch alle, die Fleisch essen. Ich disskutiere übrigens trotzdem sehr gerne und zwar sehr sachlich mit eigentlich jedem der mit mir drüber sprechen will (und das wollen viele *g*) und habe auch schon viel durch meine guten und vorallem sinnvollen Argumente dazu bringen können, mich nicht vor der ganzen Familie, der Clique oder sonst wem blöd darstellen zu wollen - sondern habe eher schon einige dazu gebracht sich wirklich mal Gedanken zu dem Thema zu machen...

MEINE Gründe sind aber auf jeden Fall globale und zwar bin ich der Meinung das diese Erde nicht überleben wird, wenn der Mensch weiter seine Machtbesessenheit auslebt... Das ist aber leider ein so komplexes Thema das es mich manchmal voll in den Abgrund zieht und ich nur traurig bin weil ich mich so hilflos fühle gegenüber den Grausamkeiten der Menschen gegenüber der eigenen Spezies und gegenüber anderen Arten!

Ich denke halt nur, das wenn es Gandhi, Martin Luther King oder Steve Biko nicht gegeben hätte, würden heut immer noch Farbige als Slaven gehalten werden... Es muss halt nur mutige Menschen geben, die für ihre Überzeugung kämpfen...

Und jeder kann seinen, wenn auch nur kleinen Teil dazu beitragen, egal wie - hauptsache man lebt irgendwie bewusster und nicht so "beschenkt" vom Leben...

/verm

Calavero
geschrieben am 17.07.2008 um 15:31 Uhr
mmmhhh... bei solchen Äußerungen frage ich mich immer wie man entscheidet welche tiere man essen darf und welche nicht... was spricht zum Beispiel gegen ein Hundeschnitzel?
Sugarry
geschrieben am 17.07.2008 um 15:40 Uhr
Das ist denke ich kulturelle und erzieherische Angelegenheit... In Indien isst kaum einer ne Kuh und in Peru essen sie Meerschweinchen...


Das denke ich aber auch oft, wenn mir jemand erzählt: Ich esse kaum Fleisch, fast nur Hühnchen... - und mal ganz ehrlich, das sind wohl die am grausamsten gehalten Tiere in Massenproduktion und zwar für Eier und Fleisch...

Giebschen
geschrieben am 17.07.2008 um 20:40 Uhr
Falsch. Kaninchen sind es. Denn in Deutschlang gibt es kein einzigstes Gesetz, dass die Haltung von Kaninchen regelt. Bei Hühnern ist das anders. Seitdem irgendwann einmal ganz groß in den Medien über Legebatterien diskutiert wurde, ist schon jede Menge geschehen. (Klar- gequält werden sie immer noch, dass will ich gar nicht bestreiten. Aber was bei Kaninchenzucht vor sich geht ist einfach nur zum )
Bleeddy
geschrieben am 18.07.2008 um 08:14 Uhr
Kann ich daraus schließen, dass sonstige Schlachtviehhaltung (Schweine, Rinder,...) und die Art, wie diese ermordet werden (lange Transporte, abartige Schlachtmethoden), OK sind?

Anders ist jedenfalls nicht zu erklären, warum hier so viele Leute so vehement das Fleischessen verteidigen und sich als Schützer der armen Kaninchen darstellen.

Kaninchen sind genauso Tiere wie Rinder oder Schweine. Und nur, weil wir welche davon in unseren Gehegen oder Wohnzimmern rumhoppeln lassen, sind sie nicht mehr oder weniger schützenswert als andere Tiere.
Peppie
geschrieben am 18.07.2008 um 14:17 Uhr
Das will ich sehen das eine Kuh durch meine Wohnung läuft und ich darüber noch glücklich bin!

Aber jetzt wieder zum Thema es ist einfach nur schrecklich wie Tiere gehalten werden, ich musst in meiner Ausbildung zum Schlachthof und mir das angucken. Einfach schrecklich wer das einmal live gesehen hat wird es anders sehen. Aber ich esse trotzdem Fleisch aber nicht in Massen. Wenn wir uns die Amis angucken die essen viel mehr fleisch als wir und finden das auch noch richtig gut.


Mich macht es aber auch immer traurig wenn Menschen über dieses Thema reden.
Wenn ich mir vorstelle das ganz viel Leute gibt die nicht zu essen haben und wir reden darüber was wir essen sollen oder nicht!

Und das schlimmst ist wir können nicht viel tuen!
Sugarry
geschrieben am 18.07.2008 um 14:58 Uhr
Naja, wenn nicht die ganzen reichen Staaten Fleisch in Massen essen würden (und wirklich JEDER sagt: Ich esse eh nicht viel Fleisch ... bla bla bla) dann müsste auch nicht die halbe Welt hungern - denn was die Tiere die für Fleisch gehalten werden an Nahrung und Wasser verbrauchen ist echt abartig... meine Meinung ;)

Und finde es auch seltsam wenn man seinen lieben Hund, seine Katze und seine Kaninchen über andere Tiere stellt ... eigentlich eh schlimm das der Mensch sich sone Liste gemacht hat, wer denn da ganz oben steht
Peppie
geschrieben am 18.07.2008 um 16:46 Uhr
Ich kann mir behauten das ich wirklich wenig Fleisch esse wenn ich im Monat 5 mal Fleisch esse dann ist das schon ne Menge!


Aber es gebiet viel schlimmere Probelme auf der Welt als sich einen Kopf zu machen was andere so essen! Nämlich wieviel Lebensmittel einfach weg geschmissen werden.
zum Beispiel: Wenn ein LKW mit Tomaten nach Deutschland kommt und nicht die richtig Temperatur
hat kann das keiner annehmen und die ganz Ladung wir auf den um gekippt.

Das finde ich noch schlimmer.

Und gibt noch viel mehr schlimmer Themen zu Beispiel: Volkermord usw.


Was manche Menschen einfach anstellen ist krank und man kann uns die vieleicht Fleisch essen nicht darunter zählen! Das wollte ich nur mal schreiben
Sugarry
geschrieben am 18.07.2008 um 17:34 Uhr
Wie gesagt, da hat wohl jeder seine Meinung...ich wollt hier auch keinem was vor werfen, sondern nur meinen Standpunkt erläutern - aber wer sich angegriffen fühlt ;)
Peppie
geschrieben am 18.07.2008 um 18:22 Uhr
Oh das hast du was falsch verstanden! Angeriffen fühle ich mich nicht viel ein bisschen auf den Schwanz getretten! Jeder hat seine Meinung und das ist auch gut so!
Sugarry
geschrieben am 18.07.2008 um 18:37 Uhr
Das wollte ich eben nicht, wie gesagt ich sag halt nur wie ich es sehe und wenn man über so ein schweres Thema diskutieren will, dann macht man das eben mit viel Leidenschaft (ich zumindest) und dabei kommt es sicherlich auch manchmal anders rüber als es gemeint ist. Ich rede halt ziemlich viel und gerne über das Thema, weil es für mich wichtig scheint und weil ich andere Leute gerne zum Denken anrege - und sobald ich das schon geschafft habe ist das ein Anfang - denn auch wenn der Gegenüber am Anfang natürlich auf die Barrikaden geht, weil man sich auf den Schwanz getreten fühlt, macht man sich trotzdem hinter her mal Gedanken und sieht vielleicht auch manchmal, das andere gar nicht so sehr Unrecht haben... ;)


mira
geschrieben am 18.07.2008 um 19:01 Uhr
Hallo,

ich lebe seit acht Jahre fleischlos, möchte aber niemanden meine Ansichten aufdrängen und akzeptiere es genau so, wenn jemand Fleisch isst.

Das ist eine persönliche Entscheidung. Wir sind hier in einer sehr priviligierten Situation, andere können es sich nicht leisten, sich darüber Gedanken zu machen.

Würde sich aber jeder einmal eingehend mit der Haltung von Nutztieren befassen (schließlich sind wir in der Lage dazu), würden einige bestimmt dazu übergehen, auf Fleisch zu verzichten, oder auch bereit sein, ein paar Euro mehr auszugeben, um nicht Fleisch aus Billigproduktionen zu erlangen.

Ich mag diese Mentalität "hauptsache billig" nicht, wie schon geschrieben wurde, wie die Tierhaltung hinter einem Steak für 99 Cent aussieht, sollte jedem bewusst sein...

Was ich auch nicht mag, sind diese Unterschiede zu machen, die Asien ist man Hund, das ist nicht grausamer, bzw weniger grausam, wie wir es sind, die die Kuh essen.
Genauso bei manchen Beiträgen zum Thema Tierschutz, wenn geschrieben steht, dass es den Kaninchen in dem Zooladen so schlecht geht...den Meerschweinchen, Fischen, Vögel etc geht es dort nicht besser.

Das ist ein wenig weit weg vom Thema ich weiß, aber prinzipiell es ist das selbe.

Liebe Grüße

Edit: s bei isst angehängt... hört sich ansonsten etwas komisch an...
Cori
geschrieben am 18.07.2008 um 19:56 Uhr
Hmm, interessante Diskussion...

habe das hier von Anfang an mitverfolgt. Habe lange Zeit geraucht und auch alles in mich hineingeschaufelt ohne nachzudenken. Habe mich dann eine zeitlang etwas eingehender mit allem befasst und erst aufgehört zu rauchen und dann auch Fleisch zu essen. (Hin und wieder esse ich Bio-Geflügel meiner Schwiegermutter zu liebe).

Erstens möchte ich die Massentierhaltung in Bezug auf die Fleischproduktion nicht unterstützen und zweitens auch aus gesundheitlichen Gründen. Ich habe vielerlei Artikel gelesen, die begründen, dass wir eben keine Fleischfresser sind. Ein schönes Zitat möchte ich noch bringen:

"Geben Sie einem Kind einen Apfel und einen Spatz. Wenn es den Vogel aufrisst und mit dem Apfel spielt, fresse ich einen Besen. Was würde aber Ihre Katze fressen? Wir Menschen sind nicht einmal emotional auf das Essen von Fleisch eingerichtet. Überkommt Sie beim Anblick eines neugeborenen Lamms die Lust , es zu töten und sich über sein Fleisch herzumachen? Oder sagen sie vielmehr:"Ist das aber süß!"

Allen Carr
Sugarry
geschrieben am 18.07.2008 um 20:42 Uhr
Es werden eh immer mehr vegetarier letzte Zeit, aus welchen Gründen ist ja auch eigentlich schnuppe, aber ich finde das toll...

Ich denke auch, dass es gerade jetzt an der Zeit ist, mal anzufangen umzudenken - es wird einem echt immer leichter gemacht sich vegetarisch zu ernähren und/oder auf Bio umzusteigen. Jeder Discounter (außer Aldi, aber da steht auf dem Käse wenigstens drauf ob tierisches oder mikrobielles Lab drin ist) springt gerade auf den Bio-Boom mit auf... Man muss nur wissen, was man wo bekommt. Im Penny gibt es super leckeren Champignon-Aufstrich, der wie echte Leberwurst schmeckt, Gemüsetortellini bekomme ich bei Kaufland, vegetarisches Allerlei im Reformhaus oder bei z.B. www.smilefood.de oder www.ein-besseres-leben.de - also ich verzichte auf nichts und mal ehrlich - Geschmack machen hauptsächlich die Gewürze, nicht das Fleisch... und selbst C&A und H&M bieten allerlei Biobaumwoll-Klamotten an, die zudem auch noch schön sind... Also ich finde das toll und zusätzlich zum Vegetarier-Dasein achte ich auch sehr bewusst auf alles was ich kaufe, mache usw. Das muss nicht jeder, aber mir gibt es ein gutes Gefühl...

Naja, und seit ich studiere hab ich ehrlich gesagt auch absolut erste Recht keinen Bedarf mehr nach Fleisch, wenn ich den ganzen Morgen in Formalin-fixierten Körperteilen rumgefummelt habe - Fakt ist schließlich > Fleisch ist totes Tier und was tod ist verwest nunmal

Nibor
geschrieben am 18.07.2008 um 20:44 Uhr
Lege einem Eingeborenenkind vom Hochland Neuguineas einen Apfel und einen Vogel hin - der Vogel hat sicher schlechte Karten.

Da wird dabattiert was richtig und was falsch ist, während vor der Haustür die Katze die Maus, der Marder das Kaninchen und der Bussard den Feldhamster reißt. Böse Tiere! Der Mensch ist ja aber kein Tier (*hust*) und weil er "vernünftig" ist, braucht er auch kein Fleisch - schließlich steht er über der Natur.
Auch wenn es jetzt undiplomatisch wird:
Am dämlisten ist der Themenstart.
Wer Fleisch isst, kann also kein guter Mensch sein. Aber der "Tierfreund", der sich Tiere (i)gefangen(/i) hält, um sich an ihnen zu erfeuen, ist ein guter Mensch. Der Tierfreund, der sich - durch jahrhunderte-lange Zucht - veränderte Wesen hält, die nicht selten unter ihren Merkmalen (i)leiden(/i) und in freier Wildbahn (i)keine(/i) Chance zum überleben hätten. Der Tierfreund, der rein auf das Äußere achtet und Lebewesen danach bewertet...... (man erinnere sich an mein Gedankenexperiment mit den abgrundtief hässlichen Tieren)
Naja... jeder wie er will... andere zu verurteilen geht immer schnell. Ein Hoch auf den nicht zu überwindenden Tellerrand.
Nibor
geschrieben am 18.07.2008 um 20:47 Uhr
Salat ist auch tot und verwest.
Nibor
geschrieben am 18.07.2008 um 20:51 Uhr
Bevor ein falscher Eindruck entsteht:

Ich finde es gut, wenn der ein oder ander meint, vegetarisch leben zu wollen. Aber dieses Aufdrücken der Meinung und dieses Verurteilen derer, die sich erdreisten diese Meinung nicht zu teilen und Fleisch zu konsumieren, geht mir mächtig gegen den Strich.
Sugarry
geschrieben am 18.07.2008 um 20:52 Uhr
Naja, Salat hatte aber vorher kein Gefuehl, kein Leiden, keine Schmerzen... Und der waechst auch ohne zucht irgendwo. Tiere können das nicht mehr, nirgendwo...

Und wie gesagt ich verurteile niemanden sondern äußere lediglich meine Meinung, auch wenn sie etwas deutlicher ist, aber ich bin weder radikal noch werde ich persönlich... wer damit dann nicht umgehen kann - dem kann ich nicht helfen

Ich mag aber auch nicht wenn Vegetarier total radikal sind - genauso wenig wie ich das bei anderen Themen mag - deswegen kann ich auch manchmal verstehen warum "wir" vegetarier so nen schlechten Ruf haben
Nibor
geschrieben am 18.07.2008 um 20:59 Uhr
Die bekannten Salate sind alle optimierte Zuchtformen. Genau wie Getreide und sonst alles, was der Mensch zu sich nimmt.
Und ob Pflanzen Gefühle haben, kann man diskutieren. Sicher nicht solche, wie wir sie empfinden... aber es tut sich was in der Pflanze, wenn man sie verletzt. Nur weil das alles eine völlig andere Ebene ist als die, die wir sie kennen, heißt das ja noch lange nicht, dass es nicht der Rede wert wäre.
mira
geschrieben am 18.07.2008 um 21:11 Uhr
Ich finde es ist eine persönliche Entscheidung und niemand muss sich dafür rechtfertigen, ob und warum er Fleisch isst oder nicht

Aber darüber zu diskutieren ist durchaus interessant.

liebe Grüße
Sugarry
geschrieben am 19.07.2008 um 09:18 Uhr
Ich finde es auch super interessant darüber zu diskutieren und zwar hab ich schon mit nem Landwirt der Mastställe hat (ein Bekannter) bis hin zu meiner Family mit jedem ganz sachlich und vernünftig über diese Thema diskutieren können und letztendlich hat jeder mal meinen vegetarischen Döner, meine Grillwurst oder meinen Brotaufstrich probiert und alle fanden es lecker... sogar meine Mama, die sich seit 5 Jahren dagegen wehrt isst jetzt manchmal meine vegetarischen Sachen mit Und das ist doch schon mal was. Auch mein Freund, der absoluter nicht-Vegetarier ist, isst meine vegetarischen Sachen mit und isst sie mir sogar weg Sei es mein Pyrossi (www.wheaty.de) mit zur Arbeit oder meinen vegetarischen Döner, den er selbst oft gern auf seinem Speiseplan bei mir ordert *g*
plumskies
geschrieben am 19.07.2008 um 12:23 Uhr
hallo bin neu hier und ich muss sagen tolle seite..hat mir in den letzten tagen sehr zu denken gegeben und muss jetzt vieles umstellen (kastration, großer stall + geheege und eine freundin für plums ausm tierheim holen) das dauert zwar noch ein bisschen aber ich bin dabei..

zum thema vegetarier oder nicht:
ich ernähre mich seit zwei einhalb jahren vegetarisch und mir gehts gut
der grund ist die tierliebe und mein mitleid gegenüber den tieren die ihr leben nicht richtig leben dürfen..massentierhaltung ist ein sehr großes problem welches ich nicht unterstützen kann und will..veganer bin ich zwar nicht aber es gibt ja biokäse,milch,eier etc.

liebe grüße sandra
Giebschen
geschrieben am 19.07.2008 um 18:23 Uhr
Liebe bleedy,
hast du die ganze Diskussion von ganz vorne gelesen? Dann wüsstest du, dass ich nicht so denke, sondern nur klar stellen wollte, das es für die bestialischen Tierhaltungen in Deutschland gesetzliche Mindestanforderungen gibt. Jedoch nicht für die Kaninchenmast. Wenn du schoneinmal Bilder von Kaninchen gesehen hast, die in Eisenkäfige leben und sich gegenseitig die Ohren abfressen, dann weißt du was ich meine...
Glaube mir, ich weiß wie schrecklich Massentierhaltung ist. Ich bin gelernte Metzgereiverkäuferin und habe um ein Haar meinen Meister gemacht. Ich kenne mich vielleicht besser als andere damit aus, wie Tiere "human" getötet werden und was dabei oftmals schief geht.

Außerdem bin ich seit 7 Jahren Vegetarier, fast Veganer... also ich verteidige bestimmt KEIN Fleischessen
Giebschen
geschrieben am 19.07.2008 um 18:32 Uhr
Schonmal was von saamenfesten Sorten gehört?

und wenn du dein Gedankenspiel schon so schön spielst: Was wollen wir denn dann essen, wenn nicht Tier und auch nicht Pflanze???



@Sugarry: Jaaaa pyrossi!!! Oder Space Hanf Wheaty Bar *schmatz*
Oder das vegetarische Bratenstück!!! I LOVE WHEATY! Kannst du die Würstchen? Wiener glaub ich heißen die. Die sind sooo lecker!
Mein Freund isst zwar Fleisch, aber zu Hause isst er auch keines. Im Gegenteil- er liebt Bratlinge aller Art
Sugarry
geschrieben am 19.07.2008 um 18:41 Uhr
Ja Giebschen, ich kenne auch die Würstchen von Wheaty, am liebsten esse ich die Bauernknackis mit Ketchup, Curry und ner Scheibe Toast *g*

Am Besten finde ich allerdings die Würstchen von GranoVita, den Grillpack - leider ist da Eieiweiß drin - was ich eigentlich vermeide, aber die sind echt lecker

Kennst du den Aufschnitt von Heirler??? DER ist klasse - sowas tolles hast du noch nicht gegessen *sabber* www.heirler.de - der ist auch vegan

Kaninchenmast ist sicherlich schlimm, da nicht durch Gesetze geschützt, aber ich denke, dass auch Boilermast nicht so sehr kontrolliert wird, wie es sollte... und die Massen machen auch noch nen riesen Unterschied. Mir grauts schon vor meinem Landwirtschaftspraktikum im nächsten Jahr, danach werd ich wahrscheinlich nur weinen...

Sag mal Giebschen, arbeitest du immer noch beim Metzger, obwohl du Vegetarier bist??? Krasser Gegensatz
Nibor
geschrieben am 19.07.2008 um 20:35 Uhr
Samenfeste Sorten? Ja... wieviel davon gibt es auf dem Markt? 3%? 4%?

Was man sonst essen soll? Ja... eben...
Sugarry
geschrieben am 20.07.2008 um 08:46 Uhr
Naja, meine Wahl fällt da auf Pflanzen Gar keine Frage...

jenny79
geschrieben am 20.07.2008 um 13:32 Uhr
Hallo

Ich lebe seit einem Jahr vegetarisch. Also noch nich so lange... Ich möchte hier kurz erzählen, wie sich meine Einstellung zum Fleischessen geändert hat.
In aller erster Linie ist Fleischessen Gewohnheit. Man wächst damit auf, es ist völlig normal. Die Entscheidung trifft man nicht selbst. Ob man Fleisch ißt oder nicht, wird von seinen Eltern und vom gesamten sozialen Umfeld bestimmt. Genauso verhält es sich damit, was wir für Fleisch essen. Wir haben (in unserem Kulturkreis) gelernt, dass Schweine, Rinder, Hühner, Kaninchen usw. Fleischlieferanten sind und Katzen, Hunde...eben nicht. Was wäre der Hund heute, wenn man ihn früher nur wegen seines Fleisches gehalten und gemästet hätte? Dann gäb es wohl heute den "Masthund" und wir würden das als völlig normal ansehen, weil wir es nicht anders kennen.
Ich sah im Fleischessen nie ein Problem und hätte mich vor einem Jahr deswegen jemand als schlechter Mensch hingestellt, ich wäre ebenso entsetzt und fassungslos gewesen wie viele hier. Seit ich denken kann, liebe ich Tiere. Wir hatten immer Katzen und ich war schockiert und fand es abartig, dass man in China auch mal gern Katze ißt. Ein Chinese hat damit keine Probleme. Warum? Nun, er ist mit dieser Einstellung groß geworden.
Es ist einfach Tiere in Schubladen zu stecken, den Wert eines Tieres macht man sehr gerne von seinem Nutzen für uns Menschen abhängig. Kühe sind Fleisch- und Milchlieferant, Katzen sind gute Mäusejäger (oder auch gute Rheumadecken, je nach dem) und Kaninchen...äh...nun ja...
Ich begann darüber nachzudenken, als vor einem Jahr zwei süße Kaninchen bei mir einzogen. Bis dahin kannte ich nur "Stallhasen", die bei meinem Onkel zum Beispiel. Als Kind habe ich sehr oft Kaninchenfleisch gegessen, später konnte ich das nicht mehr, weil die ja ach soo niedlich sind. Aber Schwein usw. war ok...ich begegnete Schweinen ja meist nur zerteilt an der Fleischtheke im Supermarkt. Ich sah nur das Produkt, nicht das Tier dahinter. Es wird einem heute sehr leicht gemacht, nicht weiter darüber nachzudenken. Man kauft Waschmittel, Brötchen und Wurst. Wichtig ist nur, dass die Produkte, die wir konsumieren möglichst billig und jederzeit verfügbar sind. Ab und zu sah man sich eine Reportage im Fernsehen an, schaltete dann ab, weil man sich ja nicht den Appetit verderben will. Naja das ist schon nicht ok,was da passiert, aber man kann ja eh nichts daran ändern und außerdem machen das ja alle so. Wegsehen, verdrängen, schön reden ist natürlich viel bequemer, als sich damit auseinanderzusetzen.
"Die Leute sollen das Zeug fressen und nicht fragen,. wo es her kommt..." (Betreiber eines Hühnchenschlachtbetriebes)
Ich hab vor einem Jahr begonnen mich mit diesem Thema zu beschäftigen (Internet, Fachliteratur). Es ist sehr wichtig sich zu informieren. Denn nur ein aufgeklärter, informierter Verbraucher kann für sich selbst entscheiden und beurteilen ob etwas richtig oder falsch ist und dementsprechend sein Handeln ausrichten. Aber das kann man niemanden abnehmen. Genausowenig kann man einen Anderen seine Meinung aufdrücken. Ich hoffe nur, dass viele Leute sich die Zeit nehmen und intensiv über dieses so wichtige Thema nachdenken.

Viele liebe Grüße
Jenny
Sugarry
geschrieben am 20.07.2008 um 19:25 Uhr
Hey Jenny! Toller Beitrag und genauso sehe ich das auch...
Giebschen
geschrieben am 20.07.2008 um 20:31 Uhr
Jaaaa Heirler ist klasse!!! ich liebe alle 3 Aufschnittsorten, wie Lyoner, wie Geflügelwurst und wie Mortadella. Leider ist Heirler ganz schön teuer. Aber am Wochenende gibts das immer Heirler hat seit der Biofach im Februar auch so ganz leckeren Quark aus Soja... aber da kostet ne kleine Dose 1,99!

Den GranoVita Grillpack hatte ich auch schon, fand ich aber ehrlich gesagt gar nicht gut. Aber egal, dass ist ja Geschmackssache. Die haben aber so "Fleisch"bällchen. Kennst du die? Die sind wahnsinn!!!

Ne, ich arbeite seit 7 Jahren nicht mehr beim Metzger Das wäre ja pervers!
jenny79
geschrieben am 20.07.2008 um 21:55 Uhr
Information und Aufklärung sind doch das Wichtigste überhaupt. Warum informieren sich viele Menschen nicht? Ist es Bequemlichkeit oder einfach nur die Angst vor der Wahrheit? Wenn man all das Schreckliche gelesen oder gesehen hat, kann man dies beiseite schieben und so weiter machen wie bisher? Ich konnte es nich... Oder glaubt man, dass es in Deutschland so etwas nicht gibt? Wir sind doch schließlich zivilisiert... Leider geht es (auch in einer zivilisierten Gesellschaft) nur um den Profit.

Dabei ist doch sweetrabbits das beste Beispiel dafür, wie wichtig Aufklärung und "sich informieren" ist.
Als ich meine zwei Kaninchen bekommen hatte bin ich sofort in den nächsten Baumarkt gefahren und habe alles besorgt, was ein Kaninchen so braucht: den größten Käfig (man will ja schließlich nur das Beste), Trinkflasche, Salzleckstein usw. Danach habe ich Tage vor dem I-net verbracht und mich über Kaninchenhaltung schlau gemacht (richtig: hätte ich vorher machen sollen). U.a. bin ich auf dieser Seite gelandet. Ich war zunächst baff. Ein Käfig ist nicht ok? Aber alle anderen machen es doch genauso! Also habe ich noch andere Seiten durchstöbert und kam dann langsam zu der Einsicht, dass ich meine Kaninchen auf keinen Fall in nem Käfig halten kann. Also habe ich mein Bett im Schlafzimmer abgebaut, bin auf die (sehr bequeme) Schlafcouch im Wohnzimmer umgezogen und habe mein Schlafzimmer kurzerhand in ein Kaninchenzimmer umfunktioniert. Ihr hättet mal das Gesicht meiner Mutter sehen sollen

Was will ich damit sagen? Ich bereue es kein bisschen, dass ich jetzt kein Schlafzimmer mehr habe (die zwei Süßen bereuen es am wenigsten ). Genauso wenig bereue ich es, dass ich kein Fleisch mehr esse. Für mich, die wohl größte und wichtigste Veränderung, die ich in meinem Leben vorgenommen habe.

(Ach ja: ein sehr empfehlenswertes Buch ist "Sie haben uns behandelt wie Tiere" von Manfred Karremann. -gibts bei Amazon für knapp 10 Euro- "Das Buch zeigt an vielen Beispielen, was wir alle tun können, um Tierleid zu verhindern, bzw. künftig zu vermeiden. Und zwar mit ganz einfachen Mitteln. Er hebt dabei vor allem vier Punkte besonders hervor: Sich informieren, Dran denken, Bleiben lassen und Tun.")

Giebschen
geschrieben am 20.07.2008 um 22:14 Uhr
Ich glaube, es ist Bequemlichkeit und Angst. Du kennst doch das "Nichts hören, nichts sehen, nichts reden"- Prinzip. Vielleicht ist es auch einfach so, dass man vom Altgewohnten nicht ablassen will oder kann.
Irgendwie kann ich die Leute aber auch verstehen- ich war nicht besser: Während meiner Lehrzeit keimte plötzlich die BSE- Kriese auf. Ich hielt sogar ein megatolles Referat darüber und hab ne glatte 1 bekommen. Als ich im Ferneher die Bilder der Kühe sah, die an einem Bein zappelnd verladen wurden, schaute ich auch nur weg. Ich erinnere mich noch gut, dass ich damals wirklich geschockt war. Trotzdem aß ich aus Trotz Rindfleisch. Warum? Fragt mich nicht... Hoffentlich bekomme ich mal kein Kreutzfeld- Jacob. Wenn doch, dann hab ichs verdient.
Damals war ich so ein richtiger "Pro- Fleisch"- Mensch und hab sogar meiner Freundin ausgeredet, Veggi zu werden... (okay, sie war auch nicht wirklich informiert- mein Argument: "Denk doch mal an Vitamin B12- das gibts nur im Fleisch!" hat sie dann überzeugt...)

Später hab ich dann am eigenen Leibe erfahren, was übermäßiger Fleischkonsum alles anrichten kann. Erst aus gesundheitlichen Gründen, später erst aus Überzeugung, bin ich Vegetarier geworden. Ich würde nie mehr Fleisch essen! Ich kann nichtmal mehr an einer Metzgerei vorbei gehen, ohne die Luft anzuhalten, weil es mir sonst übel wird.
jenny79
geschrieben am 20.07.2008 um 22:23 Uhr
Was waren denn das für gesundheitliche Gründe?

Ich bin erst seit nem Jahr Vegetarier. Ich war immer gut im "Nicht wahrhaben wollen" und Verdrängen. Naja nicht nur in dieser Hinsicht. Das sowas nicht gesund ist, weiß man ja.
Sugarry
geschrieben am 21.07.2008 um 08:17 Uhr
Ich glaube aber auch das es oft einfach nur Unwissen ist - weil man wie gesagt so erzogen wurde und es gar nicht anders kennt. Wenn ich mit manchen Menschen gesprochen habe sind die so ungläubig und haben einfach so vieles nicht oder falsch gewusst. Jeder weiß das es Vegetarier gibt, aber so richtig damit befassen sie sich damit dann doch nicht. Die Schwester meiner besten Freundin hat mir seit 5 Jahren schon gesagt: Irgendwann will ich ja auch mal Vegetarier werden, weil sie Tiere so liebt. Naja, jetzt nachdem sie mal ein Wochenende bei mir war hat sie sich endlich "überwunden" (sogar ohne meinen aktiven Einfluss) und nun isst sie seit 3 Wochen fleischlos - ein Anfang zumindest und ich bin froh drüber. Aber selbst meine besten Freundinnen, die alle sagen sie lieben Tiere, schieben das ganze Thema weit von sich weg - weil es vielleicht auch einfach viel zu anstregend ist, sich darüber zu informieren und sich selbst etwas einzugestehen. Es ist wie eine Sucht quasi, bei der man sich einfach nicht klar werden will das man sie hat - denn wer gibt schön gerne seine Schwächen zu?! - Der "starke" Mensch jedenfalls oft nicht leider...

Hey Giebschen, das wäre wirklich ziemlich seltsam gewesen wenn du noch in der Metzgerei gearbeitet hättest *g* Und den wieQuark von Heirler hab ich auch schon probiert, erst fand ich ihn echt fies (fand ich Sojamilch vor 4 Jahren aber auch *hihi*) und danach ging der wohl. Aber den wieFrischkäse mit Kräuter will ich auch noch mal probieren, traue mich nach dem Quark allerdings nicht mehr so richtig *g*

Aber kennst du zufällig den "Frischkäse" von Tofutti aus England? Der ist wirklich der BESTE




Tierfreundin
geschrieben am 22.07.2008 um 10:50 Uhr
Huhu!
Habe dieses Gespräche in den letzten Tagen mal mitverfolgt und mal darauf geachtet, was mir beim Essen eigentlich schmeckt... sonst war es für mich selbstverständlich, dass ich das einfach esse und dass ich alles esse. Nun gut. Am Samstag gab es Thunfisch, den ich eigentlich echt gern mag.. aber mir ist aufgefallen, dass ich mich immer nur so richtig auf die Beilagen (also Reis und Soße) freue und habe mal darauf geachtet, wie mir der Thunfisch eigentlich schmeckt und das Ergebnis war dann, dass er ja eigentlich nicht wirklich soooooo toll schmeckt, wie ich immer dachte... Sonntag gab es Lachs und auch da habe ich mal drauf geachtet, wie er mir eigentlich schmeckt und ob es nicht die Beilagen sind, die mich so auf das Essen freuen lassen. Und wieder habe ich festgestellt, dass es tatsächlich die Beilagen sind... bei uns gibt es viel Fleisch und Fisch und es wird ja auch gesagt, dass man 2 mal wöchentlich Fisch essen sollte, weil das so gesund ist. Ich weiß nicht, wie ich vom Fleischessen wegkommen kann... ich könnte vielleicht immer ein bisschen weniger davon nehmen, als ich es sonst getan habe. Wie hier schon geschrieben wurde - wahrscheinlich ist das eine Sucht, die keiner wahrhaben will... und sehr wahrsheinlich bin auch ich süchtig danach oder nein: ich bin süchtig danach.... also ich werde jetzt versuchen, ein bisschen bewusster zu essen und nicht so "es wird gegessen was auf den Tisch kommt" ohne Überlegung...
Danke, dass Ihr mir mal die Augen geöffnet habt und dass ich endlich mal gemerkt habe, dass es nicht unbedingt am Fleisch liegt, dass ich mich immer auf diese Gerichte so freue, sondern an den leckeren Beilagen.

Sugarry
geschrieben am 22.07.2008 um 11:07 Uhr
Hey Tierfreundin!

Das find ich voll klasse das du mal ein bisschen drauf geachtet hast was du isst und was dir eigentlich schmeckt. Also ein paar Tipps für bewussteres Essen:

Beim "normalen" Essen einfach nur die Beilagen essen, ich bin mit Rostis, Kartoffeln, Gemüse usw. auch immer ganz gut zufrieden Und meine Ma kocht hier z.B. die Würstchen für die Suppe immer extra, genau wie Saucen, damit ich auch mit essen kann.

Nudel-Schinken-Gratin ohne Schinken sondern mit Pilzen oder Broccoli machen, die Mischung von Knorr zum Bsp. ist vegetarisch

Beim Grillen: mit Schmelzkäse gefüllte Pilze oder halbe Pfirsiche aus der Dose, Gemüsespieße (gibt es sogar fertig bei Plus in der Truhe), Baguette/Toast mit Kräuterbutter, Salate ohne Fleisch machen (ich mache immer vegetarischen Tortellinisalat)

Es ist eigentlich alles gar nicht so schwer Nur Gewohnheitssache...




Tierfreundin
geschrieben am 22.07.2008 um 11:14 Uhr
Wow, danke für die Tipps

Früher hat meine Mutter für meine Schwester auch alles extra gekocht, bis dann meine Schwester doch angefangen hat, Fleisch zu essen... früher habe ich mich immer beschwert, von wegen "Extrawurst" und sowas... ich weiß nicht, ob ich ich jetzt sagen kann, dass ich auch gern was extra hätte Aber ich denke, verstehen kann sie das... ich glaube, ich habe mich in den letzten Monaten ziemlich verändert (durch meine Kaninchen und Meeris und so..). Mal sehen...
Ich werde jetzt erstmal versuchen, immer weniger vom Fleisch zu essen und dann irgendwann mal ganz drauf verzichten.... wie Du sagtest, es ist Gewohnheitssache und ich persönlich finde es schwierig, davon wegzukommen...

P.S.: Ich werde mich erstmal informieren ;)
Quokka
geschrieben am 22.07.2008 um 11:34 Uhr
Huhu Tierfreundin

Ich finde es gut, dass Du Dir Gedanken um´s Essen machst! Das tun leider viele nicht.
Allerdings bedeutet für mich "Gedanken machen" nicht, dass ich auf etwas verzichte. Zumindest nicht generell. Ich achte nur darauf, wo es herkommt, wie die Bedingungen sind etc.
Ich esse gerne Fleisch und möchte auch nicht darauf verzichten. Aber es gibt bei uns selten Fleisch, dann aber von "glücklicheren Tieren" (meist Bio-Fleisch). Hier werden die Haltungsbedingungen strikt vorgegeben und auch die Transportwege werden überwacht (es darf nur eine bestimmte Strecke zwischen Hof und Schlachterei liegen). Diese Fleisch ist zwar teurer, aber auch das Geld wert.
Genauso achte ich auf den Ursprung (nicht nur bei Fleisch!). Z.B. kommen mir Äpfel aus Neuseeland, Chile oder Afrika nicht in den Einkaufskorb. Nun kommen sicher einige und fragen sich, ob ich dann auch auf Bananen verzichte oder Ananas...nein, tu ich nicht. Aber ich achte darauf, dass ich Produkte, welche bei uns angebaut werden können, auch nur kaufe, wenn sie von hier (bzw. aus der Nähe) sind und nicht erst um die halbe Welt gekarrt werden.

Für mich stellt sich nicht die Frage nach dem "was" sondern nach dem "wie"! Bewusst einkaufen, bewusst essen und dadurch auch genießen können.
Bestes Bsp. auch die von Suggary angesprochene Gewürzmischung...da steckt ne Menge Energy (in verschiedenen Formen) drin, die hätte gespart werden können...man kann auch selbst würzen!

Gruß
Dani
Tierfreundin
geschrieben am 22.07.2008 um 11:57 Uhr
Huhu Dani!

Leider kann ich nicht wirklich überprüfen, was ich nun esse... meine Mutter kauft ein und da kann ich nichts zu sagen... auch gibt es bei uns ziemlich oft Fleisch, so dass ich denke, dass es kein Bio-Fleisch ist, weil das auf Dauer wohl zu teuer für uns wäre... auch bei Obst und Gemüse weiß ich nicht, woher es wirklich kommt (aber da schon am ehesten). Meine Mutter achtet zwar darauf, dass es aus Deutschland kommt, aber ich habe kaum Verpackungen mit "Bio" gesehen... ich weiß eben nicht, woher das ganze Zeug kommt, was ich esse und das lässt mich im Moment ziemlich Gedanken machen. Meistens habe ich nämlich auch nicht wirklich hunger auf Fleisch und esse es trotzdem, weil es einfach für mich dazugehört... ich glaube, ich werde jetzt in nächster Zeit mal auf mich selbst hören, was ich essen will und was nicht, worauf ich Appetit habe und worauf nicht. Mal sehen, was daraus wird... ich danke Euch noch mal für Eure lieben Tipps von beiden Seiten (Vegetarier und nicht-Vegetarier )
Mümmel
geschrieben am 22.07.2008 um 11:58 Uhr
ich bin auch vegetarier, erst seit ca. 8 monaten habe aber bis jetzt keine mangelerscheinungen veganerin ist im moment quasi unmöglich meine mama kocht ja immer und das macht sie schon extra für mich vegetarisch aber vegan findet sie auch ziemlich verrückt -.- aber wenn ich mal ne eigene wohnung hab und mir selbst essen kochen muss kann sich das ja noch ändern/quee
Quokka
geschrieben am 22.07.2008 um 12:08 Uhr
Ich will Dich auch nicht davon abhalten Vegetarierin zu werden. Das wollte ich noch los werden. Jedem das seine und wenn dies Dein Weg und Deine Wahl ist, ist es gut so.

Zu der Herkunft des Essen noch ein paar Worte. Frag Deine Mutter einfach mal, wo es herkommt und ob sie Dich mitnimmt zum Einkaufen. Dabei kann man zusammen viel entdecken, sich darüber unterhalten und auch mal direkt Fragen stellen! Ich kenne Deine Mutter nun nicht, aber meine hat sich immer gefreut, wenn ich mitgegangen bin und wenn ich mir Gedanken um sowas gemacht habe. Genauso fand und findet sie es klasse, wenn ich gesagt habe, dass ich gerne mal kochen würde. Dann gab es eben mal genau das, worauf ich Lust hatte und wenn da kein Fleisch dabei war, war das eben so! Oder such doch auch einfach mal ein paar Rezepte raus, die Dir schmecken könnten und frag sie, ob ihr das zusammen machen könnt.

So, genug gute Ratschläge für heute...

Liebe Grüße
Dani
jenny79
geschrieben am 22.07.2008 um 13:09 Uhr
Liebe Tierfreundin,
toll, dass du dir soviel Gedanken machst! Bei mir war es auch immer so, dass ich lieber die Beilagen gegessen habe. Es ist nicht einfach alte Gewohnheiten abzulegen. Und wie schon gesagt, es gibt so viele tolle Gerichte ohne Fleisch. Wenn man noch zu Hause wohnt, ist es (weiß ich aus eigener Erfahrung) schwierig. Aber machbar schon...

Liebe Dani,
auch wenn du Fleisch isst, finde ich es gut, dass du darauf achtest woher es kommt. Das machen nämlich die wenigsten. Und es muss ja nicht immer Fleisch sein. Ist ja aus ernährungswissenschaftlicher Sicht eh nicht gut. Ich denke, wenn die Meisten nur ab und zu mal Fleisch essen würden und das bewusst (also auch gucken wo es herkommt), dann wäre das schon ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Liebe/r Mümmel,
ja, vegan ist bei mir auch so ein Problem. Eine Umstellung von Heute auf Morgen ist da nicht so einfach. Da muss man sich schon sehr genau drüber informieren.
Tierfreundin
geschrieben am 22.07.2008 um 13:10 Uhr
Ich bin häufiger mal mit meiner Mutter einkaufen oder auch allein, weil ich ja schließlich Futter für meine Kaninchen und Meeris kaufen muss und sie freut sich auch immer, wenn ich koche. Also die Küche darf ich benutzen, wann ich will Nur die Dinge, die ich zum Kochen benutze kaufe ich eben nicht selber und dann nehme ich das, was da ist... nun gut, ich werde mal mit ihr zum Einkaufen mitgehen und sie dann mal ausfragen

Danke nochmal!
Sugarry
geschrieben am 22.07.2008 um 14:18 Uhr
Hey, also ich habe nicht das Gefühl das ich auf etwas verzichte, weil ich Fleisch esse - eher das Gegenteil ist der Fall. Es gibt so viele tolle, leckere Sachen, die einem im "normalen" Alltag, so wie hierzulande halt gegessen wird, gar nicht auf den Tisch kommen, geschweige denn weiß irgendwer was es so alles an tollen Sachen noch gibt! Also wirklich jeder fragt mich am Anfang: "Was isst du denn überhaupt? Salat und Gemüse? Wie deine Kaninchen, haha?" Die sind dann alle erstaunt was ich so alles essen kann. Und ich verzichte weder aufs Grillen, auf ne Currywurst, nen Döner oder ne leckere Pizza. Ich muss halt nur öfters was selbst machen, was ja nicht unbedingt heißt, dass das ein Nachteil ist Wollt ich nur eben sagen, keine Kritik oder so *g*

Zum Veganismus, also ich habe 1 Jahr lang versucht vegan zu leben und das größte Problem ist daran echt, dass es teuer ist und man zwangsläufig viel selbst kochen muss, da habe ich die Zeit nicht für, da mein Leben einfach zu wechselhaft ist. Mal bin ich zu Hause, dann in Hannover, wo ich studiere und feste Arbeitszeiten hab ich auch keine... Und auswärtsessen ist fast unmöglich... Daran bin ich dann letztlich gescheitert. Obwohl ich immer noch kaum Eier esse und immer noch Sojamilch und Sojacuisine benutze so oft wie möglich schaff ich es nicht vegan zu leben, obwohl ich echt gern würde ...
Quokka
geschrieben am 22.07.2008 um 14:43 Uhr
Ich weiß schon ziemlich gut, was man alles essen kann, wenn man vegetarisch lebt. Daran scheitert es nicht!
Und wenn Du für Dich das Gefühl hättest, auf etwas zu verzichten, weil Du kein Fleisch ist, dann würde bei Dir wohl ein bisschen was "quer" laufen. (Nicht bös gemeint! ) Ich für meinen Teil kann sagen, dass es für mich eben Verzicht wäre, würde ich kein Fleisch essen. Ich esse viele vegetarische Gerichte und teilweise esse ich auch nur die Beilagen, weil ich keinen Appetit auf Fleisch habe. Aber manchmal esse ich gerne Fleisch und dann genieße ich es auch.

Viele Vegetarier oder (noch schlimmer ) Veganer finden es schrecklich, dass Tiere "ausgebeutet" und getötet werden, damit wir Käse und Fleisch auf dem Teller haben. Das finde ich grundsätzlich nicht. Das Sterben gehört zum Leben dazu - so einfach ist das. Mir ist es aber sehr wichtig, WIE das Leben aussah. Ich möchte kein Fleisch von einem Schwein essen, das nie die Sonne gesehen hat und das sich kaum bewegen konnte. Und ich möchte keine Eier von Hühner essen, die in Minikäfigen auf Gittern gehalten werden. Genauso wenig will ich Fleisch von Kühen essen, die hunderte von Kilometern durch die Gegend gekarrt werden, bevor sie (in ihrem Fall) endlich sterben dürfen....

Ich finde es einfach grundsätzlich schrecklich, wenn Menschen sich für bestimmte Lebensmittel nur auf Grund des Preises entscheiden. Wieso nicht ein paar Cent mehr ausgeben für Eier aus Freilandhaltung? Wieso nicht lieber nur 2 mal die Woche Fleisch, aber dafür von Tieren, die ein schönes Leben hatten? In Deutschland wird im Vergleich der europäischen Länder im Schnitt der geringste Anteil des Nettoeinkommens für Lebensmittel ausgegeben...daran kann man den allgemeinen Stellenwert ablesen, den Lebensmittel bei uns genießen. "Für die Tiere nur das beste, aber ich nehm mir die weiße Marke, weil die 2 Cent günstiger ist..." "Für mein Auto nehm ich nur das beste Öl für 30€ den Liter...das Olivenöl für 10€? Neee...das ist zu teuer - das für 3,99€ tut´s doch auch!"

Seltsam, oder?
jenny79
geschrieben am 22.07.2008 um 15:11 Uhr
Am Anfang, als ich mir über all das Gedanken gemacht hatte, habe ich ähnlich gedacht wie du. In der Natur gibt es Jäger und Gejagte. Das ist wichtig zur Aufrechterhaltung des biologischen Gleichgewichtes. Und der Tod gehört zum Leben. Auch klar. Ich persönlich aber hab mir die Frage gestellt, ob ich zu meiner Bedürfnisbefriedigung ein Tier töten könnte. Und wenn ich es könnte, wäre es das dann wert? Für mich selbst habe ich beide Fragen mit einem klaren Nein beantwortet. Früher sind die Menschen auf die Jagd gegangen. Sie hatten wahrscheinlich nicht den Luxus, den wir heute haben. Wir können uns diese Frage stellen und sie getrost mit Nein beantworten ohne zu verhungern. Aber die Frage muss man sich heute ja auch gar nicht mehr stellen. Das Töten übernehmen ja andere für einen. Sehr bequem und einfach. Trotzdem geben wir, indem wir Wurst und Fleisch kaufen, die Tötung von Tieren in Auftrag. Für mich sind Tiere gestorben, obwohl ich nicht aktiv daran beteiligt war. Und es ist für mich ein Widerspruch wenn ich auf der einen Seite Fleisch essen aber auf der anderen Seite kein Tier aktiv töten kann.
Quokka
geschrieben am 22.07.2008 um 15:36 Uhr
Eine Frage: Was würdest Du tun, wenn Du fast vorm Verhungern bist und das einzige, was Du Essen könntest, ein Huhn ist?

Sicherlich ist es sehr weit hergeholt...das ist mir durchaus bewusst. Nimm Sie aber bitte trotzdem ernst.
Meine Antwort auf diese Frage: Wenn das Huhn meine einzige Chance ist, zu Überleben, würde ich es töten.

Sicherlich wird es uns heute leicht gemacht, Wurst und Fleisch zu essen. Für meinen Geschmack zu leicht. Ich finde es schrecklich, wenn Leute einen saftigen Braten auf dem Teller liegen haben und sich dann ekeln, wenn vom Schlachten gesprochen wird. Ich finde es auch nicht "toll", dass ein Tier für mich sterben muss. Aber ich finde es auch nicht schlimm. Ich habe keine Probleme damit, zu sehen, wie ein Tier geschlachtet oder ein Wildtier erschossen wird. Das gehört dazu und ist auch indirekt ein Teil meiner Berufswahl, da ich in der Lebensmittelindustrie arbeite.

Es wird uns andererseits aber auch zu leicht gemacht, kein Fleisch zu essen. Hast Du Dir darüber schonmal Gedanken gemacht?

Fleisch ist ein sehr hochwertiges Lebensmittel und Luxus. Leider zählt es für viele mittlerweile zum täglichen Brot...

Ich denke, wir sind uns einig, dass man sich Gedanken um sein Essen machen sollte und nicht einfach hinnehmen darf, dass man alles im Überfluss hat. Die Konsequenzen, die wir daraus gezogen haben, sind jedoch verschieden. Ich unterstütze die Leute, welche ihre Tiere so artgerecht wie möglich halten. Du hast Dich vollkommen dagegen entschieden. Für mich ist das in Ordnung.

Lieben Gruß
Dani
jenny79
geschrieben am 22.07.2008 um 17:38 Uhr
Also wenn ich am Verhungern wär, und das Huhn die einzige Möglichkeit wäre zu überleben, dann würd ich mich erstmal fragen wovon sich das Huhn die ganze Zeit ernährt hat.

Also ich weiß schon, worauf du hinauswillst. Aber diese Frage werde ich mir stellen, wenn es mal soweit ist. Zum Glück weiß ich nicht, was Hunger ist. Aber wir haben das Privileg zu entscheiden, was wir essen und was nicht (das meintest du doch mit: Es wird uns andererseits aber auch zu leicht gemacht, kein Fleisch zu essen.) Andere können das nicht von sich behaupten.

Und wenn jemand mit dem Töten eines Tieres keine Probleme hat, sich das auch ansehen kann (selbst töten würden wohl die wenigsten) dann finde ich das für die betreffende Person ok. Aber ich kenne auch viele Menschen, die sich sowas nicht mal auf Bildern anschauen können aber dann trotzdem Fleisch essen. Das finde ich widersprüchlich, aber da sind wir ja der gleichen Meinung.

Wie sieht es mit deinen Haustieren aus? Zwei Kaninchen-oder? Ich glaube, die sind im Gegensatz zu anderen Kaninchen auch privilegiert. Ja ich weiß, dass gabs schon immer...Nutztiere und Haustiere. Aber gerade bei Kaninchen ist diese Einordnung nicht so einfach. Also wenn ich zum Beispiel im I-net nachgucken möchte, ob Mango als Futter ok ist und geb in die Suchmaschine Kaninchen und Mango ein, bekomm ich erstmal zig Seiten mit Kaninchenrezepten...
Meine beiden Kaninchen gaben mir da auch so bissl den Anstoß drüber nachzudenken wo denn der Unterschied zwischen meinen beiden Süßen und den Schlachtkaninchen in meiner Nachbarschaft ist.
Glück gehabt kann man da nur sagen...weil nen Unterschied gibts da nicht wirklich.
Olli
geschrieben am 23.07.2008 um 16:16 Uhr

Unterschied? Bei den Tieren als solche wohl nicht (läßt man mal den Unterschied zwischen Zwergkaninchen, die sich zum Schlachten ja nun nicht lohnen, und Großrassen weg).
Und trotzdem gibt es einen großen und gewaltigen Unterschied, nämlich die gute Haltung und die unendliche Liebe und Zuneigung, die die Haustiere im Vergleich zu den Schlachttieren erfahren dürfen!

Ansonsten habe ich meine Meinung schon zu Beginn dieser Diskussion kundgetan, nur eines sollte man auch nicht vergessen:
Letztendlich leben die Nutztiere nur, weil sie genau zu diesem Zweck gezüchtet werden, nämlich dem Menschen als Nahrungslieferant zu dienen. Ohne diesen "Zweck" würden die einzelnen Tiere gar nicht existieren, weil sie dann gar nicht erst gezüchtet werden würden.
Das heißt natürlich noch lange nicht, daß deshalb die Art der Haltung, der Transport zum Schlachthof und teilweise auch die Art der Schlachtung, so wie es größtenteils der Fall ist, in ordnung und zu befürworten ist, aber man sollte mal darüber nachdenken...

Auf Island z.B. werden die Pferde als Reit- und Arbeitstiere gezüchtet, allerdings in traumhaften Verhältnissen (nix da Stallhaltung und sowas), aber ein Tier, das nix taugt (z.B. weil es extrem aggressiv ist und so als Nutzpferd nicht zu gebrauchen ist) landet dann eben in der Wurst, und das ist dort ganz normal...
Chico
geschrieben am 23.07.2008 um 23:03 Uhr
Also, auch wenn mich alle nach meinem Beitrag nicht mehr leiden können:

Ich esse Schweine, Rinder, Lamm, Ente, Hühnchen, Pute, Fisch...und ja, auch Kaninchen!

Wobei Olli gerade die Haltung anspricht: mittlerweile gibt es soviele Bio-Bauern, bei denen die Tiere vor der Schlachtung ein schönes Leben hatten, das ich der Meinung bin, dass das Thema Tierschutz und Fleischessen zur Bio-Hoch-Saison absolut vereinbar sind.

Eier von Freilaufenden Hühnern,
Milch und Fleisch von Kühen, die ihr Leben auf Wiesen verbringen dürfen,
Kaninchen, die beim Bio-Bauern fasst ein Leben führen wie ein Sweetrabbits-Hase, mit Buddeln, Kameraden und allem was dazu gehört.
Ebenso die Schweine! Der Vater meiner Freundin ist Schweine-Bauer, manno, den Tierchen geht es wirklich gut.
Oder was meint ihr zu einer permanent wärmespendenden Lampe über eurem Bett? Also ich fände das sogar als Mensch toll....Oder die Bio-Kühe, die Massagebürsten an den Wänden im Stall haben um sich schön schrubbern zu können...
Oder die Schafe/Lämmer von der Besitzerin meines RBT-Ponies! Die Schafe leben in einem Riesenoffenstall, verbringen ihr halbes Leben auf der Weide und ernähren sich (fast) ohne Hilfe des Menschen.

Wenn das keine artgerechte und tierschutzvereinbare Haltung ist, dann weiß ich auch net.
Da ist mir Fleischessen wirklich lieber als Gen-Food oder gespritztes Gemüse....

Ich war auch mal Vegetarier, aber ein saftiges Steak, eine zarte Lende, oder Mamas Hasenbraten zu Ostern boykottieren? Das ging net lange gut, obwohl ich auch diese grandiosen Filme über die übelsten Haltungsbedingungen gesehen habe.

Und wie gesagt, Hut ab vor allen die das wirklich aus Überzeugung durchziehen, aber ich habe seit BIO (und vor allem seit ich hier wohne und die Tiere die ich esse sehen kann) definitiv KEIN schlechtes Gewissen mehr...

Gute Nacht Leute, und geht euch nicht gegenseitig an die Gurgel


mira
geschrieben am 23.07.2008 um 23:18 Uhr
Hallo,

also ich würde nie jemanden an die Gurgel gehen, weil er Fleisch ist, auch wenn ich Vegetarier bin und ich mache auch keinen Unterschied ob Kaninchen oder Kuh.

Ich finde es sehr wichtig zu wissen woher das Fleisch kommt und das die Tiere aus halbwegs artgerchter Haltung kommen. Bewusst Fleisch zu essen und eben nicht das billigste zu kaufen.

Allerdings muss man sich auch eingestehen, dass selbst beim Biobauern keine Kuh älter als zwei Jahre werden darf, Kaninchen (gerade die Böckchen) können natürlich nicht kastriert werden und deshalb auch kein artgerechtes Leben führen und alt wird mit Sicherheit kein Tier auch nur im geringsten. Und ja...Lamm bleibt nun einmal ein junges Schaf....

Wie gesagt, es liegt mir fern, jemanden zu verurteilen und ich finde es gut, wenn sich auch Fleischesser damit auseinander setzen.
Die meisten meiner Freunde und Bekannte sind keine Vegetarier und das ist völlig in Ordnung.

Liebe Grüße
Sugarry
geschrieben am 24.07.2008 um 09:06 Uhr
Wie ich auch schon mehrmals gesagt habe verurteile ich Fleischessen nicht und deswegen gehe ich auch keinem an die Gurgel

Aber, wie mira schon geschrieben hat: kein Tier in der Fleischindustrie, selbst wenn es Bio ist, lebt so lange, wie es könnte. Und warum die Bürsten zum Schrubben haben ist klar: besserer Geschmack durch bessere Haltung... Und das was mich selbst bei Bio stört und für mich absolut nicht vertretbar ist, ist das die männlichen Tiere (bestes Bsp. Hühner) gleich umgebracht werden. Außerdem werden Kälbchen gleich von ihren Müttern getrennt, müssen aber Kälbchen bekommen, um Milch überhaupt produzieren zu können... Und auch global betrachtet gibt es für mich trotz dem tollen Bio-Boom keinerlei Alternative als vegetarisch zu leben. Wegen Methan, Regenwaldrodung, hungernden Menschen, die von soviel Getreide und Wasser wie die Industriestaaten in die Fleischindustrie stecken alle satt werden könnten...

- denn nicht jeder hatte das große Glück in Deutschland geboren worden zu sein. Alle meckern immer nur wie schlecht es ihnen geht und keiner will einsehen wie gut man es hier hat! Ich finde das traurig und gerade deswegen versuche ich bewusster zu leben und kaufe dann statt Biofleisch das Biogemüse... das hatte auch ein schönes Bioleben in einer schönen Offenstallhaltung *g*
Olli
geschrieben am 24.07.2008 um 11:01 Uhr

Natürlich nicht, das ist ja das was ich meinte.
Die Tiere werden ja nun mal nicht gezüchtet, um lange zu leben, sondern um einen Zweck (Nahrungsmittellieferung) zu erfüllen!
Daß sie dadurch logischerweise nur eine kurze Lebensdauer haben ist klar (bei alten Tieren ist das Fleisch nun mal zäh), aber wenigstens diese kann man ihnen ja dann so schön und artgerecht wie möglich machen...
Und wie ich auch schon sagte, ohne den Zweck, als Nahrungsmittel zu enden, würden diese ganzen Tiere überhaupt gar nicht erst geboren (was in einigen Fällen sicherlich besser wäre, das will ich ja gar nicht abstreiten)...
Chico
geschrieben am 24.07.2008 um 11:05 Uhr
*harr*harr*harr*


Da kuck ich mir grad meinen Biosellerie an und frage mich, ob er sich denn auch fleissig geschrubbt hat weil er soviele braune Stellen hat


Giebschen
geschrieben am 28.07.2008 um 20:31 Uhr
(sorry, dass ich erst jetzt antworte, hatte I-net- Probeleme)
ich habe eine tierische Protein- Kontakt- und Lebensmittelallergie bekommen. Ich denke, das kommt davon, weil ich es einfach mit Wurst und Fleisch übertrieben habe.

Die Wahl war: Entweder ein Leben lang Cortison, oder Vergetarier... eindeutig
Nibor
geschrieben am 23.08.2008 um 22:15 Uhr
Habe noch ein Lehrvideo beizusteuern:

http://www.collegehumor.com/video:1827655
cecilia76
geschrieben am 23.08.2008 um 23:28 Uhr

*fg* da macht das salat essen gleich doppelt freude
Tierfreundin
geschrieben am 02.09.2008 um 19:38 Uhr
Huhu, ich bin's mal wieder!

Ich habe jetzt seit ca. einem Monat mal wirklich darauf geachtet, was ich esse und was nicht. Ich habe so wenig Fleisch gegessen, wie möglich. Ich habe mal "Gemüseschnitzel" probiert (und auch probiert, selbst zu machen, was leider ein bisschen schief ging ) und mir mal ein Buch mit vegetarischen Rezepten ausgeliehen, wo ich einige Gerichte bald mal ausprobieren werde.
Ich habe jetzt festgestellt, dass ich gut ohne Fleisch leben könnte. Ich esse auch nicht mehr oft Fleisch. Gibt es Fleisch als bspw. Schnitzel, esse ich nur die Beilagen, ist z.B. Mett mit in einer Soße, esse ich's mit. Ich glaube, dass das vorübergehend ein ziemlich guter "Kompromiss" ist. Aber ich schließe es auch nicht aus, mich irgendwann ganz aufs Vegetarische umzustellen.

Ich danke Euch für Eure guten Tipps und auch dafür, dass Ihr mich zum Nachdenken gebracht habt!

Edit: Seit über einem Jahr bin ich nun Vegetarierin und lebe damit sehr gut. Anfangs musste ich mir dauernd irgendwelche Sprüche anhören, auch jetzt kommt manchmal noch "Davon kann man ja auch nicht satt werden, das ist ja nichts Vernünftiges", aber mittlerweile ist mir das ziemlich egal, was andere sagen.
Ich fühle mich gut damit, habe weder Mangelerscheinungen noch brauche ich ein schlechtes Gewissen zu haben. Ich kann nur jeden, der sich zur vegetarischen Ernährung entschließt, ermutigen, das durchzuziehen (egal was andere sagen) - es lohnt sich.
tinkeling
geschrieben am 26.07.2009 um 10:43 Uhr
Ich bin auch vegetarier (mit 11 jahren) doch meine mama sagt ich brauch so tierisches zeugs noch aber ich bleib stur und mache den mund ganz fest zu wenn ich fleisch angeboten bekomme(obwohls mir nicht schwerfällt zu wiederstehen)...

Denn warum sollte ich eine "leiche" essen(denn sie sind ja genauso lebewesen wie menschen und tiere geben einem mehr als der dumme mensch der jedem das leben schwer macht! )eigentlich ist´s ja dasselbe wie wenn man einen menschen essen würde nur dass es beim tier etwas unverzeihliches ist!


Ich würde niemals tiere essen,denn sie geben einem soviel das der mensch gar nicht zustande bringen könntee!
schröder
geschrieben am 26.07.2009 um 20:47 Uhr
Also ich muss jetzt auch mal meinen Senf dazu geben....
Ich hab mir diesen Beitrag eben mehr oder weniger durchgelesen. (habe leider keine Zeit für alles).
Tja, was ist meine Meinung?
Zunächst einmal sollte man sich einen gewissen Lebensstandart erhalten. Was für mich persönlich bedeutet: Esse ich Fleisch gern, sollte ich es auch weiterhin tun. Kommt irgendwann die Bekehrung....auch gut! Ja sogar wunderbar.
Gleichzeitig kann man auch moralisch gesehen an die Frage des Vegetarismus herangehen. Soll heißen: Wenn Fleisch, dann nur Bio? Kann ich mir das auf die Dauer leisten?
....Wenn man ein Weltmeister im Fleisch essen ist, kann der finanzielle Aspekt den Gedanken an Verbesserung schon scheitern lassen.
Weiterhin steht die Frage im Raum, ob es etwas bringt, wenn ich kein Fleisch mehr esse?! Nein, wird von vielen die Antwort lauten. "Ich bin ein einzelnes kleines Menschlein, was soll ich schon bewirken?"...........................................................Es ist ein eiziger Teufelskreis, wenn man so will.

Ich persönlich bin kein großer Fleischesser und kann auch gut und gern über viele Tage darauf verzichten. Des Weiteren esse ich nur Huhn. Weil es gesund ist, weil mir nichts anderes an Fleisch schmeckt und aus moralischen Gründen.
Auch ich habe mir vor einigen Monaten solch einen brutalen Film angeschaut. Seitdem esse ich noch weniger Fleisch.
Für die eigene Psyche bringt es auf jeden Fall etwas, weitestgehend zu verzichten. Eben so, wie es für einen selber vertretbar ist.

Tja....aus verschiedenen Gründen, geht man verschiedene Wege. Man sollte darüber reden und auch diskutieren, um zu verbessern soweit es eben möglich ist. Doch sollte man genauso respektieren und versuchen zu verstehen.

LG
Fussel
geschrieben am 31.07.2009 um 08:03 Uhr
Also eigentlich müsste ich den kompletten vorigen Beitrag zitieren, denn:

1) Du sagst, man müsste sich zuerst einen gewissen Lebensstandard erhalten. Glaub mir, wenn mann sich ein bisschen damit beschäftigt hat weiß man, dass dir dein Lebensstandard schon nicht verloren geht. Du lebst bewusster und musst nachdenken bevor du isst, klar. Das könnte etwas unbequem werden, aber ansonsten spricht nichts dagegen.

Wieso kommt ein mensch eigentlich darauf das der eigene Lebenstandard über dem wichtigen Wunsch des Tieres steht zu leben??? Merkwürdig...

2) Ob Biofleisch oder kein Biofleisch, in beiden Fällen springt das Schwein in der Regel nicht vorher über grüne Wiesen, es wird lediglich anders ernährt und so gut wie gar nicht anders gehalten. Das ist lediglich Augenwischerei der Werbebranche. Peta hat darüber ne Menge interessanter Berichte auf der Hompage.

3)"Ich bin ein einzelnes kleines Menschlein, was soll ich schon bewirken?"

--> "Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen." (Konfuzius)

4) Warum isst du aus moralischen Gründen nur Huhn??? Wenn dir nichts anderes schmeckt, ok. Aber mit Moral hat das nichts zu tun. ;)

(rot)Auch ich will keinen hier bekehren, das seht mir nicht zu. Ich möchte nur an der DIskussion teilnehmen.(/rot)

Liebe Grüße
Nefti
geschrieben am 31.07.2009 um 10:37 Uhr
Das ist aber auch so ziemlich ungesund...Versuch doch mal


Bin auch Vegetarierin. Meine Familie verstehst auch endlich. Sie essen aber alle Fleisch und Fisch.

Ich hab übrigens ne Freundin, die sich ihr Leben lang vegetarisch ernährt hat, also wirklich von Baby an und ihr fehlt es an nichts.

Ich mach auch regelmäßig Blutuntersuchungen. Ist aber alles in Ordnung!
schröder
geschrieben am 31.07.2009 um 18:35 Uhr
Hi,

1) du sagst doch selber, dass es etwas unbequem werden könnte...
Glaub mir, viele Menschen sind schon in der Hinsicht einfach zu faul.
Wieso sieht der Großteil der Bevölkerung so aus, wie er nunmal aussieht?
Viele, viele Menschen denken nun mal nicht darüber nach, was sie essen. Hauptsache es schmeckt.

Wieso sagst du, dass der Lebensstandard eines Menschen über dem eines Tieres steht?
Das habe ich niemals behauptet. Ich sage lediglich, dass sich jeder Mensch einen gewissen Standard erhalten sollte- und auch wird.
Mit sehr viel Egoismus kann man auch sagen:" Man lebt schließlich nur einmal." Wieso sollte ich mein Leben nicht so leben, wie ich es für richtig und angenehm empfinde.
Ich möchte mit diesem Satz nicht den Zorn auf mich ziehen, aber in erster Linie ist dieses Denken doch verständlich.
Ich sage nicht, dass ich dieses Denken auf mich selbst beziehe, wenn es um bestimmte Bereiche des Lebens geht. Jedoch kann ich es in gewisser Weise nachvollziehen.

2) Tja, wenn das so ist, können die Menschen nicht mal häppchenweise an den Vegetarismus herangeführt werden- also werden sie weiterhin Fleisch essen.
Ich denke, dass das Wort Gewohnheit sehr groß geschrieben wird. Diese zu überwinden, kann ziemlich schwer sein.

3) Es hat insofern etwas mit Moral zu tun, dass ich nicht mal viele Fleischsorten probiert habe und somit eigentlich nicht sagen kann, ob mir dies oder jenes nicht schmeckt. Ich möchte es ganz einfach nicht.

Glaub mir, selbst mit dieser schizophrenen Einstellung musste ich mich schon sehr vielen Diskussionen aussetzen.

Aber ganz ohne Fleisch geht es eben bei mir auch nicht. (noch nicht?)

P.S. Ich möchte nochmal sagen, dass ich mich weitestgehend von der Meinung vieler, vieler anderer Menschen versuche zu distanzieren und mich hier keineswegs gegen den Tierschutz ausspreche...

Man sollte sich den Kopf nur nicht zu sehr zermartern, dafür gibt es einfach zu viel Grausamkeit auf der Welt.

LG

kirsHii
geschrieben am 01.08.2009 um 00:23 Uhr
Rate mal, woher die meisten Unternehmen Leder beziehen?

Ich bin auch Vegetarierin, und anfangs fiel es mir sehr schwer, wenn jeder zu Mittag ein Schnitzel ass, und ich daneben mit Spiegelei, Kartoffeln und Salat .

Doch jetzt nach 1 einhalb Jahren, kann ich mir nich vorstellen etwas Totes zu essen..
Für meine Freunde riecht schinken halt nach Schinken, für mich stinkt es nach Tod.

Aber viele sagen, was ist den der U-schied wenn man ein Schwein isst, oder einen Hund?
Denn die meisten machen ja so ein Drama wenn sie hören dass man z.B in China Hunde etc. isst,
Ich finde es nicht berechtigt wenn das Drama bezüglich der Tier art
ist, aber wenn man bedenkt, WIE die Hunde in China ->ermordet<-- werden, finde ich das durchaus schlimmer als wenn z.B in der schweiz Schweine und Kühe sterben müssen.. in China gibt es schliesslich keine Tierschutzgesetze

Also zum Thema keine Eier usw. ich esse durchaus Eier, und Milch, Milch produkte kauf ich immer beim Bauern, und Eier auch.

Wenn ich in Amerika leben würde, wäre ich wirklich reine Veganerin.. DORT sterben Kühe für die Milch.. nicht etwa weil sie geschlachtet werden..
Und DORT würde ich nicht wirklich zwischen Hunde schlachtung in China und Schweine schlachtung in Amerika gross unterscheiden..

"Wer sich nicht vorstellen kann, ein Tier zu schlagen, sollte sich auch nicht vorstellen können, eines zu essen" Unbekannt

Ich finde aber trodzdem nich, dass Fleischessende, schlechtere Menschen sind
AntonLucy
geschrieben am 01.08.2009 um 12:12 Uhr
Du meinst, HIER werden keine Tiere geschlagen? Da bist Du leider falsch informiert. Spätestens wenn die Tiere zum Schlachthof getrieben werden, werden sie dorthin geprügelt. Weil die Tiere nämlich genau wissen, was sie hinter verschlossenen Türen erwartet. Wenn man einmal ihre Todesangst in ihren Augen gesehen hat, wird man seines Lebens nicht mehr froh.
Die Menschen, die dort arbeiten müssen für die fleischessenden Menschenmassen Unmengen "produzieren", da haben sie keine Zeit für Tiere, die wegen ihrer Angst einfach stehen bleiben. Die werden verprügelt, bis sie "freiwillig" hinter die Todesmauern gehen. Übrigens besteht da auch kein Unterschied zwischen Bio oder Nicht-Bio. Am Ende treffen sich beide Varianten hinter der selben Tür.

Schaut mal hier, das ist die beste zusammengefasste Infobroschüre, die es gibt (u) http://www.v-heft.de (/u)
kirsHii
geschrieben am 01.08.2009 um 14:41 Uhr
Aus welcher Stelle des Zitierten Textes beziehst das ich sowas meine?

Immer und überall werden Tiere geschlagen, aber in Amerika ist das Ganz anders....

Wenn du nicht weisst wie sie die Schweine dort töten, oder auch die Kühe, dann sag sowas nich..
Und ich glaube nicht das ich es dir zeigen muss um es dir zu beweisen..
AntonLucy
geschrieben am 01.08.2009 um 14:57 Uhr
Wenn die Würde von fühlenden Lebewesen verletzt wird und Tiere wie Gegenstände behandelt werden, ist es mir egal, ob es amerikanische oder deutsche Schweine sind, die unwürdig sterben müssen. Die Todesangst, die man in den Augen von Tieren genauso erkennen kann, wie bei Menschen, lässt sich nicht abstufen. Damit meine ich, dass die Art der Todesangst von deutschen Tieren nicht weniger schlimm bewertet werden kann, als die Todesangst von amerikanischen Tieren, (u)egal wodurch(/u) sie diese Angst haben.

Wenn Du mich fragst, woher ich diese Info beziehe: Du selbst hast Doch gesagt, dass Du Veganerin wärst, wenn Du in Amerika leben würdest. Daher gehe ich davon aus, dass Du zwischen der gefühlten Todesangst von Tieren unterscheidest.
Und was noch hinzu kommt: Ein argentinisches Steak kommt wohl kaum aus deutschen Landen, aber das ist für mich zweitrangig. Ich unterscheide nicht zwischen der einen und einer anderen Foltermethode, sondern sehe in jedem Tier einen individuellen Charakter, den ich denselben Respekt und Behandlung entgegenbringe, wie ich es mir für mich wünsche.

kirsHii
geschrieben am 02.08.2009 um 17:15 Uhr
Ich BIN Vegetarierin, und wäre eine Veganerin, in amerika weil die Kühe dort für Milch sterben ohne dass sie geschlachtet werden

Bitte liess es richtig.. Veganerin ist nich das gleiche wie Vegetarierin.
Als Veganerin verzichtet man neben Fleisch auch auf alle anderen Tierischen Produkte (Milch, Milchprodukte, eier)
Eine Vegetarierin tut das nicht, sie verzichtet nur auf Fleisch und Produkte die den Tod der Tiere einfordern (Gelatine z.B)

Und ausserdem werden die Tiere in Deutschland soweit ich weiss beteubt, in Amerika werden die durch ein Laufband gelassen, also sie werden schon betäubt, mit einem Schlag auf den Kopf (in Deutschland wirds ja mit einem Bolzen gemacht?)
Und da sind die schweine meistens hellwach, wenn sie an den Beinen gefesselt sind und durch 120° heisses wasser getaucht werden damit sie Bakterien frei sind..

Das ist schon ein Unterschied..
AntonLucy
geschrieben am 02.08.2009 um 21:43 Uhr
Ich BIN Veganerin, schon seit 3 Jahren, davor war ich 5 Jahre Vegetarierin.
Nach den 5 Jahren vegetarische Ernährung bin ich auf einen Artikel über Tierversuche für Kosmetika und Reinigungsmittel gestolpert, der mich (endlich!) dazu bewegt hat, mich mal intensiver mit dem Thema Tierschutz zu beschäftigen.
Je mehr ich mich mit dem Thema Tierversuchsfreie Kosmetika und Reinigungsmittel beschäftigte, desto mehr glitt ich auch in die Thematik der Ernährungsweise hinein. Irgendwann wurde mir klar, dass ich nicht konsequent genug bin, wenn ich mich nur gegen Tierversuche stelle, sondern auch gegen die anerzogenen Ernährungsgewohnheiten, zumal auch Tierversuche für die Lebensmittelindustrie gemacht werden, z.B. Unilever (z.B. Rama, Knorr, Langnese, usw., eins der fiesesten Firmen!), Procter & Gamble (Chipsletten, Punica, usw.).

Ich bin deshalb auch Veganerin geworden, weil es nämlich gerade nicht stimmt, dass für Milch keine Kühe sterben. Ebenso sterben Hühner und (männliche) Küken für die Eier.
Damit Kühe Milch bekommen, müssen sie erst Babys bekommen (wie wir Menschen auch), diese Babys werden den Mutterkühen weggenommen, was eine große seelische Qual für sie bedeutet. Sie schreien wochenlang danach noch nach ihren Babys und die Babys nach ihren Müttern. Vor Allem die männlichen Babys (Kälber) werden in kleine Holzkisten gesperrt und bekommen statt der Muttermilch (die ihnen ja der Mensch klaut) ein Ersatzprodukt, was sie mehr hungern lässt, als sie sättigt. Sinn dieses Ersatzprodukts ist u.A. dass das Kalbfleisch (die Babys werden dann zu Fleisch verarbeitet) zartrosa wird (normalerweise ist es bräunlich). Weibliche Kälber erwartet die selbe Prozedur wie die ihrer Mütter.
Die Mütter dürfen als Hochleistungsmilchkühe mit Rückenschmerzen wegen ihres schweren Euters ca. 5 Jahre weiter Babys produzieren und sich vom Menschen die Milch abzapfen lassen, bis sie nach 5 Jahren körperlich total verbraucht sind und werden dann geschlachtet (Kühe können normalerweise 20 werden).
Es ist ein Unterschied, ob man eine Kuh hat und ihr ab und zu mal ein Glas Milch abzapft oder in den Supermarkt geht und Kistenweise Milch kauft. Die Massenproduktion, sprich die Grenzenlosigkeit der Ernährungsgewohnheiten der meisten Menschen verursacht das Tierleid.
Bei der Ei"produktion" ist es ähnlich. Ich spreche da nicht mal von Käfighühnern, wobei diese Tiere natürlich zu den Totalverlierern der Industrie gehören. Wenn man mal die schlimmen Käfigbedingungen außer Acht lässt und sich nur mal auf die Produktion von Eiern konzentriert, fängt der ethische Skandal schon beim Schlüpfen der Küken an: Männliche Küken (die keine Eier legen) werden sofort vergast oder lebend in einen Schredder geworfen. Weibliche Küken sind ebenso wie Kühe auf Hochleistung gezüchtet. Käfighennen haben nie Nachtruhe, sie werden sogar nachts noch mit Blaulicht dazu angeregt Eier zu legen. Aber egal wie artgerecht ein Huhn gehalten wird, auf jedes Huhn kommt ein männliches Küken, das gleich entsorgt wurde und sie wurden aufs Eierlegen gezüchtet. Hühner legen in der Natur max. 12 Eier im Jahr (2 Gelege), Ein Käfighuhn legt im Jahr 300 Eier, die anderen etwas weniger. Aber alle für die Eierproduktion bestimmten Hühner legen deutlich mehr als 12 pro Jahr. Und das nur, weil Mensch für einen einzigen Kuchen manchmal schon 5 Eier braucht, dann noch für Aufläufe, Drinks und nicht zu vergessen das tägliche Frühstücksei! Wenn die Hühner körperlich verbraucht sind und keine Eier mehr legen, werden sie auch geschlachtet, sie bekommen oft noch bei Bewusstsein am Fließband die Kehle durchgeschnitten.

Wie gesagt, wer noch mehr Infos möchte: www.v-heft.de
Hab' da noch mehr Webseiten, aber die ist für den Anfang erstmal top Als Broschüre (die man kostenlos bestellen kann) finde ich das Heft noch besser.

Übrigens: Ich hatte 14 Jahre gesundheitliche Probleme und litt 18 Jahre unter Akne. Eine OP hatte ich schon hinter mir und ich schob schon ein Jahr die zweite OP vor mir her, weil ich OP's hasse, ich wollte einfach nicht mehr an mir rumschnippeln lassen, wenn es nicht ein Notfall ist.
Wie gesagt, ich habe dann angefangen, mich vegan zu ernähren und siehe da! Nach nur EINEM Monat waren die gesundheitlichen Probleme weg und die Akne auch! Meine Blutwerte sind besser als sie vorher waren!
Dass eine vegane Ernährung unausgewogen ist, ist Unfug. Jede Ernährungsform muss ausgewogen sein. Außerdem habe ich viel mehr Auswahl als vorher, ich muss auf nix verzichten, auch Kuchen gibt's weiterhin

Sorry, wenn ich so ausführlich geworden bin, aber manchmal ist es besser, man redet nicht nur drumherum, sondern erklärt mal genauer, was hinter Allem steckt

LG
Miriam
Ninifee
geschrieben am 03.08.2009 um 00:03 Uhr
Ich habe auch nicht alles gelesen, möchte aber dennoch an der Diskussion teilnehmen.
Ich habe Vegetarisch gelebt aber nur ganze 4 Monate. Ich habe nie viel Fleisch gegessen und mir einfach gedacht, ich könnte einfach ganz drauf verzichten. Am Anfang war es ok nach 2 Wochen wurde mir Nutella, Käse, Buko und all die anderen Aufstriche irgendwie zu fad und ich schielte ab und an auf die Pfeffersalami die mein Bruder gerade auf dem Brötchen hatte. Dennoch war ich der Meinung ich schaffe das schon. TK Pizzen gab es kaum vegetarische, in jeder Suppe war ein Fleischanteil. Beim Grillen wurde man vom Salat nicht satt, beim Lieblingsessen Bolognese bekam ich schlechte Laune und beim Griechen erst recht. Auch wenn man wenig Fleisch ist, bemerkt man dennoch wie viel Fleisch trotzdem in kleinigkeiten enthalten sind wo man es nicht bewusst wie ein Rumpsteak isst. Nach 4 Monaten fühlte ich mich zudem immer ziemlich schwach und müde. Kraftlos. Ich hab es da abgebrochen. Ich weiß wie schlimm die Haltung der Tiere ist, ich esse Schweine und Rinderfleisch alles andere packe ich ernsthaft nicht an. Ich habe mir bereits einige Videos angeschaut in denen sie Hunde töten um sie zu essen, wie sie bei lebendigem Leib aufgeschnitten werden weil das Fleisch angeblich dann zarter sein soll. Ich habe in meinen Leben noch nie so viel schmerz empfunden wie in diesen paar Minuten. Ich habe den Schrei des Hunde sbis heute noch im Ohr und Träume ab und an davon. Es ist eine Schande. Dennoch denke ich, dass man sowas nicht in Verbindung mit den Menschen bringen kann die "normales" Fleisch essen. Leider machen dies aber sehr viele Vegetarier.

AntonLucy
geschrieben am 03.08.2009 um 00:42 Uhr
Was meinst Du damit? Und was ist "normales" Fleisch?

Bolognese ist ganz einfach ohne Fleisch herzustellen. Mit Soja-Granulat. Wirklich, das ist vom Geschmack her kaum oder kein Unterschied. Ich habe das schon für absolute Fleischesser gekocht und die waren erstaunt, dass sie keinen Unterschied merken.

Salami ess ich auch, aber eben nicht aus Fleisch. Sojawürste schmecken mir übrigens auch nicht, aber Wurst aus Weizeneiweiß kommt dem Fleisch schon sehr nahe. Man kann daraus tolle Schnitzel, Medaillons, und einfach alles machen oder fertig kaufen. Die Gewürze machen den Unterschied, wie bei Fleisch auch.

Schau mal hier: http://alles-vegetarisch.de Da bestelle ich regelmäßig meine Leckereien. Nicht alles schmeckt, wie überall, aber wenn man seine Geschmacksrichtung erstmal gefunden hat, muss man auf nix verzichten und kann Tieren trotzdem helfen.
Viel teurer ist das auch nicht -weil ich das Argument immer höre-, denn wenn man mal bedenkt, was gutes Fleisch wirklich kostet, ist das im Rahmen und wenn man es noch selbst macht z.B. mit "Seitan-Fix" (Seitan ist Weizeneiweiß), kann man eine Menge sparen. Nur mal so als Tipp
Wenn man sich dazu entschließt, gibt es wirklich gute Alternativen. In Zeiten des Internets ist das doch kein Problem mehr Man muss aber auch wissen, wo man seine Prioritäten setzen will. Will man seinen Gewohnheiten frönen oder will man Tiere verschonen.
Ich kann es aber auch gut verstehen, wenn man die Lust verliert, wenn man immer nur die Beilagen essen muss, was auch nicht empfehlenswert ist. Aber wie gesagt- Es gibt ja gute Alternativen

Ich selbst bestelle auch nicht alles im Netz, nur was ich in normalen Läden nicht bekomme oder nicht auf Anhieb finde
Ninalex
geschrieben am 03.08.2009 um 09:08 Uhr
Hi, ich bin wie schonmal gesagt seit 5 einhalb Jahren Vegetarierin und denke immer öfters an die Kühe und Hühner von denen die Produkte aus dem Supermarkt kommen... Mein Frühstücksei kommt direkt vom Bauernhof zu uns, aber bei dem ganzen anderem Krams kann man sich ja denken woher das kommt.

Das Ding ist ich esse (fast) kein Gemüse, nur Obst. Ich wüsste einfach nicht, wovon ich mich ernähren sollte, denn ich esse eigentlich nicht viel, weil ich sehr viel nicht mag....
Kaninchenchen
geschrieben am 07.08.2009 um 17:15 Uhr
Wenn der Beitrag schon wieder oben ist, kann ich ja auch gleich noch dazusenfen

Ich bin ebenfalls seit 3, oder eher fast 4 Jahren Vegetarierin, esse selbstverständlich keinen Fisch, keine Gelatine (höchstens aus Versehen, aber ich geb mir schon Mühe), und vermeide Lab so gut es geht, Ei pur mag ich sowieso nicht (egal ob Frühstücks-, Rühr-, Spiegel- oder sonstwas), Fertigprodukte mit Ei versuch ich auch zu vermeiden, Kuchen wird mit Bio-Eiern gebacken.
Mit der Milch ist das allerdings so eine Sache.. wir haben zuhause Milch und Joghurt von einem Hof, der zwar nicht Bio ist, wo die Kühe aber wenigstens im Sommer draußen sind und auch Platz haben...

Wenn ich dann mal von zu hause weg bin und das eendlich alles wirklich so machen kann wie ich es für richtig halte, werde ich mich vllt. sogar vegan ernähren, mir geht es bei dieser Idee nicht so sehr darum, wie die Tiere gehalten werden, sondern eher, (i)dass(/i) sie gehalten werden.. der Mensch hat Nutztiere (wie z.B. Kühe und Schweine) gezüchtet, die dadurch, wie sie jetzt eben sind, nicht fähig sind, alleine zurecht zu kommen - ist fast so wie Angorakaninchen, was zum Geier soll bitte ein Angorakaninchen? Und was soll ein plumpes großes Tier, das im Winter ohne Stall erfrieren würde? (bitte bitte jetzt keine Antworten wie "es gibt aber auch Kuharten, die haben richtig dickes Fell" etc., ich meins nur als Beispiel )
Und dann gibt es halt auch noch die Sache, mit den "überflüssigen" männlichen Tieren, theoretisch muss man sich als Vegetarier keine Gedanken machen deswegen, man kann sich ja trotzdem vegetarisch ernähren, während die anderen das Fleisch essen, aber wenn alle sich vegetarisch ernähren würden (was ja im Prinzip das Ideal ist) ginge die Rechnung nicht mehr auf.

Es schreiben hier sehr viele Leute von Mangelerscheinungen (vor allem Eisen, wenn ich mich nicht irre ), alles in allem kommt es aber nicht drauf an ob man Fleisch isst oder nicht, sondern ob man sich insgesamt ausgeglichen ernährt, man kann natürlich nicht einfach nur die Beilagen essen und das Fleisch weglassen, das hat dann wirklich was von "halbem Essen", Sojaprodukte enthalten z.B. viel Eisen (-> http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenmangel#H.C3.A4ufigste_Ursachen). Und notfalls wirft man eben mal eine Eisentablette ein, ist ja nicht soo das Problem .

Weil es eben meine Überzeugung ist, finde ich es natürlich grausam und unverständlich, wenn andere Fleisch essen, geht doch eig. garnicht anders.
Ich hasse natürlich nicht den ganzen Menschen, aber Verständnis dafür gibts bei mir nicht.
Es (i)ist (/i)einfach falsch, Tiere zu essen, wenn man es so einfach auch lassen könnte, Fleisch essen ist nur Luxus, für den Tiere sterben.

Meine Sicht der Dinge

AnnaB
geschrieben am 10.08.2009 um 17:25 Uhr
^^ Da hast du Recht.Ich finde es immer grausam, wenn ich bei meinen Großeltern aufm Land sehe, wie schon die allerkleinsten Kälbchen allein in diesen ekelhaften Plastik Häusern hocken.


Ich für meinen Teil bin erst seit wenigen Wochen wieder Vegetarier.War es schon einmal für mehrere Jahre.Damals habe ich noch zuhause bei meinen Eltern gewohnt und meine Ernährung nicht dauerhaft ausgewogen "gestaltet". Eines Tages kam ich dann aus der Schule und es überkam mich die Lust auf Wiener Würstchen.Und dann wars erstmal vorbei mit dem "kein Fleisch essen".

Doch da ich nun schon einige Zeit von Zuhause ausgezogen bin, dachte ich mir dass sich meine Ansicht ja nicht verändert hat und ich jetzt viel selbstständiger auf die Ernährung achten kann.Und somit bleibt das Fleisch wieder weg. Manchmal fällt es mir sehr schwer, da es mir eigentlich total schmeckt.Aber ich halte es für sinnvoll und richtig als Mensch auf den Luxus Fleisch zu verzichten und damit Tieren viel Leid zu ersparen.
Meine Eltern konnte ich immerhin damals schon überzeugen auf Bio-Fleisch und Milchprodukte/Freilandeier umzusteigen,sogar das Hundefutter wurde umgestellt, da auch da leider oft Tierversuche (sogar mit Hunden FÜR Hundefutter) gemacht werden.

Auf Milch,Käse etc. kann ich persönlich leider nicht verzichten, das wär mir zu viel "Entbehrung".

Ich fände es toll wenn noch viele Menschen aufhören Fleisch zu essen oder wenigstens auf Bio-/Freilandprodukte umsteigen,damit Tiere wenigstens vorm Schlachter ein gutes Leben haben.

Soviel zu meiner Sicht der Dinge.
Fluffy16
geschrieben am 10.08.2009 um 22:33 Uhr
OH, mein Gott, das ist ja schrecklich. Ich fand schon Massenzucht schlimm, oder auch das in Spanien mit den Bullen, Tierversuche etc.
Aber das habe ich noch nie gesehen.......einfach schrecklich, mir wurde schlecht und ich habe Tränen in den Augen gehabt.

Die Tiere lebten noch, was sind das nur für Menschen. Ich bin echt nicht gewaltätig, aber ich würde solche Menschen am liebsten verprügeln oder das selbe machen, was sie mit den Tieren machen.

Ich überdenke jetzt ob ich Vegetarier werde. DAs Problem ist nur das ich sehr gerne Fleisch esse und ich nicht weiß ob ich darauf verzichten kann. Mein erster Schritt ist aber, das ich es einschränke und aufpasse was für Fleisch ich kaufe.

@Smarty
Ich gebe dir Recht nur mit Feingefühl kommt man weiter. Hauruckmethoden haben so gut wie nie etwas bewirkt.

Dann lese ich jetzt mal weiter!
Morchel
geschrieben am 17.12.2009 um 20:42 Uhr
Ich wollte schon einen Thread eröffnen, weil ich mich gefragt habe, ob hier wohl viele Vegetarier oder Veganer unterwegs sind, dann hab ich aber das hier gefunden.

Ich muss echt sagen, manche der Antworten hier haben mich echt schockiert. Dass der Thread-Eröffner sehr radikal vorgegangen ist, steht wohl außer Frage. Aber manche Reaktionen haben mich viel trauriger gemacht. Hätte ich nicht gedacht.

Meiner Meinung nach sollte jeder, der Tierprodukte konsumiert, vorher darüber aufgeklärt werden, woher sein Fleisch nun wirklich kommt. Die EU hat viele Labels eingeführt, die schön klingen und im Endeffekt nur unwesentlich weniger grausam sind als zuvor. (Und momentan wollen sie Käfighaltung zu "Gruppenhaltung" umbennen...) Ich glaube, viele Leute würden weniger Fleisch essen, wenn sie sich da nichts mehr vormachen könnten/ihnen nichts mehr vorgemacht wird.

Ich selbst bin Veganer, und ja, es ist absolut möglich ohne Mangelerscheinungen vegan zu leben, wenn man sich da ordentlich informiert. Und das ist das Mindeste, was es mir wert ist.

Sorry, wenn ich etwas negativ klinge. Bin noch ein bisschen schockiert.
Ninifee
geschrieben am 17.12.2009 um 21:03 Uhr
Frühstück ein Film von Kris Hoffmann

http://vimeo.com/7922707

"Vor einigen Jahren nahmen mein Freund und ich seine damals sieben jährige Tochter Jessica auf einen Angelausflug mit. Als sie den ersten Fisch fing, wollte ich ihn ihr wegnehmen um das Tier zu töten und es für das Abendessen zuzubereiten.
Jessica fing bitterlich an zu weinen an und war empört über den Gedanken, das schöne Tier zu essen.

Wir warfen den Fisch zurück in den Teich und gingen stattdessen in einen Supermarkt, um dort etwas zu Essen zu kaufen....
...Jessica entschied sich für Fischstäbchen.

Frühstück war inspiriert von dieser fast verlorengegangenen Verbindung zwischen den Tieren die wir schätzen, und denen, die sich auf unserem Speisezettel wiederfinden."

Ich finde dieses Video sehr gut gelungen. Keine Sorge hier gibts kein Blut oä ist Zeichentrick.
Ninifee
geschrieben am 27.12.2009 um 14:53 Uhr
Jetzt wo ich mir meinen Beitrag nochmal durchgelesen habe, bemerke ich, dass Du recht hast...was ist schon normales Fleisch?
Es gibt kein "normales Fleisch" Fleisch ist Fleisch. Tierkadaver.

Die Schwester meines Freundes ist jetzt schon seit fast 1 Jahr Vegetarierin obwohl ihre Familie einen Fleischgroßhandel besitzt. Die Eltern kochen für sie vegetarisch auch wenn alle anderen Fleisch bekommen. Sie bekommt dann Gemüseschnitzel, Zuchiniauflauf und was es noch so alles gibt. Ich finde es sehr bewundernswert weil sie diese Unterstützung bekommt. Die bekam ich von meiner Familie nicht, habe nur Beilagen gegessen und somit wurde mir das alles zu fad.

Ich bin immer noch hin und hergerissen. Ich esse inzwischen auch kein Kalbsfleisch mehr, ich habe Leberwurst geliebt aber als ich sah wie ein Kalb lebt bevor es zu Leberwurst wird, wurde mir schon schlecht.
Die größten Probleme habe ich eigentlich beim essen gehen. Ich liebe Slat Capriciosa, den gibt es nur mit Schinken und Thunfisch, ich liebe Jägerschnitzel, doch die vegetarischen Gerichte belaufen sich meist auf Käsespätzle. Ich hasse Gemüse auf Pizza. Bei Buffets hat man oft nur die Möglichkeit, dann die Beilagen zu essen. Soße auf die Kartoffeln? Da wäre doch Fleischsud drin.

Hättest Du weitere Tipps?
AntonLucy
geschrieben am 27.12.2009 um 21:17 Uhr
Nasowas, da schaue ich nach 2 Wochen das erste Mal ins Forum und dann ist gerade heute mein Lieblings-Thread wieder oben

1.
Ich war letztens mal wieder beim Thailänder essen.
Mein Lieblingsgericht Reis mit Gemüse und Tofu. Den Tofu bereiten die einfach viel besser zu, als ich es mache, weiß nicht, ob die vielleicht eine andere Technik haben....
Jedenfalls, als ich den Teller fast leer hatte, steckte ich ein klitzekleines Stückchen Fleisch in den Mund, sah aus wie Tofu, war es aber nicht. Ich kann Dir echt sagen, nach 8 Jahren fleischlose Ernährung wurde mir erstmal richtig bewusst, dass Fleisch einen verwesten Geschmack hat. Kein Wunder, da ja Fleisch noch einige Stunden abhängen muss, bis sich die Totenstarre löst und bis das weiterverarbeitet wird, fängt es längst an zu verwesen.
Kannst Dir vielleicht ungefähr vorstellen, wie übel mir wurde. Selbst als ich das Stückchen Fleisch wieder ausspuckte, hatte ich noch eine halbe Stunde diesen Verwesungsgeschmack im Mund. Ich wär fast ausgetickt, das war echt widerlich.

2.
Unterstützung bekam ich früher auch nicht. Jahrelang wurde versucht, mich zu überzeugen, ach so "gesundes" Fleisch zu essen. Ich bin immer hartnäckig geblieben, hab notfalls bei Einladungen mein eigenes Essen mitgebracht. Meistens gabs das Problem aber nur innerhalb der Familie. Bei Freunden wurde das schneller akzeptiert. An blöde Witze gewöhnt man sich schnell.
Z.B. höre ich immer wieder das Argument, man müsste doch Tofu nicht in Würstchenform pressen, wenn man Vegetarier ist, bräuchte man doch keine Würstchen. Ich frage dann immer, warum ordentliche Fleischesser, Fleisch in Würstchenform pressen oder aus Fisch Fischstäbchen machen. Ist schon komisch, dass die Gewohnheiten der Fleischkonsumenten als ganz normal angesehen werden, aber bei Vegetariern oder Veganern immernoch Vorurteile gibt, man wäre vielleicht nur ein Grünfutteresser und die Speisen wären fantasielos ;)

3.
Wenn ich auswärts essen gehe, tue ich es entweder dort, wo ich auch weiß, dass auch für mich etwas dabei ist. Außerdem sehe ich das auswärtsessen meist nur als einen Ort, mit Freunden nett beisammen zu sitzen und lege den Schwerpunkt weniger auf das Essen selbst. Damit meine ich, dass ich beim Auswärtsessen meine Ansprüche auf das reduziere, dass es überhaupt etwas für mich zu essen gibt, was ich mag. Selbst im gutbürgerlichen Restaurant, wo oft nur Fleisch auf der Speisekarte steht, finde ich etwas. Ich lasse mir dann -wenn gar nix geht- wenigstens ein paar leckere Bratkartoffeln mit Zwiebeln machen oder esse nur Pommes. Ich mache das nicht zu meinem Problem, wenn sie mir nicht mehr zu bieten haben. Das ist das Problem des Restaurants, das eben an mir nicht viel verdient, wenn sie mir nicht mehr bieten
Wenn ich tolles veganes Essen haben will, sei es Cordon Bleu, Salat mit Schinken oder überbackenen Toast mit Käse und Salami, dann mache ich mir das zuhause Oft nehme ich aber gar keine Ersatzprodukte, sondern mache gebratene Austernpilze mit Tomatensalat, oder auch mal meinen Trüffel-Tomatenragout (keine Sorge, ich bin nicht reich, kaufe bei REWE Trüffel für 5 Euro die Portion, reicht mir vollkommen ) oder Gyros mit Tsatziki (alles vegan versteht sich!)
Es gibt so tolle Rezepte, die lernt man erst kennen, wenn man sich auf den Weg zum Neuen begibt. Aber selbst auf Jägerschnitzel müsstest Du nicht verzichten. Schau hier: http://alles-vegetarisch.de/shop.php?sid=e4b8d4e4094b0852590b18343d1b391b〈=de
Oder hier http://alles-vegetarisch.de/article_detail,Sojafleisch%20-%20Fleischersatz-Vantastic%20Foods%20SOJA%20BIG%20STEAKS%20Fleischersatz%20Sojafleisch_%20500g,E256BE34B1D14C62801474C52BFEC36F,1FACF30C241111D8A641000AE64147E4,de,e4b8d4e4094b0852590b18343d1b391b.html sieht zwar auf den ersten Blick komisch aus, aber wenn es erstmal in Gemüsebrühe durchgezogen ist und fertig paniert, dann merkt man keinen Unterschied mehr.

Letztendlich entscheidet aber jeder für sich, wie weit seine Tierliebe geht und was er oder sie für seine Tierliebe tun will.

Meine Prioritäten liegen mit allen Möglichkeiten, die ich habe im Tierschutz. Wenn ich an die Grausamkeiten denke, vergeht mir der Appetit auf tierische Produkte von ganz allein. Ich habe nie das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen, ich lege nur meinen Schwerpunkt anders. Ich lege keinen Wert darauf, in Restaurants meiner eigenen Bequemlichkeit wegen, meine Prioritäten zu ändern.
Außerdem hat sich seit meiner Umstellung auf tierfreie Produkte mein Hautbild und meine Gesundheit allgemein stark verbessert, obwohl ich immernoch zuviele Süßigkeiten esse
Jeder, der meine Haut früher gesehen hat und mich immernoch von Fleisch und Milch überzeugen will, dem zeige ich meine schöne glatte Haut, danach ist die Sache meistens geklärt ;)

4.
Ein paar Tipps habe ich Dir ja schon gegeben, aber wenn Du spezielles wissen willst, frag ruhig.
Eine gute Info für Interessierte mit Vorstellung von Alternativprodukten ist immer www.v-heft.de
Ninifee
geschrieben am 30.12.2009 um 10:40 Uhr
Hallöchen

Ich habe mir am Montag einen Liter Sojadrink mit Schoko gekauft
Pur hatte ich mich irgendwie nicht direkt getraut :D

Und ich sage dir, Du hast recht, es schmeckt suuper lecker, schmeckt mir besser als normaler Kakao und ich liiieebe Kakao! Eins hab ich auch schon festgestellt, mir wird von Milch mit Kakaopulver IMMER schlecht, trotzdem trinke ich es weil ich es liebe. Vom Sojadrink hab ich gar nichts, es schmeckt einfach nur lecker. Toll

Habe auch festgestellt, dass Käse lecker ist
Cat13
geschrieben am 30.12.2009 um 17:38 Uhr
Hier scheinen ja ein paar Experten versammelt zu sein
Da stelle ich doch gleich mal zwei Fragen, die mich schon lange beschäfftigen.

Ich denke schon sehr lange darüber nach, kein Fleisch oder Fisch mehr zu essen (mache ich ohnehin höchstens 1mal im Monat)

1) Kein Fleisch und kein Fisch ist kein Problem. Aber was ist mit Milchprodukten und Eiern? Wie kann ich sichergehen, dass die Tiere artgerecht gehalten werden? Auf was muss ich achten? Auf Käse und Schocki möchte ich nicht verzichten..... Und welche Sojamilch schmeckt euch am Besten?

2) Wie kann ich alternativ meinen Körper mit den B-Vitaminen, Eisen und Omega-3-Fettsäuren versorgen? Gibt es eine Alternative zu Vitaminkapseln?

Habt ihr zufällig noch einen guten Link zum Thema vegetarische Ernährung?

LG Cathrin
Cat13
geschrieben am 30.12.2009 um 17:39 Uhr
Hast du eventuell eine Lactoseintolleranz?
AntonLucy
geschrieben am 30.12.2009 um 18:54 Uhr
Huhu Ninifee,

soll ich Dir was verraten? Mir war mind. 20 Jahre lang schlecht beim Essen, ich wusste nie warum. Es wurde aber immer schlimmer, so dass ich die letzten Jahre ohne Magentropfen kaum noch auskommen konnte.
Dann war ich 5 Jahre lang Vegetarierin, mir war immernoch genauso schlecht. Ich hatte mich sogar schon dran gewöhnt, irgendwann dachte ich dann, das gehört zum Essen dazu, dass Einem schlecht wird. http://cosgan.de/images/smilie/konfus/a050.gif
Sowohl zur vegetarischen als auch zur veganen Ernährung habe ich mich ausschließlich aus Tierschutzgründen entschieden, ohne zu ahnen, dass es mir auch gesundheitlich damit besser geht.
Nachdem ich nur einen Monat vegan lebte, verschwanden alle meine Leiden, meine Pusteln im Gesicht verschwanden, mir war nicht mehr schlecht, brauchte keine Tropfen mehr und einige andere gesundheitlichen Probleme lösten sich ebenfalls in Luft auf

Mittlerweile weiß ich, dass 80% der Weltbevölkerung Milchkonsum nicht vertragen, die Meisten ignorieren es aber, so wie ich damals. In Amerika ist es seit 2005 (wenn ich das Jahr noch richtig in Erinnerung habe) verboten, für Milch zu werben, weil längst bekannt ist, dass Milch sogar gesundheitsschädlich ist. Schau mal hier http://www.youtube.com/watch?v=lfCzM8p45_o

LG
Miriam


AntonLucy
geschrieben am 30.12.2009 um 19:30 Uhr
Hi Cat13,

Zu 1)
Naja, man kann bei tierischen Produkten leider nie sicher gehen, dass Tiere anständig behandelt werden. Selbst biologisch gehaltene Tiere, erfahren vergleichsweise nur ein wenig bessere Behandlung gegenüber der Massentierhaltung. Wer gar nicht drauf verzichten will, sollte dennoch den Tieren wenigstens eine minimale Verbesserung gönnen, aber man sollte eben wissen, dass jeder dazu beitragen kann, dass den Tieren das Leid erspart werden kann, wenn immer weniger tierische Produkte konsumiert werden.

Bei der Hühnerhaltung ist die Verbesserung in der biologischen Haltung eigentlich nur, dass weniger Tiere auf einen Quadratmeter gehalten werden und dass sie nicht Tag und Nacht mit Blaulicht bestrahlt werden, damit sie -wie in der Massentierhaltung- mehr Eier produzieren. Blaulicht hält die Tiere sogar vom Schlafen ab. ABER: Sowohl bei der Massentierhaltung als auch bei der biologischen Haltung werden die männlichen Küken (weil sie für die Eierproduktion unbrauchbar sind) gesext, d.h. sie landen gleich nach dem Schlüpfen lebendig im Schredder oder werden vergast. Das ist der einzige Grund, warum ich auch keine Eier mehr esse. Kuchenbacken oder auch "Rührei" kann man auch vegan machen (da gibts einige Tricks )

Bei der Milchproduktion ist es ähnlich. Die Kuh gibt nur regelmäßig Milch, wenn sie regelmäßig ein Kalb zur Welt bringt. Männliche Kühe landen als Kalbfleisch auf dem Teller, weibliche erleiden dasselbe Schicksal wie ihre Mütter, sie müssen kalben und Milch geben. Bei der Biohaltung ist der Unterschied zur Massentierhaltung, dass die Kälber etwas länger bei der Mutter bleiben dürfen. Dennoch, wenn der Mutter das Kalb geklaut wird, erleiden beide Seelenqualen, sie schreien tage- oder wochenlang nach ihrem Kind.
Auch werden die Kühe nicht auf natürlichem Weg trächtig. Sie werden vom Bauern oder TA sexuell belästigt (so kann man es eigentlich nennen), in dem sie vom Menschen künstlich befruchtet werden (wie das vor sich geht, kann man sich ja ungefähr vorstellen).
Männliche Kälber, die als Kalbfleisch enden, bekommen nur eine Mineralstoffarme Ersatzflüssigkeit, diese bewirkt, dass das Fleisch ihre zartrosa Farbe bekommt. Gut genährte Kälber haben normalerweise dunkles Fleisch.
Wenn Mütter und Töchter nach max. 5 Jahren am Ende ihrer Kräfte sind und keine Hochleistungsmilchkühe mehr sind, geht ihr Weg zum Dank auf den Schlachthof.

Schön beschrieben, in allen Einzelheiten ist alles in meinem Lieblingsheft www.v-heft.de. Kann ich zum Nachlesen noch mehr Einzelheiten sehr empfehlen.

Übrigens gibt es mittlerweile ganz guten veganen Käse und auch die vegane Schokolade wird immer besser.
Wenn Du dunkle Schokolade lieber magst, ist das gar kein Problem, weil die fast immer vegan ist, sieht man dann an der Zutatenliste.



Zu 2)
Alle Vitamine, die man braucht, sind in pflanzlicher Nahrung enthalten.
Ich habe auch noch von keinem Veganer gehört, dass sie unter B12-Mangel leiden, das wird immer gern vorgeschoben. Omnivore Esser leiden genauso häufig oder nicht häufig unter Vitaminmangel wie Veganer, die sich nur von Pommes ernähren. Wer aber wegen B12 sicher gehen will, der kauft sich entweder die Sojamilch mit B12-Zusatz oder in Hefe, Sauerkraut und Sanddorn ist es auch drin.
Omega3-Fettsäuren kann man sehr gut über Leinöl oder Leinsamen (kann man auch ins Müsli machen) aufnehmen. Übrigens produziert nicht der Fisch selbst Omega3, sondern nimmt es auch nur über seine Nahrung auf
Eisen ist in pflanzlicher Nahrung genug enthalten, z.B. in Hülsenfrüchten, grünem Gemüse und Getreide. Der Körper verwertet das Eisen aber besser, wenn man gleichzeitig auch Vitamin C aufnimmt, das gilt aber bei jeder Ernährungsform. Ich kenne genug Fleisch- und Milchkonsumierer mit Eisenmangel

Als Link empfehle ich für den Anfang immer das www.v-heft.de
Das kann man sich auch als Heft zum Anfassen bestellen, hat ein paar Rezepte-Tipps und stellt Alternativen vor.

Tolle vegane Rezepte findet man z.B. auch bei www.rezeptefuchs.de oder in den Links in meiner Signatur http://cosgan.de/images/smilie/nahrung/e065.gif

Hoffe, ich konnte etwas helfen

Liebe Grüße
Miriam
AntonLucy
geschrieben am 30.12.2009 um 21:20 Uhr
Ach, wollte Dir ja noch wg. der Silch (Sojamilch) antworten:

Am Besten ist, wenn jeder für sich seine Lieblingsmarke herausfindet. Die Marken und Geschmäcker sind so unterschiedlich.
Ich kenne z.B. viele Leute, denen Hafermilch von Alnatura schmeckt, die hat mir bisher aber gar nicht geschmeckt.
Ich mag am Liebsten die Sojamilch von Alpro und die Soja-Reismilch von Plus (BioBio). Aber auch die von Aldi ist nicht schlecht. Die Reismilch von Alnatura find ich auch lecker, Reismilch ist aber dünnflüssiger wie Sojamilch.
Für den Kaffee nehme ich aber keine normale Sojamilch. Die sieht im Kaffee optisch nicht so schön aus, weil sie darin flockt. Die Alpro Cuisine sieht im Kaffee besser aus und schmeckt auch besser. Ist auch ein guter Sahneersatz beim Kochen und Backen (für Sahne zum Aufschlagen muss man aber was Anderes nehmen). Soja Cuisine ist eher wie flüssige Sahne oder Creme Fraiche zu verwenden.
Alpro hat sowieso ziemlich gute Sachen. Auch der Pudding ist sehr lecker oder der Yofu (Sojajoghurt), gibts in Natur oder mit Frucht und mittlerweile sollte er in mindestens jedem REWE stehen, nur als Tipp
Ninifee
geschrieben am 30.12.2009 um 21:50 Uhr
Mh ich weiß es nicht also hab es nie testen lassen, habe aber oft das Gefühl, dass mir einfach unglablich schlecht ist, mal nach jedem essen 3 wochen lang dann wieder nicht aber habe blöderweise noch nie daran gedacht und mal aufgeschrieben anch was mir genau schlecht war.

Bei Eis esse ich zb immer nur Fruchteis weil mir von Milcheis auch schlecht wird, Kakao ja sowieso, nach Cornflakes und Müsli auch immer...mh vielleicht hast Du recht wenn ich mal darüber nachdenke ist so gut wie immer Milch darin enthalten.

Kann man so einen Test beim Arzt machen?

CyCy
geschrieben am 30.12.2009 um 22:12 Uhr
Ninifee,
eine LI testen Ärzte normalerweise über einen Blutzuckertest(nüchtern zum Arzt. Der misst den Blutzuckerwert, verabreicht dann eine gehörige Dosis reinen Milchzuckers und misst dann nach einiger Zeit erneut den Blutzuckerspiegel. Daran lässt sich dann ablesen, ob der Patient genug oder keine Laktase-Enzyme hat, oder eben nicht). Als Alternative gibt es soweit ich weiss auch einen Atemwegstest, über den weiss ich allerdings weniger.

Es gibt ja angeborene LI, wo der Patient überhaupt keine Laktaseenzyme im Körper hat, oder es gibt nur teilweise Laktosemalabsporptionen in verschieden starken Abstufungen(meist hat man aus verschiedensten, später im Lebenslauf eintretenden Gründen einen Mangel an Laktase).

Erst einmal solte man bei einem Verdacht auf LI ganz genau beobachten, wie genau man isst und wann die Beschwerden auftreten(eine Art Ernährungstagebuch kann da helfen) und wenn der Verdacht auf die Milchprodukte sich erhärtet, dann geht man damit zum Arzt.
Oder man macht den Test aufs Exempel - eine Art Selbsttest. Du verzichtest etwa eine Woche Llang auf jegliche laktosehaltigen produkte um die Laktose aus deinem Oragnismus möglichst weitgehend abbauen zu können und trinkst dann ein Glas mit in Wasser aufgelöstem Milchzucker. Den bekommt man in der Drogerie.
Wenn deine Beschwerden dann erneut auftauchen, hast du eine ziemlich sichere Antwort. Wenn dem so ist sollte man aber dann auch auf jeden Fall mal zum Arzt gehen.


Meine Schwester ist auch Vegetarierin(Ovo-Lacto) UND leidet nach dem Genuss von Müsli, Milcheis, Quarkprodukten, viel Käse und seltener auch nach viel Joghurt unter argen Schmerzen.
Aber dass das eine aus dem anderen resultiert, bezweifle ich persönlich. Was ich mir höchstens vorstellen kann ist, dass sich durch die jahrelange verminderte Aufnahme von tierischen Eiweissen die Verdauung und eventuell auch Enzymproduktion in ihrem Organismus stark umgestellt haben.

Aber als einfaches Studentenmädel weiss ich über sowas nichts. Deswegen - und wie immer bei Geusndheitsthemen im Internet ;) - gilt: Immer beim Fachmann informieren!

LG
Ninifee
geschrieben am 30.12.2009 um 22:24 Uhr
Aber müsste mir dann von Käse nicht auch schlecht werden?

Da habe ich es zum Beispiel nicht auch nicht bei Butter aber, nur wenn es extrem dosiert ist wie zb bei purer Milch, Milcheis oderauch Sahne.

Mmmh Ich führe mal Tagebuch darüber
CyCy
geschrieben am 30.12.2009 um 23:36 Uhr
...also beim Käse kommt es soweit ich weiss sehr stark darauf an - Camembert, Brie und ähnliche Weichkäse sind von Natur aus fast Laktosefrei, und auch alte (Hart-)Käse enthalten wenig Laktose.
Junge Schnittkäse, wie zB Butterkäse oder so, haben dagegen mehr L. Kommt also immer ganz auf den Käse an, welchen man isst ;)

Aber generell hat Käse einen sehr viel geringeren Laktosegehalt als etwa Milch, Sahne oder Mlcheis oder Milchschoki.

Auf Käse reagieren also vor allem Leute mit deutlich ausgeprägter LI, während wie schon gesagt so Menschen wie meine Schwester da eigentlich keine bis nur sehr selten Probleme haben.



Aufschrieben ist immer gut - vor allem hat man dann, wenn man wirklich zum Arzt geht, schon etwas in der Hand und muss nicht so vage herumspekulieren
Cat13
geschrieben am 31.12.2009 um 12:17 Uhr
Wenn ich jetzt anfange zu zitieren endet das nur im Chaos, also:

@Ninifee:
Ich habe eine Lactoseintoleranz (von Arzt per Speicheltest festgestellt). Ich würde an deiner Stelle auch mal genau darauf achten was du verträgst und was nicht. Bei mir ist das auch unterschiedlich. Sahne, Milch und warme Milchprodukte gehen gar nicht. Schoki und Käse sind kein Problem. Lustig finde ich, dass ich mit kalten frischkäse kein Problem habe, aber wehe er ist warm, z.B. in einer Soße.
Ich kann dir die Lactrasekapseln von Pro Natura empfehlen. Die enthalten das Enzym, was einem bei einer Lactoseintoleranz fehlt. Einfach zum essen 1-3 Kaspeln einwerfen...

http://www.medvergleich.de/Preisvergleich/LACTRASE+Kapseln-100+St.html

@AntonLucy:
Danke für diese sehr ausführliche Antwort. Da standen viele Sachen drin, die mir noch nicht klar waren. Ich werde mich da nochmal gründlich schlau machen....
Ich mache mir ja schon länger Gedanken darüber und schon oft dachte ich: Schön und gut kein Fleisch zu essen, aber was ist mit den Kühen für die Milchprodukte und den Hühnern...

Was denkst du über Biofleisch von Bioschlachter. Die Kühe leben in den umliegenden Biohöfen und haben somit keine Transportwege. Gut, sie werden auch getötet, aber mussten nicht leiden....
Und was ist mit Eiern von den Hühnern "aus Nachbars Garten"? Denen geht es doch in jeden Fall gut...
Ist schon ein sehr komplexes Thema. Seitdem ich den Film Earthlings gesehen habe bin ich schon sehr am grübeln...

Mit der Schokolade werde ich mal im Bioladen schauen...aber Zartbitter mag ich nicht :-(

Sojamilch scheint für mich eine gute Alternative zu sein. Ich hoffe ich vertrage die. Ich habe oft myteriöse Lebensmittelunverträglichkeiten...

VLG und einen guten Rutsch
Cathrin
AntonLucy
geschrieben am 31.12.2009 um 15:01 Uhr
Die angeborene LI ist ein Gendefekt, während der spätere Lactasemangel eigentlich ein ganz natürlicher Vorgang ist.

Alle Säugetiere -wozu ja auch der Mensch gehört- spalten im Säuglingsalter mit Hilfe der Lactase die Lactose in seine Bestandteile. Normalerweise benötigt der Körper nach dem Abstillen dieses Enzym (Lactase) nicht mehr. Der Körper stellt dann die Produktion von Lactase ein. In Ländern, wo viel Milch konsumiert wird, schaffen es einige Menschen, die Lactase im Körper weiterzuproduzieren, was aber naturgemäß nicht vorgesehen ist.


Cat13
geschrieben am 31.12.2009 um 15:05 Uhr
Mensch, du hast ja echt Ahnung. Da kann ich noch ne Menge lernen.
Da bin ich also gar nicht so unnormal mit meiner Lactoseintoleranz

Leider ist mir vorhin von der Sojamilch schlecht geworden...aber ich teste sie nochmal weiter...
AntonLucy
geschrieben am 31.12.2009 um 15:15 Uhr
Nö, Du bist sogar ganz normal

Das wird der Öffentlichkeit so natürlich nicht erzählt, da ja die Milchwirtschaft evtl. sonst pleite gehen könnte Die CMA sorgt da schon dafür, dass die Milch weiter als lebenswichtiges Lebensmittel propagiert wird. Dafür veranstaltet die CMA ja auch jedes Jahr am 01.Juni den Tag der Milch, die Lobby machts möglich

Am Anfang war mir von Sojamilch auch schlecht, habe dann immer nur sehr wenig getrunken. Habe dann mehr mit Soja gekocht oder in den Kaffee getan und irgendwann hats mir nix mehr ausgemacht.
Aber probier vielleicht auch mal die Reismilch, die ist milder oder probierst mal andere Marken, die sind alle sehr unterschiedlich.

CyCy
geschrieben am 31.12.2009 um 15:19 Uhr
Klar, das AUCH - ich bezog mich weiter oben auf eine LI, die nicht auf die natürliche Rückbildung von Lactaseproduktion zurückgeh sondern eine, die als Begleiterscheinung von anderen Krankheiten ausgelöst wird. Wenn eine Krankheit zB die Zellen im Verdauungssystem angreift. Beterien, Tumore etc pp.

Aber deine Formulierung ist sicher besser - bin kein besonders deutlicher Schreiberling, fürchte ich



Cat, zum Beispiel, aber das weisst du doch sicher, haben ganz viele Asiaten ein Problem mit Milchprodukten. Einfach deswegen, weil man in (Ost-)Asien kaum Milchprodukte als Bestandteil der landesüblichen Ernährung findet.
Hier in Europa hat sich das durch die Geschichte anders entwickelt - viel Viehwirtschaft, also auch hoher Milch, Käse, Joghurtkonsum. Die Menschen haben ihrem Körper nie wirklich die Chacnce gegeben, sich von der Milch zu entwöhnen und so ist es bei den meisten Europäern einfach nie zu dieser natürlichen, von AntonLucy beschriebenen Rückbildung der Enzymproduktion gekommen.
Unnormal bist du also schonmal wirklich nicht
AntonLucy
geschrieben am 31.12.2009 um 15:46 Uhr
1. Naja, Bioschlachter gibt es nicht. Es gibt zwar Biobauern, die ihre Tiere etwas besser behandeln und ihnen mehr Platz bieten, aber auch bei Biobauern werden den Kühen oft die Hörner abgesägt. Die Hörner bei Kühen zählen zu den Sinnesorganen und die Entfernung der Hörner bereitet ihnen schon große Schmerzen.
Selbst wenn die Kühe auf einem Biohof zum Vergleich der Massenproduktion ein schöneres Leben führen durften, landen auch diese Kühe im selben Schlachthof wie ihre Kollegen aus der Massenproduktion. Sie werden dorthin geschlagen und getreten, weil jedes Tier auf dem Weg zum Schlachthof schon ahnt was passiert und nicht freiwillig dorthin geht.
Ich habe mir am Anfang meiner Entscheidung zum veganen Leben oft solche Videos in Youtube angesehen. Was ich dort gesehen habe ist einfach nur grausam, wie dort mit den Tieren umgegangen wird. Allein schon dieser Bolzenschuss hat mich tagelang nicht schlafen lassen und einige Tiere sind nicht einmal richtig tot, wenn sie auseinander gesägt werden

Oft haben aber nicht einmal Biohöfe diesen Namen verdient. Bei näherem Hinsehen stellt man oft fest, dass es den Tieren dort auch nicht besser geht wie in der Massentierhaltung.

2. Ich denke mal, dass Eier aus "Nachbars Garten" (sofern man die Haltung beim Nachbarn wirklich beurteilen kann) im Zweifel natürlich vorzuziehen sind.
Aber da kommt es auch drauf an. Wenn plötzlich jeder in Nachbars Garten kommt um Eier zu kaufen, wittert er ein gutes Geschäft und schafft sich immer mehr Hühner an. Die Frage ist auch, was er mit den Hühnern macht, wenn seine Hühner keine Eier mehr legen. Ich vermute, die wenigsten haben den Platz, ihnen ein Gnadenbrot zu geben, also gehts auch auf den Schlachthof oder er schlachtet selbst.
Außerdem würde ich mir die Frage stellen, woher er seine Hühner bezieht? Höchstwahrscheinlich von derselben Stelle, wo die männlichen Küken vorher aussortiert wurden.
In Gefangenschaft muss man auch darauf achten, dass bei einer Gruppe Hühner nie mehr als ein Hahn dabei ist, weil zuviele Hähne sich immer um ihren Harem streiten. Das würde auch wieder bedeuten, dass überschüssige Hähne "entfernt" werden müssten.....

3. In manchen Bioläden gibts mittlerweile die Reismilchschokolade. Ich kenne viele Leute, die davon schwärmen, aber mir schmeckt sie nicht so gut. Ich finde die von Sweet William lecker, sowohl die braune als auch die weiße. Habe ich aber bisher nur hier gefunden: http://alles-vegetarisch.de/group_view,Schokolade,C3999356971CF04E13E0AC5D1B8A2689,de,d7ead862603799e5804e7fcb51c968c4.html

Oder die Schokolade aufs Brot von Chocoreale, da ist jede Sorte sehr lecker.

4. Ich würde mal verschiedene Sorten ausprobieren und am Anfang vielleicht nicht zu viel. Ansonsten finde ich die Reismilch auch sehr gut.

Ich wünsch Dir auch einen guten Rutsch!

LG
Miriam
RSNGW
geschrieben am 31.12.2009 um 20:28 Uhr
Hallo an alle,
@ Ninifee,

Beim Atemtest bekommt man aufgelösten Milchzucker zu trinken.
Über drei Stunden wird dann alle 30 Minuten der Wasserstoffgehalt im Atem gemessen.
Erhöht sich dieser Wert mit der Zeit, kann von einer Lactoseintoleranz ausgegangen werden.
Oder man reagiert ohnehin sofort (mit beispielsweise Übelkeit, Magenschmerzen/-krämpfen, Erbrechen, Bauchschmerzen, bzw. auch Herzrhythmusstörungen können durch eine LI ausgelöst werden – also auf die leichte Schulter nehmen sollte man diese Lebensmittelunverträglichkeit nicht).

Je nach Ausmaß der Erkrankung werden manche Lebensmittel besser, und manche eher schlechter vertragen. Die Reaktion ist auch von der „eingenommenen Dosis“ abhängig. Es kann also sein, dass man ein bis zwei Kaffee täglich mit „normaler Milch“ verträgt, aber auf den dritten, oder das Butter-Käse-Brötchen am Abend reagiert man dann.
Schon möglich, dass Du entweder auf Butter nicht reagierst, weil der Laktoseanteil für Dich zu gering ist, oder Du verwendest ohnehin bereits ein pflanzliches Fett. Du könntest auch versuchen, mal einen Kakao mit lactosefreier Milch zu trinken. Verträgst Du ihn, dann hast Du praktisch die Antwort auf Deine Frage.

Inzwischen gibt es aber wirklich gute und verträgliche Alternativen.

Liebe Grüße,

RSNGW
Ninifee
geschrieben am 01.01.2010 um 21:38 Uhr
Also lasse ich beim Allgemeinarzt solch einen Test durchführen? Oder muss ich woanders hin? Dann wüsste ich endlich vielleicht warum mir immer so schlecht ist, hab schon so oft Probleme gehabt aber mich dran gewöhnt
CyCy
geschrieben am 01.01.2010 um 22:01 Uhr
Ja, soweit ich weiss wird der Hausarzt einen LI-Test seiner Wahl(den H2 Atemtest oder Blutzuckertest eben) durchführen, wenn du genug "Verdachtsmomente" vorweisen kannst.
Einen Spezialisten braucht man dafür nicht =]
Ninifee
geschrieben am 01.01.2010 um 22:09 Uhr
Ich glaube um den Test ohne Blut wird er nicht drum herum kommen, ich kippe grundsätzlich um und auf nüchternem Magen kündigt es sich nicht mal an Alles schon gehabt, peinliche Sache sag ich dir

Dann muss ich Montag mal anrufen ob meine Ärztin das überhaupt macht Ansonsten vielleicht der Arzt von meine Schwiegerpaps der kennt sich zumindest gut mit Diabetes aus, müsste sowas ja dann theor. können.

Cat13
geschrieben am 01.01.2010 um 22:43 Uhr
1) Ich meine einen bestimmten Schlachter aus einem Dorf in der Nähe. Das sind Biohöfe aus den umliegenden Orten und er schlachtet selbst. Da ist dann der Transportweg max. 15min. Das bei Biofleisch aus dem Laden die Bedingungen nicht wesentlich besser sind als bei herkömmlichen Fleisch habe ich auch schon mitbekommen.
Da sind ja immernoch Transporte von 4 Stunden ok. Was ich schon zuviel finde.
Bei dem Schlachter den ich meine bringt dann der Bauer mit seinem Traktorhänger das Tier was geschlachtet wird einen Ort weiter. Natürlich hast du Recht mit der Geschichte Ferkelkastra und Hornabschneiden ohne Betäubung....Das TierSchG ist eh der reinste Hohn...im ersten Satz heißt es noch sinngemäß nichts was beim Mensch mit Betäubung gemacht wird darf bei Tieren ohne gemacht werden und dann kommt die große Aber-Geschichte.....

2) Die Hühner leben bei den Nachbarn meiner Eltern. Ich glaube es sind 5 oder 6 Hühner und ein Hahn. Die Tiere werden nicht geschlachtet. Die leben da als Haustiere. Die Eier werden auch nicht verkauft. Sie werden nur mal an gute Freunde verschenkt. Wenn ein Huhn keine Eier mehr legt, weil es alt ist, lebt es da trotzdem weiter. Soweit ich weiß, legen 2 von denen auch schon keine Eier mehr. Ich denke so ein Ei kann man mit relativ guten Gewissen essen.
Natürlich gab es, als die Hühner mal gekauft wurden vorher diese Auslese mit den männl. Küken.
Einmal gab es auch Hühnernachwuchs bei denen. Ich weiß garnicht, was die mit den männl. gemacht haben. Ich werde da mal nachfragen. Weil getötet oder zum Schlachten haben sie die definitiv nicht gegeben. Das können die gar nicht. Viel zu Tierlieb

3) Durch die Schokolade werde ich mich mal durchtesten

Gerader habe ich mal veganer Käse gegoogelt....hätte ich ja nicht gedacht....
Wenn man sich informiert, scheint man ja auf nichts verzichten zu müssen und die Umsetzung scheint leichter als Gedacht...

Morgen mache ich mal einen Spaziergang in einen Biosupermarkt. Ich habe das Glück einen gleich um die Ecke zu haben.


Danke für die tollen Infos und Denkanstöße
LG Cathrin
Ninifee
geschrieben am 01.01.2010 um 23:14 Uhr
Liebe Cathrin,

da Du ja diese Lactose-Intolleranz hast, hätte ich ein paar fragen an Dich auch wenn ich noch nicht beim Arzt war aber nach den Symptomen wäre dies wohl nun endlich die Antwort auf die frage warum mir so oft schlecht ist.

Seltsamerweise hab ich das bei Milkaschokolade nicht, hab ich gerade getestet. Bei dem Gouda jung auch nicht mit Pflanzenmagarine. Doch Pudding, Milchreis (besonders schlimm vertrage ich gar nicht) Milch, Molke und anderes (muss ich alles austesten) hab ich es.

Dann könnte ich doch weiterhin Milka Schokolade essen wenn ich sie vertrage, oder?
Cat13
geschrieben am 01.01.2010 um 23:41 Uhr
Hi Du,

das ist natürlich kein ärtzlicher Rat

Aber ich habe seit 13 Jahren eine Lactoseintoleranz und somit kann ich dir meine Erfahrungen schildern

Ich esse ja zum Beispiel auch Käse und Schokoi, da passiert bei mir auch nichts. Es sei denn ich esse zuviel davon am Tag. Die Folgen sind bei mir aber auch nicht so schlimm. Ich verbringe dann ne Stunde auf den Klo

Es ist eigentlich ganz interessant wie unterschiedlich Menschen mit Lactoseintoleranz auf Milchprodukte reagieren. Manche bekommen Kreislaufstörungen, andere Bauchkrämpfe, ich bin mehr so der Durchfalltyp und dir wird schlecht.

Ich habe nie irgendwo gehört dass es den Körper schadet bei einer Lactoseintoleranz die Milchprodukte zu sich zu nehmen, die man verträgt.

Wir (meine ganze Familie hat das) handhaben das alle so.

Nur bei den Sachen die man nicht verträgt lassen wir die Finger davon. Klar, wer will schon, dass es einem schlecht geht.

Ich würde an deiner Stelle alles essen wozu du Lust hast und schauen wovon dir schlecht wird. Das würde ich dann erstmal meiden.
Du kannst natürlich auch diese Kapseln von denen ich schon geschrieben hatte nehmen.
Die nehmen wir seit Jahren und sind total glücklich damit. Dadurch muss man auf nichts verzichten. Die bekommst du in jeder Apotheke.

Weder meine Mutter noch mein Bruder haben ihre Lactoseintoleranz je von Arzt feststellen lassen. Das war einfach schon zu offensichtlich. Bei mir wurde das auch nur während einer anderen Untersuchung letztes Jahr "nebenbei" diagnostiziert.

Du könntest auch nochmal im Internet dich über den Lactosegehalt in Lebensmittel informieren.
Bei mir allerdings scheint das nicht so zu stimmen. Manche Sachen mit "viel" Milchzucker vertrage ich, andere mit weniger Milchzucker vertrage ich null. Das liegt wohl aber an der "Behandlung" der Produkte. Das was ich bei mir selbst schon festgestellt hatte war ja, dass ich z.B. kalten Frischkäse vertrage, warmen in Soßen nicht. Ich habe letztens gelesen das Milchprodukte besser vertragen werden, solange die darin enthaltenen milchsäurespaltenden Bakterien nicht durch Erhitzen zerstört wurden, weil lebende Bakterien den Magen passieren und ihre lactosespaltende Wirkung im Darm entfalten.

Ich würde an deiner Stelle alles essen was du magst, Käse, Schokolade, was auch immer. Sobald du etwas nicht verträgst probierst du es beim nächsten Mal mit einer Lactrasekapsel zum Essen und schaust wie du es dann verträgst.

Hier nochmal der Link zu den Lactrasekapsel. Die gibt es in jeder Apotheke für ca. 15EUR, reichen aber ewig.
http://www.apodiscounter.de/lactrase-kapseln-p-3905.html?gclid=CNWb5reghJ8CFReBzAoddkuzNA
Lass dir aber keine anderen andrehen. Viele taugen nichts


Lass dir die restliche Weihnachtschoki schmecken
LG Cathrin

P.S: Käse und Schokolade esse ich ohne Kapseln. Die nehme ich nur bei Milch (wenn gerade keine Lactosefreie Milch im Haus ist) und Eis
Cat13
geschrieben am 01.01.2010 um 23:46 Uhr
Hier nochmal die Homepage der MinusL Produkte. Alles Lactosefrei.
Gibts in jeden Supermarkt.

http://www.minusl.de/22


Ich kauf davon aber nur die Milch.
Den normalen Käse vertrage ich ja gut.
Ninifee
geschrieben am 02.01.2010 um 00:18 Uhr
Das klingt ja schon mal super und ich freue mich, dass ich jetzt nicht auf Schoki verzichten muss hihi
Ich arbeite ja bei Aldi und ich glaube wir bieten gar nichts Lactosefreies an dann fahr ich halt mal zum Kaisers oder so Auf Milch mag ich nicht verzichten aber als kakaoersatz hab ich ja nun den Sojadrink gefunden und bin überglücklich, dass ich nun jeden morgen kakao trinken kann, ohne dass mir schlecht wird

Die Kapseln wären denke ich gut, weil ich viel essen gehe und da nicht wie immer mit Bauchschmerzen sitzen möchte, oh wie toll das wird
Cat13
geschrieben am 02.01.2010 um 00:23 Uhr
Stimmt, bei Aldi gibt es die Milch nicht aber bei Edeka, Rewe, Real.

Die Kapseln sind gerade beim Essen gehen super.
Schade finde ich immer nur, dass die kaum einer kennt.
Selbst Ärzte, die eine Lactoseintoleranz diagnostizieren kennen die nicht.

Du musst dann umbedingt mal berichten, ob die dir auch so gut helfen
Ninifee
geschrieben am 02.01.2010 um 00:25 Uhr
Mache ich Bin dir sowieso soo dankbar, dass Du mich darauf gebracht hast und ich somit weiß was wohl mit mir los ist
Annkix3
geschrieben am 02.01.2010 um 08:09 Uhr
Huhu Gianna!

Ich gehöre auch zum Club der Laktoseintoleranzler
Bei mir wurde es auch nicht durch einen Arzt festgestellt, da es einfach zu offensichtlich war.

Auf ein Glas Milch reagiere ich besonders schlimm, Milchreis habe ich schon lange nicht mehr gegessen und Pudding auch nicht.. könnte ich an einem ruhigen Tag mal probieren

Wenn ich zuviel Schokolade esse wird mir auch sehr komisch und übel bzw. werde ich dann zum selben Typ wie Cat

Ich persönlich trinke immer Sojamilch bzw. Soja- Reis- Milch. Die ist aber nicht jedermanns Sache, da sie ziemlich süß ist. Die Minus- L habe ich noch nicht probiert, mir war sie bis jetzt immer zu teuer
PiPa
geschrieben am 02.01.2010 um 08:39 Uhr
Der Mensch ist und bleibt das größte Raubtier in der Nahrungskette... so ist es einfach - FAKT - und das ändert sich nicht durch mich.

Übrigens warum ißt du denn Salat, Pflanzen sind genauso Lebewesen und wie sie fühlen, das weiß keiner... Also mußt du leider an Hungertod sterben.

In der Natur beispielsweise fressen Haie Robben, so ist es..... Erklär mal den Haien das sie das nicht tun sollen......

Find das alles Blödsinn jetzt den Menschen zu verurteilen.....

Ich z.B. esse keine Kaninchen, und ich fühle mich gut, weil ich Kaninchen einfach zu süß zum essen finde, sie müssen für mich und meine Familie nicht sterben.
zweety
geschrieben am 02.01.2010 um 10:40 Uhr
Huhu erstmal.

Uff...ich habe mich jetzt durch alle Seiten gewühlt und finde die Diskussion sehr interssant.

Ich bin seit 6 Jahren Vegetarierin und seit kurzem habe ich mich auch entschlosse, veganisch zu leben.

Eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

Nun zu dem Zitat.

Du vergisst, dass die Natur allen Lebewesen ihr Fressen bereitstellt, auch den Menschen. Doch es gibt einen Unterschied zwischen Mensch und Hai:

Der Hai braucht die Robbe zum (b)Überleben(/b). Er nimmt nur so viel aus der Natur, wie tragbar ist.

Der Mensch braucht kein Fleisch zum Überleben. Vielleicht können Mangelerscheinungen auftreten, vielleicht auch nicht, aber der Mensch der heutigen Welt benötigt Fleisch im Grunde nicht.
Der Mensch nimmt zu viel. Es ist unmöglich, dass allein in Deutschland
145 000 Schweine am Tag geschlachtet werden. Nur Schweine. Wo geht das alles hin und vor allem: Wo soll das alles hinführen?

Wenn man sagt, dass man keine Kaninchen isst, weil sie so süß sind und ich ich sie als Haustier halte, finde ich, dass das kein aussagekräftiges Argument ist. Muss man mit Schweinen, Kühen, Hühner oder Schafen physisch zu tun haben, um sie nicht zu verspeisen? Ein Schwein fühlt doch genauso wie ein Kaninchen.

Jeder kann selbst entscheiden, was er für richtig hält oder nicht. Aber eine Aussage muss auch immer zuende gedacht werden.

Was ich lustig finde: Es gibt Fleischersatz. Sieht aus wie Fleisch, schmeckt wie Fleisch, enthält (pfanzliches) Eiweiß und ist super lecker. Gibt es in jedem Reformhaus, aber auch beim Discounter. Man müsste also nicht auf den Geschmack, das Gefühl etc. verzichten. Ob der Mensch den Unterschied zwischen "echt" und "unecht" herrausfinden würde, wenn das "Fleisch" schön zubereitet ist?

Ich bin nicht absolut gegen das Fleischessen. Es hat auch positive Seiten. Aber als Verbraucher wird man ja förmlich gezwungen, Fleisch zu kaufen, das von Tieren aus Mastbetrieben kommt. Man hat ja so gut wie keine Ausweichmöglichkeiten, bei Bio weiß man auch nicht genau, wie die Haltung da aussieht.

Und dann frage ich mich: Wieso lässt man sich zwingen? Wieso sucht man keine Alternativen? Ich habe schon mit sehr vielen Menschen über vegetarisch-sein geredet und die meißten dieser Menschen mögen ja auch keine Masttierhaltung, aber denoch unterstützen sie sie. Nicht absichtilich, kann man sagen, aber warum lassen sie sich zwingen?

Es gibt sowieso so viel Leiden auf der Welt, aber irgendwo kann jeder etwas tun, sei es Spenden (für arme Menschen), vegetarisch sein (für die Tiere), Müll trennen (für das Klima) oder seine Kaninchen artgerecht halten, da fängt es ja schon an.

Ach Gott, ich schweife wieder weit aus. Tut mir leid...

Abschließend kann ich nur sagen, dass es viele Argumente gegen den Fleischverzehr gibt, einige dafür. Man sollte sie sich vor Augen führen und dann für sich persönlich entscheiden, ob man Fleisch essen möchte oder nicht. Aber resignieren ist meiner Meinung nach nicht gut.

LG

Lara

Rübilly
geschrieben am 02.01.2010 um 14:13 Uhr
Uuuh, mein Thema! Da muss ich auch meinen Senf dazugeben!
Ich hatte bloß wenig Lust alle vier Seiten durchzulesen.
@irgendwer, der meinte, dass ein einzelner Mensch nichts tun kann:
Viele Leute, die in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern. (Ich mag den Spruch irgendwie)

Ich bin auch schon/erst seit 3 Jahren Vegetarier (Fischvegetarier). Ich esse kein Fleisch, Fisch, Gelatine und versuche wenig Tierprodukte zu konsumieren, da ich es mit meinem Gewissen nicht klarmachen kann. Klar, man kann nicht vollständig vegetarisch leben! Ich esse am liebsten und meisten Grünzeug (yummi, ich liebe es!) und höre und schreibe: meine Eisenwerte (und dieser andere Mist) sind besser als zuvor, habe keine Mangelerscheinungen o.ä..
Ich tolerie es aber total, wenn Leute Fleisch essen, da Menschen sind von Natur aus Fleischfresser. Jedoch sind diese Massentierhaltungen und -produktionen nicht sehr schön. Anders wäre es, wenn die Tiere auch wenn's kurz ist ein schönes Leben haben ohne Schmerz u.a.. Ich würde zum Beispiel lieber meine eigenen Tiere essen, da ich weiß, dass sie ein schönes Leben gehabt haben als Fleisch wovon ich nicht weiß wo es herkommt, wie die Tiere gelebt haben usw.
Insgesamt denke ich, dass es die eigene Entscheidung ist, aber darüber nachdenken sollte jeder einmal, was er da isst!
Dann noch eine Frage: Wieso isst man nur bestimmte Arten von Tieren?
Ein ernstes Thema, aber ich würde sagen, dass manche das hier einfach zu ernst nehmen!
Liebe Grüüße )
Cat13
geschrieben am 02.01.2010 um 15:35 Uhr
Ich finde diese Disskussion hier total interessant.

Über ein paar Sachen mache ich mir noch Gedanken.

Ich bin ja mehr der "Entweder ganz oder gar nicht-Typ".

Kein Fleisch/Fisch essen ist ja schön und gut, aber für alle anderen tierischen Produkte, z.B. Milch und Eier werden die Tiere ja auch eher schlecht gehalten.
Und was ist mit den ganzen Kosmetikprodukten?
Ich habe mal versucht Kosmetikprodukte ohne Tierversuche zu finden. Das ist nicht leicht. Meine Suche war ohne Erfolg. Die DM Alverde (oder so ähnlich) Produkte sind ja auch nicht ohne Tierversuche. Nur das Endprodukt ist ohne Tierversuch. Das bringt es ja auch nicht wirklich.
Gerade da ja auch meistens Kaninchen für Kosmetiktests eingesetzt werden. Die Vorstellung eines meiner Kaninchen könnte da in einem Versuchslabor sitzen ist schon schlimm....

Einerseits ist ja jeder Schritt in die Richtung keine Tiere leiden zu lassen schon ein Anfang, aber mir würde beispielweise die Endscheidung einfach nur kein Fleisch zu essen zuwenig sein.

Ich stell mir eine vegane Ernährung gerade aber, wenn man irgendwo eingeladen ist oder in einem Restaurant isst schon sehr kompliziert vor...

Hinzu kommt, dass ich einmal im Momat schon gerne ein kleines Stück Fleisch esse. Ich werde mal bei dem oben genannten Schlachter nachfragen und mir da die Bedingungen für die Tiere genau erklären lassen...

Ich habe jetzt diese Sojamilch von Alpro mal getestet und ich mag sie leider nicht... Als nächstes Versuch ich mal diese Reismilch....

VLG Cat
zweety
geschrieben am 02.01.2010 um 20:48 Uhr
Huhu Cathrin.

Zu 1): Ganz oder gar nicht - das ist schon eine harte Frage und die Entscheidung fällt da sicherlich nicht leicht. Aber wie wäre es, wenn du die Sache ohne "Druck" angehst ? Damit meine ich, dass man sich immernoch steigern kann und viele Vegetarier, die ich kenn, sind mittlerweile Veganer (so auch ich).

Zu 2.): Schau mal hier:

http://www.peta.de/web/kosmetik.1724.html

Eine 100%-ige Garantie hat man aber wahrscheinlich nie im Leben.



Zu 3.): Vielleicht ist es so wie bei der Kaninchenhaltung: Manchmal müssen auch die eigenen Bedürfnisse weggesteckt werden. Ich weiß nicht, ob du einmal vorhast, vegetarisch oder veganisch zu leben, aber informiere dich doch noch ein bisschen, schau dir evtl. Videos oder Bilder an (nichts für schwache Nerven) und entscheide dann in aller Ruhe. Wie gesagt, vegetarier- oder veganer-sein - das entwickelt sich meißtens erst.

LG
Ninifee
geschrieben am 02.01.2010 um 21:16 Uhr
Liebe Cat,

bist Du dir sicher mit den Alverde Produkten? Ich benutze sie weil sie Tierversuchsfrei sind und habe sie auch angeschrieben. Hier die Antwort:

"Sehr geehrte Frau XXXXXX,

vielen Dank, dass Sie sich erneut die Zeit genommen haben, sich mit uns in Verbindung zu setzen.

Es freut uns, dass Sie sich mit Ihrer Frage an uns gewandt haben.

Ein wesentlicher Grundsatz der dm-Firmenleitlinien ist es, ausschließlich menschen- und umweltgerechte Produkte zu vermarkten. Kein Endprodukt der dm-Qualitätsmarken wird oder wurde an Tieren getestet.

Wir versuchen, "sinnvoll für Mensch und Erde" zu handeln. Dazu gehört neben einem sorgsamen Umgang mit den Ressourcen auch ein verantwortungsbewusster Umgang mit allen Lebewesen. Das führt auch dazu, dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten mit darauf hinwirken wollen, Tierversuche zu vermeiden. Lieferanten, die mit dm-drogerie markt zusammenarbeiten, müssen sich deshalb verpflichten, nach internationalen Qualitätsstandards und unter Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen zu produzieren.

Tierversuche zur Entwicklung von Körperpflegemitteln sind seit dem 1. Juni 1998 verboten. Im Bereich Dekorative Kosmetik besteht dieses Verbot bereits seit 1986. Laut dem Industrieverband Körperpflege und Waschmittel e.V. (IKW) werden bereits seit 1989 keine kosmetischen Fertigprodukte mehr im Tierversuch geprüft. Ein endgültiges Verbot von Tierversuchen für kosmetische Inhaltsstoffe ist im März 2009 in Kraft getreten.

Wenn es um innovative Produkte geht, die von den Verbrauchern nachgefragt werden, schreibt der Gesetzgeber zwingend vor, dass neue Rohstoffe - und das gilt unter anderem auch für Lebensmittel und Medikamente - im Tierversuch getestet werden müssen. Wir haben uns intensiv mit dem Thema Tierversuche beschäftigt und bemühen uns, dass für Kosmetikprodukte Rohstoffe verwendet werden, die bereits bekannt und getestet sind.

Die Hautverträglichkeitsprüfungen für die dm-Produkte führen unabhängige Institute und Hautkliniken an etwa 50 freiwilligen Testpersonen durch. Nur wenn dabei keinerlei allergische Reaktionen auftreten, darf ein Produkt mit "dermatologisch getesteter Hautverträglichkeit" werben. Dies ist sicher aussagekräftiger, als Tierversuche.

Die deutsche Rechtssprechung geht davon aus, dass nicht allen Verbrauchern bekannt ist, dass theoretisch jeder in der Kosmetik eingesetzte Rohstoff irgendwann einmal an irgendeinem Ort der Welt im Tierversuch getestet sein könnte. Produktaussagen wie "Ohne Tierversuche" gelten daher als Irreführung. Aus diesem Grund findet sich der Name dm-drogerie markt auch nicht auf den Positiven Listen der Tierschutzorganisationen.

Bei weiteren Fragen erreichen Sie uns
Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr und
Samstag von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr
unter der gebührenfreien Servicerufnummer 0800 / 3 65 86 33.

Sehr geehrte Frau XXXXXX, wir hoffen, Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben und freuen uns, Sie bald wieder in Ihrem dm-Markt begrüßen zu dürfen.

Herzliche Grüße

Ihr dm-ServiceCenter

Anita Peric"

Die Produkte von Paul Mitchell sind ALLE Tierversuchsfrei, schon immer und Paul Mitchell setzt sich sogar selbst für den Tierschutz ein.

Produkte von Dr. Scheller Cosmetics (Manhattan, Clearface und Dr. Scheller) sind Tierversuchsfrei.

Yves Rocher anscheinend auch, hab auch diese Mailantwort noch, falls sie interessiert

Übrigens ein super interessantes Thema!
Ninifee
geschrieben am 02.01.2010 um 21:23 Uhr
Hey Cat,

hab gerade ein Buch gefunden, dass vielleicht ganz interessant für uns wäre

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41CvmCnVpxL._SS500_.jpg

Kurzbeschreibung:

Fair-Trade-Apfel aus Übersee oder heimischer Bioapfel? Was halten auswaschbare Windeln aus? Ein Jahr lang hat der Journalist Leo Hickman versucht, ohne schlechtes Gewissen zu leben: gesunde Ernährung, schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Versuch, seine Kaufkraft bestimmten großen Konzernen zu entziehen. Voller Humor berichtet er davon, wie seine Familie und er sich erfolgreich umgestellt haben – und ihr Leben auf den Kopf.
CyCy
geschrieben am 02.01.2010 um 21:36 Uhr
Zweety, die PETA Liste der Kosmetikprodukte ist ja schön und gut. Das Problem ist nur dass, wie Cat schon sagt, eine Firma ja auch immer sagen darf, ihre Produkte seien ohne Tierversuche hergestellt bzw man habe keine Versuche für die Produktentwicklung durchgeführt - aber das bedeutet nicht, dass die Ausgangsstoffe auch ohne Tierversuche hergesetllt werden.
Klar gibt PETA/diese Liste uns eine Chance, die Firmen zu unterstützen, die keine Versuche durchführen oder nur Versuchsfreie Zulieferer beauftragen... Aber zu undurchsichtig ist es mir immer noch. Wie du schon sagst, eine hundert Prozentige Sicherheit KANN es garnicht geben.


Cat, ich verstehe dich.
"Nur" kein Fleisch zu essen und die Gelatine auf Etiketten als Einkaufsverbot zu verstehen ist nicht das ganze.
Ich sehe es ähnlich wie du. Vieleicht sogar noch krasser - denn ich frage mich schon fast: Kann man überhaupt genug tun? Ohne in eine Kommune zu ziehen, die eigenen Gemüse zu ziehen und am besten dabei noch nackt herumzulaufen? Das mag komisch klingen - aber hey, Vegan leben ist gut, nur was ist dann mit dem CO2, welches für meine Sojaprodukt-Importe draufgeht?

Ja, das ist viel zu überspitzt formuliert. Und genau wörtlich darf man mich hier bitte nicht nehmen, aber ich weiss nicht...
Jeder Schritt den man tut, jedes Ideal dem man folgt, ist gut und richtig. Ich bewundere konsequente Veganer für ihr Durchhaltevermögen genau wie ich auch Selbstversorger, Boykottierer oder andere menschen mit einer Idee bewundern muss. Für ihre Zielstrebigkeit und Stärke. Aber selber würde ich mich nie trauen, mir einen solchen titel zu geben, weil ich mir dann immer heuchlerisch vorkäme. Ich bin so eine person die immer meint, sie könne noch mehr tun.


Und was Vegan und kompliziert angeht - das glaube ich nicht. Kommt drauf an, wo man hingeht, ins Restaurant, meine ich. Aber im Grunde kann man immer irgendwo etwas so bestellen, dass es passt. Natürlich kann mir keiner garantieren, dass die Bedienung mir nicht einen vorlügt wenn sie sagt, dass nur in Pflanzenfett gegart wird, oder dass wirklich keine Saure Sahne in die Tomatensuppe kommt. Aber mit ein paar Einschränkungen kann ich auch im Restaurant Dinge bestellen, die mit ziemlicher Sicherheit Vegan sind.
Oftmals Salat Und mit dem Dessert wird es zu 90% nix.
Scherz beiseite, man muss sich für solch eine Lebensweise sicher Einschränken - aber machbar ist alles. Und wie schon gesagt, deswegen bewundere ich Leute, die so etwas durchziehen.
Und ich für meinen Teil brauche meinen Joghurt. Wie schon gesagt, ich könnte immer noch mehr tun. Finde aber Taten wie den Verzicht auf Lederkleidung und das Unterstützen von Firmen mit intelligenter Tierschutzpolitik sehr viel effektiver.

LG, in der Hoffnung, dass ich nichts falsches oder angreifendes gesagt habe.

Morchel
geschrieben am 02.01.2010 um 21:52 Uhr
Also, in Deutschland muss ja jede neue Kosmetikzutat zuerst an Tieren getestet werden (ironischerweise darf das Testen aber nicht (b)in(/b) Deutschland stattfinden). Dafür müssen gewöhnlicherweise Kaninchen herhalten, genauergesagt deren Augen, da die den menschlichen relativ ähnlich sind. Ob sich die Ergebnisse dann auf uns übertragen lassen sei mal dahin gestellt...

Der Deutsche Tierschutzbund hält eine Positivliste von Kosmetikherstellern bereit, die keine neuen Stoffe nach 1979 mehr benutzen, also keine weiteren Tierversuche mehr. Diese Hersteller haben das bekannte Kaninchensiegel auch auf ihren Produkten.
Die Liste wird immer aktuell gehalten, und der Tierschutzbund prüft auch selber nach, ob die rechtlich bindenden Angaben auch stimmen.
http://www.tierschutzbund.de/754.html

Ist das glaubwürdig genug?
AntonLucy
geschrieben am 03.01.2010 um 02:08 Uhr
1) Der Transportweg ist da sicher akzeptabler, aber es bleibt die Frage der Haltung. Ich vermute, dass er auch Kälber züchtet, die Kühe werden möglicherweise auch künstlich befruchtet und den Müttern die Kälber gestohlen.
Aber selbst wenn das alles ok wäre, hätte ich immernoch große Bedenken, warum diese Tiere für mich getötet werden sollten.
In China werden Hunde und Katzen gegessen, bei dem wir aufschreien, weil wir die Vorstellung nicht ertragen, dass Tiere, die wir in Europa als unsere Haustiere lieben, niemals essen würden. Dabei leiden Schweine, Kühe, Hühner, Enten, Fische doch genauso wie Hunde und Katzen, wenn ihnen weh getan wird, nur fehlt uns in Europa scheinbar die emotionale Bindung an diese Tiere, weshalb wir bei ihnen nicht entsetzt aufschreien.

Fakt ist eben, dass zumindest Menschen in Industrieländern nicht vom Fleischverzehr abhängig sind. Wir haben hier alle Möglichkeiten unseren Vitamin- und Mineralstoffbedarf über pflanzliche Lebensmittel zu bekommen.

Ich würde keinem Eskimo erklären, dass er jetzt keinen Fisch mehr essen darf, weil er wohl nur unter sehr schwierigen Umständen an andere Lebensmittel kommen würde, aber in unseren Breitengraden sehe ich keinen Grund, sein Handeln nicht zu hinterfragen.
Auch mit einer veganen Lebensweise erreicht man keine 100% ethisch korrekten Bedingungen, aber man kann sich zumindest Bemühen, sein Möglichestes für eine bessere Welt beizutragen.

Vegan heißt für mich nicht nur rein pflanzliche Ernährungs- und Lebensweise, sondern auch außerhalb dieses Anspruches seine Handlungen zu hinterfragen.
Z.B. versuche ich z.B. auch oft Palmöl und Palmfett zu vermeiden, da Regenwälder dafür abgeholzt werden und Orang Utans qualvoll an dem Verzehr der Ölpalmen sterben, weil ihnen ihre Nahrungsgrundlage genommen wird. Palmöl zu vermeiden ist leider aber auch sehr schwierig, weil es nicht nur in Lebensmitteln steckt, sondern sehr oft in Kosmetika z.B. Seifen. Nur ökologisch angebautes Palmöl kann man ruhigen Gewissens kaufen, da der ökologische Anbau stark kontrolliert wird.

Übrigens, dass für das Soja der Vegetarier Regenwald abgeholzt wird, ist ein Märchen. Das meiste Soja wird für Tierfutter angebaut.
Für die "Herstellung" von 1kg Fleisch braucht man ca. 16 kg Tierfutter, da kann man sich ja ungefähr vorstellen, dass der Konsum von Fleisch mehr Ackerland benötigt als der Vegetarier.
Jetzt bin ich aber etwas vom Thema abgewichen

2. Unter diesen Bedingungen könnte ich es auch noch vertreten, wenn man da mal ein Frühstücksei isst
Ich würde es da aber beim Früstücksei belassen und im Kuchen oder ähnliches die Eier zu ersetzen. Ein Frühstücksei und Spiegelei kann man noch nicht ersetzen, aber vieles Andere geht problemlos

3. Beim veganen Käse muss man sich auch einfach durchtesten.
Es gibt einige Sorten, die verdienen diesen Namen nicht (und manchmal auch keinen anderen), manche schmecken gut, aber nicht nach Käse, aber es gibt tatsächlich einige, die man gut empfehlen kann (z.B. der No Muh Chäs). Auch die Frischkäsesorten von Tofutti kann ich empfehlen. Aber auch beim Käse sind die Geschmäcker verschieden und jeder muss seine Lieblingsmarke finden.
Hast Du schon was im Biosupermarkt gefunden?
AntonLucy
geschrieben am 03.01.2010 um 02:49 Uhr
1. Naja, 100% vegan wirds wahrscheinlich nicht geben. Man findet immer ein "ja, aber...". Aber ich finde es besser, man tut das, was einem möglich ist, als wenn man gar nichts tut.
Eine 100%ige Kaninchenhaltung gibts wahrscheinlich auch nicht, auch da können wir nur unser Möglichstes tun, aber alles was wir tun, ist doch besser als gar nichts

2. Ja, genau deshalb ist die vegetarische Lebensweise unkonsequent. Die meisten Vegetarier greifen nach ihrer Entscheidung kein Fleisch mehr zu essen, vermehrt zu Milchprodukten. Damit verschonen sie aber die Tiere nicht. Denn je mehr Milch und Eier ich dann im Tausch gegen das Fleisch zu mir nehme, desto mehr Tiere müssen dann über Umwege ihr Leben lassen. Gewonnen ist da nix bzw. kaum was.

3. Alle dm-Eigenmarken (also auch Alverde) sind tierversuchsfrei. dm testet die Kosmetikprodukte nur mit alternativen Methoden. Vegan sind alle dm-Produkte leider nicht, aber gerade Alverde kennzeichnet die veganen Produkte mit dem Vegan-Siegel.
Ich kaufe meine Kosmetika und Reinigungsmittel nur bei dm.
dm ist für die meisten Veganer erste Anlaufstelle für günstige Kosmetika.
Ansonsten ist auch Sante und Lavera tierversuchsfrei.
Schau mal hier hat sich jemand die Mühe gemacht, in einem Forum alle Produktanfragen an die Firmen zu sammeln: http://www.produktanfragen.foren-city.de

Ich selbst habe über den Weg zur tierversuchsfreien Kosmetika zu einer veganen Lebensweise gefunden. Nachdem ich lange nach tv-freien Produkten gesucht und schließlich gefunden hatte, dachte ich mir, dass ich es dabei nicht belassen könnte, wenn ich es richtig machen will

4. Sehe ich auch so.

5. Naja, ich finde es nicht so dramatisch. Klar, man kann manchmal nicht einfach die Speisekarte aufschlagen und sagen "ich hätte gerne die Nr. 36". Ist mir persönlich aber egal, man gewöhnt sich dran, dass man die Köche im Restaurant auch mal fordern muss. Ich frage die Bedienung einfach, was sie mir zubereiten können und bis jetzt haben sie immer was hinbekommen.
Wenn ich beruflich weg bin, in Hotels oder Bildungsstätten, nehme ich mir auch den Koch zur Brust und sage, was ich nicht esse. Ich lass mich dann überraschen, was dabei rauskommt. Meistens sind meine Gerichte dann viel leckerer als die der Kollegen und die neidischen Blicke sind nicht zu übersehen http://cosgan.de/images/smilie/frech/r040.gif So krieg ich immer meine Extra"wurst", aber nicht weil ich auf eine gesonderte Behandlung wert lege, sondern eben, weil ich das Leid der Tiere nicht unterstützen will und das zeige ich damit auch öffentlich.
Ich glaube, es kommt auch darauf an, wie konsequent man damit in der Öffentlichkeit umgeht. Öffnet man die Tür für mal ein paar Ausnahmen hier und ein paar Ausnahmen dort, wird man nicht ganz so ernstgenommen und jeder denkt dann, dass man es nur richtig anpacken muss, um einen wieder "umzupolen".
Letztendlich entscheidet aber jeder selbst, wie weit sein Engagement geht

6. Probier doch mal Seitan. Schön gewürzt (wie Fleisch ja auch) steht es dem tierischen Fleisch in nix nach.
Auch die Sojaschnetzel kann man toll als Fleischersatz zubereiten.
In Vegetarierforen bekommt man eigentlich immer ein tolles Rezept für Fleischersatz.

7. Es gibt so viele Sorten Sojamilch. Im Bioladen, Versandläden, Plus oder Aldi gibts auch Sojamilch. Vielleicht hast Du "Deine" Marke einfach noch nicht gefunden. Am leckersten finde ich die Mandelmilch, eine echte Delikatesse, aber auch leider sehr teuer.
Ich habe letztens ein Rezept gelesen für das Selbermachen von Mandelmilch, habs aber noch nicht ausprobiert:
Einfach über Nacht abgezogene Mandeln in Wasser einweichen und am nächsten Morgen mit einem Pürierstab mixen. Fertig.
Könnte mir vorstellen, dass es gut klappt.
Vielleicht schmeckt Dir aber auch Soja-Reismilch oder Hafermilch (mag ich ja nicht so)? Es gibt wahnsinnig viele Sorten.

LG
Miriam
AntonLucy
geschrieben am 03.01.2010 um 03:36 Uhr
1. Nana, ich lebe doch nicht in einer Kommune, tschuldige, jetzt muss ich sogar lachen . Ist nicht bös gemeint.

Veganer sind doch keine Ökofreaks. Klar gibts auch diese, aber die meisten leben ganz normal verheiratet oder als Single in einer Stadtwohnung oder Haus und gehen ganz normalen Jobs nach

Natürlich kann man viel tun. Ob man genug tun kann, ist eine philosophische Frage, denn eigentlich kann man ja nie genug tun.
Der Fleischkonsum "kostet" der Umwelt weit mehr CO2, als der Transport für Sojakonsum. Ich achte z.B. darauf, dass Obst und Gemüse nicht aus Übersee kommt, sondern am Liebsten aus Deutschland oder wenigstens Europa. Ananas, Banane und Mango wächst in der Nähe natürlich nicht, so dass ich da (u)mal(/u) eine Ausnahme mache.

100% ethisch korrektes Leben kann man nie erreichen, aber man kann doch wenigstens das Beste versuchen. Ich tue was ich kann und in meiner Macht steht, aber alles werde auch ich nicht beachten können. Sonst müsste man tatsächlich in den Busch gehen und von den Beeren an den Sträuchern leben, aber auch da muss man dann aufpassen, dass man beim Beerenpflücken nicht aus Versehen eine Ameise zertritt. Alles hat seine Grenzen und bis zu einem gewissen Grad kann man selbst entscheiden, wo diese Grenze liegt. Aber es deshalb ganz sein zu lassen, halte ich für den falschen Weg.

Für die "Produktion" von 1kg Fleisch, wird ca. 16 kg pflanzliches Tierfutter benötigt, d.h. der Fleischkonsum fordert weit mehr Ackerbau und auch Transportwege für Tierfutter als für das Soja der Vegetarier.


2. Wer sagt denn, dass es mit der Entscheidung, vegan zu leben getan ist. Natürlich kann man immer mehr tun, aber vegan zu leben ist der erste und sicherste Schritt, damit anzufangen, weil die Ernährung und auch allgemeine Lebensweise grundlegende Bereiche umfasst. Genaugenommen ist der Veganismus die einfachste und bequemste Art, etwas zu verändern, wenn sich die neue Lebensweise mal nach ein paar Wochen eingespielt hat.
Auf den Titel selbst lege ich eigentlich auch keinen Wert, den benutze ich nur zu Erklärungszwecken, um nicht um den heißen Brei rumzureden.


3. Die Bedienung muss sich an das halten, was sie mit Dir ausgemacht hat. Wenn Du z.B. eine Allergie gegen Milchprodukte hast und sie Dir absichtlich Sahne reinmischt, weil sie es Quatsch findet, könntest Du das Restaurant wegen Körperverletzung verklagen. Außerdem schmeckt man das schnell raus, ob was tierisches drin ist. Tierische Produkte haben einfach einen Eigengeschmack, den man erst wahrnimmt, wenn man mal ein paar Wochen drauf verzichtet hat. Täuschung funktioniert da nicht mehr.
Auch auf Verpackungen muss aus diesem Grund gekennzeichnet sein, ob das Produkt z.B. Spuren von Milch oder Ei (oder auch Nüsse) enthalten ist. fehlt dieser Hinweis und der Verbraucher erleidet einen Allergieschock, kann der Hersteller verklagt werden.

4. Es gibt leckeren Sojajoghurt, sowohl in natur als auch mit Frucht.
Mit dem Yofu natur von Alpro mache ich z.B. regelmäßig meine leckere Frankfurter Grüne Soße Hat sich noch keiner drüber beschwert, dass die nicht schmeckt oder so.

5. Verstehe ich ehrlich gesagt nicht wirklich, weil der Verzicht auf Leder bewirkt ja, dass kein Tier dafür getötet wird. Der Verzicht auf Fleisch, Milch und Ei bedeutet das aber auch. Verstehe daher nicht, warum Du da einen Unterschied machst.

6. Also ich finde nicht, dass Du was Angreifendes gesagt hast Hoffe das aber von mir aber auch....
Ninifee
geschrieben am 03.01.2010 um 10:08 Uhr
So habe gestern gebacken und statt Milch tatsächlich Sojamilch verwendet, hat wunderbar geklappt. Allderding sind dennoch Eier und Quark drin aber vielleicht reagiere ich auf den Quark ja nicht, muss ich mal austesten

Die Sojamilch Pur schmeckt mir nicht gut, habe jetzt die von Aldi und sie schmeckt irgendwie so nach Körnern Die Sojamilch mit Schoko ist allerdings dagegen Weltklasse

@AntonLucy....Was genau ist Eiersatz? Wo bekommt man das? Kosten? Hätte in meinen Kuchen schon gerne keine Kleinen Küken drin
Cat13
geschrieben am 03.01.2010 um 10:22 Uhr
Wegen dem nackten Mann drauf?
Ninifee
geschrieben am 03.01.2010 um 10:23 Uhr
Um Gottes Willen Neeeiiinnn
Cat13
geschrieben am 03.01.2010 um 10:39 Uhr
Bevor ich jetzt hier wild rumzitiere

Vielen Dank für die Antworten

Ich werde das jetzt mal nach und nach sacken lassen und mir Gedanken machen.

Wegen der Kosmetik: Ich denke, wenn auch Peta DM Alverde als unbedenklich einstuft kann man die schon kaufen. Für mich muss das Ganze halt auch irgendwie immer umsetzbar bleiben. Und zu DM gehe ich ohnehin öfter...

Aber eine Frage habe ich noch : Was ist mit Duschgel, Haarshampoo, Haarspray und Schaumfestiger????

In den Bioladen komme ich erst morgen, ich war gestern zu lange im Baummarkt. Die Hasen hatten den Wohnzimmerteppich zerstörrt (*grummel*), da musste ein neuer her...


Ich finde den Austausch mit euch hier total spannend und interessant
Danke

VLG Cathrin

Ninifee
geschrieben am 03.01.2010 um 10:48 Uhr
Alles von Alverde:

Pflegedusche: Vanilleblüte Mandarine - riecht super lecker und ist sogar vegan.

Haashampoo: Blond-Shampoo Hopfenblüte Honig, macht tolle Haare (wenn Du zufällig blond bist, gibt es aber auch für brünette glaube ich. Ohne Silikone!

Haarspülung: Glanzspülung Zitronenblüte Aprikose, vegan. (Gibt aber auch eine passende vom Blondshampoo, hatte aber noch genug übrig.

Haarspray und Schaumfestier: Paul Mitchell (nicht so günstig) aber Haarsspray und festiger von Alverde taugen bei meinem feinen Haar leider überhaupt nichts.
Cat13
geschrieben am 03.01.2010 um 10:50 Uhr


Da weiß ich ja schon, wer morgen mit den großen Portemonnaie zu DM geht.

Schön das alles doch besser umsetzbar ist, als gedacht
AntonLucy
geschrieben am 03.01.2010 um 17:28 Uhr
Eiersatz bekommt man in Bioläden, Versandhandel oder auch Reformhäuser, ABER: Den habe ich auch noch nie genommen, weil der sehr teuer ist.

Ich bevorzuge die einfachere und viiiiieeeeel günstigere Alternative (ist sogar günstiger als die Verwendung von Eiern).

Ich nehme als Eiersatz immer Sojamehl.
Sojamehl hat genauso viel Eiweiß wie Eier und bindet genauso gut.

Für ein Ei nimmt man 1 EL Sojamehl und 2 EL Wasser dazu. Hat bis jetzt immer funktioniert. Meine Kuchen und auch Weihnachtsplätzchen sind wunderbar geworden. Sogar Kokosmakronen (die ja mit viel Ei sonst gemacht werden) haben damit geklappt.

250g Sojamehl kosten ca. 2 Euro, wenn Du davon immer nur 1 EL pro Ei brauchst, kann man sich ungefähr ausrechnen, wieviel Kuchen man davon machen kann Schau hier: http://alles-vegetarisch.de/article_detail,Sahne%20+%20Ei-Ersatz-Vantastic%20Foods%20BIO%20SOJAMEHL%20vollfett_%20250%20g,93011B62A1EA430990C469033A3F4793,04EED7B6E3180C37378FB9806A2644A7,de,e4b8d4e4094b0852590b18343d1b391b.html
Sojamehl gibts auch in Bioläden oder Reformhäuser oder bei Alnatura, aber in den ersten beiden genannten gibts oft nur 500g Sojamehl und das schaffe ich nie aufzubrauchen.


Aber mal einen Tipp von mir: Das Sojamehl musst Du in gut verschließbaren Tupperdosen aufbewahren, sonst hast Du in Nullkommanix die Motten drin. Auch Motten wissen scheinbar, wie nahrhaft Soja ist
Ich hatte nämlich meine erste Packung nur mit einem Clip verschlossen, das hat gar nix gebracht. Seitdem wird die Tupperdose nach der Entnahme immer gleich wieder geschlossen, seitdem hält sich das Mehl bis zum Schluss immer wunderbar.

LG
Miriam



EDIT:
Habe gerade entdeckt, wie man Eischnee vegan hinbekommt, die Info hat mir nämlich auch noch gefehlt.
Dafür braucht man wohl doch diesen Eiersatz http://alles-vegetarisch.de/article_detail,Sahne%20+%20Ei-Ersatz-Orgran%20NO%20EGG%20Ei-Ersatz_%20200g,B507017790B043C4B26EF65294250082,04EED7B6E3180C37378FB9806A2644A7,de,e4b8d4e4094b0852590b18343d1b391b.html
Na, ich werde es mir sicher auch mal gönnen, im Moment brauch ichs ja nicht, aber wenn man weiß wie, ist das schon viel wert
Cat13
geschrieben am 04.01.2010 um 18:11 Uhr
Hallo ihr Lieben

ich bin vom shopen zurück

Zuerst war ich bei DM. Ich hatte extra das große Portemonnaie eingesteckt
Man weiß ja nie

Und ich muss sagen, ich war total positiv überrascht von den Alverde-Produkten.
Eine riesen Auswahl und das zu einem unglaublich günstigen Preis
Ich hoffe ich muss jetzt nicht auflisten was ich alles gekauft habe

In dem Zusammenhang hat sich aber auch noch eine Frage ergeben: Gibt es auch tierversuchsfreie Zahnpasta?

Und danach war ich noch bei Denn´s Bio. Die Auswahl dort hat mich erstmal etwas erschlagen. Ich habe mir ein paar Streichzwerge gekauft. Die sind ja echt lecker Und noch sowas für Bratlinge, mal schauen, ob das etwas ist. Aber veganen Käse gab es da nicht.

Fleisch ist erstmal gestrichen und an alles weitere taste ich mich heran...

VLG Cat
Kaninchenchen
geschrieben am 04.01.2010 um 18:19 Uhr
Ich habe mich auch schon öfter gefragt wie "unbedenklich" (in Bezug auf Tierschutz) Alverde ist.
Bei den meisten Sachen ist ja das Siegel für kontrollierte Naturkosmetik drauf ( http://www.kontrollierte-naturkosmetik.de/ ), bei einigen dann aber wieder nicht.
Mein Shampoo habe ich zum Beispiel da her, das ist vegan, aber so ein Naturkosmetiksiegel ist nicht drauf... das Shampoo entspricht dann wahrscheinlich auch nicht den Anfoderungen, oder? Sonst wäre es ja eigtl auf jeden Fall drauf, ist ja auch ziemlich wirkungsvoll, so ein Siegel.

Und mir geht es bei den Sachen ja genau darum, dass sie ohne Tierversuche hergestellt wurden, nicht darum dass die Pflanzen aus biologischem Anbau sind oder alle Inhaltsstoffe vegan (vegetarisch sollten sie schon sein - ich weiß ja nicht, was man in Kosmetik so alles reinmixen kann...), und das Siegel garantiert eben auch genau dafür - diese vegan-blume eigentlich auch?
Ich meine, logisch wärs ja aber vllt geht das ja auch nur nach inhaltsstoffen...



Kaninchenchen
geschrieben am 04.01.2010 um 18:24 Uhr
Das ist das tolle, dass es trotzdem so günstig ist - ich frag mich immer, wie das eigtl. funktioniert... verkaufen die die Produkte so, dass durch das Produkt selbst kein Gewinn entsteht, sondern nur dadurch, dass man überhaupt zu dm geht, und noch andere Sachen kauft?
Naturkosmetik ist doch sonst immer so teuer...

Doch, musst du! (vielleicht hab ich ja noch was tolles übersehen...)
Kaninchenchen
geschrieben am 04.01.2010 um 18:39 Uhr
Einige Fragen schon selbst beantwortet :

(b)1.: Vegan-Siegel:(/b)
# Ein Großteil unserer alverde-Produkte trägt das Vegan-Siegel, das garantiert, dass weder tierische Inhaltsstoffe enthalten sind noch Tierversuche mit dem Fertigprodukt durchgeführt werden.
Quelle: http://www.dm-drogeriemarkt.de/dmDHomepage/generator/dmD/Homepage/Sortiment/Gesichts-__und__Koerperpflege/alverde__markenbeitrag/alverde.html

... das bedeutet also, dass doch Tierversuche durchegführt worden sein können, nur nicht mit dem Fertigprodukt :(.

(b)2.:Inhaltsstoffe vegan/vegetarisch:(/b)
# alverde-Produkte sind frei von allen synthetischen Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen sowie von tierischen Inhaltsstoffen mit Ausnahme von Bienen- und Wollwachs, Honig, Seidenprotein, (schwarz)Perlenextrakt, Schellack, Carmin, Keratin(/schwarz) und hydrolisiertem Milcheiweiß.
Quelle: http://www.dm-drogeriemarkt.de/dmDHomepage/generator/dmD/Homepage/Sortiment/Gesichts-__und__Koerperpflege/alverde__markenbeitrag/alverde.html

-> Perlenextrakt: Muscheln sind Tiere, und ich glaube kaum, dass das Perlenextrakt so gewonnen wird, dass die Muschel weiterlebt.
-> Schellack: Wird aus Ausscheidungen von so Läusen gewonnen (lecker! :D), ich weiß jetzt nicht, wie gut das der Laus tut (http://de.wikipedia.org/wiki/Schellack).
-> Carmin: "Zur Gewinnung der Farbe werden die Läuse getrocknet und in Wasser unter Zusatz von etwas Schwefelsäure ausgekocht. " Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Karmin, für diese Läuse ist die Herstellung also ziemlich tödlich.
-> Keratin: "Keratine sind der Hauptbestandteil von Säugetierhaar, Reptilienschuppen, Federn, Nägeln und Klauen, Hörnern und der Barten der Wale." Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Keratin
Das ist also auch nicht so ganz eindeutig...


(b)Also:(/b)
Unbedenklich ist alverde dann, wenn beide Siegel drauf sind - damit es ohne Tierversuche ist (auch in Produktentwicklung, nicht nur beim fertigen Produkt) das vom BDIH (http://www.kontrollierte-naturkosmetik.de/ ), damit keine toten Tierchen drin sind, das Vegan-Blümchen.
Ninifee
geschrieben am 05.01.2010 um 09:21 Uhr
Ja die gbt es und das sogar bei Aldi und zwar ist die Zahnpasta von Dr. Scheller Cosmetics AG GmbH das sind Produkte wie (Manhattan, durodont, Premium Cosmetics und bei ALDI vertreten durch Friscodent (Zahnpasta) und Lacura)
Cat13
geschrieben am 05.01.2010 um 10:24 Uhr
Heißt dass, das alles an Kosmetik von Manhatten auch ohne Tierversuche ist


Danke für den Zahnpasta-Hinweis
Ninifee
geschrieben am 05.01.2010 um 10:29 Uhr
Laut Peta ja
Cat13
geschrieben am 05.01.2010 um 11:20 Uhr
Dann wird das wohl stimmen....

Hast du da mal einen Link für mich?


Das wäre natürlich supi. Eine größere Auswahl an Schminke schadet nie
Ninifee
geschrieben am 05.01.2010 um 11:41 Uhr
Ja klaro

http://www.peta.de/web/kosmetik.1724.html
Cat13
geschrieben am 05.01.2010 um 11:51 Uhr
Das ist natürlich richtig cool

Hab gleich meiner Mum ne Mail geschickt
Ninifee
geschrieben am 05.01.2010 um 12:25 Uhr
Schau mal hier Essence aber find eich nicht bei Peta

http://www.essence.eu/de/produkte/nein-zu-tierversuchen.html
Cat13
geschrieben am 05.01.2010 um 13:12 Uhr
Da könnte man vielleicht einfach mal bei Peta nachfragen, was die dazu sagen.

Vielleicht führen die irgendwo nur den "Herstellernamen" und nicht den Namen der Produktreihe"...

AntonLucy
geschrieben am 06.01.2010 um 23:27 Uhr
Hi Cat13,

veganen Käse habe ich in Läden leider auch noch nie entdeckt.
Bis jetzt habe ich den nur über Veganversände bezogen, ich finde, dass allesvegetarisch.de die beste und gleichzeitig auch günstigste Auswahl hat.
Außerdem gibts bei jeder Bestellung noch eine Überraschung

Nur bei tegut habe ich letztens den soyatoo-Käse entdeckt. Der ist zwar nicht schlecht, schmeckt aber eher wie eine Pastete, als wie Käse.

LG
Miriam
AntonLucy
geschrieben am 06.01.2010 um 23:37 Uhr
Peta engagiert sich zwar öffentlich sehr für den Tierschutz, doch finde ich sie sehr zwiespältig. Es gibt Gerüchte (an denen auch was dran zu sein scheint), dass Peta Tiere befreit und wegen Platzmangel einschläfert :-(

Außerdem erfährt man wenig über ihre finanziellen Einsätze für den Tierschutz. Sie benutzen immer Promis, selbst wenn sie Fleischesser sind, die sich für Peta als Vegetarier ausgeben, kassieren über Kampagnen Millionen, aber keiner erfährt letztendlich, was mit den Spendengeldern passiert :-(

Ich unterstütze da lieber kleinere Tierschutzvereine, Stiftungen wie
www.stiftung-fuer-tierschutz.de
www.tierbefreier.de/home.html
www.tierfreunde.de (die geben auch das v-heft heraus)

Bei denen weiß ich, dass sie Spenden wirklich nötig haben und es auch direkt bei den Tieren ankommt.

www.stiftung-fuer-tierschutz.de suchen auch immer Leute, die ihnen bei der Versorgung der Tiere helfen, da sie meist nur zu Zweit sind. Bei mehr als 100 Tieren und einem Kuhaltersheim ist das sehr viel Arbeit. Sie bieten auch Jugendlichen an, bei ihnen ein soziales Jahr abzulegen.
AntonLucy
geschrieben am 06.01.2010 um 23:49 Uhr
Die Marke p2 bei dm ist eine tierversuchsfreie dekorative Kosmetik. Da fehlt zwar das dm-Siegel drauf, aber ist auch eine Marke von dm.
In wie weit sie vegan ist, bin ich mir nicht sicher, aber schau mal hier:
www.produktanfragen.foren-city.de http://produktanfragen.foren-city.de/
Dort sind alle aktuellen Produktanfragen gesammelt, auch für dm-Kosmetik.

Ansonsten hilft es immer, selbst eine Produktanfrage an die Firmen zu stellen. Die sind verpflichtet, wahrheitsgemäß zu antworten, schon allein wegen der Gefahr von Allergien.

Alverde hat mittlerweile auch dekorative Kosmetik.
AntonLucy
geschrieben am 07.01.2010 um 00:09 Uhr
A.
Manche Produkte von Alverde tragen nur das Siegel vom BDIH und die Vegan-Blume fehlt. Dann sind Tierversuche (hoffentlich) ganz ausgeschlossen, aber es wurden noch tierische Zusätze verwendet.
Um sicher zu gehen, müsste man eine Produktanfrage zu machen.


B.
Die Gewinnung von Perlenextrakt, Seide, usw. bedeutet immer, dass die Tiere dabei sterben.
Auch die Gewinnung von (Schur)Wolle, Angora (vom Angorakaninchen!), Mohair, Daunen beinhaltet zumindest immer Tierquälerei, weil die Tierhaare/Federn in der Massenproduktion immer ohne Rücksicht auf die Tiere "geerntet" werden! Den Tieren wird unter Zeitdruck beim Scheren ins Fleisch geschnitten, wegen Unvorsichtigkeit die Knochen gebrochen, beim Rupfen der Gänsefedern wird gleich die Haut noch mit ausgerissen. Oft kommen diese Tierprodukte aus armen Ländern, wo es eine geringe Entlohnung nach Stückzahl gibt, was die Sache noch dramatischer macht :-(
Schellack ist übrigens z.B. auch in Ritter Sport dunkel Nuss , also auch in Lebensmitteln

Seidenraupen werden vor dem Schlüpfen lebendig abgekocht, um zu verhindern, dass der Faden zerrissen wird :-(
Für 250g Seide braucht man ein paar Tausend Raupen :-(


C.
Es gibt Carmin (natürliches Laus-Extrakt) und Carmin A (wird künstlich gewonnen). Carmin A ist z.B. in Haribo Saure Gurken, die sind vegan

Solche Infos bekommt man gut über dieses Büchlein über E-Nummern, schau hier: http://www.buecher.de/shop/kochen--backen/e-nummern--zusatzstoffe/elmadfa-ibrahim-muskat-erich-fritzsche-doris/products_products/detail/prod_id/26380542/lfa/lastviewed-0/


D.
Wieso meinst Du, dass es nicht eindeutig ist?



LG
Miriam
Kaninchenchen
geschrieben am 07.01.2010 um 14:16 Uhr
Nicht eindeutig, ob das Tier, von dem das gewonnen wird, dabei Schaden nimmt oder stirbt (vom Menshcen wird das wohl kaum gewonnen ).

Dass es nicht sonderlich gut für das Tier ist, davon geh ich mal aus.
Und das mit der Seide hatte ich ja ganz vergessen .

Ich versteh grade irgendwie nicht, wie dm darauf kommt, eine (teuer herzustellende, vermute ich mal) Naturkosmetikmarke herzustellen, aber dann in so viele Sachen tierbestandteile reinzutun.... wo ist da der Sinn?
Natürlich gibt es Leute, die Natukosmetik kaufen, weil sie wollen dass die Pflanzen aus biologischem Anbau kommen oder aus anderen Gründen, aber eigentlich hält das doch bestimmt eine ganze Menge Leute davon ab, diese Produkte zu kaufen.


Danke für den Tipp mit dem Buch.. ich schau erstmal lieber, ob ich nicht irgendwo eine Liste im Internet finde, kommt billiger . Hätte nicht gedacht, dass es darüber Bücher gibt


Ich bezweifle übrigens, dass Manhattan tierversuchsfrei ist.
Eigentlich müsste man mal ein allgemein (zumindest in Deutschland) gültiges Kennzeichen/Symbol, irgendwas einführen, das dafür garantiert, dass die Sachen ohne tierverusche hergestellt wurden (und zwar komplett, nicht nur das Fertigprodukt).
Das würde die Sache wesentlich leichter machen und vllt auch die Hersteller dazu bewegen, auf Tierversuche zu verzichten...
Morchel
geschrieben am 07.01.2010 um 16:07 Uhr
Aber das gibt es doch. Hab ich schon mal gepostet, aber gern noch mal:

In Deutschland (b)muss(/b) jeder Bestandteil zuerst an Tieren (normalerweise Kaninchenaugen) getestet werden. Sonst darf man das Endprodukt nicht verkaufen.

Das Kaninchensiegel wird Produkten verliehen, die keine neuen Bestandteile nach 1979 verwenden, daher keine neuen Tierversuche erzwingen.
http://www.tierschutzbund.de/754.html
Cat13
geschrieben am 07.01.2010 um 18:35 Uhr
Aber wenn Peta das sagt? Ich vertraue denen da schon.

Diese Essence sind übringens wirklich ohne Tierversuche ich hab bei Peta nachgefragt.

LG Cat
AntonLucy
geschrieben am 07.01.2010 um 19:28 Uhr
Naja, bei den Reptilienschuppen bin ich mir nicht sicher, weil die könnten ja auch von der Schlangenhäutung kommen, theoretisch zumindest.
Für die Federn -hab ich ja schon geschrieben-, werden den Tieren mitsamt der Haut die Federn ausgerupft, die dann im Schlachthof landen.
Für alle anderen "Materialien" ist ja klar, dass die Tiere dafür auch getötet werden. Kein Tier bekommt die Klauen entfernt und lebt danach weiter, kann es ja dann auch nicht mehr.
Die Hörner werden den Kühen zwar zu Lebenszeiten abgesägt, aber -wie ja schon gesagt- ist das für sie sehr Schmerzhaft, da Hörner für die Kühe Sinnesorgane sind und nicht bloß totes Material.
Säugetierhaare wird wohl am Leichtesten über den Schlachthof bezogen.
AntonLucy
geschrieben am 07.01.2010 um 19:44 Uhr
Die meisten Menschen beschäftigen sich leider nicht mit den Hintergründen der tierischen Bestandteile. Da zählt dann leider nur, dass es NATURkosmetik ist
Veganer kaufen diese Produkte natürlich nicht.
Komisch ist auch, dass die neue Kosmetikserie von Alverde "Passionsblume" in Österreich vegan zu sein scheint und in Deutschland nicht. Das versteh mal einer

Aber man kann die unveganen Alverde-Produkte wenigstens sehr leicht erkennen, weil die veganen Produkte immer das Vegan-Siegel auf der Packung haben, die unveganen haben den nicht drauf.
Kaninchenchen
geschrieben am 08.01.2010 um 18:52 Uhr
Ich wurde ja fleißig zitiert
Dann fangen wir mal an :

@Morchel:
Tut mir Leid, hab ich nicht gesehen. Aber danke für den Hinweis... wußte ich noch garnicht. Das macht die Sache natürlich problematisch .
(schwarz)Geändert: Achso, es gibt also eins. Ehrlich gesagt hab ich noch nie was gesehen wo das drauf ist (/schwarz)

@Cat13:
Ich weiß nicht... kann sein dass ich da zu misstrauisch bin. Aber irgendwie ist die einzige Quelle die ich finde, die sagt, dass Manhattan tierversuchfrei ist, Peta. Oder andere Listen, die Peta als Quelle angeben, oder Foreneinträge, wo Leute sagen sie haben bei Peta nachgefragt.
Wenn jemand eine Peta-freie Liste für mich hat immer her damit
Es kann sein, dass das stimmt, und ich bin auch fest davon überzeugt, dass Peta schon so einiges bewirkt hat, aber irgendwie trau ich dem nicht so ganz. Und solange ich Alternativen habe, die sicher(er) tierversuchfrei sind, entscheide ich mich lieber dafür.

@AntonLucy:
Nochmal: (ist nicht böse gemeint!) Ja, ich vermute auch, dass die herstellung von Keratin meistens schlecht für das Tier ist und oft sogar tödlich.
Mit "nicht eindeutig" meinte ich einfach, dass es nicht zwingend der Fall ist, weil Keratin theoretisch auch harmlos gewonnen werden könnte (ich weiß schon, dass das nicht der Fall ist).

Das ist merkwürdig, dass es in verschiedenen Ländern anscheinend verschiedene Anforderungen gibt ...
Und auf das Siegel werde ich wohl in Zukunft achten... ich habs halt vorher nicht unbedingt getan, weil ich überhaupt nicht gedacht hätte, dass solche Dinge in Kosmetik drin sein könnten.
Bevor der letzte Satz hier wieder zitiert wird :
Ja, war vllt. ein wenig naiv so zu denken. Aber mal ehrlich, da kommt man doch nicht einfach so drauf.
Jetzt weiß ich es ja.

Kann sein, dass meine Antwort(en) sehr mich-verteidigend und schuld-von-mir-weisend klingen, das heißt aber nicht, dass ich es nicht gut finde, dass ihr nachfragt und Aussagen von mir richtig stellt.
Und gegen die hilfreichen Hinweise habe ich natürlich auch nichts einzuwenden


Ninifee
geschrieben am 17.01.2010 um 12:03 Uhr
Also die Artikel der Marke Frosch scheinen wirklich vegan zu sein, denn in allen Vegetarier/Veganer Foren werden diese Produkte empfohlen.Nach eigenen Angaben machen sie keine Tierversuche und verwenden auch keine tierischen Produkte.

Und sie haben alles von Putzmittel zm Waschmittel. Ich werde die Sachen ausprobieren, da so langsam alles leer geht und dann auf Bio Qualität von Frosch umsteigen

Sodasan führt auch keine Tierversuche durch.
Ninifee
geschrieben am 17.01.2010 um 12:29 Uhr
Manhattan antwort auf Produktanfrage:

Wir deklarieren übrigens alle Inhaltsstoffe auf unseren Verpackungen
(Tuben, Tiegeln, Flaschen etc.), oder an unseren Verkaufstheken (bei
dekorativer Kosmetik), so daß Sie sich immer aktuell informieren können.


Zum Thema Tierversuche und zur Verwendung tierischer Rohstoffe legen
wir Ihnen gerne eine Stellungnahme unseres Hauses bei.

Im Folgenden erhalten Sie eine "Positivliste" der Produkte, welche die
tierischen Rohstoffe Bienenwachs, Lanolin und Keratin enthalten. Alle
drei werden schmerz- und schadlos für das Tier gewonnen:
Bienenwachs, ein von der Biene selbst erzeugtes Produkt.
Lanolin, aus Schafschurwolle.
Keratin, aus der Schurwolle der Cashmere-Ziege.

Enthalten sind sie in folgenden Manhattan (MH) bzw. Apotheker Scheller
Produkten, die Sie dann bitte meiden müßten, wenn Sie sie aus ethischen
Gründen ablehnen:

MH Optimum Cover & Resist Make up
MH Clearface Super Cover Make up
MH Cover Stick
MH Lipbalm "Wanted"
MH Lippenstift The Lookstick Pure Gloss
MH Lippenstift X-Treme Last & Shine
MH Lipgloss Twist & Taste
MH Mascara Maximum Volume
MH Mascara Maximum Volume Waterproof
MH Mascara X-Treme Last Waterproof
MH Mascara Long & Sensitive
MH Professionell Mascara

Apotheker Scheller Basic Nature Oliven Gesichtspeeling
Apotheker Scheller Basic Nature Distelöl Intensiv-Aufbaucreme
Apotheker Scheller Basic Nature Arnika Kräuterblüten Handcreme
Apotheker Scheller Basic Nature Nachtkerzenöl Antifalten-Nachtcreme

Mikrokapseln (tierischer Rohstoff Schweinehaut) sind enthalten in
folgenden durodont medical Zahnpflege-Produkten:
Fresh & White Zahncreme
Sensitiv Zahncreme

Wir würden uns freuen, wenn wir Ihnen mit diesem Schreiben behilflich
sein konnten und verbleiben


mit freundlichen Grüßen
DR. SCHELLER COSMETICS AG
Corinna Henkel
Marketing




bzgl. Tierversuche haben sie mir folgendes geschrieben:


Herstellererklärung

zu Tierversuchen


Aufgrund der Tatsache, dass kosmetische Produkte täglich und lebenslang genutzt werden und nicht nur oberflächlich mit dem Körper in Berührung kommen (z.B. bei Zahnpflegeprodukten, aber auch Lippenstiften) müssen sie in ihrer Anwendung sicher sein.
Um dies sicherzustellen, gibt es für kosmetische Produkte und auch für die eingesetzten Stoffe eine Vielzahl von Regelungen zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt.

Bereits vor einigen Jahren wurden Tierversuche für kosmetische Fertigprodukte in der EU gesetzlich verboten. Um die Sicherheit der Endprodukte zu gewährleisten wurde die Durchführung einer Sicherheitsbewertung für jedes Produkt zwingend vorgeschrieben. Diese Sicherheitsbewertung berücksichtigt neben der Art und Häufigkeit der Anwendung des einzelnen Produktes die Konzentrationen der verwendeten Inhaltsstoffe sowie das toxikologische Profil der Inhaltsstoffe.

Daten aus Tierversuchen bilden weltweit die Grundlage für die toxikogische Einschätzung der Inhaltsstoffe. Daher werden für die Sicherheitsbewertung eines kosmetischen Produktes immer derartige Daten herangezogen, die in entsprechender Literatur oder auch in Datenbanken veröffentlicht wurden. Diese Vorgehensweise ist wie bereits erwähnt gesetzlich vorgeschrieben und entspricht dem heutigen Stand der Wissenschaft.

Die chemische Industrie insbesondere auch die Kosmetik-Industrie versucht seit einigen Jahren Alternativmethoden für die vorgeschriebenen Sicherheitstests zu entwickeln. Das Problem besteht aber darin, dass Ergebnisse dieser sogenannten Invitro-Test („im Reagenzglas“) nicht immer mit Daten aus Tierversuchen übereinstimmen. Im Moment wurden erst für vier der zwölf Sicherheitstests Alternativmethoden entwickelt (z. B. ersetzt der Het-Cam-Test am Hühnerdotter den bisher für Schleimhautreizung durchgeführten Test am Kaninchenauge (Draize-Test)).

Die Dr. Scheller Cosmetics AG hat seit ihrem Bestehen noch nie Tierversuche weder für Rohstoffe noch für Fertigprodukte durchgeführt. Gemäß der aktuellen Gesetzgebung werden für die Endprodukte die erforderlichen Sicherheitsbewertungen durchgeführt, die aber wie bei allen anderen Kosmetikherstellern auch, auf toxikologischen Daten aufbauen. Darüber hinaus wird die Produktsicherheit durch Tests mit verschiedenen Dermatologen und Augenärzten sichergestellt.

Quelle: www.vegetarierforum.de
SpikeFFM
geschrieben am 17.01.2010 um 12:46 Uhr
bitte verzeiht...ich habe jetzt nicht alles gelesen.
Hab nur gelesen, dass es wohl um Zusätze in Kosmetika und Tierversuche ging.
Ich kaufe meine Sachen eigentlich nur beim BodyShop.
Nur natürliche Inhaltsstoffe (gut...manchmal riechen sie auch so) und definitiv nicht an Tieren getestet. Und hier in Frankfurt tut man mit dem Kauf auch noch etwas für das Frauenhaus.